Display MoreNachdem das letzte Turnier am Wochenende mal wieder sehr ernüchternd war (gerade so die Gruppenphase überstanden und ein Turnieraverage von 38,4 am Ende) und ich in letzter Zeit generell etwas unzufrieden mit der Reproduzierbarkeit meines Wurfes bin, musste ich gestern Abend im Training mal wieder etwas verändern, also habe ich mich mal anders hingestellt.
Bisher war mein Stand immer so ein Zwischending: Zentral zum Board und weder komplett gerade noch komplett seitlich, den rechten Fuß ca. 45° zum Oche angewinkelt.Aus einer Laune heraus habe ich mich gestern dann mal komplett seitlich gestellt also den rechten Fuß parallel zum Oche. Durch diese Veränderung fühlt sich meine Rückholbewegung (Ablauf ähnlich Bully Boy, ich führe den Dart in einer flüssigen Bewegung von unten vor mein dominantes Auge) jetzt irgendwie "geführt" an, weil ich mit dem Arm nach Rechts keinen Spielraum mehr habe, ohne dass es schmerzhaft wird, also quasi wie ein harter Anschlag an dem ich meinen Arm lang führen kann. Ich hoffe das ergibt für euch irgendwie Sinn, ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll.
Die Ergebnisse dieser Veränderung habe ich quasi sofort bemerkt:
- Mein Wurf fühlt sich viel reproduzierbarer und sicherer an,
- die Stellung des Unterarms bleibt beim Backswing mühelos in der Senkrechten zum Boden ohne dass ich (wie bisher) bewusst drauf achten und regelmäßig nachkorrigieren muss,
- ich produziere weniger Streudarts,
- der Backswing zieht die Schulter zentral unter das Kinn (ich habe mal irgendwo gelesen, dass das von Vorteil sein soll und ich finde, dass man vor Allem bei Beau Greaves und Luke Littler ziemlich gut erkennt, was da beim Backswing mit der Schulter passiert)
- und, was ich extrem interessant finde: Ich habe das Gefühl, dass die erhöhte Körperspannung, die durch den verdrehten Stand hervorgerufen wird, einen positiven Effekt auf meine Konzentration hat.
Der bisher einzige Nachteil davon ist, dass mein Körper durch diese unnatürliche, verdrehte Haltung weitaus mehr belastet wird, was ich dann nach dem Training natürlich mehr spüre als vorher aber es ist noch alles im Rahmen also ich hab keine Schmerzen oder so. Mal schauen, wie sich das in Zukunft so entwickelt, wenn ich dabei bleibe.
Es kann natürlich sein, dass das alles nur Placebo ist und es sich heute Abend wieder ganz anders anfühlt aber ich bin mal vorsichtig optimistisch, dass das mal wieder eine Veränderung ist, die langfristig einen direkten Impact auf meine Performance am Board haben könnte.
Habt ihr sowas ähnliches auch schon erlebt und was sind eure generellen Gedanken zu der Thematik?
Mal unabhängig von der Veränderung an sich ist es wahrscheinlich nicht optimal aufgrund eines Turnier Averages die Wurfbewegung oder Technik zu ändern. Wenn du bspw Zuhause 10 Punkte mehr spielst liegt es nicht an der Mechanik vom Wurf sondern ist eher ein mentales Problem. Vielleicht wäre es besser 2-3 Tage Zuhause zu spielen um zu schauen wie es sich da verhält, nur meine Meinung.
Ich habe die Erfahrung gemacht das es bei mir noch besser läuft wenn ich komplett schräg stehe und auch den Oberkörper kaum eindrehen und dann fast komplett seitlich stehe. Dann hat man so einen exakte Linie man muss nur noch den Arm schwingen, einfacher geht's einfach nicht. Das Problem sind dann nicht nur die Knieschmerzen sondern vor allem wird mein Nacken steif und verspannt sich und zwar relativ schnell nach 1-2 Stunden spielen.
Da ich keine Lösung gefunden habe das zu vermeiden/überwinden hab ich auch so ein 45° stand also ein Zwischending wie Peter, schaue aber immer auf die T20 gehe zum Oche und richte mich mittig aus, ich achte also nicht auf den Stand bzw Fuß und probiere immer schon vorher ganz bewusst das Ziel anzustarren.
Ganz konkret zu deiner Frage: Wenn ich etwas finden würde was mich nachhaltig/dauerhaft 5 Punkte mehr spielen lässt und mir nicht weh tut oder unangenehm ist würde ich es dabei belassen.