Training zeigt kaum/keine Wirkung

  • Kannst du bitte mal genau erklären wie du zu dem Entschluss kommst? :) ich interessiere mich schon sehr lange für das Thema!

    Nee, kann ich dir tatsächlich nicht erklären. Ich glaube einfach, dass die komplexen mentalen/koordinativen/reproduktionstechnischen Prozesse beim Darts schwieriger zu trainieren sind als Prozesse in anderen Sportarten.

  • Nee, kann ich dir tatsächlich nicht erklären. Ich glaube einfach, dass die komplexen mentalen/koordinativen/reproduktionstechnischen Prozesse beim Darts schwieriger zu trainieren sind als Prozesse in anderen Sportarten.

    Okay alles gut, ab wann ist denn jemand für dich talentiert? Ist das an einen gewissen Average gekoppelt? Und woran machst du fest das jemand kein Talent hat?

  • Ich persönlich bin der Ansicht, dass es in praktisch allen Bereichen Menschen gibt, die mehr Talent/Begabung für eine Sache haben oder eben weniger.

    Wir alle haben unterschiedliche Körper, Physiologie, Gehirnstruktur und Prägung Da ist das eigentlich sogar selbstverständlich.

    Eine klare Grenze zwischen "talentiert" und "untalentiert" wird man wohl selten ziehen können, das ist fließend.

    Es geht dabei auch nicht immer um das was jemand letztlich erreichen kann, sondern in erster Linie auch darum wie leicht er/sie es erreichen kann oder wie schwer es ihr/ihm fällt.

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"
    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

    3 Mal editiert, zuletzt von Fish&Chips (18. April 2026 um 17:12)

  • Okay alles gut, ab wann ist denn jemand für dich talentiert? Ist das an einen gewissen Average gekoppelt? Und woran machst du fest das jemand kein Talent hat?

    Ums mal möglichst kurz zu fassen bzw. vereinfacht dargestellt:

    Ich finde Talent kann hauptsächlich man in 2 Sachen "bemessen": Wie hoch ist dein Startniveau als du angefangen hast (Gary Anderson hat ja angeblich mit seiner 1. Aufnahme ne 180 geworfen:|) und wie schnell wirst du anshcließnd durch Training besser.

    Um (zwei) Spieler zu vergleichen könnte man sie ja bspw. 1 Jahr lang dasselbe Trainigsprgramm absolvieren lassen. Und wenn der eine seinen Average um 20 Punkte gesteigert hat und der andere nur um 2 Pünktchen, dann weißt du relativ klar wer talentiert ist und wer nicht...

    PS: Und ich glaube gegen die "Talent-These" sprechen sich größtenteils talentierte Spieler aus, weil sie einfach davon ausgehen das andere Spieler mit demselben Trainingsprogramm ähnlcihe Fortschritte machen wie sie selbst, was aus meiner Sicht halt ne völlige Fehlannahme ist... Denke in anderen (deutlich körperlicheren) Sportarten gibts darüber kaum 2 Meinungen, aber im Darts wird das (komischerweise) oftmals anders gesehen ?(:ohno_

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Heute Catch mich die Talent Diskussion:

    Bisher war meine Ansicht für die Weltspitze: alles ähnlich talentiert --> wer besser und zielgerichteter Trainiert steht oben. Training schlägt Talent.

    Aber die Frage was bedeutet Talent stellt das heute in Frage.

    Folgende Bereiche für Talent sehe ich beim Darts:

    - Hand Auge Koordinationstalent

    - Bewegungstalent im Arm

    - Mentales Talent mit Rückschlägen umzugehen

    - Talent zur Selbstreflexion

    Das ist erstmal das was mir dazu einfällt....und zu keinem ein wirkliches Kriterium an dem ich's festmachen kann....

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Folgende Bereiche für Talent sehe ich beim Darts:

    - Hand Auge Koordinationstalent

    - Bewegungstalent im Arm

    - Mentales Talent mit Rückschlägen umzugehen

    - Talent zur Selbstreflexion

    Ich denke man könnte noch mehr KAtegorien bilden/finden, aber ich glaube das entscheidende ist: manche kann man mehr/Gut traininerten, andere hingegen nciht! Und genau die letzteren machen dann eben den Unterschied aus zwischen den talentierteren Spielern und denen die diesbzgl. eher Pech haben (wie ich)...

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Hallo zusammen,

    Bin 39 Jahre alt und habe Ende Dezember letzten Jahres angefangen zu Darten. Trainiere oder Spiele seither ca 5 Tage pro Woche 1-2 Stunden, wirkliche Erfolge bleiben leider aus. Derzeit versuche ich, meinen Avg über 30 zu halten. 1-2 „gute“ Tage mit Matches von 35-40 und dann wieder tagelang teils Spiele mit 25 und niedriger. Da funktioniert dann weder das Scoring, noch die Doppelfelder. Teils 30 und mehr Darts auf Doppel ohne Erfolg. Reines Doppeltraining ist dann auch eher sinnlos, da ich in 15min Werfen vl 1-2 treffe. Weiß leider nicht mehr obs an der Technik, Griff, Stand oder sonst was liegt. Vl hat jemand ein paar gute Ratschläge oder ähnliche Erfahrungen für mich?

    Oder gibts wirklich Menschen die einfach kein Talent haben zum Darten?

    Wünsche euch ein schönes WE und Good Darts!

    Hallo markus9685 und herzlich willkommen im Forum.

    Ich kann ebenfalls nur empfehlen, ein Anfängertraining oder eine Wurfanalyse bei dartblog zu buchen. Die Anfängerkurse bieten dir ein Rüstzeug, wie Du das Training für dich effektiver gestalten kannst und Du bekommst auch eine individuelle Rückmeldung. Die schon beschriebene Wurfanalyse wäre auch eine Möglichkeit.
    Du verwendest ja viel Zeit auf das Dartspielen, von daher würde ich das wirklich überlegen.

    Zum Thema Talent: Es gibt ganz viele Menschen, die schon lange Darten und denen es ähnlich geht wie dir, darüber würde ich mir folglich keinen Kopf machen. Wenn Du schon so viel Zeit auf dieses Hobby verwendest, dann sollte das ja mit Freude und Zufriedenheit passieren, dabei könnte dir dartblog sicher helfen.

  • Wenn man unter Talent eine angeborene Fähigkeit versteht die nicht erlernbar ist wird es sehr schwierig das nachzuvollziehen bzw irgendwie zu belegen. Ich nenne es jetzt einfach mal ,,Fähigkeiten" weil mir kein treffenderes Wort dafür einfällt, denn letztendlich geht es im Kern darum das es manche gefühlt Mühelos vorwärts schaffen und andere voller Mühe keine Fortschritte machen. Das auf eine angeborene und nicht erlernte Fähigkeit zu schieben (sozusagen das Talent) ist wie gesagt kaum nachvollziehbar, jedoch lässt sich andersherum sehr gut feststellen wie manche diese Fähigkeiten erlangt haben und dadurch scheinbar (das ist ja die These) erfolgreicher werden.

    Den letzten Standpunkt vertrete ich, es gibt aber noch weitere Schwierigkeiten wodurch das Bild extrem verzehrt wird. Ich möchte mal probieren eins nach dem anderen abzuarbeiten (konstruktive Kritik unbedingt erwünscht!)

    Um (zwei) Spieler zu vergleichen könnte man sie ja bspw. 1 Jahr lang dasselbe Trainigsprgramm absolvieren lassen

    Das Problem hierbei ist das beide eine ähnliche Technik Anwenden müssen. Wenn 10 Kinde im Fußball Verein jede Woche 2x das selbe Training haben und abseits vom Training kein Fußball spielen und keine Theorie erklärt bekommen wäre es sehr sinnvoll. Das ist auch definitiv machbar, denn es gibt einen Trainer der eine Trainingsphilosophie verfolgt und diese auf alle anwendet.

    Beim Dart wirft einer mit dem dominanten Auge, der andere neben dem Kopf, der eine zieht durch, der andere nicht, der eine achtet beim Wurf auf seine Wurfbewegung und der andere nur aufs Ziel.. da könnte man noch viele weitere Punkte nennen. Alleine schon die Technik ist so unterschiedlich, da nicht alle zusammen in einem Raum mit einem Trainer spielen macht jeder erstmal Zuhause was er will.

    Dann werfen mache nur auf die T20, andere spielen nur 501 usw auch hier gibt's kein Ende. Man kann hier unmöglich einen Vergleich ziehen und dann behaupten der bessere Spieler hat mehr Talent.

    Wie hoch ist dein Startniveau als du angefangen hast

    Das finde ich extrem interessant jedoch muss man hier auch wieder sagen, jemand der eine stark ausgeprägte Fähigkeit hat aber nicht weiß wie man diese korrekt anwendet kann kein gebrauch davon machen. Man muss die richtige Technik erlernen damit diese Fähigkeiten überhaupt zum Vorschein kommen.

    Es geht dabei auch nicht immer um das was jemand letztlich erreichen kann, sondern in erster Linie auch darum wie leicht er/sie es erreichen kann oder wie schwer es ihr/ihm fällt.

    Ich denke das trifft es im Kern und genau das lässt sich meiner Meinung nach relativ leicht erklären. Hier möchte ich einmal Harald Jansenberger zitieren:

    ,,Grundlegend zeigen sich ja gewisse Übereinstimmungen mit anderen Sportarten: Untersucht ist z.B. der erfolgreiche Zusammenhang zwischen dem Basketballwurf und Darts. Auffallend ist für mich auch, dass gerade Torleute aus Spiel/Ballsportarten gute Dartspieler werden (das ist aber nur mein persönlicher Eindruck)."

    Ich habe fast nur auf die T20 geworfen, bisschen ATW mehr nicht. Ich habe über 2 Jahre gebraucht wovon ich aber nur 10 Monate gespielt habe mit mehreren Pausen die mehrere Monate anhielten um einen 58er Average zu erreichen. Ich habe nie länger als 3 Monate am Stück gespielt.

    Dabei habe ich wöchentlich die Darts gewechselt (42-50mm 14-26g). So gesehen war alles kontraproduktiv was ich gemacht habe und nichts empfehlenswert, dennoch bin ich mittlerweile bei einem stabilen 60er Average angekommen nach insgesamt jetzt ca 14 Monaten Spielzeit.

    Das Zitat von Harald Jansenberger habe ich gebracht weil ich selbst zwischen meinem 6 und 7 bis 12 Lebensjahr Torwart war. Mit 4 Jahren war ich aber schon im Fußball Verein (nicht als Torwart) und auch beim Turnen vorher. Darts habe ich zum ersten Mal mit 25 gespielt.

    Und genau hier sehe ich das ,,Talent", jedoch nicht in Form einer angeborenen Fähigkeit (welche es aber auch mit Sicherheit gibt bspw Körperwahrnehmung und Muskelsteuerung die extrem relevant sind im Darts), sondern eher im Training gewisser Fähigkeiten. Je früher man mit einer Sache anfängt desto besser, ein 5 Jähriger wird nach 10 Jahren Klavier Unterricht höchstwahrscheinlich viel besser spielen als ein 60 Jähriger.

    Wenn man in anderen Disziplinen wo eine Hand Augen Koordination elementar ist Jahre verbringt als Kind lässt sich das meiner Meinung nach auch auf andere Bereiche übertragen. Jemand der diese Fähigkeiten nie wirklich trainiert hat denkt dann zwangsläufig er ist untalentiert während jemand anderes direkt gute Fortschritte macht. Das hat dann nichts direkt mit der Disziplin zutun sondern den nicht erlernten Fähigkeiten.

    Und genau die letzteren machen dann eben den Unterschied aus zwischen den talentierteren Spielern und denen die diesbzgl. eher Pech haben (wie ich)..

    Wie sieht es bei dir aus beim Bowling oder Minigolf? Ich bin auch in diesen Freizeitbeschäftigungen/Sportarten sehr gut, obwohl ich das nie geübte habe, genau so wie meine Familien Mitglieder oder Bekannte die ständig verlieren. Das hat aber wie gesagt (glaube ich zumindest, konstruktive Kritik definitiv erwünscht) nichts mit einer angeboren Fähigkeit (Talent) zutun sondern der frühen Übung/Training. Das lässt sich später nicht mehr so einfach nachholen wie als Kind.

    Es gibt Aufnahmen von Luke Littler wo er mit 2 Jahren Dart spielt! Dann die dazugehörige Förderung von Trainern, Akademien, jahrelang Training die gesamte Kindheit hindurch bis zum Erwachsenen Alter. Das ist Endstufe!! Ich bin bspw für mein nicht Handwerkliches Geschick bekannt (zwei linke Hände), hatte jedoch das erste Mal mit 20 Jahren einen Akkuschrauber benutzt.

    Jetzt als Abschluss nochmal, so gesehen hast du definitiv Recht, du hast jetzt höchstwahrscheinlich Pech gehabt wenn du gewisse Fähigkeiten damals nicht trainiert hast. Das heißt nicht das du nicht dennoch ein guter Spieler werden kannst im Amateur Bereich, die Frage ist aber was du dafür tun musst und wo dann dein Limit ist.

    Das ist alles meine subjektive Wahrnehmung, beweisen kann ich es nicht!

  • Hallo Markus9685,

    es wurde schon sehr viel gesagt, das will ich nicht wiederholen. Nur soviel: Bei deinem Trainingseinsatz sowie der Dauer, die du bislang spielst, solltest du doch mehr Fortschritt und Verbesserungen sehen. Gerade ganz am Anfang ist die Verbesserungskurve sehr deutlich, später flacht sie dann stark ab. In dieser Phase hat es mit Talent mE nichts zu tun, das kommt dann erst später. Also hat es etwas mit deiner Wurftechnik zu tun bzw. wie gut du dich konzentrieren kannst. Wie bereits viele andere schon geraten haben, ich würde hier jemand draufschauen lassen, der etwas Erfahrung hat, dartblog kann ich auch empfehlen, es kann aber auch ein erfahrener Ligaspieler sein. Alles Gute!

    14-Darter

  • Beim Dart wirft einer mit dem dominanten Auge, der andere neben dem Kopf, der eine zieht durch, der andere nicht, der eine achtet beim Wurf auf seine Wurfbewegung und der andere nur aufs Ziel.. da könnte man noch viele weitere Punkte nennen. Alleine schon die Technik ist so unterschiedlich, da nicht alle zusammen in einem Raum mit einem Trainer spielen macht jeder erstmal Zuhause was er will.

    Hm, da würde ich es aber schonmal als Talent sehen wer es von Anfang an intuitiv richtig(er) macht als der andere und dann noch viel wichtiger, dass bei einem talentierten Spieler sich die Technik ganz natürlich entwickelt und verbessert (völlig ohne explizites Technik-Training), weil das Gehirn aus guten Würfen / Treffern die richtigen Schlüsse zieht! Bei mir muss ich hingegen beobachten, dass wenn ich nicht wirklich regelmäßig reines Technik-Training mache, diese mit der Zeit diese sich eindeutig verschlechtert...

    Wie sieht es bei dir aus beim Bowling oder Minigolf? Ich bin auch in diesen Freizeitbeschäftigungen/Sportarten sehr gut, obwohl ich das nie geübte habe, genau so wie meine Familien Mitglieder oder Bekannte die ständig verlieren. Das hat aber wie gesagt (glaube ich zumindest, konstruktive Kritik definitiv erwünscht) nichts mit einer angeboren Fähigkeit (Talent) zutun sondern der frühen Übung/Training. Das lässt sich später nicht mehr so einfach nachholen wie als Kind.


    Bowling spiel ich nur sehr selten und MInigolf vielleicht als Kind maximal 2-3 gespielt... Aber beim Bowling weiß ich dass ich bei den ersten Würfen meist ganz gut war, es hintenraus dann aber nicht mehr bestätigen/wiederholen konnte.

    Ich hab in meienr Kindheit aber 10 Jahre Tischtennis gespielt und da war ich wirklich nciht so schlecht. Da muss ich allerdings dazu sagen dass ich rein von der Technik keinesfalls gut war, was ich aber durch ein starkes Spielverständnis gut ausglecihen konnte. Die Möglichlkeit hab ich beim Darts so leider gar nicht...

    Hallo Markus9685,

    es wurde schon sehr viel gesagt, das will ich nicht wiederholen. Nur soviel: Bei deinem Trainingseinsatz sowie der Dauer, die du bislang spielst, solltest du doch mehr Fortschritt und Verbesserungen sehen. Gerade ganz am Anfang ist die Verbesserungskurve sehr deutlich, später flacht sie dann stark ab. In dieser Phase hat es mit Talent mE nichts zu tun, das kommt dann erst später. Also hat es etwas mit deiner Wurftechnik zu tun bzw. wie gut du dich konzentrieren kannst. Wie bereits viele andere schon geraten haben, ich würde hier jemand draufschauen lassen, der etwas Erfahrung hat, dartblog kann ich auch empfehlen, es kann aber auch ein erfahrener Ligaspieler sein. Alles Gute!

    Das gilt aber auch nur für talentiertere Spieler! Bei mir waren schon die Verbesserungen in den ersten Wochen nur geringfügig und direkt darauf folgte dann schon die (große) Stagnation...

    Also ja, der prinzipielle Kurvenverlauf ist viellleicht bei allen recht ähnlich, aber wie die Achsen skaliert unterscheidet sich dann schon sehr stark.

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Also erstmal möchte ich mich bei euch für die vielen Anregungen und Inputs bedanken! Hätte nicht gedacht, hier gleich so viele interessante und hilfreiche Erfahrungen und Ratschläge zu bekommen!

    Habe gestern wirklich viel Zeit damit verbracht, meinen Wurf zu analysieren und meine Probleme zu finden, hier meine Erfahrungen falls für andere Interessant:

    - Würfe auf abgedecktes Board: Schnell bemerkt, dass Gruppierungen für mich ein sehr sehr großes Problem sind, bzw. kaum möglich. Auch einfach gerade Würfe immer wieder um 5cm oder mehr Abweichung links u rechts vom ersten Dart. Nur die Höhe funktioniert eigentlich sehr gut.

    Habe dann meinen Stand leicht verändert, fühlt sich jetzt beim ausholen um einiges angenehmer bzw. natürlicher an. Nächste Erkenntnis, halte den Dart mit 3 Finger, der Ringfinger drückt den Dart von der Seite im etwas nach rechts (bin Linkshänder). Ringfinger weit oben am Dart und eindeutig besser.

    Nach vielen vielen Probewürfen kann ich sagen, die Darts fliegen jetzt schon recht ordentlich geradeaus und meine Abweichungen sind spürbar weniger.

    Habe dann am Abend einige Legs über 40, das beste knapp unter 50 gespielt, wäre so bis vor 2 Tagen nicht möglich gewesen.

    Bei Around the World inkl. Bull habe ich heute einige Runden mit einer Trefferquote von ca 40% gespielt, da habe ich bisher noch nie über 30% erreicht.

    Auch heute noch kein Leg unter Avg 40. Sieht wirklich so aus, als hätte ich mein größtes Problem gefunden und zumindest zum Teil schon verbessert!

    Bin für weitere Übungen u Tipps natürlich immer dankbar und werde euch gerne hier auf dem Laufenden halten falls das für den einen oder anderen interessant ist.

  • Hier aber noch ein paar kleine Fragen an euch.

    Kann mir jemanden erklären, wie der Unterschied ist zwischen Daumen zeigt eher gerade nach oben, oder nach hinten?

    Was wäre eine gute Trefferquote für Around the World inkl Doppel am Ende?

  • Hier aber noch ein paar kleine Fragen an euch.

    Kann mir jemanden erklären, wie der Unterschied ist zwischen Daumen zeigt eher gerade nach oben, oder nach hinten?

    Der Griff ist so ziemlich das individuellste was es beim Darts gibt. Es gibt sehr viele verschiedene Griffarten und keine davon ist prinzipiell besser oder schlechter.

    Sondern nur besser oder schlechter für dich und deinen Wurf geeignet.

    Finde einen Griff, der sich natürlich anfühlt und der vor allem leicht reproduzierbar ist. Wenn du jedes mal neu suchen musst, wenn du den Dart greifst, dann ist das suboptimal. Ansonsten einfach mal rumtesten. Viele sagen, dass der Griff mit dem man instinktiv, ohne nachzudenken einen Dart greift eine gute erste Wahl ist.

    Es gibt also auch keinen zwingenden Grund, den Daumen so stark nach hinten zu biegen, auch wenn man das bei vielen Spielern sieht. Ich habe den Daumen auch eher senkreckt. Spieler die mehr Druck zwischen Daumen und Zeigefinger haben/brauchen, biegen ihn wohl oft nach hinten. ("pinch-lastiger" Griff) Bei mir liegt er eher locker zwischen den Fingern.

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"
    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

    2 Mal editiert, zuletzt von Fish&Chips (20. April 2026 um 06:25)

  • Mal noch ein Gedanke von mir, nachdem ich die Entwicklung in diesem Thema aufmerksam verfolgt habe.
    Beim Ansatz, was ist Talent und auch in der Folge dazu wurden meist motorische Fähigkeiten aufgezählt.
    Na klar muss ich irgendwie konstant und wiederholbar eine Bewegung ausführen können, um den den Dart in jeder Situation ins richtige Feld transportieren zu können.
    Was ist aber mit kognitiven Fähigkeiten?
    Sind die nicht genauso wichtig?
    Und sind die vielleicht sogar trainierbar?

    Lieblingsspieler: James Wade, Gary Anderson

  • mentales, richtig Zielen, Fokus etc sind natürlich für eine Entwicklung am Ende sehr wichtig, aber ich glaube die Grundlage ist erst mal motorisch in der Lage zu sein geradeaus zu werfen und das auch steuern und korrigieren zu können.

    Ich behaupte ein top spieler kann sich wahrscheinlich blind hinstellen (natürlich erst einmal aufs Board am oche ausrichten und für den ersten pfeil einmal Zielen) und dann mit geschlossenen Augen 20 Pfeile auf das 20er segment werfen und er würde wahrscheinlich sehr viele Pfeile treffen, einfach weil er in der lage ist den pfeil gerade und mit gleichmäßigem beschleunigungsprofil zu werfen.

    Klar für das feintuning ist natürlich Fokus wichtig, aber erst mal muss man überhaupt erst mal die Motorik haben "blind" gerade zu werfen (heißt nicht das man wirklich mit geschlossenen augen üben muss).

    Sprich für den Anfänger sind wahrscheinlich extreme Fokus Übungen wie bobs 27, atc doppel etc erst mal gar nicht so hilfreich weil es halt motorisch eher Zufall ist ob man jetzt trifft oder 3 cm daneben wirft.

    Imo sollte man mal darauf achten wo im wurf Spannungen sind. Oftmals zieht der arm unbewusst ein wenig nach außen oder innen. Man kann natürlich versuchen dagegenzuarbeiten, aber ich glaube langfristig ist es besser zu versuchen diese Spannungen abzubauen, denn sonst werden sie gerade bei Ermüdung Fehler verursachen.

    Ich arbeite zum beispiel seit einiger zeit daran ein nach innen ziehen des armes am ende zu verhindern. Dieses kommt davon jahrelang wurf und schlagsportarten gespielt zu haben (diese Sportarten haben alle eine starke innenrotation im Oberarm).

    Hier mache ich stetching und leichte Anpassungen im stand um diese Spannungen abzubauen sowie immer mal wieder Übungen wo es ok ist zu einer Seite zu verfehlen aber nicht zur anderen.

    Aber erst mal muss man erst mal merken wo man solche Spannungen hat (zum Beispiel durch fehlende Beweglichkeit) die die hand von der geraden Bahn ablenken können).

    Einmal editiert, zuletzt von dominik1346 (21. April 2026 um 11:33)

  • Ich weiß nicht, ob man das zeitlich so klar trennen kann, im Sinne von erst das eine und dann das andere

    Wahrscheinlich wird man beides parallel entwickeln müssen.

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"
    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

  • Guten Morgen!

    Konnte letzte Woche aufgrund einer Dienstreise einige Tage nicht trainieren. Die letzten Tage waren dann leider eher ernüchternd.

    Mein Scoring ist zwar um einiges besser geworden, viel mehr 20er und ich bin jetzt in der Lage, Darts gerade in die 20 zu werfen.

    Leider bin ich jetzt aber nicht mehr in der Lage, die Doppel zu treffen. Doppeltraining ist eher zum Verzweifeln. In einem meiner letzten Legs gestern gegen einen Autodarts Bot ging das so weit, dass ich 50 Darts am Doppel vorbei geworfen habe. An Avg über 30 also derzeit nicht mehr zu denken. In den letzten Legs eher unter 20 wenn der Gegner (derzeit Bot) das Spiel nicht beendet!

    Für weitere Tipps von euch bin ich natürlich gerne offen, jedoch stelle ich mir mittlerweile schon etwas die Frage nach dem Sinn an dem ganzen. Ich werde vermutlich nie einen Avg von 50+ erreichen können, wenn aber der Weg Richtung 40 schon fast unmöglich scheint bleibt jetzt leider auch der Spass schon etwas auf der Strecke...

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!