Vorab sollte man wissen, das Stress generell nicht schlimm ist. Jedenfalls, wenn es um die Aktivierung bei sportlichen Leistungen geht.
Ohne eine gewisse "Anspannung" wird es dir nicht möglich sein, deine volle Leistung abzurufen.
Das richtige Aktivierungsniveau ist dann also eher vom Gefühl als "geladen, gespannt, usw " zu bezeichnen.
Leider ist es oft so, dass viele Signale, die eigentlich förderlich sind, als negativ interpretiert werden und wir uns dann reinsteigern.
Also hier kann man mit der richtigen Interpretation schon kleine Erfolge erzielen.
Des Weiteren hat man verschiedene Möglichkeiten das Aktivierungsniveau zu regulieren. Zur Entspannung gibt es Atemtechniken, PMR usw. für Aktivierung Atemtechniken usw.
Ziel ist es, für sich das richtige Niveau zu finden. Das wird natürlich umso schwerer, je festgefahrener unsere Erfahrung im negativen Sinne sind.
Das wird man schon tiefer in die Trickkiste greifen müssen.
Ob autogenes Training der richtige Ansatz ist, bei einem Wettkampf halte ich für zweifelhaft. Erstens ist sie schwerer zu erlernen als die PMR und in der Anwendung gehen wir hier mit Formulierungen wie "Mein Arm ist schwer" usw. ein. (Gibt mehrere Varianten. Schwereübungen, Wärmeübungen etc.)
Wir wollen aber nicht so tief in die Ruhe kommen. Daher halte ich PMR für besser umsetzbar, auch im Wettkampf.
Aber generell sollte man sein Training umstellen. Aber nur Spiele spielen und das unter guten Bedingungen, ist für den Wettkampf nicht förderlich.
Der Wettkampf hat als charakteristische Merkmale: Einmaligkeit, also Nichtwiederholbarkeit, oft einen festen Starttermin und vor allem Konsequenzen.
Daher ist auch nicht jeder Wettkampf gleich, was unseren Stress angeht. Aber wenn wir etwas als besonders toll oder wichtig empfinden, dann wird die Konsequenz der Niederlage weitaus schmerzlicher ausfallen. Daher dann auch ein weitaus höherer Stress.
Daneben kommen natürlich noch sehr viele andere Dinge, die dazu führen können, dass du enormen Stress erlebst.