Beiträge von manicha


    Man spürt deine Panik... Angst ist aber leider ein sehr schlechter Berater! Wovor hast Du Angst? Du wirst nicht sterben, schau' dir die Zahlen aus Italien und das Durchschnittsalter der Gestorbenen an. Isoliere zudem die gefährdeten Personen in deinem Umfeld, dann überleben diese auch. Alle.


    Danke Svelte für Dein persönliches Mitgefühl, ich habe keine Panik/ Angst, ich beschreibe nur das was ich höre und sehe und da sehe ich Aktionismus im "Einsperren", was ich vollkommen in Ordnung und gerechtfertigt finde, aber das "billigste", vermutlich sogar das was den größten Effekt hätte, nämlich mehr Tests durchzuführen und zu analysieren und Infizierte dann zu isolieren, wird irgendwie vollkommen verschlafen, obwohl darauf nicht erst gestern die WHO dringlich hingewiesen hat. Man sieht es ja auch in Italien wie dort weiter die Menschen sterben und dort ist in den letzten vier Wochen jeder 10.000ste Einwohner in Folge eines Covid 19 Infekts gestorben und bis Jahresende werden es noch viele Tausende mehr sein, da auch dort nur sehr wenig getestet wird.

    PS: Ich war keiner der Hamsterkäufer, werde dafür aber ab Ende der Woche mir den Arsch wohl mit dem Waschlappen abwischen müssen. Aber das werde ich wohl überleben und viel Spaß mit dem Klopapier ihr da draußen, Ihr Hamsterkäufer, braucht ihr vielleicht soviel davon bei Euren "Mumien"-Sexpielen jetzt wo ihr nicht mehr raus dürft.

    Wie kann es sein, dass hier immernoch einige behaupten, dass wir hier in Deutschland alles im Griff haben und die Regierung einen Plan hat.

    Es sieht im Moment so aus, weil die Intensivbetten noch teilweise leer stehen und die Todesfälle in Deutschland noch sehr niedrig sind, (obwohl nur ein geringer Bruchteil unser Sterbenden auf Corona getestet wird/ wurde, da in Deutschland täglich ca. 2750 Menschen sterben wird von den möglichen 14000 Tests derzeit vermutlich keiner für Tote "verschwendet") als ob wir alles im Griff haben und als ob alles mögliche getan wird.

    Dabei hat gestern die WHO ausdrücklich gesagt, dass die Ausgangsbeschränkungen nichts bringen, wenn nicht wesentlich mehr getestet wird und dann die Infizierten isoliert werden. Wenn man aber nur 14000 Menschen am Tag testen kann, dann wird man wohl kaum die Menschen mit symptomarmen/ bzw. leichten Verläufen der Krankheit finden können. Aber die meisten Infizierten haben leichtere Verläufe, die eben sich eher nur wie eine Erkältung anfühlen und Kinder haben teilweise noch nicht mal das. Die Infektionszahlen werden also auch in Deutschland weiter hochschnellen, zwar nicht die getesteten, aber dafür die tatsächlichen Infizierten, da ja nur 14000 täglich getestet werden können, von denen mal 2000 Stück in BaWü aufgrund des Fehlens einer Chemikalie, jetzt wiederholt werden müssen.

    Das ist pures Versagen der Politik und seiner Behörden auf ganzer Linie! Die Gesetze geben es jetzt schon her, dass Beschlagnahmungen durchgeführt werden dürfen. Warum wird bei unseren Chemie-Riesen wie Bayer, BASF und Böhringer nicht ein paar Labors inklusive ihrer Mitarbeiter beschlagt nahmt, bzw. warum stellen diese der Gesellschaft in der sie tätig sind nicht die nötigen Labore/ Personal und Chemikalien zur Verfügung. Wie oben beschrieben, es zählt jeder Tag und 14000 Tests finde ich extrem wenig, dass müssten mindestens 50000 am Tag sein, die man nehmen und analysieren kann für ein Land mit 83 Millionen Einwohner!!! Es würde dann theoretisch immer noch 4,5 Jahre dauern bis man jeden Einwohner einmal getestet hätte. OK nur 4,4 Jahre, denn die anderen wären ja schon längst an Corona verstorben.

    Wenn man bedenkt, dass so ein Test sogar um ein Vielfaches billiger ist, als ein Intensivbett zur Verfügung zu stellen, oder ein Beatmungsgerät anzuschaffen und man durch die Isolation eines positiv getesteten in der jetzigen Phase mehr als Hundert Folgeinfizierte verhindern könnte ist es auch noch komplett unwirtschaftlich gedacht!!! Herr Kekule hat das mit dem wesentlich mehr testen übrigens schon vor ca. 3-4 Wochen, als in Deutschland noch niemand an Corona verstorben war in einer der ersten Corona-Talksendungen angesprochen, aber die Verantwortlichen haben da wohl gerade etwas anderes zu tun gehabt, bzw. er wurde eben nicht erhört!

    In Italien wird morgen ziemlich genau innerhalb eines Monats etwa jeder 10.000ste Einwohner in Folge einer Covid-19-Erkrankung gestorben sein und in San Marino spätestens bis in einer Woche etwa jeder 1.000ste Einwohner in Folge einer Covid-19-Erkrankung innerhalb von nur 5 Wochen verstorben sein.

    Das sind Zahlen, die einfach nur sehr traurig sind.


    Genau, mindestens, wenn nicht auch 10x so viele. Daher, was sind diese Zahlen denn wert? Was kann man damit praktisch anfangen?

    Ich meinte aber ohnehin wertlos in Bezug auf die Vergleichbarkeit, auch innerhalb eines Landes ist die nicht gegeben. Es ändert sich ja selbst hier in D alle paar Tage. Wer sich krankschreiben lässt, weil er Symptome hat, macht das einiger Zeit telefonisch. Getestet wird da Niemand mehr, ausser er wird behandlungsbedürftig. Das war vor ein, zwei Wochen noch ganz anders. Und ganz am Anfang hat man jede mögliche Kontaktperson mitgetestet. Zudem, bedenke, am Wochenende werden weniger Menschen gestestet als unter der Woche, weil ja meist Ärzte die Tests anordnen.


    Ich gebe Dir völlig recht, dass man nicht die gemeldeten Neuinfiziertenzahlen eines Tages mit denen eines anderen Tages vergleichen kann, wegen Artztpraxenöffnungszeiten und vermutlich arbeiten die Labors auch nicht an jedem Tag mit gleicher Schichtstärke genauso auch im RKI und den Landkreisgesundheitsämtern. Man muss mit so einzelnen Zahlen immer eine Regression zu einer mathematischen Kurve durchführen, die dann aber schon einen gewissen Aussagewert hat! Übrigens, wenn man die Zahlen der täglichen Reports der WHO sich in einer Tabelle aufschreibt (so wie ich das teilweise getan habe) sieht man auch sehr gut solche Sprünge, oder das sich die Zahlen mal ein, zwei Tage eines Landes nicht oder nur wenig verändert haben und dafür dann zwei Tage später es einen höheren Ausschlag gibt. Aber man sieht auch, dass sich wohl die Meldemechanismen innerhalb der Länder und hin zur WHO jetzt langsam einspielen, besser und schneller geregelt sind, weil es immer weniger dieser eklatanten Sprünge, bzw. es 2-3 Tage lang gleiche Zahlen bei einem Land nur noch bei ganz niedrigen Zahlen gibt und sie viel besser in einen Kurvenverlauf passen.

    So nun ist der Liveblogticker bei tagesschaude endgültig zusammengebrochen. Ich habe denen jetzt mal eine eMail geschrieben, dass sie endlich diese unzähligen Videos und Bilder von der Haupseite des Liveblogs nehmen, die braucht doch keiner! Ich will doch nur die Nachrichten in aller Ruhe lesen können. Bei den online-Angeboten bei allen anderen Medien ist es ja eh schon schlimm genug. Bald kann man nur noch Wikipedia-Internetseiten lesen ohne dass sie hängen bleiben. Die verstehen es Informationen mit einem minimalen Maß von riesigen Bild- oder gar Videodateien für jedermann zugänglich zumachen. Vielleicht sollten da demnächst mal unsere Rundfunkgebühren hinfließen!

    An alle die (inklusive vieler Journalisten!!), die die Ausgangs- und Aufenthaltsbeschränkungen in Deutschland fälschlicherweise immer wieder als Ausgangssperren bezeichnen: Bisher darf jeder, der nicht aufgrund von Quarantäneanordnungen, weil er sich in einem Risikogebiet aufhielt oder er/ sie Kontakt zu einem positiv getestetem Infizierten hatte, wenn auch nur in Begleitung von Hund oder unmittelbaren in der häuslichen Gemeinschaft lebenden Familienangehörigen zu jeder Tages- und Nachtzeit sich in ganz Deutschland frei bewegen. OK es gibt noch die Ausnahmen, dass man nicht auf die Nord- und Ostseeinseln fahren darf und sich nicht mehrtägig außer Haus in den Urlaub begeben kann und darf.

    Und ich sehe zumindest tatsächlich in den Gewohnheiten, wenn ich mal kurz draußen bin oder wenn ich aus meinem Fenster schaue, dass sich das Verhalten der Bevölkerung innerhalb einer Woche sehr stark verändert hat und dass es jetzt wesentlich mehr Menschen draußen und im Supermarkt gibt, die mal ein bisschen Abstand zu einem Halten, was ich in der Form kaum für möglich gehalten habe. Auch die Hashtagaktionen mit Wir bleiben Zuhause, Kevin allein zu Hause Kühnert und die Aufrufe der Prominenten, der Ministerpräsidenten, des Bundesgesundheitsminister, der Kanzlerin und des Leiters der RKI scheinen echt bei vielen angekommen zu sein. Es gibt also in Deutschland doch ein gemeinsames, wenn auch immer noch sehr verpöhntes "Wir schaffen das (gemeinsam)" allerdings dieses mal wohl etwas besser erklärt und mit Wissenschaftlern und den Medien im Rücken gestärkt, so dass die Gesellschaft viel mehr als in der Flüchtlingskrise die Notwendigkeit des Handelns nachvollziehen kann und sich mehr als Teil der Lösung sieht.

    Natürlich gibt es immer noch einige, die Klopapier usw. hamstern und auch bei mir in den Supermärkten gibt es davon und von etlichen anderen Produkten bei meinen drei Einkäufen und in den Berichten anderen mit denen in gesprochen habe (am Telefon und nicht von Angesicht zu Angesicht) seit zwei Wochen nichts zu kaufen. Aber das ändert sich dann hoffentlich in den nächsten zwei Wochen auch wieder.

    Traurig sind wirklich die Zahlen und Berichte aus Teilen von Italien, Spanien und Frankreich, ja sogar aus dem Tessin, Teil der "reichen" Schweiz und sicherlich auch bald aus den USA, Niederlanden und Greatbritan.

    In Italien starben gestern auf ganz Italien gesehen genau halb so viele Menschen in Folge einer Covid-19-Erkrankung an diesem Tag, wie ansonsten an einem Tag durchschnittlich an allen anderen Todesfolgen, allerdings auf ganz Italien gesehen sterben, d.h. in der Lombardei starben vermutlich ein Vielfaches der normal an einem durchschnittlichen Tag an allen anderen Krankheiten Sterbenden. Das ist wirklich extrem dramatisch und wenn man dann noch hört, bzw. liest, dass auch die Krematorien mit dem Verbrennen der Leichen nicht hinterher kommen, ist das ganz besonders für niemanden mehr leicht so etwas zu verarbeiten, der dort lebt und das vor Ort mitbekommt bzw. dort arbeiten muss.

    Frankreich lässt sich übrigens seit heute helfen, bzw. hat um Hilfe gebeten und ist erhört wurden von den Ministerpräsidenten im Saarland, Rheinland-Pfalz und BaWü, die jetzt schwerstkranke Coronapatienten aus Frankreich in ihren Bundesländern an die Beatmungsmaschinen hängen. Es gibt also selbst in diesen schweren Zeiten noch Solidarität zwischen den einstigen Todfeinden des ersten und zweiten WK (Als ich jung war, war das noch anders, da wurden meine Eltern Anfang der 70er-Jahre in einem Lokal in Baune in Frankreich mit drei kleinen Kinder nicht bedient und der Eigentümer machte ihnen trotz guter Französischkenntnisse klar, dass sie in seinem Lokal gänzlich unerwünscht sind und dieses umgehend zu verlassen haben. Vor 4 Jahren ist mir das sogar in einem Hotel in Belgien um 22 Uhr nachts widerfahren, als mir ein Hotelier aufgrund meiner deutschen Nationalität keines seiner freien Zimmer geben wollte, obwohl ich ihm sogar noch mehr Geld als dem eigentlichen Preis anbot. Traurig aber wahr). Europa kann also durch diese Krise trotz geschlossener Grenzen wieder näher zusammen wachsen, das hoffe ich zumindest.

    Keine Covid 19-Infiziertenzahlen sind komplett wertlos. Erstens, da die Chinesen das Virus genau bestimmen konnten, sind die durchgeführten Tests fast 100% richtig, das heißt Infizierte werden als Infizierte angezeigt und nicht Infizierte als gesunde Menschen. Man kann natürlich nur sehr bedingt Zahlen aus unterschiedlichen Ländern miteinander vergleichen, da man nicht von allen Ländern weiß: Wer, Wann, Wie viele und Wo getestet hat, bzw. weil dies sehr unterschiedlich in den einzelnen Ländern bisher ist und weil wie von einigen hier schon bemerkt wurde nicht z.B. das Statistische Bundesamt, gleich einer Volkszählung jede Woche einen Mikrozensus von z.B. 2000 Menschen in Deutschland und entsprechend die anderen Staaten in ihren Ländern durchführen um die tatsächliche Anzahl an Infizierten und auch unter allen Verstorben hochrechnen kann. Man kann allerdings aufgrund der sehr guten Genauigkeit der Test sagen, dass mindestens die Zahl X, die positiv getestet wurden an Covid 19 erkrankt sind, bzw. bei den Toten verstorben sind und das ist auf keinen Fall wertlos!!!

    Beeindruckend wie man immer noch nicht verstanden hat, was der Unterschied zwischen Grippe und Corona ist.

    Grippe: Impfung existiert, Immunitäten in der Bevölkerung existieren. Sterblichkeit 0,1% bis 0,2%

    Corona: keine Impfung, faktisch keinerlei Immunität in der Bevölkerung. Sterblichkeit. Irgendwo zwischen 0,7% und 5%, je nach Situation.

    Zudem müssen bis zu 20% der an Corona erkrankten Personen im Krankenhaus behandelt werden, wenn man dann bedenkt, dass sich praktisch jeder in Europa damit anstecken kann, sollte man schnell merken, warum so drastische Maßnahmen ergriffen werden.

    Wir müssen die Ausbreitung so stark verlangsamen wie möglich, damit unser Gesundeitssystem nicht überfordert wird. Eigentlich ganz einfach, aber ist ja nur eine Grippe. :rolleyes:
    Manche Leute rennen auch mit Scheuklappen durch die Welt und bilden sich ihre Meinung, indem sie auf WhatsApp Kettenbriefe hören und nicht auf Experten.


    :thumbup:

    Das mit den Scheuklappen 8o , war das etwa eine Anspielung, ja man muss auch in dieser Zeit mal ein Späßchen machen, sonst erträgt man dies nicht.

    Aber ich stimme Dir voll zu. :award:


    ihr denkt alle zu kurz...es betrifft eben nicht nur den einzelnen zB in einer Sportart...sondern alle die ihre Betriebe im Kreislauf angehängt haben

    Metzger, Bäcker, Tankstellen usw usf. und all deren Zulieferer wie Hersteller von Fleisch, Mehl Benzin usw.

    Eine Kette die Existenzen vernichtet...ich kenne jetzt viele die davon betroffen sind...auch im Gaststättengewerbe...und mindestens 2/3 der Menschen in einem Staat haben keine Rückstellungen gemacht weil sie es schlicht nicht können...Melde sich hier wer drei Monatslöhne Reserve auf dem Konto hat...Ich nicht...

    Weiter kommen dann Eigenheimbesitzer dran, wenn man Kredite oder Hypotheken nicht mehr bedienen kann...ja sind alle selbst Schuld nicht wahr?


    Ich bin selbstständig. Verdiene gerade 0 € und das auch noch mindestens für die nächsten 5 Wochen, allerdings ist meine Tätigkeit für die Gesellschaft etwas wichtiger als Pferderennen und wird auf jeden Fall nach der Krise wieder benötigt werden und genau das ist der Unterschied. Viele der wirklich wichtigen gesellschaftsdienlichen und systemrelevanten Berufe sind total unterbezahlt, aber dafür krisensicher. Ich hoffe, dass diese Berufe nach dieser Krise dann vielleicht auch mal wieder eine höhere Wertschätzung erhalten. z.B.: Bauern, Erntehelfer, Supermarktmitarbeiter, Postboten, Polizei, Ärzte, Pfleger, Apotheker, Wissenschaftler, Kindergärtnerinnen, Lehrer, Bedienungen, Mitarbeiter im ÖPNV, Lieferdienste und alle Firmen, die lebensnotwendige Dinge herstellen oder vertreiben, bzw. lebensnotwendige Dienstleistungen anbieten.

    Und ich habe über drei Monatslöhne auf meinem Konto, sogar auf meinem Girokonto. Es sind sogar 7 Monatslöhne um genau zu sein. Das ist aber auch nicht so schwer, denn ich verdiene mit meiner Tätigkeit nur knapp über Mindestlohn und ich wiederhole es hier gerne noch mal:

    Das Gejammere um das Geld zu diesem Zeitpunkt der Epidemie finde ich widerlich, unmenschlich und einfach nur unangebracht!!!


    :thumbup: :thumbup: :thumbup:


    Bei den zwei großen Hochwassern in diesem Jahrtausend zeigten sich die weniger oder gar nicht Betroffenen sehr solidarisch. Da sehe ich nicht so schwarz. Unsolidarisch ist man halt auch dann, wenn man die gesundheitlichen Risiken runterspielt, weil man selbst wahrscheinlich nicht betroffen sein wird.

    Ansonsten zu viel Glaskugelguckerei in meinen Augen. Sowohl was Wirtschafts- als auch Gesundheitsfolgen angeht. Panikmache geht in beide Richtungen. Mitleid geht dennoch raus an die meisten großen Verlierer in der Krise, egal ob wirtschaftlich oder gesundheitlich.

    Wenig Mitleid kann ich für die aufbringen, die sich über Kursverluste beschweren. Es gab genügend Vorlauf in den meisten Märkten. Wer in solche Zeiten sein Depot passiv reinträgt, der braucht das Geld in den nächsten fünf Jahren sowieso nicht.

    :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Danke. Sehe ich genauso.

    Meine Aktien haben sich in Luft aufgelöst...
    ...mehrere Bekannte von mir sind nach den nächsten vier Wochen finanziell ruiniert und ihre Geschäfte müssen Konkurs anmelden
    die Bankgarantien für manche bedeuten auch nur, dass man sich mehr verschuldet und alles zurück bezahlen muss

    Hier werden in Europa im grossen Stil Existenzen vernichtet...die Selbstmordrate wird um ein Vielfaches höher sein als die Toten durch ein Virus


    :ohno_ :ohno_ :ohno_


    Ich finde das respektlos gegenüber jedem Toten der Coronakrise, den man hätte verhindern können und das könnten Hunderttausende sein und so viele Selbstmorde wird es nicht geben. Es geht nur ums Überleben und ihr macht Euch noch Sorgen um euer Geld. Es gab schon vor Corona ungefähr ein Viertel der Gesellschaft in Deutschland, die außer ihrem Leben nichts haben, aber trotzdem jeden Tag arbeiten und viele von denen sind jetzt diejenigen, die Pfleger, Kindergärtnerinnen und Kassiererinnen usw., die jetzt der höchsten Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind und das für alle trotzdem tun.

    Von denen ist noch keiner weggelaufen oder hat übers Geld gejammert. Auch denen gegenüber finde ich das respektlos!

    Es geht darum, dass durch Corona nicht Hunderttausende in Deutschland elendig verrecken werden, weil es dann keine gesunden Pfleger und Ärzte und genügend Intensivbetten für sie geben wird, wenn wir uns nicht so drastisch einschränken werden! Klar wäre die billigste Variante alles laufen lassen und ca. 1 bis 8 Millionen Tote in diesem Jahr in Deutschland über den ca. 1 Million Toten im Jahr in Deutschland zu haben. Die Renten-, Sozial- und Krankenkassen wären dann ab nächstem Jahr eventuell gut gefüllt und die Wohnungsnot in den Städten wäre auch behoben, aber es könnte in dieser Seuchenzeit auch Mord-und Totschlag geben und Anarchie, wenn man sich um einen Intensivplatz streiten würde, oder so wie es Trump versucht hat mit der Impfstofffirma, die Reichen kaufen sich ihr Bett und den Arzt dazu und die arme Bevölkerung leidet und stirbt, denn die sind ja ersetzbar.

    Eklig, assozial, unsolidarisch, egoistisch und menschenverachtend dieses Gejammere ums Geld.

    Und übrigens ich bin auch selbstständig und verdiene seit Montag 0 € und das auch für mindestens 5 Wochen, aber wer so wie hier andere schreiben jetzt, also nach 3 Tagen dann schon Pleite ist, da sage ich nur folgendes dazu. Einen Monat und nach Möglichkeit zwei Monate muss das jede Firma durchhalten können, ansonsten ist sie für meine Verhältnisse schon davor nicht wirklich überlebensfähig und fast Bankrott gewesen. Jede Firma, die gesund ist und etwas sinnvolles produziert, bzw. Dienstleistung anbietet muss auch mal mit einer Flaute rechnen und gewisse Reserven haben um diese zu Überstehen. Und alles was unsinnvoll und unnützlich ist darf nach dieser Krise gerne verschwunden sein und das auch mit all ihren "Arbeitsplätzen".

    Und zu den Aktien: Man sieht mal wieder dass diese für den gemeinen Sparer keine Alternative, weder zum Sparen noch als Altersvorsorge ist. Das sollte man allerdings spätestens nach dem 11. September gemerkt haben. Wir haben in Deutschland noch nicht mal ab heute die angekündigten Geschäftsschließungen und gerade mal seit gestern und das auch noch nicht flächendeckend Schul- und Kitaschließungen, aber der Dax hat schon ich glaube insgesamt ein Drittel an Wert verloren und somit alle Dax notierten Unternehmen sind innerhalb von weniger als 2 Wochen nur noch 66 % Wert? Allein die Hardware dieser Unternehmen und ihre Patente und Knowhow sind wohl sicherlich noch mehr Wert. Diese Krise sollte der Politik endlich zeigen, dass sie die jetzigen Formen des Handelns mit Firmenanteilen komplett abschaffen muss, um gleichzeitig krisensichere Formen, wo der spekulative Anteil des Handels auf ein absolutes Minimum reduziert wird beschließen mit z.B. Kündigungsfristen, die es früher mal bei Sparbüchern gab (Der ein oder andere wird sich daran sicher noch erinnern).

    traurig, daß nicht wenige scheinbar den grund der ganzen beschränkungen nicht verstehen.

    es geht nicht ums stoppen der seuche, sondern um ein möglichst langsames ausbreiten.

    warum langsam und nicht schnell? weil für die behandlung ernsthafter krankheitsverläufe bei explosionsartiger ausbreitung zuwenig "hardware" - sprich intensivbehandlungsplätze - vorhanden sind. ganz zu schweigen von der "software" - den ärzten und pflegern, die neben dauerschichten sich auch was einfangen können.

    in italien ist man schon soweit und muß vor ort entscheiden, wer beatmet wird und wer nicht, mit enstprechenden folgen. wer überlebt, wer stirbt. in etwa so wie im feldlazarett im krieg. keine schöne aufgabe für den, der es entscheiden muß, oder?

    und damit nicht auch hier alle auf einmal krank werden, muß man eben kontakte soweit wie möglich meiden. es wird noch genug erwischen, viele haben dann eben erkältungsähnliche beschwerden, aber die, die daran ernsthaft sterben könnten, sollen nicht im krankenhaus aui dem flur liegen bleiben, nur weil ne masse unverbesserlicher ignoranten meint, sich über alle vernunft hinwegsetzen zu können und deshalb die intensivstaionen überfüllt sind.

    Genauso ist es. Das mit Hardware und Software fand ich besonders anschaulich. :thumbup: Danke Enrgy

    Letztendlich geht es im Augenblick nur noch darum, die Kurve möglichst flach zu halten, weil tausende Infizierte sonst nicht mehr stationär aufgenommen werden können.
    Dafür hat unsere Gesundheitssystem nicht genug Betten. In Bayern wurde gerade erst der Katastrophenfalls ausgerufen und die Maßnahmen müssen jetzt auch so drastisch sein.
    Eine gute Zeit mal zur Besinnung zu kommen und wieder an unseren Schöpfer zu denken und zu danken. Mt 11,28: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!" Der Herr Jesus Christus möge uns schützen und die Augen öffnen, damit wir endlich erkennen, was wirklich wichtig ist im Leben.

    :thumbup: :thumbup: :thumbup:


    Bis die Akzeptanz da ist, dass das Virus nicht mehr weg geht und man lernen muss mit ihm leben muss. M.E. wird es jedes Jahr eine Welle geben, wie bei der Grippe auch. Aber jedes Jahr ein SHutdown für Monate? Das wird nicht funktionieren.


    Wenn "Das" jedes kommt, dass das Gesundheitssystem so kollabiert, wie in manchen Krankenhäusern in Italien und die Gesundheitsämter so wie oben beschrieben, dann ist "Das" nicht akzeptabel, weil dann jeweils nicht ein paar Tausend sterben werden, sondern Hunderttausende. Außerdem gibt es nächstes Jahr dann vielleicht wirksame Impfstoffe oder Medikamente, so dass die Krankheit nicht mehr so viele schwere Erkrankungen hervorruft. Deshalb sind die jetzt in Deutschland und vielen anderen getroffenen Maßnahmen vorerst eine einmalige Angelegenheit und keine jährlich wiederkehrenden Maßnahmen. Aber generell könnte sich das Leben in der Gesellschaft tatsächlich nach der Pandemie gravierend verändern, aber das ist wirklich Zukunftsmusik und darüber kann man Stand heute wirklich nur spekulieren!

    Ich verstehe dass man soziale Kontakte auf ein absolut notwendiges Minimum reduzieren soll. Aber warum man in manchen Ländern nicht mal mehr raus gehen darf, um frische Luft zu schnappen, zu joggen oder rad zu fahren, werde ich nie verstehen. Zumal körperliche Bewegung besser für das Immunsystem und auch für die Psyche ist, als den ganzen Tag den Corona liveticker vom Sofa aus zu verfolgen. Und wie lange soll das andauern? Bis man einen Impfstoff hat, also viele Monate oder gar Jahre?


    Das mit dem rausgehen um frische Luft zuschnappen sehe ich genauso wie Du. Wenn man dabei den anderen Menschen nicht nahe kommt, also irgendwo im Wald oder auch auf einem Bürgersteig oder einer Wohnstraße läuft, kann man weder sich noch andere anstecken und ist wirklich gut für die Gesundheit in körperlicher und psychischer Hinsicht. Deshalb hat Österreich auch Spaziergänge ausdrücklich erlaubt. :thumbup:

    Lieber Hfgon,

    Vielen Dank für Deine etwas umfangreicheren Ausführungen und kleinen Rechenbeispiele über mögliche Szenarien in 1-2 Wochen. :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Ich denke das Hauptproblem vieler ist zu verstehen, dass es ein riesengroßer Unterschied ist, ob eine Infizierte Person im Durchschnitt 1, 2, 3, 5, 10 oder gar 100 Menschen innerhalb von 2 Wochen (in dieser Zeit ist ein Infizierter ungefähr ansteckend, wenn ich es richtig weiß) ansteckt. Bei 100 haben wir irgendwann (vermutlich in weniger als 2 Monaten) gleichzeitig in Deutschland über 10 Millionen Menschen die akut an dem Virus erkrankt wären, dann würden davon vermutlich ca. 5 bis 10 % sterben, aber gleichzeitig würden von allen anderen Kranken auch vielmehr Menschen sterben als normal. Und die öffentliche Ordnung würde komplett zusammenbrechen, da es zu wenig gesunde Menschen gäbe, die für zu viele kranke Menschen sorgen müssten. Jeder würde nur noch ums eigene Überleben kämpfen, es gäbe pure Anarchie.

    Das kann sich Stand heute vermutlich immer noch nicht jeder vorstellen, bzw. möchte sich dies nicht vorstellen. Aber es ist so wie Du es beschrieben hast. Wenn die Lage nicht so außerdramatisch wäre, würden nicht so viele Regierungen der Welt so drastische Maßnahmen ergreifen, die so wahnsinnig viel Geld kosten, bzw. wirtschaftlichen Schaden anrichten, wenn diese Regierungen nicht einigermaßen davon überzeugt wären mit diesen Maßnahmen einen noch viel größeren Schaden, oder den von mir beschriebenen absoluten WORSTCASE damit verhindern zu können.

    Um dieser Logik zu folgen braucht es weder Angst, noch Panik, noch Hysterie es ist einfachste mathematische Logik. Entschuldigt bitte alle, wenn ich das hier zur Sprache bringe, aber jeder der sich fragt für was man so viel Mathematik an der Schule hat und für was man das später mal braucht, nicht um irgend eine Funktion ableiten zu können oder einen Winkel in einem Dreieck zu bestimmen, sondern um so einer einzigen Logikkette/ schluss zu folgen und dann entsprechend vernünftig zu handeln und das heißt im Moment sowenig Menschenkontakt wie möglich in körperlicher Nähe zu pflegen.

    Dazu muss man kein Virologe und kein Mediziner sein, dass kann und sollte jeder verstehen, sonst werden wir entweder Anarchie oder chinesische Verhältnisse bekommen, wo der Staat knallhart kontrolliert und alles stilllegt und die Menschen knallhart zu Hause einsperrt. Das ist auch mit der Gesetzeslage in Deutschland mehr oder minder möglich und notwendig, wenn wir nicht hunderttausende Tote haben wollen.

    Klasse, selten so eine Bullenscheiße gelesen.


    Wenn die Briten ihre Politik komplett durch das gesamte "Coronazeitalter" ohne jegliche Maßnahmen so durchziehen werden wie bisher, dann werden innerhalb eines Jahres ca. 1 bis 3 Millionen Briten an Corona sterben. Das ist reine Mathematik und keine Bullenscheiße. Aber Großbritannien wird ihre Politik keine Woche mehr so durchziehen, da gehe ich jede Wette ein. Also wird es zur Bullenscheiße erst gar nicht kommen.