Beiträge von biopio26

    bin ein wenig enttäuschend das Hempel es nicht so durchzieht wie er es in diversen Podcasts angekündigt hat!

    Während Marijanovic schon sehr früh mitgeteilt hat, dass er die ersten beiden Events nicht mitspielen wird, hat Hempel noch lange zugesichert, von Anfang an dabei zu sein. Dass er so kurzfristig absagen musste, spricht m.E. dafür, dass etwas Unerwartetes passiert ist. Es ist zu wünschen, das es nichts Schlimmes ist.

    Hier noch ein bisschen Lesefutter. Ist recht neu und wurde, glaube ich, hier noch nicht genannt:

    Play Like the Pros? Solving the Game of Darts as a Dynamic Zero-Sum Game

    In Auszügen: Play Like the Pros? Solving the Game of Darts as a Dynamic Zero-Sum Game

    Hier wird die Saison 2019 der Top-16-PDC-Spieler ausgewertet. Die Mathematik ist jenseits meiner Fähigkeiten, aber trotzdem sehr interessant, weil auch immer wieder auf reale Situationen Bezug genommen wird.

    Ich habe selbst auch hunderte Ideen.

    Sorry, das war nur Brainstorming, ich hatte mich aktuell in dem KP-Dart-Thread beteiligt und für so ein Programm braucht man ja auch verschieden starke Bots, idealerweise mit einer eigenen Persönlichkeit, wie du es ja für deine Bots beschrieben hast. Ich hab nicht gemeint, dass du das irgendwie umsetzten sollst. Das Problem mit Programmen, die irgendwie nie fertig werden, kenne ich selber zur Genüge ;(

    Das verstehe ich jetzt leider nicht. Mein Bot wäre also der vermeintlich menschliche Gegner des Bots von MyDartsTraining? Welche Erkenntnisse sollte ich daraus ziehen können?

    Eigentlich meinte ich, deine Bots gegen echte Spieler, unter Ausnutzung von aufgezeichneten Daten. MyDartsTraining habe ich genannt, weil das ja eben kein Bot verwendet, sondern tatsächlich die Würfe aus ehemaligen Spielen verwendet. Die Idee war, mal zu schauen, wie so ein Bot mit den Daten X, Y, Z, ... sich in das reale Leben einordnet. Ganz simpel gesagt: ist ein Bot, den du so eingestellt hat, dass er deiner Meinung nach z.B. Kreisliga-Niveau hat, auch wirklich so schlecht (oder gut). Das kommt wieder aus meiner Erfahrung mit der Dartsliebe-App, wo der Bot meines Erachtens zu stark auf den Doppeln ist.

    Aber auch hierfür gilt wieder: Du sollst das nicht machen, wollte nur wissen, ob das für dich ein Punkt ist, oder auch für andere, die hier mitdiskutieren.

    Würd mich z.B. auch interessieren, wie der Bot bei Lidarts programmiert ist (obwohl ich das noch nicht gespielt habe).

    offy Vielen Dank für die vielen Informationen. Ich selber bin auch kein Statistiker, kenne mich auch deutlich weniger aus als Mischka der Bär und bin "Hobbyprogrammierer", arbeite hauptsächlich mit Python (vorher Basic (mit Zeilennummern!), Pascal, VisualBasic, Java).

    Ich wollte dich auch schon fragen, wie du den Bot programmierst. Man könnte ja auch "scheibenunabhängig" einen Score ermitteln; wenn man den Average und die Standardabweichung "kennt", könnte man ja für jede Aufnahme eine Zahl ermitteln. Und zum "Finishen" das Gleiche mit den Doppelstatistiken. Das wäre jetzt mein naiver Ansatz gewesen. Könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere Dart-Bot so funktioniert, oder?

    Wie du jetzt die verschiedenen Bot-Typen beschreibst, kommt mir sofort ein anderer Thread in den Sinn, wo es um eine Dart-Software mit Turnierfunktion und Karrieremodus ging. Wo man also eine Art FIFA xx spielt und sich in einer Rangliste gegen verschiedene Computer-Gegner hocharbeiten kann.

    Hast du auch schon mal überlegt, deine Bots gegen die Daten echter Spiele laufen zu lassen, z.B. gegen

    die CPU-Gegner der MyDartsTraining-App?

    Spannendes Thema, wie ich finde.

    Wie gesagt, ich kenne das Programm nicht, aber das Wort "Karrieremodus" lässt mich vermuten, dass man da ähnlich wie bei einer Fußballsimulation wie FIFA xx dort auf Tour gehen kann, d.h. mehrere Turniere spielen (vielleicht sogar gegen individuelle virtuelle Gegner) und in einer virtuellen Rangliste aufsteigen kann.

    Vor Jahren gab es mal ein Dartprogramm in welchem es einen „Karrieremodus“ in Form von einzelnen Turnieren etc. gab.

    Man Spielte quasi seine Karriere gegen einen CPU und konnte so verschiedene Turniere usw. spielen.

    Gibt es solch ein Programm noch bzw. kennt ihr so etwas ähnliches?

    Meinst Du vielleicht KP-Darts? Habe ich gerade hier im Forum gefunden. Das Projekt scheint tot zu sein, aber eventuell findest du noch einen Download und vielleicht läuft das Programm ja auch noch.

    Hier kann man das Programm z.B. noch runterladen und es soll auch noch unter Win 10 laufen: https://www.darterrors.de/links/

    Wie funktioniert das in der Praxis bei einem Turnier? Wenn man Pech hat und fliegt in der ersten Runde raus, kann man schlafen gehen und muß aber den Computer an lassen, der dann alleine die restlichen Partien zu Ende spielt?

    Ich weiß nicht, ob du das scherzhaft meinst und ich kenne auch das Programm nicht, nach dem hier gesucht wird, aber wenn der Computer nicht auf den Mensch warten muss, spielt der so ein Turnier wohl in weniger als eine Sekunde runter.

    Was "Bots" angeht: Ich spiele eDart auf einem "Supermarkt"-Board (Dartcabinet Glasgow) und wer den Computer-Gegner programmiert hat, hat wohl wenig Ahnung vom Dartspielen, sehr komisch was da in der einfachsten Stufe rauskommt. Sonst benutze ich noch die Apps MDT und neuerdings Dartsliebe. MDT benutzt ja Daten von tatsächlichen Spielen. Dartsliebe hat einen Bot, der mich auch in der einfachsten Stufe regelmäßig schlägt, weil der, meiner Meinung nach, viel zu gut auf die Doppel trifft.

    Es geht in dem Modell aber nicht um den Avg für beendete Spiele, sondern einfach nur was beim Scoring trifft. Also man jemanden, der im besten Fall mit annähernd jedem Dart überhaupt das Board trifft und lässt den ohne zu rechnen auf das Board werfen und die Pfeile treffen zufällig überall mal hin. Dann tendiert der in Richtung 40 Punkte pro Aufnahme, wenn seine Zufallstreffer gleichmäßig verteilt sind. So wie man mit zwei Würfeln Richtung 7 tendiert.

    Jemand, der einen 40er Schnitt inklusive Double-Out spielt, ist da schon ein bisschen besser als so ein Zufallstrefferspieler.

    Ja, ich glaube da sind wir uns aber hier auch weitestgehend einig, dass der "Random-Darter" als Vergleich nur für z.B. den First-9-Dart-Average herangezogen werden kann (bzw. bei mir auch für den "Bis 100-Rest-Average", denn vorher macht bei mir das Nachdenken über Finish-Wege keinen Sinn...).

    Ich liebe Statistik/Stochastik und habe mich auch diesem Thema gewidmet, als ich den Versuch unternommen habe, einen Bot zu programmieren, der realistische Wurfbilder erzeugt (je nach Skills). Tatsächlich habe ich mir aber auch schon Gedanken zu genau dieser "Random" Wahrscheinlichkeit gemacht.

    Dann kennst Du doch sicher auch das Buch bzw. die Webseite von Kari Kaitanen (Darts Scientifically). Ich bin da erst letzte Woche hier irgendwo im Forum drauf gestoßen. Und auch die anderen Seiten von darts1 über mathematische Zusammenhänge beim Dartsport?

    Das hauptsächliche Problem beim Random Darter, das du ansprichts, nämlich dass er immer die Scheibe trifft, läßt sich wohl nicht lösen, denn während man die Flächen und Werte auf der Scheibe genau bestimmen kann, ist das "neben der Scheibe" ja beliebig groß. Aber ich glaube, man kommt dem Random Darter schon sehr nahe, wenn man als Anfänger immer aufs Bulls-Eye zielt, dann werden die Treffer außerhalb der Scheibe wohl relativ selten sein, dafür aber auch weniger Doppel vorkommen, aber mehr Trippel.

    Ich glaube aber, dass der Random-Darter einem etwas schön vor Augen führt: Wenn man nicht treffsicher genug ist, sollte man vielleicht besser nicht auf die T20 zielen. Ich erlebe das häufig zu Hause: Ich möchte wie die "Großen" spielen, ziele auf T20 und haue die Pfeile wie doof in die 5er und 1er-Sektoren (mit etwas 'Glück' mal in die T12 oder T18....) und meine Frau zielt einfach aufs Bull-Eye und erzielt i.d.R. höhere Scores als ich (weil sie zu 50% ein Feld trifft, das einen Wert > 10 hat). Also wenn man einen First-9-Dart-Average (bei mir auch gerne der "Bis-100-Rest-Average") von kleiner 40 hat, kann man auch +/- "random" auf die Scheibe werfen, und erzielt ähnliche Averages.

    Ich habe für mich mal ein noch einfacheres Modell durchgerechnet, dass davon ausgeht, dass ich einen Kreisabschnitt von drei Sektoren sicher treffe. Und dann mal geschaut, welche Abschnitt der beste ist, abhängig davon, wie sicher ich den mittleren Sektor treffe. Wenn ich davon ausgehe, nur mit 1 von 3 Darts den mittleren Sektor zu treffen (was bei mir manchmal der Fall ist), dann ist der beste Sektor die 7! Mit einem theoretischen Average von etwas über 50! Und das klappt bei mir auch, wenn ich auf die T7 ziele, treffe ich relativ häufig T16 und T19. Auch wenn man 3 von 6 Darts im 20er-Sektor unterbringt, ist das noch nicht der beste Sektor (hab die Daten gerade nicht zur Hand, worauf man da am besten zielt).

    Sobald man einen F9-Average von > 40 hat, wird der Random-Darter irrelevant. Aber da gibt es ja auch bessere Modelle, bei denen je nach Treffgenauigkeit (wobei z.B. 50x aufs Bulls-Eye geworfen wird, um diese zu ermitteln) ein optimaler Zielpunkt ermittelt wird, um den Score zu maximieren. Kaitanen beschreibt ja auch für Spieler mit verschiedener Treffsicherheit andere Checkout-Wege.

    Was ich mich frage: Häufig geht man ja davon aus, dass man eine gewisse konstante Treffsicherheit über das gesamte Board hat (egal ob perfekt Gauß-verteilt, oder schief, oder wie auch immer). Stimmt das überhaupt? Je nachdem, ob man Links- oder Rechtshänder ist und wie groß man ist, wird man doch wahrscheinlich für bestimmte Regionen auf dem Board eine höhere Treffsicherheit haben, als für andere (sonst könnte man sich das Phänomen des "Lieblingsdoppels" ja gar nicht erklären). Wenn man also die Treffsicherheit bestimmt, müsste man das nicht für verschiedene Bereiche des Boards getrennt machen? Und wie groß ist der Einfluss auf den maximalen Score, wieder abhängig von der Treffsicherheit?

    Aus dem Newsflash Nr. 71:

    Zitat

    Andy Boulton startet für Schottland

    Nachdem Andy Boulton jahrelang für England gestartet ist, wird er von nun an unter schottischer Flagge spielen....

    Damit sind die Schotten zusammen mit den Deutschen was die Anzahl der Tourcardinhaber angeht auf dem geteilten dritten Platz.

    Ob da wohl ein Grund war, dass Schottland nach der Q-School hinter Deutschland lag? ;)

    Ich kenne den Tourkalender nicht, wie eng der jetzt schon ist, vieles wird ja noch gar nicht feststehen? Aber die ersten beiden Events waren ja vorher schon bekannt, und mit denen hätte man vielleicht schon rechnen können/müssen. Ich finde es eben schade, dass der Robstar den Schwung aus der Q-School jetzt erst mal nicht mitnehmen kann. Sein "Run" am letzten Tag der Q-School hat meinen Puls in die Höhe getrieben, ich konnte mir die Spiele auf dartconnect gar nicht angucken, so aufgeregt war ich.

    Dass das für Firma und Familie nicht einfach ist, ist doch klar. Ich hätte es mir nur anders herum gewünscht: "Jetzt spiel erst mal Player Championship und UK Open und dann setzen wir uns zusammen und planen weiter".