Beiträge von Zeyes

    Noch mehr Trivia: Wie viele Spieler, die in der Vergangenheit eine Tour Card hatten, haben für die diesjährigen Q Schools gemeldet?

    TC zuletzt in 2018: 26/34 Spieler
    - UK 20/25: Jamie Bain, Lee Bryant, Richie Burnett, Stephen Burton, Jamie Caven, Scott Darbyshire, Ritchie Edhouse, Andrew Gilding, Robbie Green, Steve Hine, Peter Jacques, Prakash Jiwa, Darren Johnson, Aden Kirk, Joe Murnan, Kevin Painter, Chris Quantock, Paul Rowley, Kirk Shepherd, Scott Taylor, (Ronnie Baxter, Jim Brown, Terry Jenkins, Mick McGowan, Ross Twell)
    - Europa 4/5: Jeffrey de Graaf, Jimmy Hendriks, Maik Langendorf, Madars Razma, (Sven Groen)
    - Welt 2/4: Royden Lam, John Part, (Paul Nicholson, John Norman Jnr)

    TC zuletzt in 2017: 21/27 Spieler
    - UK 19/23: Mark Barilli, Andy Boulton, John Bowles, Darron Brown, Matt Clark, Richie Corner, Matthew Dennant, Shaun Griffiths, Andy Hamilton, Andy Jenkins, Wes Newton, David Pallett, Ryan Palmer, Simon Preston, Dennis Smith, Mark Walsh, Ricky Williams, Brian Woods, Jonathan Worsley, (Ray Campbell, Andy Parsons, Harry Robinson, Phil Taylor)
    - Europa 2/4: Mike De Decker, Berry van Peer, (Dick van Dijk, Kim Viljanen)

    TC zuletzt in 2016: 9/22 Spieler
    - UK 7/17: Nathan Derry, Mark Frost, Curtis Hammond, Stuart Kellett, Steve McNally, Jim Walker, Jason Wilson, (Johnny Haines, Nigel Heydon, Jason Lovett, Paul Milford, Lee Palfreyman, Tony Richardson, Jamie Robinson, Andy Smith, Stephen Willard, Dean Winstanley)
    - Europa 1/3: Jyhan Artut, (Magnus Caris, Mike Zuydwijk)
    - Welt 1/2: Ken MacNeil, (Haruki Muramatsu)

    TC zuletzt in 2015: 6/21 Spieler
    - UK 5/18: Dave Ladley, Colin Osborne, Matt Padgett, Mick Todd, Conan Whitehead, (Dave Bird, Steve Brown, Mark Cox, David Dodds, Steve Douglas, Pete Dyos, Connie Finnan, Jason Hogg, Colin Lloyd, Kevin McDine, Ian Moss, Gary Stone, Ben Ward)
    - Europa 1/3: Tomas Seyler, (Joey ten Berge, Kevin Voornhout)

    TC zuletzt in 2014: 7/22 Spieler
    - UK 4/15: Marc Dewsbury, Kevin Dowling, Joey Palfreyman, Martyn Turner, (Paul Amos, Stuart Anderson, Chris Aubrey, Steve Grubb, James Hubbard, Campbell Jackson, Denis Ovens, Dennis Priestley, Scott Rand, Dan Russell, Stuart White)
    - Europa 3/7: Ryan de Vreede, Jerry Hendriks, Mareno Michels, (Jarkko Komula, Per Laursen, Gino Vos, Andree Welge)

    TC zuletzt in 2013: 7/31 Spieler
    - UK 4/23: Nick Fullwell, Adrian Gray, Richie Howson, Reece Robinson, (Paul Barham, Louis Blundell, Steve Coote, Andrew Cornwall, Gaz Cousins, Steve Farmer, Ted Hankey, Stephen Hardy, Mark Hylton, Mark Jones, Tony Littleton, Paddy Meaney, Gareth Pass, John Scott, Daniel Starkey, Keith Stephen, Ian Walters, Tony West, Darren Whittingham)
    - Europa 2/6: Bernd Roith, Co Stompé, (Jani Haavisto, Edwin Max, Roland Scholten, Kurt Van de Rijck)
    - Welt 1/2: Jeff Smith, (Charl Pietersen)

    TC zuletzt in 2012: 5/20 Spieler
    - UK 4/19: Barrie Bates, Steve Evans, Ian Jopling, Dyson Parody, (Tony Ayres, Andy Brown, Gary Butcher, Jason Crawley, Ken Dobson, Matt Jackson, Mark Jodrill, Liam Kelly, Steve Maish, Jimmy Mann, Alex Roy, Dave Smith, Adam Smith-Neale, Chris Thompson, Les Wallace)
    - Europa 1/1: Michael Rosenauer

    TC zuletzt in 2011: 3/23 Spieler
    - UK 3/16: Dylan Duo, Stuart Dutton, Mark Lawrence, (Wayne Atwood, Jason Clark, Tony Eccles, Dave Honey, John Magowan, Peter Manley, Wayne Mardle, Colin Monk, Shane O’Connor, Aodhagan O'Neill, Mark Stephenson, Gary Welding, Tricia Wright)
    - Europa 0/3: (Nandor Bezzeg, Pär Riihonen, Carlos Rodriguez)
    - Welt 0/4: (Stacy Bromberg, Bill Davis, Gary Mawson, Darin Young)


    Schon nach nur zwei Jahren ohne Card wird es also ziemlich dünn, was die Bemühungen um eine weitere Teilnahme am PDC-Circuit angeht.

    Kleine Trivia: Die kommende Saison wird wohl die erste sein, in der die Engländer nicht mehr die absolute Mehrheit der Tour-Card-Besitzer stellen. Von einem Maximum von 88 englischen Cardlern im Jahr 2012 ging es stetig bergab, bis zu nur noch 65 in der abgelaufenen Saison. Vor der UK-Q-School haben jetzt nur noch 46 Engländer die Card sicher, und es müssten schon alle 19 in der UK-Q-School verfügbaren Cards dorthin gehen, um den Stand noch zu halten.

    Besonders reingeschlagen hat, dass sich unter den 10 Spielern, die in 2018 aus den Top 64 rausgeflogen sind, gleich 7 Engländer befinden (Caven, Gilding, Green, Jacques, T. Jenkins, Murnan, Painter).

    Damit wäre dann auch (zumindest für dieses Jahr) bestätigt, dass nur die 18 Restkarten per Quote verteilt worden sind (6,9 zu 11,1) - würde man die Verteilung auf alle 30 anwenden, wäre es sogar noch eine mehr für die kontinentalen Spieler geworden (11,6 zu 18,4, also 8 und 10 über die Rangliste). Schade für Rasztovits.

    Die Startzeit für die UK-Spieltage ist inzwischen übrigens auf 11:30 Uhr deutscher Zeit festgelegt worden; letztes Jahr ging's noch anderthalb Stunden später los. Ich würde mal vermuten, dass die Teilnehmerzahl dann seit Freitag doch nochmal ziemlich in die Höhe gegangen ist, vielleicht sogar über die letztjährigen 445.

    Tour Card verloren und aktuell nicht auf der Liste:

    Ronnie Baxter
    Jim Brown
    Scott Darbyshire
    Terry Jenkins
    Mick McGowan
    Paul Nicholson
    John Norman Jnr
    Scott Taylor
    Ross Twell


    Top 32 Challenge Tour und aktuell nicht auf der Liste:

    Cameron Menzies (4)
    Andy Boulton (T6)
    Martin Atkins (Wigan) (T6)
    Mark Frost (19)
    ----
    Jason Lowe (24)
    Barry Lynn (T25)
    Mick Todd (T28)

    Spieler über dem Strich wären mit QS-Teilnahme auch sicher für die UK Open qualifiziert.


    Lakeside-Spieler auf der Liste:

    David Cameron
    Daniel Day
    Glen Durrant
    Mark McGeeney
    Mark McGrath
    Kyle McKinstry
    Wes Newton
    Dean Reynolds
    Scott Waites
    Conan Whitehead
    Jim Williams

    Lisa Ashton
    Corrine Hammond
    Deta Hedman
    Fallon Sherrock

    (Außerdem weiblicherseits auch wieder Rachel Brooks.)


    internationale Ally-Pally-Teilnehmer auf der Liste:

    Nitin Kumar
    Royden Lam (hatte Tour Card)
    Diogo Portela
    Chuck Puleo

    Ich glaube auch, dass in der Jugend die Lösung zu finden ist. Mein Ansatz: Bei der BDO die "Boys" und "Girls" Kategorien in"Youth" umwandeln und gemischt spielen.

    In der Jugend gibt es da noch keine Vor- und Nachteile, was Preisgelder betrifft und Mädels und Jungs lernen von Anfang an gegeneinander zu spielen.


    Das Problem ist, dass zumindest derzeit selbst in den Jugend-Altersklassen schon die gleichen massiven Leistungsunterschiede existieren wie bei den Erwachsenen. Als Beispiel nur mal die Finalaverages beim World Masters: Boys bzw. Girls - bei den Jungs deutlich mehr 80+ als bei den Mädels 70+.

    Das würde also zumindest mittelfristig nur dazu führen, dass praktisch alle Mädchen kaum noch Spiele gewinnen würden, von ganz wenigen Top-Talenten wie Beau Greaves abgesehen. Das generelle Nachwuchsproblem auf der weiblichen Seite wird man damit kaum lösen können, selbst wenn die wenigen Mädchen, die sich dann in dieses Haifischbecken wagen, vielleicht leistungsmäßig davon profitieren.

    aber nur durch ein Finale in 4 Events kommt man halt auch nicht unter die Top Spieler - also von einen reinen Losglück zu sprechen finde ich vermessen!

    dass heißt er hat auch bei den anderen Events gepunktet


    Tag 1 (2 Punkte)
    R256 bye
    R128 (74,6) Vincent van der Meer 5-2 Pavel Drtil (73,0)
    R64 (86,8) Vincent van der Meer 5-1 Lukasz Waclawski (75,1)
    R32 (83,3) Vincent van der Meer 2-5 Hannes Schnier (95,5)

    Tag 2 (3 Punkte)
    R256 (73,7) Vincent van der Meer 5-2 Mindaugas Barauskas (71,5)
    R128 (84,2) Vincent van der Meer 5-1 Philipp Gerwing (72,2)
    R64 (85,8) Vincent van der Meer 5-4 Steffen Siepmann (82,0)
    R32 (81,8) Vincent van der Meer 5-1 Stefan Bellmont (77,8)
    AF (79,1) Vincent van der Meer 3-5 Karel Sedlacek (88,0)

    Tag 3 (1 Punkt)
    R256 (89,9) Vincent van der Meer 5-1 Glenn Leysen (75,6)
    R128 (69,6) Vincent van der Meer 5-4 Stefan Bellmont (73,3)
    R64 (78,6) Vincent van der Meer 0-5 Patrik Kovacs (83,5)

    Tag 4 (6 Punkte)
    R256 bye
    R128 (85,6) Vincent van der Meer 5-1 Francesco Raschini (81,0)
    R64 (88,4) Vincent van der Meer 5-0 Roxy-James Rodriguez (62,9)
    R32 (78,4) Vincent van der Meer 5-3 Wesley Bour (74,7)
    AF (83,2) Vincent van der Meer 5-3 John Michael (72,2)
    VF (87,6) Vincent van der Meer 5-3 Toon Greebe (79,1)
    HF (89,2) Vincent van der Meer 5-3 Yordi Meeuwisse (86,9)
    F (80,1) Vincent van der Meer 3-5 Darius Labanauskas (83,2)

    In der ganzen Q School nur auf 5 Gegner getroffen, die mehr als Average 82 hatten, und davon hat er 4 Spiele verloren. Er selbst in 18 Partien keinen 90er gehabt (aber halt auch nicht wirklich gebraucht). Da ist schon extrem viel zugunsten des guten Vincent gelaufen, wenn man mal vergleicht, dass dieses Leistungsniveau selbst auf der Challenge Tour unterdurchschnittlich wäre.

    Vielleicht überrascht er uns ja in den kommenden zwei Jahren auf der Pro Tour, wird auf jeden Fall interessant zu verfolgen sein.

    Auch nicht perfekt aber immer noch am fairsten ist in Einzelsportarten ein System das auf dem ELO-System beim Schach beruht.

    Ich bin selber Tischtennisspieler und seit kurzem gibt bei uns es eben auch einen Wert der sich dynamisch nach jedem (offizeill gewertetem) Spiel entwickelt und was soll ich sagen, der Wert ist Aussagekräftig.
    Der Unterschied liegt doch auf der Hand und das ist ja auch der Startpunkt für eure Diskussion gewesen. Ihr redet von Losglück.
    Das lässt sich natürlich nie ausschließen, aber der Unterschied ist eben, dass es für einen Sieg gegen MVG mehr Punkte geben muss als wenn jemand mich besiegt. Selbst wenn es in der selben Runde des selben Turniers passiert.


    Das wird aber allein für eine Struktur wie die Q School nicht funktionieren, weil einfach nicht für alle Teilnehmer aussagekräftige Spieler-Ratings vorliegen würden. Das müsste man dann erst analog zum Schach dem kompletten Turnier-Dartsport überhelfen, und insbesondere nicht nur innerhalb der PDC. Das wird auf absehbare Zeit leider nicht praktikabel sein.

    Dazu kommt dann noch, dass im Darts die Zahl der Spielformate deutlich größer ist als in fast allen anderen Einzelsportarten. Schon zwischen dem typischen Best of 5 Legs auf nationalen und einigen WDF-Turnieren und dem Best of 11 der Pro Tour besteht ein massiver Unterschied, den man dann auch in der Rating-Formel abbilden müsste.

    Dafür gibt es einen Begriff: Survivorship Bias. Man kann den Spieß auch umdrehen: Wir wissen im Nachhinein, dass Ratajski bei der letzten Q-School einer der stärksten Spieler war. Tief gestapelt Top 3. Dass er aufgrund des immer noch aktuellen Formats trotzdem keine Tourcard gewonnen hat zeigt gerade die Schwäche der Q-School. Es geht ja nicht nur darum, dass dieses Jahr einer mit einem 81er Average eine Tourcard gewonnen hat, der in den nächsten zwei Jahren in der PDC vielleicht nicht mal fünfstellig Preisgeld gewinnen wird.


    Zumal dieser Fall (ich denke, du meinst van der Meer) ja auch aufzeigt, dass das Problem nicht primär die direkten Gewinner sind - mittlerweile sind ja im Normalfall 8 Spiele notwendig, um sich direkt durchzusetzen, und da ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr hoch, dass man mindestens einen richtig starken Gegner überwinden muss. Das ist van der Meer dann im Finale mit Labanauskas eben auch nicht gelungen, und deshalb ging's bei ihm dann "nur" über die Rangliste zur Card. Und die Aussagekraft der Rangliste ist halt ziemlich Schrott im aktuellen System.

    (Wobei zugegebenermaßen Labanauskas im Finale für seine Verhältnisse auch nicht doll gespielt hat, aber für einen Gegner von van der Meers eher mittelmäßiger Qualität hat es eben gereicht. Sieht man so auf der Pro Tour ja auch schon seit Jahren - da gibt es deutlich mehr Überraschungszweite als Überraschungssieger.)

    Das Grundproblem wird immer sein, dass die Idee der Qualifying School aus dem Golfsport adaptiert worden ist (wie auch die Tour Cards an sich), dort aber völlig anders gewertet wird, weil Tourgolf kein Zweikampf ist, sondern jeder für sich selbst spielt.

    Nun wird man kaum die Darts-Q-School auf ein solches System umstellen (z.B. jeder spielt solo 4x25 Legs 501 in der QS, wer für die 100 Legs die wenigsten Darts braucht, bekommt die Cards), weil das dann eben auch nichts mit dem Darts auf der Tour zu tun hätte. Deshalb bleibt nur die Möglichkeit, das Problem des Losglücks dadurch zu minimieren, dass man im Kampf um die Tour Cards für ein möglichst ausgeglichen starkes Teilnehmerfeld sorgt, statt dem bestehenden Status quo mit Spielern von Average 40 bis 95. Alles weitere, wie z.B. eine Aufstockung auf 6 oder 8 QS-Turniere oder DKO/TKO-Formate, ist mMn. dahinter sekundär. (Die schon erwähnte Möglichkeit, nach Schweizer System zu spielen, wäre dann noch eine Komplettalternative, weil damit die traditionelle Ranglistenwertung nach KO-Rundenpunkten vollkommen flach fallen würde. Halte ich aber ehrlich gesagt weder dem durchschnittlichen Dartspieler noch dem durchschnittlichen Dartsfan für vermittelbar.)

    Warum wollt ihr es unbedingt "gerecht"?

    Nach euren Ausführungen ist es gerecht, wenn möglicht immer der weiter kommt, der im Schnitt am besten ist, Ausreisser durch eine grandiose Tagesform sollen vermieden werden.

    Es sei ein kleiner Seitenblick zum Fußball erlaubt: Dort ist man heute so weit das jeder die Zeiten zurückwünscht, an denen eben auch noch Überraschungen möglich waren. Und genau die sind eben z.B. durch einen Tagessieg machbar. Wenn es nur noch um die beste durchschnittliche Leistung geht wird das mMn langweiliger. Ist nichzt auch genau das der Punkt warum die Pup Qualifier uns Spaß bringen? Weil sie gerade einen Lauf haben und deswegen mal nicht immer die selben Jungs im Turnier sind.

    Ich finde die QS so in Ordnung wie sie ist.


    Dir ist schon klar, dass an der Q School zwei Jahre Spielberechtigung für die komplette Tour dranhängen? Das ist doch völlig absurd, das mit allein für sich stehenden Turnieren wie z.B. den UK Open gleichzusetzen, wo "Überraschungen" null Auswirkungen auf irgendetwas anderes haben. In der Q School werden potenziell Karrieren gemacht und zerstört, da sollte man doch wohl ein bisschen mehr Meritokratie erwarten können.

    (...) keine Tourkarten mehr an Tagessieger vergeben (...)


    Halte ich nicht für sinnvoll. Damit werden tendenziell nur Spieler durch die weiteren Spieltage geschleppt, bei denen es rein punktemäßig schon völlig klar ist, dass sie am Ende eine Tour Card erhalten werden.

    Das gab es ganz extrem im alten Punktesystem der Q School mit 4 täglichen Tour Cards, und 9 Punkten für die 4 Verlierer der letzten Runde - in diversen Jahren haben allein diese 9 Punkte am Ende gereicht, um auch noch über die Rangliste eine Card zu holen. Da hätte man genauso gut auch jeden Tag 8 automatische Cards vergeben können.

    Schon klar, aber dafür ist die Q-School glaub echt zu teuer um da mal eben so aus Spaß mitzumachen!? Und ich denke die recht hohe Anzahl an schwächeren Spielern trägt da auch gut dazu bei die Kosten zu decken... Fände es halt als Spieler schon psychologisch schwer sich zu motivieren, wenns um nix anderes geht als ne kleine Auslese der Schwächsten und eben der Setzposition. Denke wirklich das würde viele abschrecken und da sind dann garantiert auch Leute mit dabei, die an nem tollen Wochenende die Chance auf ne Tourcard hätten!


    Sehe ich kein Problem drin. Gibt auch nicht-PDC-Spieler, die bei den UK Open gute Chancen auf Preisgeld hätten, aber keine Lust haben, dafür vorher an den Pub Qualifiern teilzunehmen. Für seine Entscheidungen ist jeder Spieler selbst verantwortlich - die Ausgangslage ist für alle gleich. Im übrigen sind mehrstufige Qualis gerade auf den unteren Ebenen im Profisport nichts Ungewöhnliches. (Tennis-ITF-Turniere zum Beispiel, um zur Abwechslung mal ein Beispiel zu bringen, das nicht aus dem Golf stammt.)

    Edit: Ich würde das auch nicht als kleine Auslese sehen. Da sollten dann idealerweise schon so um die 75% oder mehr hängenbleiben, sonst macht so eine Pre-Quali wenig Sinn. Wenn wir mal die aktuelle Q School als Maßstab nehmen, mit sagen wir 750 Teilnehmern - davon wären dann vielleicht ca. 150 leistungsmäßig direkt fürs Finale gesetzt, und die anderen 600 würden um ca. 100 weitere Startplätze spielen. Separate Cuts von 600 => 100 (Finalplätze) und 250 => 30 (Tour Cards) wären einfach deutlich sinnvoller, als direkt 750 Spieler zusammenzupferchen und um die 30 Cards spielen zu lassen.

    Nachdem wir vorhin mal wieder ein klassisches Beispiel dafür hatten, dass das, was viele Fans über die BDO zu wissen glauben, oft tatsächlich nichts anderes als Mythen sind, möchte ich doch gleich mal noch mit dem wichtigsten Mythos aufräumen, während hier ein paar mehr Leute als üblich zum Thema "BDO" mitlesen: Die BDO ist genauso ein "Kommerzverein" wie die PDC, sie war nie ein Sportverband im klassischen Sinn. Sie hat es lediglich über 40 Jahre versäumt, sich auch mal die notwendigen professionellen Strukturen zu geben, um die eigenen wirtschaftlichen Ziele langfristig erfolgreich umsetzen zu können.

    Übrigens hat Olly Croft in der Anfangszeit der BDO in den 1970er Jahren ziemlich skrupellos ältere Dartsorganisationen ausgebootet und plattgemacht, um die britische Dartsszene unter Führung der BDO zu monopolisieren. Dagegen war die Anfangsphase der PDC (als WDC) geradezu basisdemokratisch, und sollte ursprünglich noch nicht mal in eine konkurrierende Organisation münden.

    Die BDO als Resterampe zu bezeichnen finde ich unangemessen. Die sind übrigens der offizielle Verband. Wenn Darts mal olympisch wird, dürfen die Spieler nominieren. Mal sehen wie schnell dann der eine oder andere von der PDC wechselt...


    Du verwechselst die BDO mit der WDF. Im übrigen werden heutzutage nur noch Sportarten neu ins olympische Programm aufgenommen, die die Teilnahme der weltbesten Spieler/Athleten garantieren können. Da würde Michael van Gerwen auflaufen, nicht Richard Veenstra.


    Edit: Übrigens hat die BDO in Großbritannien keinerlei Anerkennung als "offizieller" nationaler Verband für Darts: https://www.sportengland.org/our-work/natio…t-we-recognise/

    Zitat

    Darts - No recognised governing body in England

    Also ne Vor-Q-School fände ich eher Quatsch, zumal das wohl auch viele eher abschrecken mitzuspielen (Kosten wären ja dann auch höher bzw. man müsste wieder mehr Zeit/Tage einplanen)!? Das sind dann zwar eher die die sowieso keine große Chance haben, aber die sollte man trotzdem nich verkraulen.


    Wieso nicht? Die Q School ist nicht primär zum "mal mitspielen" gedacht, auch wenn das aktuell viele genau dafür nutzen. Höhere Kosten hätten im übrigen nur die, die sich in einer Vorquali tatsächlich zur Finalveranstaltung durchspielen würden. Dafür haben die Spieler, die direkt ins Finale eingeladen werden würden, schon das ganze Jahr über höhere Kosten, weil sie sich diese Einladung z.B. durch regelmäßige Teilnahme an der Challenge Tour erspielt hätten.

    Um noch mal auf den Vergleich zum Golf zurückzukommen - da darfst du als No-Name-Spieler, der schon früh in die Q School einsteigen muss, nicht nur mehr Reisen bezahlen, sondern sogar höhere Startgelder abdrücken. In den USA zahlst du da je nach Einstiegsrunde $4.500 / $4.000 / $3.500 (und das sind Komplettpreise, also $4.500 für Runde 1, selbst wenn du direkt ausscheidest und R2 und R3 gar nicht mehr erlebst). Einzige Ausnahme sind Spieler, die so unerfahren sind, dass sie noch nicht mal zur 1. Hauptrunde zugelassen werden und noch durch die Vorquali müssen - die zahlen "nur" $2.700 und müssen dann nur bei erfolgreicher Quali für R1 nochmal $2.500 nachzahlen.

    Als "Getue" würde ich das nicht bezeichnen wollen. Ist einfach meine ehrliche Empfindung (...)


    Das war auch nicht auf dich bezogen (kam vielleicht durch die direkte Antwort so rüber, sorry), sondern eher auf Leute, die sich hier am Sonntag und Montag in dem gleichsam moralisierenden wie fadenscheinigen "Das ist noch Dartsport für den wahren Fan"-Geblubber ergangen haben. Sich Turniere abseits des Mainstreams anzugucken macht einen noch lange nicht zu einem besseren Dartsfan - möglicherweise immerhin zu einem informierteren, allerdings ist das gerade hier bei der BDO meist auch nicht der Fall: Diejenigen, die während Grand Slam/Lakeside/Masters/Trophy hier im Forum regelmäßig die Rolle des BDO-Superfans geben, haben fast immer absolut keinen Plan, was in der BDO in den restlichen 48 Wochen des Jahres eigentlich so abgeht. Sowas nervt einfach nur.

    Naja, Matches wie Van de Pas gegen Long haben bei der PDC-WM auch nicht gerade für massenhaft Beiträge gesorgt.


    Stimmt, aber da fühlt sich während der besseren Spiele keiner bemüßigt, extra zu betonen, wie toll es doch ist, das Turnier sehen zu können. Insofern finde ich dieses kollektive Abtauchen bei schwachen BDO-Spielen ziemlich bemerkenswert. Offenbar sind die dann doch weniger interessant und dieses "Hauptsache Darts, ich find's alles gut"-Getue hat doch seine Grenzen.

    Dean Reynolds ist ja auch so eine Geschichte für sich. Dominiert die DT 2016. Sammelt fast doppelt soviel Preisgeld wie der Zweite. Lehnt daraufhin die Tourcard ab. Stand jetzt: Dümpelt seit zwei Jahren auf der BDO Tour herum, sein Spiel entwickelt sich gefühlt mit jedem Match zurück.

    Er will sich ja irgendwann eine Tourcard holen. Den richtigen Zeitpunkt wohl verpasst. So ein paar Jahre BDO auf geringen Niveau tut vielleicht auch nicht jedem gut.


    Das ist in der Tat mittlerweile eine fast schon tragische Geschichte. Erinnert ein bisschen an James Hubbard, nur dass man bei Reynolds den langsamen Abstieg auch noch in Bühnenspielen miterleben "darf".

    Offenbar hatte sich Reynolds in dieser Woche nur für sein Erstrundenspiel von der Arbeit freigenommen. Zuversicht sieht anders aus.


    Aber sind wir uns ehrlich, in der PDC halten sich nur die wirklich guten Spieler und das sind nur ein kleiner Prozentteil aller Dart-Spieler auf der Welt. Und für die anderen gibts die BDO. Vllt kann man ja sogar bei der BDO vom Dart leben. Ich weiß es nicht. Es können halt alle nicht Andersons, Gerwens, etc.. sein.


    Profis sind heutzutage bei der BDO eigentlich nur noch die wenigen Spieler, die vom Ruhm vergangener Tage zehren können und ihren Lebensunterhalt mit Exhibitions bestreiten (Adams, O'Shea, Fitton, wohl auch Hankey, obwohl man von dem immer weniger auf Flyern usw. sieht). Das wird z.B. ein Mark McGeeney nicht mehr hinbekommen, weil einfach die öffentliche Rezeption fehlt und er selbst mit einem Lakeside-Titel nicht annähernd so bekannt werden würde wie die Herren, die vor 10 oder 15 Jahren bei der BDO groß waren.


    Ach Junge, bleib doch bei deiner geliebten PDC und höre auf hier Stunk zu machen


    Wird's dir nicht langsam selbst langweilig, hier im Forum immer wieder wie ein bockiges kleines Kind aufzutreten? Immerhin kann man dir zugute halten, dass du bei PDC und BDO gleichermaßen unbedarft und ahnungslos unterwegs bist...