Beiträge von Zeyes

    Nur zum Vergleich zu solchen gaaanz langfristigen Ideen: Wenn ich davon rede, die PDC könnte die Q School auch anders machen, meine ich damit noch nicht mal die erwähnte Möglichkeit, dass man per QS vielleicht irgendwann mal nur noch auf die Challenge Tour kommt, sondern eher simple Zugangsbeschränkungen. Als die Q School im US-Golf noch direkt zur PGA Tour geführt hat, ist man selbst in die erste (von vier!) Qualifikationsstufen nicht mal einfach so nur durchs Zahlen der Meldegebühr reingekommen, sondern musste wenigstens schon ein paar einschlägige Ergebnisse auf niederklassigen Turnieren nachweisen, oder alternativ 'ne Letter of Recommendation von einem akkreditierten Golflehrer/-trainer beibringen.

    Das funktioniert im Tennis aber auch nur deshalb, weil ATP/WTA und ITF umfassend kooperieren und deshalb eine gesamtheitliche Weltrangliste führen, für alle Turniere von den ganz kleinen mit $15.000 Preisgeld bis nach oben zu den Grand Slams mit zig Millionen. Da ist die WDF mutmaßlich Jahrzehnte von entfernt, ein gleichermaßen akzeptabler Partner für die PDC zu werden. Und nur für den PDC-Bereich selbst wäre es wohl kaum damit getan, einfach 'ne gemeinsame Rangliste für Pro und Challenge Tour-Spieler zu basteln, weil aktuell viel zu wenige verschiedene Turnierkategorien existieren, um da auch einigermaßen fließende Übergänge zu ermöglichen.

    (Mal ganz abgesehen davon, dass im Tennis alle Turniere eigenwirtschaftlich betrieben werden, statt wie bei der PDC zum großen Teil bezuschusst zu sein.)

    Als außenstehender nur-Fan geht es mir so: Ich hab nix gegen Leute, die bei der Q School Erlebnisse und Erfahrungen suchen, aber so rein aus dem Anspruch an sich selbst, dort kein kompletter Fremdkörper im Turniergeschehen zu sein, sollte man vielleicht doch ein gewisses Mindestniveau mitbringen. Das würde ich so Pi mal Daumen für die EU-QS bei "Average ab Mitte 50" ansetzen - also nicht als Maximalleistung, die man mal in einem Spiel hinbekommt, sondern als das, was man auf Turnieren allgemein so im Stande ist zu bringen. Damit läge man zumindest nicht hoffnungslos weit weg vom Rest des Feldes.

    Ganz nüchtern muss man aber einfach auch konstatieren: Wenn die PDC die Q School anders haben wollte, wäre es ein Leichtes, sie anders zu machen. Bis vor 12 Jahren hat schließlich noch die gesamte Pro Tour als Erlebnisort getaugt...zahl deinen PDPA-Jahresbeitrag (£250 damals, wenn ich mich recht erinnere), dann noch £100 Startgeld pro Turnier, und voilà, du spielst auf 'nem Turnier mit Taylor, Priestley usw.. Das hat man dann irgendwann als für die Entwicklung der Tour nicht förderlich eingestuft, und boom, Tourcardsystem rein, offene Anmeldungen raus.

    Auf der PGA Tour im Golf haben sie 2013 die Q School selbst in ihrer Bedeutung radikal reduziert, indem die nicht mehr den Zugang zur großen professionellen Tour ermöglicht, sondern nur noch zur zweitklassigen. Auf die PGA Tour kommt man seitdem (mit wenigen Ausnahmen) nur noch, indem man eine ganze Saison gut genug auf der zweiten spielt. An dem Punkt ist Darts noch lange nicht - dafür müsste auch die Challenge Tour zumindest in der erweiterten Spitze finanziell Profiniveau ermöglichen - aber dort könnte die Reise irgendwann mal hingehen.

    Interessanterweise gibt es eine Sportart, wo es mehr oder weniger genau so läuft, nämlich das Bogenschießen. Da gibt es erst eine "Ranking Round", wo jeder 72 Pfeile schießt, und die erreichten Ringe bestimmen dann die Setzliste für das anschließende KO-Turnier. (Warum im Bogenschießen Duelle ausgetragen werden und nicht einfach Punkte zusammengezählt werden wie beim Sportschießen weiß ich auch nicht, aber es ist so). Ich verfolge das immer sehr gerne bei den Olympischen Spielen.

    Der Zweikampfmodus im Bogenschießen ist meiner Erinnerung nach noch gar nicht so alt und wurde - wer hätt's gedacht - explizit eingeführt, um die Sportart aus der medialen Bedeutungslosigkeit zu holen. So weit ich das anhand von Ergebnislisten sehen kann, gibt es das bei Olympia erst seit 2012 (vergleiche 2008, mit da noch durchgehender Reihung der Platzierungen).

    Ja, stimmt da hatte ich nen Denkfehler im Kopf.
    Ich bleib aber dabei, mehr Freilose sind m.M.n nicht gut, auch wenn es vielleicht nur zwei oder drei sind.

    Ich fordere deshalb nochmal die Aufstockung der Final Stages auf (hab mich inzwischen festgelegt) 144 Spieler. :pro: Eine kleine Handvoll Prelimspiele an jedem Tag würde mMn. zu weniger Diskussionsstoff führen als eine kleine Handvoll Freilose. Ganz abgesehen vom eigentlichen Grund, nämlich ab R128 Punkte vergeben zu können.

    (Wäre aber im aktuellen Modus trotzdem eher dafür, sicher Qualifizierte rauszunehmen, wegen der erwähnten Gefahr von Gefälligkeitsniederlagen. Die ist bei diesem System sowieso schon existent und muss nicht auch noch unnötig gefördert werden.)


    Weil es dann mehr Freilose gibt und man gute Spieler rausnimmt und die Auslosung damit tendenziell leichter wird, was bestimmte Spieler bevorzugen kann am letzen Tag.

    Na ja, "bestimmte Spieler bevorzugen" ist weder ein Argument für noch gegen das Herausnehmen der bereits Qualifizierten.

    Peters macht's. :daumen:

    Und in Milton Keynes lautet das Finale Ross Montgomery gegen Jamie Clark. Fast 35 Jahre Altersunterschied.

    Wäre Montgomery mit 59 Jahren eigentlich aktuell der älteste Spieler auf der Tour?


    Edit: Wow, Clark heute mit Averages >93 in allen sechs Spielen!

    Fitton war 2020 gar nicht weit weg von der Tourkarte. Am Ende hatte er 8 Pkt/41 gewonnene Legs. Die Karte ging letztendlich mit 9/57 weg.

    Holla! Das habe ich entweder vergessen oder verdrängt. ^^

    Währenddessen habe ich die Befürchtung, wenn's Luc Peters jetzt im Finale nicht macht, dann rauscht er auch in diesem Jahr am Ende knapp an der Karte vorbei...

    The Boss scheint nach mehreren ziemlich mäßigen Tagen (eigentlich alle nach First Stage Tag 1) heute mal wieder das richtige Händchen zu haben...mit Averages 95, 90, 93, 89 und 88 ins Halbfinale. Das wäre ja mal ein extrem unerwarteter Name auf der Pro Tour, nachdem die QS-Auftritte anderer BDO-Altstars wie Tony O'Shea und Darryl Fitton in den Vorjahren ja eher unter "nice try, thanks for coming" zu verbuchen waren.

    Und noch der Blick auf die erste Runde der UK Top 16 (ebenfalls mit 3+ Punkten ins Turnier gestartet). Direkt raus:

    Matthew Dennant (4)

    Ted Evetts (4)

    Mark McGeeney (3)

    Yup, hier nur die drei.

    In Runde 2 raus:

    Shaun Griffiths (3)

    Jarred Cole (4)

    Cameron Menzies (5)

    Mindestens ein Punkt heute:

    Dan Read (3)

    Chris Quantock (3)

    Mike Warburton (3)

    Richie Burnett (5)

    Mickey Mansell (5)

    Scott Waites (5)

    Kevin Burness (3)

    George Killington (4)

    Lee Budgen (4)

    Jamie Clark (5)

    Und noch der Blick auf die erste Runde der UK Top 16 (ebenfalls mit 3+ Punkten ins Turnier gestartet). Direkt raus:

    Matthew Dennant (4)

    Ted Evetts (4)

    Mark McGeeney (3)

    Yup, hier nur die drei.

    Und in Runde 2 dazu gesellt und damit ebenfalls heute ohne Punkte:

    Martijn Dragt (3)

    Damian Mol (4)

    Jimmy Hendricks (3)

    Radek Szaganski (4)

    Mindestens einen weiteren Punkt sicher haben (gelistete Punktzahl ist von vor dem Turnier):

    Kevin Doets (4)

    Mario Vandenbogaerde (7)

    Ricardo Pietreczko (3)

    Patrick van den Boogaard (4)

    Danny Jansen (3)

    Jules van Dongen (7)

    Inflation bei Rileys:

    Zitat von Amateur Qualifiers 2020

    The cost for entry is £8 which will include 1 drink voucher

    Zitat von Amateur Qualifiers 2022

    The cost for entry is £10 per event.