Beiträge von Zeyes

    Bei der Dartslive Stage Tour in Japan steht das Bier noch direkt aufm Spielertisch. Zumindest wars vor diesem blöden Virus so.

    Keine Doppelmoral, keine Angst um labile Kids, keine Dopingvorwürfe. Leben und leben lassen.

    Das ist Japan, da wird das noch ganz klassisch über Peer Pressure geregelt, dass Leute einen hohen Anreiz haben, öffentlich nicht negativ aufzufallen bzw. über die Stränge zu schlagen. Und trotzdem hat es Dartslive explizit im Regelwerk stehen, dass offensichtlich alkoholisierte Spieler vom Turnierbetrieb ausgeschlossen werden können, was darauf hinweist, dass sie es als ein Problem ansehen, das nicht immer nur durch soziale Kontrolle im Zaum zu halten ist.

    Wenn man Alkohol im Dart nich verbieten darf da es ja im Leben allgemein erlaubt ist schließt doch aber noch lange nich aus das Ausmaß zu begrenzen!? Am Steuer gibts ja bspw. auch festgelegte Grenzen, das könnte man im Dart ja genauso handhaben...

    In dem Falle wärs ja bspw. ne Überlegung wert den grenzwert erstma recht hoch anzulegen mit der Absicht den über die Jahre nach und nach abzusenken. Damit würde man einige Probleme bzw. hier propagierte 'Horrorszenarien' durchaus reduzieren/verhindern.

    Was wäre für dich denn ein "recht hoher" Wert, mit dem man anfangen könnte, ohne direkt große Teile der Weltelite aus dem Spiel zu nehmen? Ich wage zu behaupten, der wäre hoch genug, dass weite Teile der Öffentlichkeit schockiert mit "was, sooo viel dürfen die für ihren Sport legal bechern?!" reagieren würden.

    Im übrigen würde wohl alles andere als eine 0,0-Regelung den Zweck verfehlen, da auch schon geringe Mengen beruhigend und damit leistungssteigernd wirken können. Mit einer niedrigen Promillegrenze hätte man die kontrolliert Dopenden weiterhin drin, und lediglich die Kampftrinker aussortiert, die ohne Alkohol gar nichts mehr am Board gebacken kriegen. Das wäre mutmaßlich noch wettbewerbsverzerrender als im Status quo.

    Zur schlechter werden Qualität:

    Da könnte man mal die Einschaltquoten zwischen PDC und ehemaliger BDO WM vergleichen. Schätze ,dass da deutlich mehr die PDC schauen bzw. geschaut haben. Selbst hier im Forum wurde die Qualität der BDO eher kritisch gesehen. Wobei man hier, unter Spielern und Fachleuten, eigentlich erkennen müßte, dass die ehemaligen BDO Leistungen ebenfalls guit sind, wenn man annimmt, dass es Amatuere sind, die noch 8 Stunden am Tag was wichtiges arbeiten. An großer Anteilnahme an BDO Events kann mich hier hier aber nicht erinnern. Ist nach meiner Wahrnehmung deutlich weniger als zu PDC Spielen.

    Der Vergleich ist aber schon ziemlich schief. Falls (!) durch ein generelles Alkoholverbot die Averages im TV signifikant sinken würden, gäbe es ja auch keine Konkurrenzveranstaltung mehr, wo besser gespielt würde, denn das war eines der Hauptprobleme der BDO, der Quervergleich zur PDC. (Natürlich nicht nur in Bezug auf die Averages; da gab's noch hundert andere Unterschiede in der Präsentation, die der BDO nicht zum Vorteil gereicht haben.) Ich glaube auch nicht, dass der Großteil der Livefans und TV-Gucker da lange der Vergangenheit nachtrauern würde, dafür lebt PDC-Darts zu sehr auch von anderen Faktoren als dem reinen Leistungsniveau.

    Abgesehen davon waren die BDO-Averages deutlich niedriger, obwohl da mindestens genauso viel getrunken wurde wie bei der PDC, bei den Übertragungen aus dem Lakeside oft genug auch live von der Kamera eingefangen...

    Jou Zeyes..Du sagst "angeblich"...

    Die Quelle war die in einem anderen Forum gepostete Zusammenfassung des O-Tons eines der Promoters in einem Darts-Podcast vor ein paar Wochen. "Angeblich" habe ich hier verwendet, weil ich mir den Podcast nicht selbst angehört habe, allerdings ist der betreffende Forenkommentar hinterher auch nicht von anderen Usern in Zweifel gezogen worden.

    Edit: Wer's selbst nachprüfen möchte: Episode 196 des Weekly Dartscast.

    Unterm Strich seh ich das auch so. Glaube allerdings auch nicht, dass hier jemand teilnimmt, um seinen Lebensunterhalt zu sichern.

    Den meisten gehts m.E. eher um den Thrill mal wieder auf ner Bühne zu stehen und sich feiern zu lassen....könnt ich mir jedenfalls gut vorstellen.

    Klar, und so lange es sich darauf beschränkt, wird das sicher auch als Nostalgieveranstaltung zumindest einmal ganz gut laufen. Aber wenn ich z.B. lese, dass die Organisatoren den bestätigten Teilnehmern angeblich verordnet haben, ab sofort (!) intensiv für das Turnier zu trainieren, damit der Leistungsstandard dann im Januar TV-würdig ist...da frage ich mich schon, ob die Promoter hier so ganz genau wissen, auf was sie sich einlassen.

    TV-Einnahmen dürften kein Problem sein, wenn man sich die Resonanz bisher anschaut.

    Wenn Resonanz unter eingefleischten Dartsfans im Internet ausreichen würde, würde es die BDO noch geben. Ich hab hier nicht das Gefühl, dass die Organisatoren schon irgendwas in trockenen Tüchern haben, was die eigentliche Turnierveranstaltung angeht. (Wie lange noch, bis aus den erst 16 und dann 24 Teilnehmern doch 32 werden?) Ich würde jedenfalls darauf tippen, dass sie auch nur deshalb schon jetzt (8+ Monate vorher) ihr Pulver mit den ganzen Teilnehmerankündigungen verschießen, weil sie nur damit bei den TV-Anstalten reüssieren können und nicht mit dem Konzept an sich.

    Was die Ausstattung des Turniers mit Preisgeldern angeht, hab ich ja schon auf Seite eins des Threads meine Zweifel angemeldet. Würde mich nicht wundern, wenn's für ein Ausscheiden in Runde 1 nichts oder nur Peanuts geben wird. War bei den meisten Auflagen der Snooker-Senioren-WM auch so.

    2011 Kim Huybrechts

    2012 Jerry Hendriks, Darren Webster

    2013 -

    2014 Max Hopp, Cristo Reyes

    2015 Joe Murnan, Dirk van Duijvenbode, Jan Dekker

    2016 -

    2017 Zoran Lerchbacher, Peter Jacques

    2018 Krzysztof Ratajski

    2019 und 2020 hab ich in meinen Files nicht parat. Wird wohl wirklich mal Zeit, dass ich die aktualisiere (und den Thread dazu)...

    Das musst du die PDC fragen, zu der Logik kann dir hier vermutlich keiner wirklich eine Antwort geben. Schindler gilt jetzt eben automatisch als internationaler Qualifikant.
    Es ist in den Order of Merit Regeln seit kurzer Zeit so definiert, früher gab es dann ja Nachrücker, was aus meiner persönlichen Sicht auch deutlich sinnvoller ist.

    Na ja, diese Regelung gilt jetzt schon seit 2015.

    Die Info war aus den offiziellen Ablaufplänen gar nicht rauslesbar, aber einige Spieler haben in den sozialen Netzwerken mittlerweile geschrieben, dass es wieder eine Hin-und Rückrunde geben wird.

    Es war doch von offizieller Seite von "Vorrunde und Hauptrunde im gleichen Round-Robin-Modus" die Rede, oder? Hätte mich jetzt schon überrascht, wenn das nicht wieder zwei Spiele pro Paarung bedeutet hätte.

    Die behaupteten 25.000 Pfund für den Sieger finde ich übrigens ziemlich ambitioniert. Das wären bei 'nem 16er Felder dann sowas wie ca. 60.000 insgesamt (25 / 10 / 2x 4.5 / 4x 2 / 8x1)?

    Wenn ich das mit dem vergleiche, was so bei der Senioren-WM der Snookerspieler gezahlt wurde bzw. wird... Wann immer der Weltverband da direkt als Ausrichter fungiert hat, war das Preisgeld in der Tat in der Größenordnung von 50-60k - in den beiden Jahren zwischendurch, in denen "Snooker Legends" (die auch hier beim Darts anscheinend drinhängen) die Veranstaltung als unabhängiger Promoter gestemmt hat, waren es allerdings gerade mal 18.500. Und noch nicht mal mit garantiertem Preisgeld für die Verlierer der ersten Runde...

    (Die Parallelität ist übrigens auch, dass dort in den beiden unabhängigen Jahren ebenfalls keine aktiven Tourspieler teilnehmen durften.)

    Ein mutmaßlich einfaches Qualiturnier für ein mutmaßlich einmaliges Event als "Q School" zu bezeichnen, ist aber schon ziemlich schräg. Da wird sich die PDC sicher freuen, dass hier Modus eingeführte Begrifflichkeiten verwässert.

    Abgesehen davon hat das Thema nix im PDC-Bereich zu suchen, oder?

    (Ach ja, und "Advanced discussions have taken place" ist so ein klassisches "Announcement of an announcement"-Sprech, für das die BDO am Ende berüchtigt war. Übersetzung: Noch ist absolut gar nichts fix.)

    Sehr schön auch die BDO-esken Grafiken...direkt mal "LIVE LEAUE" im Youtube-Thumbnail, dann später groß Martin "Admas" (bei 16:00) und vermutlich noch viele weitere Stilblüten, wenn ich weiter geschaut hätte.

    Gerade in diesem Jahr wäre es auf Grund der "wenigen" Turniere relativ leicht sich zu qualifizieren, da wenig Preisgeld reichen wird.

    Das gilt für alle Tourcardler gleichermachen. Insofern nein, es ist nicht leichter, nur weil der Turnierkalender mutmaßlich wieder relativ klein ist. (Was abgesehen davon sowieso noch kompletter Spekulatius ist. Vielleicht gibt's ab Juli jeden Monat drei ETs. Vielleicht haut die PDC 48 PCs in die Saison, usw. usw.)

    Da schmerzen die verpassten Turniere umso mehr.

    Es ist richtig, dass in einer kurzen Saison verpasste Turniere stärker (negativ) ins Gewicht fallen. Das bedeutet aber nicht im Umkehrschluss, dass das Nicht-Verpassen irgendwas leichter machen würde als in einer längeren Saison. "Alle spielen alles" ist der Normalzustand, egal wie lang die Saison ist.


    Die einzigen Spieler, die von einer kurzen Saison potenziell profitieren, sind die, die nur unterdurchschnittlich stark sind, weil der Glücksfaktor bei wenigen Turnieren eine größere Rolle spielt und so mehr Raum für unangemessen gute Ergebnisse besteht. Bei solchen Spielern würde ich aber so oder so nicht davon sprechen wollen, dass eine WM-Quali "leicht" für sie sei.

    Hat ihm immerhin stolze 500 Pfund eingebracht :thumbup:

    Van den Bergh auch nur mit einem gewonnenen Spiel trotz Platz 6 in der Averageliste.

    14 der 128 Spieler sind an den vier Tagen komplett ohne Preisgeld geblieben (Platz und Average in Klammern):

    Andrew Gilding (45 / 93,17)

    Matthew Edgar (53 / 92,41)

    Jason Heaver (75 / 91,00)

    Jason Lowe (84 / 90,35)

    Gary Blades (93 / 89,75)

    Darren Webster (95 / 89,71)

    William Borland (98 / 89,41)

    Niels Zonneveld (105 / 88,26)

    Daniel Larsson (109 / 87,90)

    Martijn Kleermaker (118 / 85,49)

    Lisa Ashton (119 / 85,47)

    Steve Brown (123 / 82,87)

    Steve West (125 / 81,28)

    David Evans (128 / 78,61)

    Die Q School? Das sind doch Peanuts.

    Jedenfalls hatte die PDC für das Geschäftsjahr Juli 2018 bis Juni 2019 Erträge von 37,5 Millionen £ (Vorjahr: 34,6), mit einem Betriebsgewinn von 6,3 Millionen £ (5,8) vor und 5,2 Millionen £ Profit (4,8) nach Steuern, von letzterem wurden 1,5 Millionen £ (1,5) als Dividenden ausgeschüttet. Der Bestand an Cash und kurzfristig verfügbaren Bankeinlagen belief sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 13,5 Millionen £ (9,5), das Umlaufvermögen einschließlich Forderungen und Verbindlichkeiten betrug 10,4 Millionen £ (6,7).

    Inwieweit die PDC von Ticketverkäufen versus TV-Deals und Sponsoren abhängig ist, erschließt sich mir nicht aus den verfügbaren Zahlen, aber für 15 Monate ohne Fans (unter der Annahme, ab Sommer geht's wieder) werden sie sicher gut genug aufgestellt gewesen sein. Zumindest teilweise dürfte sich ja auch der Aufwand reduziert haben (weniger Saalmiete, weniger Preisgelder durch nicht stattgefundene Turniere speziell auf der ET und bei den internationalen Affiliates, etc.).

    Wer selber stöbern möchte: https://find-and-update.company-information.service.gov.uk/company/03473679/filing-history