Dominanz britischer und niederländischer Spieler

  • Hallo Zusammen,

    ich bin ja noch recht neu im Dartsport und sowohl aktiv als auch passiv sehr begeistert.
    Seit einiger Zeit stelle ich mir immer wieder die Frage warum denn so eine übermässige Dominanz von Spielern der britischen Insel besteht und auch aus Holland?

    Werden Spieler dort einfach mehr und früher gefördert? Oder woran liegt es das diese Nationen diesen so stark Sport dominieren?

    Würde mich wirklich sehr interessieren.....auch wundert es mich warum es quasi keine asiatischen oder amerikanischen Spieler unter den Top 100 (oder 200....) gibt?

    Konnte zu dem Thema leider nix finden bzw. wusste auch nicht wonach genau zu suchen ist.

    VG

    2 Mal editiert, zuletzt von doodlejump (28. April 2014 um 15:45)

  • Ohje - das alte Leid.

    In UK wird seit Ewigkeiten dieses Spiel betrieben. Da spielt jedes Kind bereits Darts. In Kneipen wie auch zu Haus hängt überall n Board.
    Und selbst deren County-Niveau ist sehr hoch und recht gut und erfahren organisiert.

    Selbst in den Niederlanden ist der Gesamtstellenwert des Dartsports wesentlich höher.
    Aber Deutschland holt schon ein wenig auf zumindest was das Interesse angeht.

    UK ist nicht erreichbar deren Vorsprung in dem Sport und deren Tradtion ist riesig. Kein Wunder.
    Und die NL sind uns halt n paar Weltmeister schlichtweg voraus. ;)

  • ja da wird dann wohl wirklich ein Boom ausbrechen....wobei dieser Boom vermutlich auch recht schnell wieder nachlassen wird.

    Ich wollte einfach nur verstehen warum es quasi keinerlei anderen Nationen unter den Top 100 (oder auch Top200, 300) gibt.
    Grundsätzlich verstehe ich schon das es natürlich viel tradionellerer Sport in GB ist, aber das dürfte ja eigentlich nicht bedeuten das nicht auch ein paar andere Nationen vertreten sein müssten...und ja ich weiss es gibt auch einige andere Vertreter aber das Gros ist eben doch englisch oder neiderländisch

    Einmal editiert, zuletzt von doodlejump (28. April 2014 um 16:06)

  • Ohje - das alte Leid.

    In UK wird seit Ewigkeiten dieses Spiel betrieben. Da spielt jedes Kind bereits Darts. In Kneipen wie auch zu Haus hängt überall n Board.
    Und selbst deren County-Niveau ist sehr hoch und recht gut und erfahren organisiert.

    Selbst in den Niederlanden ist der Gesamtstellenwert des Dartsports wesentlich höher.
    Aber Deutschland holt schon ein wenig auf zumindest was das Interesse angeht.

    UK ist nicht erreichbar deren Vorsprung in dem Sport und deren Tradtion ist riesig. Kein Wunder.
    Und die NL sind uns halt n paar Weltmeister schlichtweg voraus. ;)

    Da spielt jedes Kind bereits Darts. In Kneipen wie auch zu Haus hängt überall n Board.
    Das ist schon etwas Übertrieben. Die zeiten sind schon länger vorbei wo überall in die Kneipen Boards hängen.
    Ein große vorteil ist aber das in die Aufenthalträume von Betrieben boards hängen und du kannst in deine Mittagspause spielen. Es gibt auch Betriebs Turniere u.s.w. Du kannst auch in 3-4-verschiedene Ligen die Woche spielen. Meistens am Wochentage und mit verschiedene Spiele (501,301 Cricket etc.)

    Mark Webster :wales: Richie Burnett :wales: Jamie Lewis :wales: Gerwyn Price :wales: Kevin Thomas :wales: Martin Phillips :wales:

  • Ich wollte einfach nur verstehen warum es quasi keinerlei anderen Nationen unter den Top 100 (oder auch Top200, 300) gibt.


    Naja, als eine echte "Weltrangliste" wie in anderen Sportarten kann man die diversen Ranglisten im Darts auch nicht ansehen...dafür ist das Turniergeschehen der PDC zu sehr auf Großbritannien und Mitteleuropa konzentriert, und der WDF-Bereich ist zu sehr regionalisiert (sprich, die weltweit besten WDF-Spieler treffen nur selten aufeinander).

    Im z.B. Golf ist das grundsätzlich auch nicht anders, da sind es die USA, die einen großen Vorsprung in der Spielerzahl haben. Aber im Golf sind halt die Preisgelder so hoch, dass es sich für deutlich mehr Spitzenspieler lohnt, dorthin zu gehen, wo es die dicksten Preisgelder zu verdienen gibt - und am Ende hat man dann eine Tour, in der (grob gesprochen) die US-Amerikaner immer noch die Mehrheit stellen, aber eben viele andere Länder jeweils ein oder zwei Spieler "beitragen", und in der Masse können die es dann mit den Amerikanern aufnehmen. Darts ist preisgeldmäßig von diesem Zustand weit entfernt, und deshalb bleiben halt viele gute Spieler, die vielleicht auf Weltniveau spielen könnten, in ihren regionalen Bereichen hängen.

    Dazu kommt dann noch, dass speziell in Asien und den USA eher E-Darts die Vormachtstellung innehat.

  • Ich denke eher dass es eher eine fragee der finanziellen mittel ist. wir hatten hier schon mal die diskussion warum wir keinen deutschen spieler in den top 64 haben. für alle nicht inselaner ist es eben eine teure angelegenheit erstmal die reisekosten zu stemmen (natürlich kann man dass 1-2 mal machen aber wenn man regelmäßig dabei sein will muss man seinen lebenmittelpunkt richtung england verlagern). dann kosten auch die teilnahmegebühren mehr als ein appel und ein ei usw. jmd hier im forum hatte das mal zusammengerechnet und der betrag war nicht ohne. wenn ich mich nicht irre kostet allein zB die teilnahme an dem qualifikationstunier in leipzig über 100€ (ja ist ein großes event, aber das wird auch viele ambitionierte spieler abschrecken) . ohne sponsor schafft man das echt nicht als otto normal verbraucher.

    Matchdarts: Monster Jelle Klaasen 20,4g mit 26mm/30mm Target Nano Points + Medium Phil Taylor Titanium Shafts und Pentathlon 180 Micron Clear Flights

  • .... es wird doch etliche ausser-englische Spieler weltweit geben die trainieren bis zum Umfallen??

    Die gibt es auch bei uns. Jemand der den ganzen Tag Zeit und Lust hat, wird ziemlich gut. Da fehlt dann aber das Geld, um regelmäßig
    Turniere zu spielen. Und Sponsoren, die einem mal eine Saison finanzieren, sind ziemlich schwer zu finden.

    edit: zu langsam

    Manchmal ertappen ich mich bei Selbstgesprächen, und dann lachen wir beide.

    Einmal editiert, zuletzt von L.H. (28. April 2014 um 16:43)

  • Vor allem muss man erstmal Ergebnisse erzielen um überhaupt auf sich aufmerksam machen zu können und das ist wiederum angeknüpft an Teilnahmen an Tunieren die wieder Geld kosten...man kommt nicht drumrum (und das ist ja in jeder Sportart so) selbst zeit und geld in sich zu investieren. ich persönlich denke da hat max hopp von den ganzen deutschen darter die besten vorrausetzungen. er hat viel talent , ist noch jung ( hat mich ehrlich gesagt total geschockt das der junge grad mal 17 Jahre ist, dachte er wäre schon mind. 19) und kann sich mit dem Dartsport und seinem Sponsor selbst finanzieren.

    Matchdarts: Monster Jelle Klaasen 20,4g mit 26mm/30mm Target Nano Points + Medium Phil Taylor Titanium Shafts und Pentathlon 180 Micron Clear Flights


  • Naja, als eine echte "Weltrangliste" wie in anderen Sportarten kann man die diversen Ranglisten im Darts auch nicht ansehen...dafür ist das Turniergeschehen der PDC zu sehr auf Großbritannien und Mitteleuropa konzentriert, und der WDF-Bereich ist zu sehr regionalisiert (sprich, die weltweit besten WDF-Spieler treffen nur selten aufeinander).

    Im z.B. Golf ist das grundsätzlich auch nicht anders, da sind es die USA, die einen großen Vorsprung in der Spielerzahl haben. Aber im Golf sind halt die Preisgelder so hoch, dass es sich für deutlich mehr Spitzenspieler lohnt, dorthin zu gehen, wo es die dicksten Preisgelder zu verdienen gibt - und am Ende hat man dann eine Tour, in der (grob gesprochen) die US-Amerikaner immer noch die Mehrheit stellen, aber eben viele andere Länder jeweils ein oder zwei Spieler "beitragen", und in der Masse können die es dann mit den Amerikanern aufnehmen. Darts ist preisgeldmäßig von diesem Zustand weit entfernt, und deshalb bleiben halt viele gute Spieler, die vielleicht auf Weltniveau spielen könnten, in ihren regionalen Bereichen hängen.

    Dazu kommt dann noch, dass speziell in Asien und den USA eher E-Darts die Vormachtstellung innehat.

    Ja, die Preisgelder sind in den meisten Fällen immer noch zu gering, um eine Profi-Karriere zu ermöglichen, insb. wenn man nicht aus dem UK oder den Benelux-Staaten, sondern von weiter weg kommt und somit schon ein Großteil für die Reisekosten draufgeht, da alle großen Turniere nun mal im UK stattfinden. Folglich ist insbesondere für Spieler aus Übersee kaum eine Profi-Karriere möglich, obwohl es in Nordamerika, Australien, Asien und Südafrika bestimmt einige gute Spieler gibt. John Part fliegt ständig zwischen Amerika und Europa hin und her, Whitlock wohnt mittlerweile in England, usw..
    Und die geringen Preisgelder resultieren wiederum daraus, dass Darts eben einfach weltweit nach wie vor weltweit gesehen eine Randsportart ist, als Profi-Sportart kaum wahrgenommen wird und deshalb zu wenig Sponsoren- und TV-Gelder bekommt - ganz im Gegensatz zu anderen Individualsportarten wie dem bereits genannten Golf oder auch Tennis. Selbst hier in Deutschland haftet Darts trotz guter TV-Quoten immer noch ein "Kneipen-Image" an. Ich denke, es ist noch ein sehr weiter Weg, bis der Dartsport mit anderen Individualsportarten auch nur annähernd mithalten kann, falls das überhaupt je möglich sein wird.

    Lieblingsspieler:
    :NED: Barney, van Gerwen, :BEL: Huybrechts, Van den Bergh, :ENG: Cross, Aspinall, Hogan, :ESP: Reyes, und natürlich alle :GER: und :AUT:

  • Ich denke eher dass es eher eine fragee der finanziellen mittel ist. wir hatten hier schon mal die diskussion warum wir keinen deutschen spieler in den top 64 haben. für alle nicht inselaner ist es eben eine teure angelegenheit erstmal die reisekosten zu stemmen (natürlich kann man dass 1-2 mal machen aber wenn man regelmäßig dabei sein will muss man seinen lebenmittelpunkt richtung england verlagern). dann kosten auch die teilnahmegebühren mehr als ein appel und ein ei usw. jmd hier im forum hatte das mal zusammengerechnet und der betrag war nicht ohne. wenn ich mich nicht irre kostet allein zB die teilnahme an dem qualifikationstunier in leipzig über 100€ (ja ist ein großes event, aber das wird auch viele ambitionierte spieler abschrecken) . ohne sponsor schafft man das echt nicht als otto normal verbraucher.

    Ja, so sieht's aus. Für diejenigen, die nicht zu den Spitzenspielern gehören, ist so eine Saison schon verdammt teuer. Zumal die Preisgelder zwar auf den ersten Blick verlockend sind, aber die sind ja nur brutto, sodass noch Steuern abgehen, und wenn man sich regelmäßig im UK wegen irgendwelcher Turniere aufhält, kommen noch die Kosten für Unterbringung, Verpflegung, usw. hinzu, und die sind bei den Lebenshaltungskosten im UK auch kein Pappenstiel.

    Lieblingsspieler:
    :NED: Barney, van Gerwen, :BEL: Huybrechts, Van den Bergh, :ENG: Cross, Aspinall, Hogan, :ESP: Reyes, und natürlich alle :GER: und :AUT:

  • Und zu all dem kommt dann auch noch, dass durch die geringere Tradition des Darts in anderen Ländern die lokalen Spitzenspieler meist schon in den berühmten besten Jahren sind...für jemanden wie Max Hopp könnte es sich in ein paar Jahren durchaus als sinnvoll herausstellen, dauerhaft nach UK überzusiedeln, um so einerseits Reisekosten zu sparen und andererseits vielleicht in einem echten Profiumfeld zu trainieren - während jemand wie Andree Welge, der in Deutschland Job und Familie hat, diese Frage eben schon für sich negativ beantwortet hat. Und das dürfte vielen bekannten nicht-UK/Benelux-Spielern der aktuellen Spielergeneration so gehen. In 10 oder 20 Jahren, wenn vielleicht eine ganz neue, jüngere Gruppe von Spielern international den Ton angibt, mag das dann auch anders aussehen.

  • Ich denke, das wird sich auch nicht ändern. Um ehrlich zu sein sehe ich so schnell keinen deutschen Spieler in den Top 32 und das würde man mindestens benötigen, um etwas Aufmerksamkeit zu erzeugen. Wenn man wirklich einen Spieler hätte, der bei einem Großteil der Majors mitspielt und dort nicht schlecht abschneidet, dann würden sich sicherlich mehr Deutsche für den Dart-Sport interessieren, allerdings wird das wohl noch sehr lange dauern, falls es überhaupt soweit kommt. Selbst für die Spieler mit Tour-Card ist das ganze doch ein Draufzahlgeschäft wenn man nicht bei den kleineren PC-Events über die erste Runde hinauskommt und das ständige Reisen macht die Sache dann auch nicht einfacher. Wenn dann müsste jemand seinen Hauptsitz nach England verlagern und sich komplett auf Dart fokusieren.

  • Das hängt eben leider immer alles von Quoten und somit auch der Beliebtheit des Sports ab. Eine einheitliche Regelung wäre wohl auch nicht sinnvoll, aber es ist nunmal so, dass man in manchen Sportarten (Formel1, Fußball) Millionen verdient und woanders fast nix. Da ist Dart ein Witz dagegen. Ich finde die Preisgelder auch lächerlich und bin mir ziemlich sicher, dass da ganz oben an der Spitze der Pdc irgendwelche Tiere sitzen, die das ganze Geld einsacken und sich dann ein schönes Leben machen.
    Tischtennis z.B. ist auch eine tolle Sportart, wenn man die mit Tennis vergleicht, sind die Preisgelder auch da ein Witz. Aber das wird immer so bleiben und wenn die Preisgelder auch nicht höher werden, ist das auch kein großer Anreiz, weil der Sport dann quasi nix Wert ist.
    So ist meine Meinung.

    Premier League Champion 2014:RAYMOND VAN BARNEVELD 1.D

  • Richtig gut NUR von Darts können selbst in UK nur sehr wenige leben. Selbst die meisten "Profis" auf der Insel haben noch nen Job. (Mir wurde erst gesagt dass Scott Waites Schreiner noch sei)
    In D glaube ich garkeiner!

    Einmal editiert, zuletzt von Er.Em. (28. April 2014 um 18:02)

  • Ja so siehtst aus, sport ist wirtschaft und wirtschaft ist sport, alles andere ist "nur" nebensport, wo nur ein paar ihr gutes geld mit sport verdienen der rest muß sich abrackern bis zum geht nicht mehr, so ist das leben halt. Es können halt nur ein paar auf den thron des kapitals kommen, so ist das system und jedes land behauptet so ihre machtstellung und die pdx ist so eine organisation u.vielen anderen Verbände. Bfesser wäre es man verteilt mehr die preisgelder nach unten, aber das kennen wir ja, immer nach oben.... :sleeping: und dann sind wir wieder bei der allgemein wirtschaft :cool:
    Man muß halt versuchen so gut wie tylor oder ein schuhmacher zu sein, dann hat man die kohle und die wirtschaftlich situation voll im griff, außer man zahlt seine steuern nicht....... :sleeping:

  • Ich finde die Preisgelder auch lächerlich und bin mir ziemlich sicher, dass da ganz oben an der Spitze der Pdc irgendwelche Tiere sitzen, die das ganze Geld einsacken und sich dann ein schönes Leben machen.


    Dann hast du aber ein völlig falsches Bild davon, welche Einnahmen die PDC hat. Der Gesamtumsatz für den Zeitraum 07/2012 bis 06/2013 hat gerade mal 13 Millionen Pfund betragen.


  • Dann hast du aber ein völlig falsches Bild davon, welche Einnahmen die PDC hat. Der Gesamtumsatz für den Zeitraum 07/2012 bis 06/2013 hat gerade mal 13 Millionen Pfund betragen.

    Eben. Die Sponsoren- und TV-Geld-Einnahmen sind einfach nicht so, dass man da großen Reibach mit machen kann. Beim Tennis bekommt der Sieger größerer Turniere, also etwa der Grand Slams, mittlerweile weit mehr als 1 Mio. € Preisgeld, also weit mehr, als bei der PDC-WM insgesamt an Preisgeld ausgezahlt wird. Bei Wimbledon sind es z.B. 1,6 Mio. Pfund allein für den Sieger der Herren und 22,5 Mio. Preisgelder insgesamt (Quelle). Das zeigt, in welchen Dimensionen man sich dort mittlerweile bewegt und wie klein Dart trotz aller Fortschritte der PDC immer noch ist.

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    :NED: Barney, van Gerwen, :BEL: Huybrechts, Van den Bergh, :ENG: Cross, Aspinall, Hogan, :ESP: Reyes, und natürlich alle :GER: und :AUT:

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