Training der Wurfmechanik

  • He, Du Weltmeister der Sprücheklopfer ... Du wirst nachlässig! Aber - nett wie ich nun mal bin - hab' ich's für Dich repariert (finger)

    Guten Tag,

    also ich habe ja schon viel "Zeugs" gelesen, aber das topt wohl alles. Ich glaube da machen sich auch nur Spieler drüber Gedanken, die in einem engen Spiel bei ähnlichen Leistungsniveau
    völlig versagen. Also für mich steht fest : Darts ist überwiegend Talent und kann in Nuancen verbessert werden. Ein Adrian Lewis könnte zwei Jahre nicht spielen und würde
    am ersten Tag danach ohne Ende hohe Scores werfen können
    Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich Achtzehnhundertschießmichtot im Laufe der Schwanzwedel-Open den guten Bobby in den Semis zu Boden gerungen habe. Und ich möchte betonen ... ich rang nur mit Talent!

    Danke

    Travis ( die Birne )

    Einmal editiert, zuletzt von DerDartagone (24. Januar 2015 um 09:24)

  • Mensch, was haben Spieler wie z.B. Taylor oder King ihre Zeit am Practiceboard verschwendet. Hätten sie nur Travis gekannt...

    Einmal editiert, zuletzt von Pelayo (25. Januar 2015 um 01:19)

  • @ Fastdrin

    Kannst du noch etwas über die Bedeutung der Fußstellung und den Zusammenhang zwischen Fußstellung und Wurfbewegung schreiben? Du hast außerdem in einem anderen Thread angedeutet, dass eine falsche Haltung des Darts das Risiko, an Dartitis zu erkranken, erhöht. Kannst du das bitte auch näher erklären?

    Außerdem -- ich weiß nicht, ob du dir darüber schon Gedanken gemacht hast -- wüßte ich gerne, ob Aufwärmübungen vor dem Darten es einem erleichtern können, seinen Wurfstil wiederzufinden. Ich taste da nämlich oft erst mal lange herum. Zum Teil scheint das daran zu liegen, dass die Muskulatur nicht ausreichend durchwärmt ist bzw. die Gelenke noch nicht geschmiert sind, also quasi über Nacht etwas eingerostet. Spontan fällt mir als Aufwärmübung Seilchen-Springen ein. Aber das treibt den Kreislauf eigentlich zu schnell nach oben, finde ich. Und ist außerdem nicht wirklich geeignet, sich vorzubereiten, wenn man in einem Wettkampf steht. Einfach, weil man damit Aufmerksamkeit erregen würde, denke ich. Irgend welche Ideen dazu?

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (24. Februar 2015 um 13:35)

  • Zum letzten Punkt: eingerostet Muskeln

    Ich Kreise die Schultern, die Handgelenke und bewege die arme vor dem spielen wenn ich das Gefühl habe, dass ich etwas eingerostet bin...egal ob vom arbeiten oder vom Nixtun. Hauptsächlich damit die Muskeln sich lockern und warm werden.

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • @DOS

    uiuiui, das sind ja gleich 3 schwierige Fragen auf einmal, ich versuchs trotzdem mal:

    Aufwärmen

    Zu meiner Schande muß ich gestehen dass ich mir über sinnvolle Aufwärmübungen bisher noch keine Gedanken gemacht habe, abgesehen davon dass ich am Anfang versuche so locker wie möglich zu werfen. Die Idee finde ich aber super, da werde ich mir mal ein paar Gedanken machen und etwas rumexperimentieren. Wie Du schon schreibst glaube ich auch dass kreislaufintensive Übungen wie z.B. Seilspringen kontraproduktiv sind, schließlich ist Darts ja kein Biathlon :) . Wenn ich was Brauchbares gefunden und getestet haben sollte, lass ich es Euch wissen ...


    Fußstellung

    Was meine Gedaken zur Fußstellung angeht: Der Stand sollte ja möglichst stabil und gleichzeitig entspannt sein, deswegen versuche ich überflüssige Verdrehungen im Becken und Wirbelsäulenbereich zu vermeiden. Im Ergebnis definiert dann meine Schulterachse wie ich die Füße auf den Boden stelle. Auf meinen Wurf bezogen: Meine Schulterachse ist annähernd in Wurfrichtung ausgerichtet mit ca. 5-10 Grad Abweichung. Mein vorderer Fuß steht in 90 Grad zur Schulterachse, d.h. nicht ganz parallel zum Oche sondern mit eben 10 Grad Abweichung. Der hintere Fuß steht so, dass ich einen entspannten Stand finde wenn ca. 70% bis 80% des Gewichtes auf dem vorderen Bein sind. Gleichzeitg drehe ich den hinteren Fuß um ca. 20 Grad gegen die Uhrzeigerrichtung (ausgehend vom vorderen Fuß), dadurch wird ein wenig Spannung erzeugt die den Stand stabiler gegen unbeabsichtigtes Verdrehen macht.


    Griff

    Das Thema Griff / Release ist wahrscheinlich das komplizierteste Thema im gesamten Bereich weil die entscheidende "Aktion" im Hochgeschwindikeitsbereich außerhalb jeglicher Kontrolle stattfindet: Das Handgelenk federt nach vorne und die Hand öffnet sich und entlässt den Dart (hoffentlich) in Richtung Ziel. Der Griff hat genau die Aufgabe das Handgelenk vorab in die richtige Stellung zu bringen damit dieser Automatismus greift.
    Je mehr Finger ich hier einsetze und je "komplizierter" ich meinen Ausgangriff konstruiere, desto größer ist die Gefahr, dass sich beim Öffnen der Hand irgendein Finger destruktiv in diesen Automatismus eingreift und den Dart dadurch völlig verreißt. Die Dartritis steht mit Sicherheit vor der Haustür wenn man dann versucht hier einzugreifen und das Release bewußt kontrollieren zu wollen.
    Außerdem führt ein komplizierter Griff zu mehr Verspannungen in der Hand die grundsätzlich die Lockerheit des Handgelenks beeinträchtigen. Leider gibt es - anders als z.B. beim Golf - keinen Schulbuchgriff, weil die Hände zu unterschiedlich sind. Bei eigentlich allen mir bekannten Griffen wird die eigentliche Beschleunigung durch Daumen und Zeigefinger erzeugt, damit wäre theoretisch ein 2-finger Griff die Ideallösung. Leider fühlt sich das recht komisch an und hat beim Greifen zu wenig Kontrolle, deswegen komme ich auch nicht ohne einen 3. Finger aus.

  • Zu dem Thema Aufwärmen:

    Früher habe ich mich 1,5 bis 2 Stunden eingeworfen um mein Wurfgefühl zu finden. Das das nicht optimal ist, habe ich damals schon gewußt, war aber die einzige Möglichkeit mich auf Wettkämpfe vorzubreiten.

    Heute, z.B. vor Turnieren mache ich Übungen die meinen Kreislauf in Gang bringen und die Gelenke auf die Arbeit vorbereiten.
    Aufgrund der Möglichkeiten (Hotelzimmer zu klein usw.) benutze ich selten mei Springseil, sondern aktiviere die Venenpumpe indem ich mich auf die Fußballen strecke und runter und hoch und .....
    Das macht nach eingen Minuten genau das was ich brauche. Dann noch lockere Hüpfer wie beim Seilspringen und das einleitende Aufwärmen ist beendet.

    Dann kommen allgemeine Übuingen um die Gelenke frei zu bekommen gepaart mit LEICHTEM Schattenboxen. So geht es dann zum Turnierort oder ich kann mit dem Training beginnen.
    Der Erfolg sieht so aus, dass ich zum Einwerfen nur 15-20 Minuten bracuhe um mein perfektes Wurfgefühl zu haben.

    Da ich diese Routine auch oft im Training anwende, ist das ein Ritual was mir zudem Sicherheit verleiht.

    Zu dem Thema "Kreislauf nicht zu sehr belasten" kann ich folgendes sagen: Der Vorteil bei einer körperlich ansrengenden Erwärmung liegt in dem Anstieg von Noradrenalin, das normalerweise kaum durch das Darten aktiviert wird. Da Noradrenalin eher durch körperliche Aktivität ausgeschüttet wird und Adrenalin durch mentale, wird hier im Vorfeld ein gutes Verhältnis hergestellt.

    Die Wettkampfspannung fühlt sich für mich dann positiv und Leistungsfördernd an, im Gegensatz zu der Spannung ohne Aufwärmen. Zu dem Thema Noradrenalin und Adrenalin gibt es sehr interessante Untersuchungen die zeigen, dass ein Missverhältnis zu Problemen und gar Wettkampfangst kommen kann. (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13524238.html)

    und hier kann man unter "Choking under Pressure" einiges finden und bekomt einen Einblick warum Aufwärmroutinen gut sind. (http://www.medicalsportsnetwork.de/archive/535450…r-pressure.html)

  • Wie Du schon schreibst glaube ich auch dass kreislaufintensive Übungen wie z.B. Seilspringen kontraproduktiv sind, schließlich ist Darts ja kein Biathlon

    Ich habe das vor ein paar Tagen nochmal ausprobiert. Mal davon abgesehen, dass der Boden gewackelt hat (Altbau) und ich das meinen Nachbarn nicht zumuten wollte, habe ich gemerkt, dass ich nicht mehr fit bin. Vor zwei Jahren war das kein Problem. Da muss ich dringend was tun. Wieder mehr Sport machen.

    Wenn ich was Brauchbares gefunden und getestet haben sollte, lass ich es Euch wissen ...

    Walken vielleicht. Gibt mir immer ein ganz gutes Gefühl in den Armen. Aber man muss extra dafür nach draußen. Nichts dagegen, raus zu gehen, aber die Aufwärmübungen sollten sich drinnen absolvieren lassen können.

    Im Ergebnis definiert dann meine Schulterachse wie ich die Füße auf den Boden stelle.

    Ja, so mache ich das auch.

    Mein vorderer Fuß steht in 90 Grad zur Schulterachse, d.h. nicht ganz parallel zum Oche sondern mit eben 10 Grad Abweichung.

    Da verrenke ich mir leider den Hals bei. Ich stehe sehr weit links. Rechter Fuß etwa im 45°-Winkel. Linker Fuß parallel zur Oche und recht weit seitlich verschoben.

    Die Dartritis steht mit Sicherheit vor der Haustür wenn man dann versucht hier einzugreifen und das Release bewußt kontrollieren zu wollen.
    Außerdem führt ein komplizierter Griff zu mehr Verspannungen in der Hand die grundsätzlich die Lockerheit des Handgelenks beeinträchtigen.

    Ja. Kann ich insofern bestöätigen, als dass ich bei einem falschen Griff verkrampfe und den Dart dann nicht mehr zum optimalen Zeitpunkt loslassen kann. Und tatsächlich ist das auch (nicht nur!) abhängig vom Dart.

    sondern aktiviere die Venenpumpe indem ich mich auf die Fußballen strecke und runter und hoch und .....
    Das macht nach eingen Minuten genau das was ich brauche. Dann noch lockere Hüpfer wie beim Seilspringen und das einleitende Aufwärmen ist beendet.

    Das mit dem Wippen habe ich ausprobiert. Hatte keinen großen Effekt. Habe dann Dehnübungen gemacht. Die haben aber zu Zittern geführt. Ich glaube, Physiotherapeuten unterscheiden zwischen Vor- und Nachbereitung beim Sport. Die Dehnübungen scheinen bei der Vorbereitung nicht unbedingt sinnvoll zu sein. War jedenfalls mein Eindruck. Weil sie mich in einen Entspannungsmodus versetzt haben. Ich habe da aber noch so ein Buch, das ich mal gekauft, aber nie gelsen habe: "Besser trainieren" von Dr. Müller-Wohlfahrt und Oliver Schmidtlein. Ich werde mal schauen, ob ich darin geeignete Aufwärmübungen finde.

    Dann kommen allgemeine Übuingen um die Gelenke frei zu bekommen gepaart mit LEICHTEM Schattenboxen.

    Leichtes Schattenboxen ist ganz gut. Habe ich auch gestern ausprobiert. Wobei ich mich dann sehr schnell nach einem Sandsack sehne. Der wäre aber kontraproduktiv fürs Darten, schätze ich.

    (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13524238.html)

    und hier kann man unter "Choking under Pressure" einiges finden und bekomt einen Einblick warum Aufwärmroutinen gut sind. (http://www.medicalsportsnetwork.de/archi…r-pressure.html)

    Muss ich mir beides noch durchlesen.

    Edit: Den Spiegel-Artikel habe ich mir durchgelesen. Ist aber schon recht theoretisch für mich. So ernsthaft widme ich mich dem Dart nicht. Es ist doch eher Spiel als Sport für mich. Ich suche eher nach einer gewissen Konstanz auf mittlerem Niveau. Untere Mitte.

    6 Mal editiert, zuletzt von D-O-S (6. März 2015 um 09:35)

  • Der Spiegel-Artikel ist schon interessant, allerdings bezieht sich die Untersuchung ja auf sehr kraft- und ausdauerintensive Sportarten. Das Ganze 1:1 auf Darten zu übertragen wäre mir noch etwas zu spekulativ.

    Mal eine bekloppte Idee zum Thema Aufwärmen: Ich könnte mir vorstellen dass ein paar Minuten Jo-Jo spielen was bringt, vielleicht hat ja jemand noch so ein Ding rumliegen und will das mal ausprbieren?

  • Mal eine bekloppte Idee zum Thema Aufwärmen: Ich könnte mir vorstellen dass ein paar Minuten Jo-Jo spielen

    Ist nicht so bekloppt. Habe leider nur ein Diabolo da. Und das ist in der Wohnung zu gefährlich. Außerdem ist die Decke zu niedrig, um es hochwerfen zu können. Macht auch schnell Flecken an den Wänden, wenn es einem bei einem Trick wegfliegt.

    Ein Jojo hätte ich aber gerne mal wieder.

  • stimmt das Ding gibts ja auch noch... hatte das vor dem Umzug auf dem Schreibtisch liegen und habs hin und wieder genutzt - eigentlich zur Stärkung der Handmuskulatur (Klettern)... könnte aber zum reinen Aufwärmen fürs Darten dann interessant sein, wenn man das Ding in verschiedenen Positionen bewegt, so dass die Schulter auch was zu tun hat.

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Ich werde mir so einen Powerball morgen bestellen. Amazon hatte mir vor ein paar Tagen einen 10-Euro-Gutschein per Mail geschickt. Jetzt brauche ich nur noch irgend etwas, um auf einen Warenwert von 50 Euro zu kommen. Erst dann lässt sich der Gutschein einlösen. Vielleicht noch die Tasche für den Powerball und ein Jojo. Dann müsste ich bei 50 Euro sein.

  • Das kann ich wenigstens...

    Jonglieren ist schwer zu erlernen, finde ich. Schwerer als z. B. ein Diabolo anzutreiben, es hochzuwerfen und wieder zu fangen, es über den Fuß springen zu lassen u. s. w., die einfachen Tricks halt.

    Hier gab es aber in Bezug auf den Powerball einen Einwand wegen des Geräuschs. Der ist sicherlich berechtigt. Könnte andere stören. Optimal wären Übungen, die man im Stehen, in geschlossenen Wohnräumen und ohne großes Equipment durchführen kann. Und nichts, mit dem man die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Für die Übungen aus dem Buch, das ich erwähnt habe, braucht man eine Gymnastikmatte. Sie werden eher im Liegen durchgeführt. Scheiden auf einem Turnier also aus. Es sei denn, die Ansicht, dass Dart wirklich ein Sport ist, setzt sich durch. Aber Kneipe und Gymnnastikmatte passt nicht so wirklich zusammen.

    Ich merke übrigens, dass ich auch deutlich schlechter darte, wenn ich hungrig oder übersättigt bin. So ein heißes Süppchen zu dieser Jahreszeit wirkt Wunder. Habe mir eben eine Kürbiscremesuppe mit Ingwer gemacht. Das wärmt auch richtig auf.

    Einmal editiert, zuletzt von D-O-S (6. März 2015 um 22:15)

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