Wie den Arm/Hand am besten halten, um einen ganz ausgeführten Wurf hinzubekommen?

  • Um es kurz zu fassen.
    Der Wurf besteht aus einer Hauptphase, das ist die Bewegung nach vorne und bis zum loslassen des Darts.
    Hier sollte der Oberarm bis zum Release in einer festen Position verbleiben und nach dem Release etwas nach oben gehen, da du dadurch den Follow Through sauber dem Wurfweg des Darts folgen kannst.

    Ob du dabei das Handgelenk und/oder Finger stark einsetzt, wird eine Sache sein, die nur du entscheiden kannst. Ob du eine ausgeprägte Ausholbewegung machst oder nicht, ist auch eine Geschmackssache. Da wäre dann eine Vorbereitungsphase und spielt eher eine Untergeordnete Rolle, kann aber auch Probleme mit sich führen.

    In meinem Wurf habe ich früher sehr schnell zurück gezogen und dabei sehr viel Spiel in meine Oberarmbewegung bekommen, das macht den Wurf leider sehr fehleranfällig.

    Und die Endpahse, der Follow Through ist meines erachtens eine sehr große Fehlerquelle, da er oft unsauber ausgeführt wird. Da wird der Arm kurz nach dem Wurf schon zur Seite gezogen um den nächsten Dart aufzunehmen. Diese Tendenz führt dann auch oft zu den linksseitigen Abweichungen, wenn man Rechtshänder ist. Also darauf achten das die Hand deiner Wurflinie folgt.


    Ansonsten sauber trainieren, mehr auf die Bewegung als auf das zielen achten, dann sauber einschleifen und es zum Stil ausarbeiten.
    Ich hatte auf meinem Kanal mal ein Video dazu, wenn ich es finde stelle ich es wieder ein

    Alles rund um "Darts -Training" findet ihr auf ► Dartblog.de oder Youtube ► Dartblog

    Einmal editiert, zuletzt von dartblog (16. Oktober 2018 um 17:31)

  • Ergänzende Erklärung zu dartblogs tolle Antwort:

    Sportarten, in denen eine Bewegung präzise ausgeführt werden muss, haben fast immer eine Aushol-, eine Treffer-/Release- und eine Ausschwungphase. Ich bin ausgebildeter Tischtennistrainer und kann es dir da zumindest bestätigen. Ich schätze, beim Billard, beim Bowlen etc. ist es überall das gleiche.

    Physikalisch wirken wir auf das Sportgerät nur in der Trefferphase (Tischtennis), bzw Releasephase (Darts, Bowling) ein. Beim Darts ist vielleicht noch die Besonderheit, dass der Schwung vor dem Loslassen sich auch auf die Flugbahn auswirkt. Aber rein theoretisch (!) könntest du vorher mit deinem Arm wilde Achterbahnen fahren. Wenn du ihn nur im richtigen Moment loslässt, fliegt er wunderbar gerade aus, denn erst im Moment des Loslassens, kann er die Flugbahn vollführen, die man ihm mitgibt.

    Dieses Phänomen machen sich in anderen Sportarten Leute zu Nutzen, die unter Zeitdruck stehen. Im Tischtennis macht man das Anfängertraining so, dass es eine übertrieben lange Aushol- und eine saubere Ausschwungphase geben muss. Die Profis verzichten dann aber immer mehr daraus und konzentrieren sich auf die Trefferphase, weil das natürlich einen Zeitvorteil verschafft.

    Beim Darts haben wir keinen Zeitdruck und können so werfen, wie wir das möchten. Mit viel Ausholbewegung (z.B. Wade, Smith) oder wenig (z.B. Anderson, Gurney). Trotzdem ist es so, dass eine Bewegung "sauberer" wird, wenn sie gut vor- und nachbereitet wird.

    Ich hab dir das mal als Bild angehängt. Der grüne Pfeil in der Mitte ist der "ideale" Wurf. Beim Ausholen (unten) und beim Ausschwingen (oben) haben wir jeweils eine gewisse Toleranz, aber der Zeitpunkt des Abwurfs muss jeweils identisch sein. Eine Abweichung bei einer längeren Ausholbewegung (orange) resultiert in einer geringeren Streuung am Ende, als wenn die gleiche Abweichung bei einer kürzeren Ausholbewegung passiert (rot). Vorraussetzung ist natürlich, dass man den Wurf nicht in der Mitte korrigiert, was aber extrem schwer ist. Normal nimmt man beim Schwung eine geradlinige Bewegung auf und zieht sie bis zum Ende durch.

    Der Vorteil einer langen und sauberen Aushol- und Ausschwung-Bewegung ist also, dass Abweichungen weniger stark ins Gewicht fallen, als bei kürzeren Bewegungen. Dafür, denke ich, ist das Risiko größer, dass der Wurf nicht geradlinig bleibt. Trotzdem würde ich sagen: erst sauber ausholen und ausschwingen und später mal (wenn du gut bis sehr gut spielst), kannst du die Bewegungen verkürzen, wenn dir das mehr Sicherheit gibt.

  • In dem Video sieht man aber den Stand nicht wirklich. Ich könnte z.B. nie so stehen das mein Fuß im 90° Winkel zum Oche steht, da schmerzt alles. Ich stehe fast gerade davor eher wie Gary Anderson. Ich glaub auch das es der richtige Weg ist, sich so hinzustellen das man bequem steht. Wenn man den Schmerz auch noch unterdrücken mu0 hat man auch eine weitere Fehlerquelle

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!