Doppel gezielt trainieren?

  • Ahoi :D

    Jeder kennt es "Das Doppel kann ich das aber eher nicht ..."

    Denke der Satz reicht bei manchen aus worauf sich meine Frage bezieht :D

    Ich trainiere seit einiger Zeit die "Standard" Doppel ala 20;10;5 , 12;6;3, 16,8,4,2,1 ..

    Nun habe ich ich bemerkt das ich natürlich auf dem ein oder anderen stärker bin ..
    Da stellt sich mir aber die Frage: Gibt es Wege ein bestimmtes Doppel zu trainieren ohne stupide ohne Anreiz auf das Doppel zu werfen?

    Ist bei mir einfach das Problem das ich, wenn ich auf Doppel gehe, alle Zahlen im Vergleich zur 3-9 (im Uhrzeigersinn :D ) relativ gut treffe nur bei diesen Zahlen hapert es, zwischendurch sogar gewaltig sprich Surround ..

    Sei allerdings dazu gesagt das ich allgemein einen Linksdrall habe, egal wie ich mich stelle oder sonstiges.
    Verwunderbare ist dabei dann nur das ich diesen auf der rechten Seite sehr selten habe ..

  • Das Einfachste ist »Around the Clock« auf die Doppel. Entweder im Wortsinne tatsächlich wie bei der Uhr rundrum oder wahlweise auch dem Wert nach, also D1, D2, D3 usw. Das mach ich zwei Runden rum, immer als Aufwärmübung. Früher habe ich dann immer noch mitgeschrieben, wie viele Versuche ich auf welches Doppel brauchte. Dann wollte ich die mit den häufigsten Fehlwürfen extra trainieren, habe aber festgestellt, dass ich relativ gleichmäßig treffe bzw. mal für den und mal für den länger brauche, beim nächsten Mal aber gleich treffe und dafür woanders öfter daneben haue. Man kann auch Spielchen erfinden. Man wirft einen Dart wahllos auf die Scheibe und das Doppel des getroffenen Segments muß man dann treffen. Oder macht Finishtraining, also spielt von 170 runter. Dann kann man die Wege lernen und hat öfter Würfe auf die Doppel, als wenn man 501er Legs runterspielt. Ansonsten gibts ja viele Übungen, die natürlich nicht alle explizit auf die Doppel sind, aber im Grunde Zielübungen, weil man nach einem bestimmten Schema, bestimmte Felder treffen muß. Wunschziel sollte ja sein, jeden beliebigen anvisierten Punkt zu treffen. Dann hat man es.

  • Ich bin immer dafür, das Training etwas mit dem Spiel zu tun haben sollte.
    501 besteht aus 2 Phasen: 1 Scoring, so schnell wie möglich von 501 auf 170 oder weniger
    zu kommen um auszuchecken.
    2: Auschecken: Das Auschecken unterteilt ich sich wieder in 2 Phasen: 1 Stellen z.B. bei 57 Rest
    das Treffen der 17 um dann 2: D20 zu checken.
    Spiele wie Round the clock haben mit dem richtigen 501 nix zu tun. Niemand wirft in einem Spiel erst auf
    Doppel 1 und dann auf Doppel 2. Es hilft vielleicht ein Gefühl dafür zu bekommen, wo das einzelne Doppelfeld
    auf dem Board liegt, das war es aber dann.
    Sinnvoller sind Spiele wie 170 od. 61. Ich trainiere fast jeden Tag 61 und zwar bis ich mindestens 3x mal ausgecheckt habe
    und seitdem ich das mache, habe ich ein viel größeres Selbstverständnis für das auschecken entwickelt. D.h.
    Zahlen zwischen 50-100 checke ich relativ häufig und spiele auch mehr highfinishes, weil ich im Spiel gegen Computer
    oder Gegner weiß, dass ich z.B. 87 auschecken kann...

  • Ja DIE BESTE Übung gibt es natürlich nicht. Es ist schon eine Frage der Kombination mit dem eigentlichen Spiel, aber die einzelnen Trainingsspiele sind schon auch als Aufwärmspiele und Zielübungen geeignet oder einfach nur zur Analyse, wo noch Schwächen sind. Klar, wenn es bestimmte Übungen gibt, die einem persönlich absolut keinen Spaß machen, dann muß man sich damit nicht die Freude am eigentlichen Spiel verderben. Und wer macht zur spielerischen Lockerung nicht auch mal gerne eine Runde Cricket zwischendurch. Das hat von der Spielweise auch nichts mit 501 zu tun und bei Cricket kommt man dem »Nacheinander Abwerfen bestimmter Felder«, wie es bei Around the Clock ist, schon wieder sehr nahe. Man muß es einfach ausprobieren und dann für sich entscheiden, ob es einem als Methode gefällt. Ich mache zum Beispiel auch sehr viel Stures auf die T20 werfen, was ich keinem als Übung empfehlen würde, zumindest nicht in dem Ausmaß, wie ich es mache. Da würden viele die generelle Lust am Spiel verlieren, ich habe aber kein Problem damit, auf diese Weise technisch an meinem Wurf zu arbeiten.

  • Ich spiele seit Längerem im Training nun 301 double out. Beim Einzeltraining auch gegen virtuelle Gegner. 301 hat für mich die beste Kombi aus Scoring, Stellen und sinnvollem Doppeltraining.

    Einmal editiert, zuletzt von haxn79 (6. März 2019 um 09:25)

  • Doppel trainiere ich über Bobs 27. meistens ist bei der 16 oder 17 bei mir Feierabend. Gestern habe ich es erstmals bis zum Ende spielen können und hatte noch 50 auf der Uhr.

  • Natürlich ist das Training immer auch eine mentale Sache. Jeder bevorzugt andere Spiele und das
    ist auch gut so. Ob man das Doppel trifft, hängt ja auch mit dem Spiel zusammen, wenn es um nix
    geht, ist es sicher einfacher, als wenn man ein Turnier spielt oder Mannschaft.
    Dazu kommt auch, dass die Profis öfter mal doubletrouble haben und deutlich unter 20% DQ.
    Man muß sich mal vorstellen, das diese Spieler die besten der Welt sind und selbst die nicht immer
    konstant ihre Leistung abrufen.
    Und wer hat hier noch nicht bei den RLT gespielt und abgekotzt, weil man das Spiel nur wegen der

    Doppel verloren hat.
    In meiner Wohnung bin ich der beste Dartspieler ist ja auch schonmal was, ha...

  • Klar, wenn man wie du einen Linksdrall hat, dann ist da auch etwas im technischen Bereich zu arbeiten und da helfen Übungen oft als unterstützendes Glied in der Trainingskette.
    Aber nur durch Übungen wirst du den Linksdrall auch nicht wegbekommen.

    Im Grunde legt man ein Training aus: Technik (um die erforderliche Komponente, in deinem Fall linksdrallabschalten, zu erreichen) und dann der Übung, die das erlernte Festigen soll.
    Natürlich kann man auch mit Übungen/Spielen dieses Ziel irgendwann erreiche oder auch nicht.

    Und, ich spreche hier aus meiner Sicht, wenn ich gut die T20 massiere, die T19 treffe wie ich will, aber im Ligaspiel dann 4 Finger breit an der D16 vorbei werfe, dann ist das keine Sache der fehlenden Häufigkeit der Doppel im Training. Sondern ein Streich, den mir die Nerven gespielt haben.

    Mein Tip: Vielleicht nicht nur an Doppeltraining denken sondern Ursache und Wirkung überprüfen. Und das im technische und mentalen Bereich.

    Irgendwelche Tipps zu dem angesprochenen Linksdrall?

    Habe leider hin und wieder immer noch das Problem den Arm nicht ganz durchzuziehen sondern eine Art abgehackte Bewegung durchführe.
    Früher war das sehr schlimm bei mir, mittlerweile wie gesagt hin und wieder, nervt aber trotzdem wenn beide schon schön im T19 stecken und der dritte einfach in der 16 landet ..

    Durch eine Metallplatte in meinem Oberarm fällt es mir auch schwer meinen Arm im 90°Winkel durchgehend zu halten, erwische mich dann immer wieder dabei das dieser dann mehr zum Körper geht (hoffe man versteht was genau ich meine).

  • Unter der abgehackten Bewegung verstehe ich sowas wie den Wurfstil von Odeshkin und die Sache mit dem Winkel, dass von der Seite geguckt, beim Versuch den Oberarm rechtwinklig zum Körper zu halten, dieser zum Körper geht, bzw. verständlicher beschrieben, der Ellenbogen nach unten absackt.

  • Also ich bin kein Freund von den stupiden Doppelwürfen. Das macht mir nach kurzer Zeit meist keinen Spaß mehr :D. Ich versuche das immer in Kombitraining einzubinden. Dazu finde ich Trainingsspiele wie 61 Count Up, 61 Count Down oder 121 ganz gut. Hat die Kombination von Scoren, Stellen und Checken mit im Training. Ist somit auch immer näher am reelen Game dran.

    Liste mit Spielen findest du z.B. hier https://www.mein-darts.de/dart-training/trainingsspiele/

  • Ich mach jetzt keinen extra Thread auf, weil es thematisch ja hier rein passt. Also dass Around the Clock auf die Doppel eines meiner Lieblingsübungen ist, habe ich ja schon öfter geschrieben. Jetzt habe ich es nochmal verschärft und spiele es mit nur einem Dart. Also einen Dart werfen und dann gleich holen. Es muß also praktisch der Erste sitzen ohne die Möglichkeit sich ranzutasten. Mal gucken wie sich das auswirkt. Beine tun jetzt schonmal mehr weh als der Arm.


    Edit sagt: Puh, das geht noch besser.

  • Ich fand ja die Spielidee von Herrn Scorpion neulich in seinem Youtube Kanal ganz lustig: 101 Double In, Double Out.

    Prima zu zweit spielbar - dann sogar mit Drucksituation, denn das "Leg" ist mit wenigen Aufnahmen durch (meistens wohl 2 sofern man rein kommt) und man braucht immer ein Doppel.

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