Rauchverbot: nun ists also geschafft

  • Für mich hat das ganze ein ziemliches Geschmäckle und zwar von einem übergeordneten Betrachtungspunkt aus.
    Hier bricht sich m.E. ein Zwang zu tugendhaftem Verhalten Bahn, der den Gesundheitsaspekt als Totschlagargument verwendet. Ich halte es für urdemokratisch und zwingend erforderlich, eine Haltung einzunehmen, die beinhaltet "lieber Mitmensch, Dein Verhalten passt mir zwar (ideologisch) nicht, aber ertragen tue ich es trotzdem und das mit Stolz und Absicht".

    Es ist gerade das Kennzeichen von ideologischen Diktaturen, bestimmte Themen als "heilig" zu setzen und jeden Andersdenkenden und Andershandelnden unerbittlich zu verfolgen. Und genau dieses Verhalten zeichnet sich für mich hier am Horizont ab. Eine relativ kleine Minderheit (60% Pro Rauchverbot bei 30% Wahlbeteiligung sind grob 20% absolut) agiert als pressure Group und stülpt der schweigenden Mehrheit ( der das Thema nicht so wichtig ist) ihre reine Ideologie über. Und erzwingt so "tugendhaftes" Verhalten. Man fragt sich, was im Windschatten der Volksgesundheit als nächstes kommt, kein Branntwein mehr? Kein Schweinfleisch, am besten gar kein Fleisch mehr? Zwangsjoggen bei zu hohem BMI? Und das alles natürlich nur, weil es ja einer vernünftigen, gesunden Lebensführung dient.

    Nur mal so als Hinweis, während der französchischen Revolution gab es da einen "Tugendausschuss" als höchste ideologische Instanz. Dessen Vorsitzender, ein gewisser Maximilian de Robbespierre hat ca. 30.000 untungendhafte Menschen öffentlich Köpfen lassen. Öffentliches Köpfen ist - glücklicherweise - heutzutag in Westeuropa nicht mehr üblich, aber die heutigen Tugendwächter haben schon einen Hang zur "öffentlichen Verbrennung ihrer Gegner auf einem Medialen-Scheiterhaufen"!

    Es muss in einer offenen und freien gesellschaft möglich sein, sich untugendhaft zu verhalten, unvernünftig zu sein, Vorurteile haben zu dürfen, nicht jeden Mitmenschen automatisch akzeptieren zu müssen, politisch inkorrekt zu denken und auch zu handeln. Menschen sind keine Massen von homogenen Ameisen, die alle das gleiche Verhalten an den Tag legen. Eine solche Homogenisierung des menschlichen Verhaltens ist eines der deutlichsten Kennzeichen der Diktaturen im 20 Jahrhundert gewesen. Wir wollen uns doch nicht schleichend auf diese schiefe Bahn begeben?

    Gruß Kai
    (PS: ich rauche keine Zigaretten und öffentlich gleich 2x nicht)

  • Madhouse:

    Es geht in keinster Weise darum raucher auszugrenzen oder Ihnen das Rauchen an sich madig zu machen, wer sich umbringen will, soll das bitte tun!

    Deine Vergleiche hinken schwer, durch eigenen Schweinefleisch-Konsum oder Übergewicht schädigt mein Mitbürger meine Gesundheit in keinster Weise, durch Rauch schon.


    Man könnte tausende Sachen anführen die andere auch schädigen, ich weiß, aber es ist um Gottes Willen nicht zuviel verlangt wenn man zum Rauchen rausgeht oder eben bis nach dem Gaststättenbesuch wartet...

    Gruß

    Darts: Harrows Graflite 22g
    Board: Unicorn Eclipse Pro
    Highscore: 180 (6x)
    Checkout: 127 (S20, T19, Bulls Eye) | 119 (S19, T20, D20) | 116 (T20, S16, D20) | 106 (T20, S6, D20) | 98 (T20, D19)

  • Moin Kai

    Zitat

    Hier bricht sich m.E. ein Zwang zu tugendhaftem Verhalten Bahn, der den Gesundheitsaspekt als Totschlagargument verwendet.

    ...früher war man sich auch nicht wirklich den Folgen des Rauchens von industriell hergestellten, mit Giftstoffen und Suchtmachern versetzten Zigaretten bewusst...

    Zitat

    Eine relativ kleine Minderheit (60% Pro Rauchverbot bei 30% Wahlbeteiligung sind grob 20% absolut) agiert als pressure Group und stülpt der schweigenden Mehrheit ( der das Thema nicht so wichtig ist) ihre reine Ideologie über

    ...ein Argument das nicht zählt...die heutige BR wurde auch nicht von der Mehrheit gewählt, trotzdem bestimmt sie den Fahrplan...

    ...als Schweizer sind wir Volksabstimmungen gewöhnt...wir haben mehrere pro Jahr....wer seine Stimme nicht abgibt, braucht sich hinterher nicht zu beschweren...

    ...

  • Zitat

    aber warum machen so wenige nichtraucher so wenige nichtraucherkneipen auf???

    ...bei uns wurde eine Nichtraucherkneipe in der Altstadt eröffnet...läuft wie blöd...war neulich sogar ein Bericht in der Zeitung drüber...zwei junge Typen hatten das in Angriff genommen und ziemlich Bammel am Anfang gehabt...und jetzt ist es die Szenekneipe in der Stadt...

    ...


  • Meine <Güte ich dachte in unserem Land werden alle Menschen respektiert. Dem passivrauchen kann man wirklich aus dem Weg gehen, (nur wollen muss man und das ist das eig. Problem) wenn man anderen >Leuten auch ihre Freiheit lässt. Das ist eben zu schwierig für einige Leute.

    Sich übers passivrauchen aufregen aber in der Arbeit neben einem Laserdrucker sitzen. Darüber wird nicht nachgedacht.....Toner wat isn dat.......ja klar....da hat ja auch noch kein anderer was gesagt das daß auch schädlich sein kann. Mehr noch als passivrauchen. Nur wissen muss mans eben. Und es gibt noch viel mehr............

    Und dank der ganzen Herdentriebler darf jetzt nicht mehr geraucht werden.


    P.S.@Treffnix: wenn du mich schon zitierst, dann richtig und nicht zusammengeschnitten das die Beiträge keinen Sinn ergeben.


    .

    It´s a funny old Game :dart:

  • als wäre man sauber, nur wenn man nicht raucht.

    Fliegt man in den Urlaub, schädigt man die Ozonschicht. Unter dieser lebt man auch nicht alleine. Fährt man 123 KM um aus Spass Pfeile gegen ein Sisalboard zu werfen, schädige ich auch die Umwelt, verbrauche Ressourcen die jemand anders gerne hätte und mache Lärm. Gleiches gilt, bei den Produkten die ich einkaufe. Sind mir da soziale und ökologische Aspekte auch wichtig , oder ist es mir egal, dass die Leute unter wirklich gesundheitsschädigenden Bedingungen arbeiten und nicht älter als 40 Jahre werden ?

    Aus diesem Grund sind mir die Leute ziemlich suspekt, die ihr soziales und ökologisches Gewissen fast ausschließlich beim Thema Rauchen und beim Verhalten anderer Menschen entdecken. Den anderen gilt mein Respekt.

    Bei dieser gesamten Diskussion geht es m.E. darum, dass es eine Sache gibt, die mich persönlich stört und die ich nicht akzeptiere. Hinzu kommt, dass es immer wieder Menschen gibt, die andere gerne massregeln. Also soll es verboten werden. Und wenn das erreicht ist, wird es etwas anderes geben.

    Ich bin Nichtraucher.

  • Für mich hat das ganze ein ziemliches Geschmäckle und zwar von einem übergeordneten Betrachtungspunkt aus.
    Hier bricht sich m.E. ein Zwang zu tugendhaftem Verhalten Bahn, der den Gesundheitsaspekt als Totschlagargument verwendet. Ich halte es für urdemokratisch und zwingend erforderlich, eine Haltung einzunehmen, die beinhaltet "lieber Mitmensch, Dein Verhalten passt mir zwar (ideologisch) nicht, aber ertragen tue ich es trotzdem und das mit Stolz und Absicht".

    Es ist gerade das Kennzeichen von ideologischen Diktaturen, bestimmte Themen als "heilig" zu setzen und jeden Andersdenkenden und Andershandelnden unerbittlich zu verfolgen. Und genau dieses Verhalten zeichnet sich für mich hier am Horizont ab. Eine relativ kleine Minderheit (60% Pro Rauchverbot bei 30% Wahlbeteiligung sind grob 20% absolut) agiert als pressure Group und stülpt der schweigenden Mehrheit ( der das Thema nicht so wichtig ist) ihre reine Ideologie über. Und erzwingt so "tugendhaftes" Verhalten. Man fragt sich, was im Windschatten der Volksgesundheit als nächstes kommt, kein Branntwein mehr? Kein Schweinfleisch, am besten gar kein Fleisch mehr? Zwangsjoggen bei zu hohem BMI? Und das alles natürlich nur, weil es ja einer vernünftigen, gesunden Lebensführung dient.

    Nur mal so als Hinweis, während der französchischen Revolution gab es da einen "Tugendausschuss" als höchste ideologische Instanz. Dessen Vorsitzender, ein gewisser Maximilian de Robbespierre hat ca. 30.000 untungendhafte Menschen öffentlich Köpfen lassen. Öffentliches Köpfen ist - glücklicherweise - heutzutag in Westeuropa nicht mehr üblich, aber die heutigen Tugendwächter haben schon einen Hang zur "öffentlichen Verbrennung ihrer Gegner auf einem Medialen-Scheiterhaufen"!

    Es muss in einer offenen und freien gesellschaft möglich sein, sich untugendhaft zu verhalten, unvernünftig zu sein, Vorurteile haben zu dürfen, nicht jeden Mitmenschen automatisch akzeptieren zu müssen, politisch inkorrekt zu denken und auch zu handeln. Menschen sind keine Massen von homogenen Ameisen, die alle das gleiche Verhalten an den Tag legen. Eine solche Homogenisierung des menschlichen Verhaltens ist eines der deutlichsten Kennzeichen der Diktaturen im 20 Jahrhundert gewesen. Wir wollen uns doch nicht schleichend auf diese schiefe Bahn begeben?

    Gruß Kai
    (PS: ich rauche keine Zigaretten und öffentlich gleich 2x nicht)

    Lieber Kai, ich stimme zwar mit einigem politischen Überein, aber in letzter Konsequenz hieße das ja, das alles erlaubt sein müsste. Warum ist Marihuana verboten aber Tabak erlaubt? Wo werden Grenzen gezogen? Wer hat überhaupt das Recht diese zu ziehen? Dass Alkohol und Tabak legal sind ist doch nur aus der Tradition gewachsen und liegt letztlich daran, dass damit viel Geld verdient wird.
    Übrigens haben wir die Regulierung in der Wirtschaft schon lange wieder zurück. Die Geschichte hat gezeigt, dass zu starke Regulierung schief geht, aber zu wenig Regulierung genauso schädlich ist. Es muss also der gesunde Mittelweg gefunden werden. Wo dieser liegt ist sicher Ansichtssache. Ich persönlich empfinde dieses Gesetz als ein Sieg für die Freiheit. Ich habe dann wieder die Möglichkeit abends wegzugehen ohne Passiv Rauchen zu müssen.

  • Dem passivrauchen kann man wirklich aus dem Weg gehen, (nur wollen muss man und das ist das eig. Problem) wenn man anderen >Leuten auch ihre Freiheit lässt. Das ist eben zu schwierig für einige Leute.

    "Ach, Sie wollen während ich esse rauchen? Gar kein Problem, ich esse dann mein Steak draussen, gar kein Problem, ich würde äusserst ungern ihnen noch das Einzige nehmen, was Sie Freiheit nennen. Bin ich mal wieder untolerant, ich hätte doch ahnen müssen, dass ich Sie mit meinem Essen beim Rauchen störe, nächstes Mal bekoch' ich mich zuhause."

    Madhouse
    Du redest von pressure Group, nun, vielleicht hätten die Raucher in München von ihrem Wahlrecht mal Gebrauch machen sollen, aber wer das nicht tut, dem kann es dann nicht so wichtig sein. Wer Rauchen mit Freiheit gleichstellt, geht auch wählen. Dieses Problem wurde demokratisch gelöst, wenn die Leute zu faul sind um zur Wahlurne zu gehen, wozu dann noch grossartig sich drüber aufregen. In Diktaturen wird einem "nicht" die Möglichkeit gegeben, über so etwas zu entscheiden.
    Die Abschaffung von Rauchen als ideologisches Konzept? Her damit! Wie lange hat denn die Tabakindustrie mit ihren Werbungen erfolgreich versucht, den freiheitsliebenden Cowboy in den potenziellen Raucher zu erwecken?
    Wir haben mehr von unseren Mitmenschen, wenn sie gesund bleiben.

  • </uhr>

    Du bist ja lustig. Wenn überall geraucht werden darf kann man dem Passiv Rauchen ja toll aus dem Weg gehen.
    Wer auf der Arbeit neben nem Laserdrucker sitzt (dass ein Drucker schädlicher sein soll, als massives Kneipen Passiv Rauchen glaubst Du doch wohl selbst nicht) kann dies kaum verhindern. Zur Arbeit muss man nun mal gehen um Geld zu verdienen. Aber Passiv Rauchen ist mehr als unnötig. Nur weil ihr Raucher zu faul seid vor die Tür zu gehen sollen unschuldige geschädigt werden. Wie egoistisch kann man sein?

  • Ich kann lediglich die Genussraucher verstehen, die vielleicht einmal die Woche oder einmal im Monat oder was weiss ich rauchen. Für die bleibt es ein Genussmittel.

    Es gibt keine Genussraucher, die Leute die dies behaupten machen sich selber etwas vor. Das sind genauso süchtige, nur mit einem größerem Rhythmus.

    Die brauchen Ihr Fluppe abends zum Weizen...... tagsüber trinken sie kein Aklohol.

    Einmal editiert, zuletzt von 8-Darter (6. Juli 2010 um 11:56)

  • Hier bricht sich m.E. ein Zwang zu tugendhaftem Verhalten Bahn, der den Gesundheitsaspekt als Totschlagargument verwendet. Ich halte es für urdemokratisch und zwingend erforderlich, eine Haltung einzunehmen, die beinhaltet "lieber Mitmensch, Dein Verhalten passt mir zwar (ideologisch) nicht, aber ertragen tue ich es trotzdem und das mit Stolz und Absicht".


    Ich sehe es vor meinem inneren Auge wie der gemeine Nichtraucher stoisch und voller Stolz geschwellter Brust in Schwaden von Zigarettenqualm steht und verkündet: Auch wenn dies mein Leben um Jahre verkürzen wird, ich stinken werde wie ein alter Aschenbescher wenn ich nachause komme, so will ich dies erdulden um euretwillen..." *Hust*

    Es ist gerade das Kennzeichen von ideologischen Diktaturen, bestimmte Themen als "heilig" zu setzen und jeden Andersdenkenden und Andershandelnden unerbittlich zu verfolgen. Und genau dieses Verhalten zeichnet sich für mich hier am Horizont ab. Eine relativ kleine Minderheit (60% Pro Rauchverbot bei 30% Wahlbeteiligung sind grob 20% absolut) agiert als pressure Group und stülpt der schweigenden Mehrheit ( der das Thema nicht so wichtig ist) ihre reine Ideologie über. Und erzwingt so "tugendhaftes" Verhalten. Man fragt sich, was im Windschatten der Volksgesundheit als nächstes kommt, kein Branntwein mehr? Kein Schweinfleisch, am besten gar kein Fleisch mehr? Zwangsjoggen bei zu hohem BMI? Und das alles natürlich nur, weil es ja einer vernünftigen, gesunden Lebensführung dient.

    Nunja.. es war eine Volksabstimmung und kein Aufruf zum Dschihad. Jeder Wahlberechtigte in Bayern hatte die Chance seinen politischen Willen kund zu tun. Wenn 70% dieser Wähler die Entscheidung gleichgültig ist, darf man sich nicht wundern wenn man eine Entscheidung präsentiert bekommt die vielleicht nicht so gefällt. Wieviele von den "Contras" echauffieren sich denn nun über den Entscheid und sind tatsächlich wählen gegangen ? Es können ja nicht soviele gewesen sein, sonst hätte die Entscheidung vielleicht ganz anders ausgesehen. Oder war den meisten der Weg zum Wahlbüro zu beschwerlich, schliesslich will man ja nicht mal zum Rauchen vor die Tür, geschweige denn zur nächsten Wahlurne rennen.

    Es muss in einer offenen und freien gesellschaft möglich sein, sich untugendhaft zu verhalten, unvernünftig zu sein, Vorurteile haben zu dürfen, nicht jeden Mitmenschen automatisch akzeptieren zu müssen, politisch inkorrekt zu denken und auch zu handeln. Menschen sind keine Massen von homogenen Ameisen, die alle das gleiche Verhalten an den Tag legen. Eine solche Homogenisierung des menschlichen Verhaltens ist eines der deutlichsten Kennzeichen der Diktaturen im 20 Jahrhundert gewesen. Wir wollen uns doch nicht schleichend auf diese schiefe Bahn begeben?

    Den Bogen zu schlagen von einer Volksentscheidung, zu den finsteren Diktaturen des 20.Jahrhunderts halte ich allerdings für völlig unangemessene Polemik die der Sache nicht gerecht wird. Da fehlt nur noch der arme gequälte Nichtraucher der Buchenwald zum Vergleich heranzieht um sein Leiden zu verdeutlichen...


    Man sollte sich mal vor Augen führen das es beim Nichtraucherschutz TATSÄCHLICH um den Schutz der Nichtraucher geht und nicht darum Horden von Kettenrauchern in ihren Kneipen zu gängeln und Öffentlich der Lächerlichkeit preiszugeben. Mir sind Menschen, die klar sichtbar sterben werden ob ihrer Nikotinsucht und trotzdem nicht mit dem Rauchen aufhören ein Rätsel. Wieso schalten die Leute ihren Selbsterhaltungstrieb aus für so etwas Sinnloses wie Rauchen ? Ich kenne Leute die beide (Raucher-)Beine amputiert bekommen haben und als sie aufwachten schnellstmöglich in den Raucherraum rollten. Lungenkrebs und Krankheiten die sich auf Tabakkonsum zurückzuführen lassen gehörten zu den häufigsten Todesursachen im sozialen Umfeld meiner Grosseltern und Eltern. Jeder der nicht völlig blind durch das Leben läuft, sieht doch was passieren kann wenn man raucht. Jeder der mal selber geraucht hat weiss um die Schädlichkeit von Tabak, die die weiter Rauchen verdrängen den Aspekt natürlich völlig.
    Gibt es etwas blöderes als als über Jahrzehnte hinweg Zigaretten zu rauchen und damit den Gegenwert eines Mittelklassewagens durch die Lungen zu ziehen ? Eine massive Verschlechterung der Gesundheit in Kauf zu nehmen ? Man vergiftet sich langsam und schleichend selber und findet das auch noch richtig.... Sucht nach Gründen für das Rauchen, nennt es Genuss oder eine schlechte Angewohnheit. Es ist schlicht eine Sucht, aber eine die sich im Kopf abspielt und die man mit einigem Willen auch wieder gut los wird.
    Wegen mir können die Leute sich ja die Birne zuqualmen bis sie abfällt, aber warum muss das an Orten geschehen an denen auch noch andere Aktivitäten stattfinden ? Muss ich als Nichtraucher in Schwaden von Qualm stehen und mit tränenden Augen aufs Tripple zielen. Warum soll ich das hinnehmen das ich nach Qualm stinke wenn ich nachhause komme, tagelang die Atemweg angeschwollen sind, nur weil ich an Orten Dart spiele wo geraucht wird und ich keine Möglichkeit habe dem zu entgehen, ausser ich nehme am Spiel nicht teil ? Alle reden vom Selbstbestimmungsrecht der Raucher, aber was ist mit dem Recht derer die nicht Rauchen und den Wert ihrer Gesundheit anders bewerten ?
    Es geht bei der Diskussion Raucher vs. Nichtraucher nicht um Ideologien und alberne Rechthaberei, sondern schlicht um Menschen und ihr Gesundheitsempfinden und das in einer Gesellschaft die die eigene Gesundheit kritischer bewertet als dies zur Zeit unserer Eltern der Fall war.


    Gruss
    Rotznase

    :blink:

  • Mir sind Menschen, die klar sichtbar sterben werden ob ihrer Nikotinsucht und trotzdem nicht mit dem Rauchen aufhören ein Rätsel. Wieso schalten die Leute ihren Selbsterhaltungstrieb aus für so etwas Sinnloses wie Rauchen ? Ich kenne Leute die beide (Raucher-)Beine amputiert bekommen haben und als sie aufwachten schnellstmöglich in den Raucherraum rollten. Lungenkrebs und Krankheiten die sich auf Tabakkonsum zurückzuführen lassen gehörten zu den häufigsten Todesursachen im sozialen Umfeld meiner Grosseltern und Eltern. Jeder der nicht völlig blind durch das Leben läuft, sieht doch was passieren kann wenn man raucht. Jeder der mal selber geraucht hat weiss um die Schädlichkeit von Tabak, die die weiter Rauchen verdrängen den Aspekt natürlich völlig.
    Gibt es etwas blöderes als als über Jahrzehnte hinweg Zigaretten zu rauchen und damit den Gegenwert eines Mittelklassewagens durch die Lungen zu ziehen ? Eine massive Verschlechterung der Gesundheit in Kauf zu nehmen ? Man vergiftet sich langsam und schleichend selber und findet das auch noch richtig.... Sucht nach Gründen für das Rauchen, nennt es Genuss oder eine schlechte Angewohnheit. Es ist schlicht eine Sucht, aber eine die sich im Kopf abspielt und die man mit einigem Willen auch wieder gut los wird.

    Du verkennst in meinen Augen völlig, dass Rauchen eine Sucht ist. Du weißt zwar als Raucher, dass Rauchen "Deine Gesundheit gefährdet und zum Tod führen kann", aber durch die Sucht verdrängst Du das einfach. Zusätzlich ist das Rauchen aber leider nicht nur ein mentales Problem. Rauchen ist eine KÖRPERLICHE Sucht. Mit allen Erscheinungen des Entzuges, die man allgemein nur von Heroinsüchtigen usw. kennt.

    Woher ich das weiß?

    Aus eigener Erfahrung. Angefangen mit dem Rauchen habe ich im zarten Alter von 12 Jahren. Im Alter von 39 Jahren hatte ich einen Konsum von 50 bis 60 Zigaretten am Tag. Die Quittung kam natürlich: Herzinfarkt.
    Glücklicherweise alles noch glimpflich verlaufen. Aber man hat Zeit zum Nachdenken. Die Entzugserscheinungen hatte ich im Krankenbett. Konnte nicht aufstehen (um Rauchen zu gehen).

    Seitdem habe ich keine Zigarette mehr angefaßt (mittlerweile seit über 10 Jahren). Und erstaunlicherweise auch kein Bedürfnis mehr danach. Dank des Entzuges.

    Ich bin nicht zum militanten Nichtraucher geworden. Ich weiß, was in den Rauchern vorgeht. Trotzdem finde ich das Rauchverbot in Gaststätten und allen öffentlichen Gebäuden in Ordnung. Allerdings glaube ich nicht, das dies Bestand hat. Denn unser Land ist leider in der Hand der Lobbyisten, und die werden sich diese Einnahmequelle nicht wegnehmen lassen.

    „Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein!“

  • als wäre man sauber, nur wenn man nicht raucht.

    Fliegt man in den Urlaub, schädigt man die Ozonschicht. Unter dieser lebt man auch nicht alleine. Fährt man 123 KM um aus Spass Pfeile gegen ein Sisalboard zu werfen, schädige ich auch die Umwelt, verbrauche Ressourcen die jemand anders gerne hätte und mache Lärm. Gleiches gilt, bei den Produkten die ich einkaufe. Sind mir da soziale und ökologische Aspekte auch wichtig , oder ist es mir egal, dass die Leute unter wirklich gesundheitsschädigenden Bedingungen arbeiten und nicht älter als 40 Jahre werden ?

    Aus diesem Grund sind mir die Leute ziemlich suspekt, die ihr soziales und ökologisches Gewissen fast ausschließlich beim Thema Rauchen und beim Verhalten anderer Menschen entdecken. Den anderen gilt mein Respekt.

    Bei dieser gesamten Diskussion geht es m.E. darum, dass es eine Sache gibt, die mich persönlich stört und die ich nicht akzeptiere. Hinzu kommt, dass es immer wieder Menschen gibt, die andere gerne massregeln. Also soll es verboten werden. Und wenn das erreicht ist, wird es etwas anderes geben.

    Ich bin Nichtraucher.

    Weltklasse :danke:

    Nach so einem Posting könnte man den Thread eigentlich schliessen. Das ist ein Klasse Schlusswort das ich so unterschreiben würde wie es da steht.

    The Force: Also wenn ich deine Beiträge so lese... du gehörst genau zu diesen "dass es eine Sache gibt, die mich persönlich stört und die ich nicht akzeptiere" Leuten. Dir ist es doch vollkommen freigestellt ob du passiv rauchen willst oder nicht. Wenn du nicht passiv mit rauchen willst dann geh in ein Nichtraucherlokal. Wenn du sagts "nur weil ihr Raucher zu faul seid um vor die Tür zu gehen" kann der Raucher genaus so sagen "wie dämlich muss man sein wenn man in ein Raucherlokal rennt obwohl mich das passiv rauchen umbringt"

  • wenn dies auch bei uns kommen sollte(wovon ich ausgehe),werde ich halt nirgendwo mehr hingehen,so einfach ist das.ich habe mein darten schon sehr eingeschränkt seit auf tuniere nicht mehr geraucht werden darf.andere brauchen ihr bierchen beim darten,ich halt ne kippe.mag ja sein das ein nichtraucher meine kippe stört,mich störts aber genauso wenn meine gegner besoffen ist,der stinkt sogar schlimmer als ein raucher.der stinkt aus´m mund,der schwitzt das aus,und das bier,im gegensatz zur kippe,doof im kopp macht ist auch ein fakt.


    zum thema gesundheit,das ist doch wohl das heuchlerischste was ích je gelesen hab,kippe macht krank?ok,das ist fakt,kenne zwar keinen persönlich,der lungenkrebs hat,ob als raucher oder passivraucher.aber alkohol ist gesund???looooooooooool,kenne leute(unter anderem mein vater)der durch den scheiß alk gestorben ist.im warsten sinne des wortes,der hat sich totgesoffen.ich kenne auch leute,die besoffen vor nem zug gelaufen sind,oder leute die von besoffenen totgefahren worden sind.das alk nicht schädigend ist für andere halte ich für ein gerücht.


    industrierauch und autos sind ja auch sehr gut für die gesundheit,wäre auch vermeidbar,ging vor 100 jahren ja auch ohne,aber heute?


    ob jetzt ne kneipe pleite geht oder nicht,das ist mir relativ latte.ich kann es ja eh nicht ändern.fakt ist,es werden viele millarden euro steuergelder fehlen,da der staat eh nix mehr hat,und das irgendwie ausgleichen muß,wird halt der sprit wieder teurer,das brot,alles wird teurer,der steuersatz auf 22 prozent ist doch damit beschlossene sache und das freut mich,der nichtraucher hat das so gewollt und wird jetzt auch zur kasse gebeten.


    fazit:kommt es zu uns werden ich und meine mannschaften wahrscheinlich aufhören,in gaststätten zu spielen.dann treffen wir uns halt in einer gartenlaube und zocken und rauchen da.


    mfg mike

  • Es muss in einer offenen und freien gesellschaft möglich sein, sich untugendhaft zu verhalten...

    ...und die Mitmenschen nach belieben einzunebeln sowie ihre Chance an Krebs zu erkranken drastisch zu erhöhen. :s?:

    Komm mal wieder runter.
    Es geht nicht um Tugend und Freiheit*...sondern um mehr Gesundheit und weniger Gestank.

    Aber Gesundheit scheint etwas sehr, sehr schlechtes zu sein...wenn man hier so einige Beiträge liest.

    So gut die Sache auch ist, die da in Bayern entschieden wurde...sie geht eigentlich nicht weit genug.
    Konsequent wäre es, die Herstellung von Tabakwaren (wie sie derzeit unters Volk gebracht werden) zu verbieten,
    zumindest aber die Beimischung süchtig machender Stoffe.

    Der blaue Dunst

    * Es sei denn, gemeint wäre die Freiheit anderen Schaden zuzufügen.

  • Dir ist es doch vollkommen freigestellt ob du passiv rauchen willst oder nicht. Wenn du nicht passiv mit rauchen willst dann geh in ein Nichtraucherlokal.

    Nein, beim Darten z.B. nicht, da werden Nicht- und Wenigraucher und Schwangere dazu "gezwungen" sich dem Qualm auszusetzen. Das ist das Problem

  • Zitat

    Nach so einem Posting könnte man den Thread eigentlich schliessen

    :popohaue: ...nur gut dass dies die moderatoren entscheiden....


    ...bis jetzt finde ich die Diskussion hier sehr entspannt und friedlich,also bitte liebe Raucher, auch wenn euch die Argumente ausgehen, lasst diese Diskussion friedlich bleiben...

    ...

  • Dieses Problem wurde demokratisch gelöst, wenn die Leute zu faul sind um zur Wahlurne zu gehen, wozu dann noch grossartig sich drüber aufregen.

    Wieviele von den "Contras" echauffieren sich denn nun über den Entscheid und sind tatsächlich wählen gegangen ? Es können ja nicht soviele gewesen sein, sonst hätte die Entscheidung vielleicht ganz anders ausgesehen.


    Die prozentuale Verteilung der Raucher zu Nichtraucher ist ca. 73 % zu 27 % der gesamten Bevölkerung. Zahlen für Wahlberechtigte liegen natürlich nicht vor, da der Raucheranteil aber mit zunehmenden Alter abnimmt, ist hier eher eine Erhöhung zugunsten der Nichtraucher anzunehmen. Der Volksentscheid konnte also gar nicht anders ausgehen und würde auch in anderen Bundesländern ähnlich verlaufen.

    Es grüßt
    Hamski

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