Alkohol im Dartsport: Tradition oder Doping?

  • ... Schliesslich sollten ja dieselben Regeln von der WM bis hin zur letzten Kreisliga gelten. ...


    Warum eigentlich? Tun sie doch jetzt auch schon nicht. Gerade bei Alkohol, Doping und Kleiderordnung scheint es doch zumindest sinnvoll, zu differenzieren, oder?


    ...Klassendenkens ...


    interssanter Punkt, den ich so noch nicht betrachtet habe. Da könntest Du wirklich recht haben.



    Im angloamerikanischen Raum zB ist das noch sehr stark verwurzelt, da wird ja schon penibel zwischen Rugby Union (Rugby der Mittelschicht) und Rugby League (Arbeiterrugby) unterschieden...


    Das liegt aber sicher auch daran, dass die Komplexität und der Anspruch von Union den durchschnittlichen League Fan deutlich überfordern :troll:

  • Man muss ja auch Kompromisse eingehen. Ich habe jetzt eingesehen das hier ja sogar die Bundesligaspieler eigentlich Hobbydarter sind. Und bei seinem Hobby darf man bechern. Wie du gesagt hast, sollte man aber wenigstens nicht bis zu Besinnungslosigkeit trinken, nachher wirft man noch jemanden ins Bein :!D
    Das was Tintifax geschrieben hat finde ich übrigens sehr interessant. :daumen:

    Edit: Übrigens hab ich gar nicht vor der Martin Luther des Darts zu werden, ich möchte nur mal darauf aufmerksam machen wie sich unsere Vorbilder manchmal, und natürlich nicht alle, benehmen.

    2 Mal editiert, zuletzt von nrwdarter1989 (13. Oktober 2012 um 11:07)

  • Edit: Übrigens hab ich gar nicht vor der Martin Luther des Darts zu werden, ich möchte nur mal darauf aufmerksam machen wie sich unsere Vorbilder manchmal, und natürlich nicht alle, benehmen.

    Vorbilder?

    Sorry, aber mal ganz ehrlich, ein Profisportler den man nur von ein paar Internetvideos kennt dient doch nicht wirklich als Vorbild, oder?

    Mal ganz ehrlich, wenn ich hier immer lese was denn alles fürchterliches auf Turnieren oder im Ligabetrieb passieren soll: Ich habe schon einige Jahre Ligaspiele und auch Turniere hinter mir, aber das was hier immer ins Feld geführt wird sind absolute Ausnahmefälle. Sicher trinken viele das eine oder andere Getränk (zu viel), aber so zu tun als sei es der Normalzustand das alle sturzbetrunken sind, lallend durch die Gegend torkeln und umherkotzen ist einfach absolut falsch.

    Ab und an kommt es vor das einer sich abschießt, aber das passiert bei vielen anderen Gelegenheiten auch. Der absolut überwiegende Großteil der Spieler ist immer Herr der eigenen Sinne, jemand anders würde ich im Zweifel auch garnicht mit Stahlspitzen durch die Gegend werfen lassen. Und wenn bei einem Turnier mit einer dreistelligen Teilnehmerzahl dann tatsächlich mal einer dabei ist der aus der Reihe fällt ist es doch nicht OK so zu tun als würde das alle betreffen?

    Erst wenn die letzte LAN geschlossen, der letzte 3D-Shooter verboten und das Internet zensiert ist, werdet ihr merken, dass man seine Kinder doch erziehen muss.
    Bitte beachten: Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware! Du darfst sie kostenlos nutzen, allerdings ist sie nicht Open Source, das heisst Du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

  • Sorry, aber mal ganz ehrlich, ein Profisportler den man nur von ein paar Internetvideos kennt dient doch nicht wirklich als Vorbild, oder?

    Verstehe ich nicht? Muss ich ein Vorbild persönlich kennen? Ein Vorbild für die meisten Musiker ist z.B Michael Jackson, und 99,99% kannten den nicht persönlich.

    Ein Vorbild für fast alle Fußballer auf der Welt ist Zenidine Zidane, und ich bezweifle das ihn alle persönlich kennen.

    Was ist denn für dich ein Vorbild?

  • In musikalischer Hinsicht kann Jackson ein Vorbild sein.

    Zidane als Fußballer sicher auch.

    Taylor als Darter auf jeden Fall auch.

    Nur eben jeder in seinem Bereich. Als Mensch kennt man keinen von denen, und keiner von uns weiss was an dem dran ist was in den Medien so rumgeht. Deswegen eignen die sich eben für mich menschlich gesehen nicht als Vorbilder, wenn man eben den Menschen nicht kennt, sondern nur den Sportler, Musiker oder was eben sonst...

    Und wenn ein Sportler mir in seinem Sport ein Vorbild ist, finde ich es vermessen deswegen auch in seinem restlichen Leben den Maßstab so anzulegen das er dort eben auch ein Vorbild (nach meinen Maßstäben) sein müsste.

    Erst wenn die letzte LAN geschlossen, der letzte 3D-Shooter verboten und das Internet zensiert ist, werdet ihr merken, dass man seine Kinder doch erziehen muss.
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  • In musikalischer Hinsicht kann Jackson ein Vorbild sein.

    Zidane als Fußballer sicher auch.

    Taylor als Darter auf jeden Fall auch.

    Nur eben jeder in seinem Bereich. Als Mensch kennt man keinen von denen, und keiner von uns weiss was an dem dran ist was in den Medien so rumgeht. Deswegen eignen die sich eben für mich menschlich gesehen nicht als Vorbilder, wenn man eben den Menschen nicht kennt, sondern nur den Sportler, Musiker oder was eben sonst...

    Und wenn ein Sportler mir in seinem Sport ein Vorbild ist, finde ich es vermessen deswegen auch in seinem restlichen Leben den Maßstab so anzulegen das er dort eben auch ein Vorbild (nach meinen Maßstäben) sein müsste.

    Da haben wir uns falsch verstanden. Ich meinte von Anfang an natürlich sportliche Vorbilder. Ich hatte mir schon gedacht das du das falsch verstanden hast :prost:

  • Und wenn er eben ein sportliches Vorbild ist weil er gut Pfeile an die Wand wirft heisst das für mein Verständnis eben nicht das er deswegen nicht trotzdem ein Bier trinken darf. Das eine hat mit dem anderen wenig zu tun. Das sehe ich eben komplett voneinander getrennt.

    Erst wenn die letzte LAN geschlossen, der letzte 3D-Shooter verboten und das Internet zensiert ist, werdet ihr merken, dass man seine Kinder doch erziehen muss.
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  • Und wenn er eben ein sportliches Vorbild ist weil er gut Pfeile an die Wand wirft heisst das für mein Verständnis eben nicht das er deswegen nicht trotzdem ein Bier trinken darf. Das eine hat mit dem anderen wenig zu tun. Das sehe ich eben komplett voneinander getrennt.

    Ich sehe das eben nicht getrennt. Als Person des öffentlichen Lebens hat man eine Verantwortung. Abseits des Sports können sich auch Profisportler besaufen, von mir aus sogar kiffen bis sie im Krankenhaus aufwachen. Aber sobald sie eine Wettkampfstätte betreten sind sie Profis, und die haben ihren Sport, dem sie viel zu verdanken haben (Ansehen, Wohlstand), gefälligst ernst zu nehmen.

    1. Beschädigt es den Dartsport, 2. Gibt es dem Nachwuchs falsche Signale (trink und du spielst besser, die Profis tuns ja auch).

    Einmal editiert, zuletzt von nrwdarter1989 (13. Oktober 2012 um 12:55)

  • Ich selbst trinke nichts beim darten, weder beim Training noch auf Turnieren.
    Der Alkohol gehört aber nun mal zum Dart, wie das Meer zu den Fischen, denn ohne Alkohol, würde es unseren Sport wahrscheinlich gar nicht geben.

    Ich bin auch manchmal angepisst, wenn ich auf einem DDV-Turnier gegen einen aus den Top 10 spielen muss, von dem ich weiß, das er zwischen 1 und 1,5 Promille für mich nicht schlagbar sein wird.
    Gäbe es aber eine 0 Promillegrenze, dann hätten wir International noch weniger zu melden, wie es jetzt schon der Fall ist.

  • Ich sehe das eben nicht getrennt. Als Person des öffentlichen Lebens hat man eine Verantwortung. Abseits des Sports können sich auch Profisportler besaufen, von mir aus sogar kiffen bis sie im Krankenhaus aufwachen. Aber sobald sie eine Wettkampfstätte betreten sind sie Profis, und die haben ihren Sport, dem sie viel zu verdanken haben (Ansehen, Wohlstand), gefälligst ernst zu nehmen.

    1. Beschädigt es den Dartsport, 2. Gibt es dem Nachwuchs falsche Signale (trink und du spielst besser, die Profis tuns ja auch).

    Wer entscheidet eigendlich wer ne Person im öffentlichen Leben ist?Du?Und dann soll man der öffentlichkeit zeigen was fürn sauberer Sport das Darten doch ist indem die Spieler an der Wettkampfstätte im Players Room nur no Limo trinken.Das hat man beim Radfahren auch Jahrelang versucht so hinzustellen ,das ja keiner Dopt und der Sport und Ulle ja soooo sauber sind.Is leider in die Hose gegangen und hat den "Sport" Radfahren fast zerstört.Nicht das ich so ein Doping befürworte,aber sich nach aussen immer davon abwenden und sagen der Sport ist sauber obwohl jeder wusste das er das nicht ist finde ich viel schändlicher.Und es steht immer noch die Frage aus wieviel "Profis" es eigendlich gibt und wieviel davon deinen angesprochenen "Wohlstand" haben.Sicher wirds mal einen Generationswechsel geben und die alten Pub Spieler wie Taylor,Hamilton,Lloyd,Baxter ect. werden durch jüngere abgelöst,die den Sport Dart mit anderen Augen sehen und evtl. unter Fitness Aspekten anders betreiben werden-Generation Osborne-Nicholson-Newton,aber Dart wird immer mit Alk in verbindung gebracht werden,weil er nunmal aus den Pubs kommt.

  • Gäbe es aber eine 0 Promillegrenze, dann hätten wir International noch weniger zu melden, wie es jetzt schon der Fall ist.


    Nö, da würden wir international genauso dastehen, da alle gleichviel trinken.

    Wer entscheidet eigendlich wer ne Person im öffentlichen Leben ist?


    hmm die Sportart in Verbindung mit den Medien ...

    Das hat man beim Radfahren auch Jahrelang versucht so hinzustellen ,das ja keiner Dopt und der Sport und Ulle ja soooo sauber sind.

    Also Alkohol div. Dopingarten wie Blutdoping, Testosteron ... zu vergleichen finde ich nicht angebracht.

  • Ich weiß gar nicht was die Frage soll wer eine Person ist, die im öffentlichen Leben steht. Eine Person steht im öffentlich Leben, sobald es ein öffentliches Interesse an der Person gibt.

    Und an Profis gibt es nun mal ein öffentliches Interesse.

  • Edit: Übrigens hab ich gar nicht vor der Martin Luther des Darts zu werden, ich möchte nur mal darauf aufmerksam machen wie sich unsere Vorbilder manchmal, und natürlich nicht alle, benehmen.

    Vorbilder?

    Sorry, aber mal ganz ehrlich, ein Profisportler den man nur von ein paar Internetvideos kennt dient doch nicht wirklich als Vorbild, oder?

    Mal ganz ehrlich, wenn ich hier immer lese was denn alles fürchterliches auf Turnieren oder im Ligabetrieb passieren soll: Ich habe schon einige Jahre Ligaspiele und auch Turniere hinter mir, aber das was hier immer ins Feld geführt wird sind absolute Ausnahmefälle. Sicher trinken viele das eine oder andere Getränk (zu viel), aber so zu tun als sei es der Normalzustand das alle sturzbetrunken sind, lallend durch die Gegend torkeln und umherkotzen ist einfach absolut falsch.

    Ab und an kommt es vor das einer sich abschießt, aber das passiert bei vielen anderen Gelegenheiten auch. Der absolut überwiegende Großteil der Spieler ist immer Herr der eigenen Sinne, jemand anders würde ich im Zweifel auch garnicht mit Stahlspitzen durch die Gegend werfen lassen. Und wenn bei einem Turnier mit einer dreistelligen Teilnehmerzahl dann tatsächlich mal einer dabei ist der aus der Reihe fällt ist es doch nicht OK so zu tun als würde das alle betreffen?

    Bei den meisten Turnieren auf denen ich war (alles E-Dart), war es eher so, dass die die am weitesten gekommen sind, auch das meiste getrunken haben. Wenn dann hinterher noch Doppel gespielt wurden, war es häufig tatsächlich so, dass wenige noch nüchtern waren.

    Wie schon weiter oben geschrieben, für mich war dies der Grund Turnieren fern zu bleiben...

  • Hallo in die Runde!

    Beim Mitlesen hatte ich zu Anfang den Eindruck, dass hier tatsächlich nur "ein Fass" aufgemacht wird und viele das Thema "Alkoholmißbrauch" zu sehr durch die Dartsbrille sehen.

    Grundsätzlich kann man nämlich davon ausgehen, dass z.B. im Amateurfussball nach dem Training oder im Umfeld von Turnieren genauso getrunken wird. Und auch dort gibt es neben Abstinenzlern und gemäßigten Genusskonsumenten eben jene exzessiven Säufer, für die die Veranstaltung selbst nur zum Rahmenprogramm gehört.

    Wenn man den Alkohol aber mit einer Droge gleichsetzt, ergeben sich zwei Ansatzpunkte, die schon einen besonders häufigen Alkoholmißbrauch im Dartsport nahelegen. Erstens handelt es sich nämlich um eine legale Droge, die für jederman zu erschwinglichen Preisen überall erhältlich ist. Da wir unseren Sport quasi an der Quelle des Bösen ausüben, wäre alles andere als ein besonders ausgeprägter Alkoholkonsum im Dartsport ein Wunder.

    Zweitens gibt es nicht wenige, die - berechtigt oder unberechtigt - darauf schwören, nur unter Alkoholeinfluss besser mit dem immensen Druck beim Dartspielen umgehen zu können. Ich weiß nicht, ob es wissenschaftlich erwiesen ist, dass Alkohol die Nerven beruhigt, aber ich bin zumindest geneigt, es zu glauben.

    Bliebe noch die viel diskutierte Frage, warum auch einige (oder vielleicht sogar viele) Profis massiv zum Alkohol greifen. Dazu fällt mir folgende Gegenfrage ein: Ist es eigentlich denkbar, dass jemand seine spielerischen Qualitäten über Jahrzehnte im englischen Pubs auf Weltklasseniveau anhebt und nach seiner Ankunft im Profizirkus plötzlich keinen Alkohol mehr konsumiert? Ich behaupte mal, dass solche Spieler eher eine Ausnahmeerscheinung sind.

    Mein Fazit lautet: Darts und Alkohol (leider auch zuviel Alkohol) sind recht eng miteinander verbunden.

    Gruß

    Hesse

    Lieblingspieler: Amit Gilitwala, Travis Birn

  • ich hab´s.......der älteren Garde ihre Vorbilder waren halt mal die Stones, Cocker oder Hendrix.
    Und jetzt stell ich mir gerade noch selbst die Frage, wie ich zum Dart vor 24 Jahren gekommen bin ?????? Im Fernsehen kam da ja nichts,
    ach ja, meine Ausbildungsvergütung hab ich in die Kneipe getragen.Da gabs Cola nur als Mix Getränk. :prost:

  • Wenn ich den Sport nur im alkoholisierten Zustand ausüben kann, sollte ich mir überlegen ob es die richtige Sportart für mich ist.
    Oben mitspielen wird man auf Dauer nur ohne Alkohol können.

    :lollol:

    Das widerlegen einige ja nun schon seit Jahren erfolgreich... :sauf:

    Erst wenn die letzte LAN geschlossen, der letzte 3D-Shooter verboten und das Internet zensiert ist, werdet ihr merken, dass man seine Kinder doch erziehen muss.
    Bitte beachten: Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware! Du darfst sie kostenlos nutzen, allerdings ist sie nicht Open Source, das heisst Du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

  • Leider, glaube ich, muss man in unserem Sport das "ohne" durch ein "gewisses geringes Maß" ersetzen. Zumindest im Moment.
    Ich finde in den letzten Jahren hat sich immer wieder gezeigt, dass nicht nur die Unterdrückung jeglicher REgungen durch Alkohol zu Erfolgen führt, sondern es auch andere Wege gib: Training (nicht nur Dart - mehr in dem Sinne: gesunder Körper, gesunder GEist), Mentales Coaching, etc.. Und ich denke das wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen.

    Ob unser Sport jemals ganz von Alkohol wegkommt und er als Doping anerkannt wird :nw:
    Persönlich wäre ich ja grundsätzlich dafür Alkohol als Dopingmittel anzusehen. Aber das ist eben nur meine Meinung...

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Ob unser Sport jemals ganz von Alkohol wegkommt und er als Doping anerkannt wird

    .......der Profisport trennt sich mit Sicherheit und rasanten Schritten vom Alkohol. Was allerdings im Amateurbereich passiert ist auch klar......und darauf trinke ich heute Abend auch 1,2.....Vergleiche hinken, aber ich sehe das in fast jeder Sportart so, ob in der Fußballkreisliga, beim Golf...( das Halfwaybier...und wenn es gaanz kalt ist auch mal zwischendrin nen Kurzen.)....Die Profis werden immer athletischer und die Hobbyfraktion feiert, wie schon immer, ihre Freizeit, mal mit mehr, mal mit weniger "Stoff".

    Life's about saying "yes"!

  • Ich finde diese Diskussion wichtig, aber ich finde es auch etwas heuchlerisch und glaube, es spiegelt nicht die wirklichen Gegebenheiten wieder.

    Fangen wir doch bei uns selbst an: Ich gehöre noch zur "Vor-Sport 1-Generation", und wir sind eben nicht durch das TV ans Darten gekommen, sondern weil wir es beim Umtrunk in einer Kneipe oder Gaststätte durch irgendwelche Umstände selbst mal ausprobiert haben. Vlt. hatten wir das eine oder andere Erfolgserlebnis und haben es dann immer mal wieder beim Kneipengang getan (gedartet!). Einige von uns haben Blut geleckt und wollten mehr. Die Ambitionen kommen, der Ursprung bleibt. Dabei kommt mit Sicherheit auch zum Tragen, was Da Ritsch sagt, dass man sich irgendwann selbst suggeriert, man brauche den Alk, um gut zu spielen. Ich persönlich orientiere mich nach Event. Wenn es mehr ein Funturnier ist, trinke ich auch gerne mal mit den Kollegen einen über den Durst, ist es eher sportlich orientiert, halte ich mich auch zurück, wobei ich zugebe, dass ich auch dann gerne mein Bier trinke. Ich glaube allerdings, dass ich mehr getrunken habe, als ich noch Fußball gespielt habe, zwar wurde da erst nach dem Spiel getrunken, aber nicht gerade wenig.

    Dann gibt es noch die Leute. die darauf hängen bleiben, beim Saufen eben zu darten. Das ist kein unwesentlicher Anteil, das kommt im Forum aber nicht so zum Tragen, weil alleine die Anmeldung hier schon gewisse Ambitionen zeigt, die solche Spieler meistens nicht haben.

    Ich würde fast wetten, dass von der "Vor-Sport 1-Generation" es etwa 70% der Spieler so oder so ähnlich halten wie ich. Ist ja auch eigentlich nichts wirklich schlimmes dabei. Dazu kommen dann etwa 10 bis 15%, die maßlos sind und sich wirklich die Birne zuknallen, darunter sicher Viele, die dies auch müssen, um gut zu spielen. Das ist dann wirklich problematisch, in erster Linie für diese Leute selbst, und manchmal auch nervig. Unzweifelhaft gibt es hierbei auch ernsthafte Alkoholprobleme, und die hohe Prozentzahl (die ich einfach aus der Luft gegriffen habe) kommt eben durch den Ursprung des Ganzen zustande, und es sind im Verhältnis relativ Viele im Vergleich zu anderen Sportarten. Der verbleibende Rest von 15 bis 20% trinkt dann eben nichts oder extrem selten.

    Wenn man sich das genau ansieht, gibt es eben fast so viele Alkoholiker wie Leute, die nichts oder fast nichts trinken. Das mag einige Leute erschrecken, aber wenn man mal ernsthaft durch die komplette Gesellschaft guckt, und zwar mit einem ehrlichen Blick, dann sind die Zahlen gar nicht so viel herber als eben auch im Gesamten - naja...fast.

    Das Ganze wird sich vlt. ein wenig ändern...bessern, wenn man so will, denn jetzt kommt eben die "Sport 1-Generation" nach. Die kommen eben nicht aus der Kneipe, sondern haben das Interesse durch TV und andere öffentliche Zugänge gefunden, die es früher so gar nicht gab. Folglich können diese sich gar nicht selbst suggerieren, sie könnten nicht ohne Alk, da sie ja so gar nicht angefangen haben (sie können sich selbst allerdings oft auch nicht suggerieren, sie könnten darten, da sie oft selbst gar nicht gedartet haben...nur drüber gelesen oder geguckt). Was ich sagen will ist, dass der Ursprung sich ändert und damit auch etwas die (Un-)Sitten.

    Ich finde es einfach sinnfrei, sich selbst zu verleugnen. Warum also folgernd nicht sagen: JA, die meisten von uns trinken Alkohol und halten sich eben in entsprechendem Umfeld auf. Und NEIN, die meisten von uns sind deshalb nicht alle Säufer und saufen mehr, als dass sie anderweitig Nahrungsmittel zu sich nehmen! Das Klischee von ausschließlich fetten, tättowierten, total dichten und superhohlen Dartern ist doch genauso schwachsinnig wie die Forderung, man dürfe jetzt nur noch sterile Ziegenmilch trinken und nicht mehr sein, wie wir eben sind, weil wir da herkommen, wo wir nun mal herkommen.

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