Wer ist eurer Meinung nach zurzeit der beste deutsche Dart-Spieler?

  • Die Frage ist einfach, wer kann es sich leisten ernsthaft 2 Jahre als Profi bei der PDC zu spielen.


    Wenn du als Profi dauerhaft zur PDC kommst, machst du das, weil die nationale Konkurrenz nicht mehr die Herausforderung für dich darstellt.

    Deswegen denke ich auch, dass unsere PDC-Spieler besser sind, als die, die alle DDV-Turniere spielen.

    Und als deutscher Spieler :germany: , der bei der PDC-WM in der 1.Runde rausgeflogen ist, erreicht man auf jeden Fall mehr Bekanntheit, als der aktuelle deutsche Meister und wenn du dein Geld mit Dart spielen verdienen willst, ist die PDC die einzige Möglichkeit, das zu tun.

    Und bei den ET-Turnieren sieht man auch, dass Zygla (zumindest zurzeit) nicht mit Max, Jyhan und Shorty mithalten kann

  • Deine Sichtweise finde ich nicht ganz korrekt. Nur weil ich keine nationale Konkurrenz mehr habe,habe ich noch lange nicht die finanziellen Mittel PDC zu spielen. Also bleibt die Frage für mich stehen,ist ein deutscher PDC-Spieler gleichzeitig der beste Deutsche? Einfaches Beispiel: Kevin Münch besiegt ein ganzes Jahr lang auf allen nationalen (offenen) Turnieren Hopp und Artut . Aber er spielt keine PDC. Ist er jetzt der Beste oder MUSS er dazu in die PDC?

    Und interessanter Punkt...Wenn ich der Beste bin,will ich dann zwangsläufig zur Geldmaschine PDC?

  • Ich verdeutliche meine Sichtweise nochmal durch ein absurdes Beispiel.
    Ich bin von Beruf Sohn und spiel bloß en jämmerlichen 60er. Aber mein Papa hat Geld,ich Zeit...
    Ich fahre jetzt die ganze Tour. Kann ich mir ja leisten. Bin ich nun einer der besten Deutschen weil ich PDC spiele oder bin ich immer noch die Nuss die es sich schlicht leisten kann?

  • Ich fahre jetzt die ganze Tour. Bin ich nun einer der besten Deutschen weil ich PDC spiele, oder bin ich immer noch die Nuss die es sich schlicht leisten kann?


    :s?:

    1. Mit nem 60er Average schaffst du nie und nimmer die Q-School und kannst dich auch nicht für die ET-Turniere qualifizieren.

    2. Unter den Deutschen PDC-Spielern, die besser sind, als die Konkurrenz vom DDV verstehe ich zurzeit die drei, die eine Tour Card haben, also Max, Jyhan und Shorty. Alle anderen, die nur die ET-Qualifikationen spielen, könnten genauso gut beim DDV spielen.

    Darf man eigentlich als Teilnehmer der Bulls Super League auch an DDV-Turnieren teilnehmen und umgekehrt?

  • Es gib"s natürlich sehr viele Blickwinkel u Möglichkeiten um es zu bewerten, aus meiner Sicht: kann man das nur mit einem Turnier bewerten, so" ne Art ..."Grand Slam of Deutschland"... best 4 vom ddv u best 4 PDC! Aber na ja, man kann ja träumen nee ;) fg*

  • Ok...ABSURDES Beispiel mit deutlichen Extrem wurde nicht verstanden.
    Hatte kurz überlegt ob mir jemand damit kommt das man nicht so einfach PDC spielen kann...Hatte es verworfen in der Annahme das Wort "absurd " hätte eine Bedeutung.
    ...zuviel erwartet.
    Es geht mir nur um die Festlegung ob man PDC spielen MUSS um der beste Deutsche zu sein. Ich will die Leistungen von unseren deutschen PDC-SPIELERN ja gar nicht schmälern. Ich spiele nicht mal annähernd etwas davon. Aber nur weil dort die finanziellen Mittel gegeben sind,heißt es für mich nunmal nicht das sie die Besten darstellen. Auf nationaler Ebene kann es sehr wohl Einzelne geben die alle davon besiegen können. Auch auf Dauer. Wobei ich dann weiterhin den Namen Münch nennen würde.

  • Zitat

    ABSURDES Beispiel mit deutlichen Extrem wurde nicht verstanden.

    Ich hab's verstanden. Mich hat nur irritiert, dass du von Beruf Sohn bist. Ich dachte, du seist Maler und Lackierer …

  • Wenn du als Profi dauerhaft zur PDC kommst, machst du das, weil die nationale Konkurrenz nicht mehr die Herausforderung für dich darstellt.

    Soso, mit anderen Worten, Shorty, Jyhan und Max haben in ihrem letzten Jahr beim DDV alles gewonnen?
    Ich denke diese Annahme ist zum einen ein wenig weit hergeholt, zum anderen entbehrt sie einiger Grundlage.
    Alle drei haben ihre nationalen (teilweise auch internationalen) Erfolge vorzuweisen und gehören zweifelsfrei auch zum besten was (Steel-)Dartdeutschland zu bieten hat, aber von mangelnder Herausforderung kann sicher keine Rede sein. Das aber ist auch international nicht die Initialzündung mit der Spieler zur PDC wechseln. Nichts gegen so Leute wie z.B. Robbie Green, James Wilson, Jan Dekker, Alan Norris (mir einer der liebsten) usw. usw. usw., aber keiner derer hatte eine wirklich dominierende Position vor ihrem Wechsel inne. Einzig Stephen Bunting könnte man am ehesten auf dieses Podest heben.
    Vielmehr denke ich suchen diese Spieler nach einem Weg ihre Leistung zu verbessern und zudem ihre Passion mit dem nützlichen, dem pekuniären Teil, zu verbinden. Dass das am besten bei der PDC funktioniert ist unbestritten. DDV und BDO ist für über 99,8% der Spieler ein Zuschussgeschäft, wem mit ausreichend Potential im Arm, kann man da verdenken, dass er/sie den Schritt wagt und es versucht?

    In-Go

  • Ich meine auch gerade bei Kevin Münch mal gehört zu haben, dass er derzeit eher bdo spielen wollte....
    Kann mich aber auch verhört haben.

    Ist halt scchwierig da es echt vor allem ein Kostenfaktor ist, den kaum einer in Deutschland stemmen kann.

    Wenn ich so könnte, wie ich wollte, was würde ich dann wohl tun!?

  • Sicher kann man nicht automatisch davon ausgehen das die Spieler, die sich für den PDC-Weg entscheiden, die besseren Darter sind. Aber um da durch die Q-School zu kommen muss man schon was zeigen.

    Umgekehrt wird es für die Spieler die in den Nationalen Verbänden bleiben halt auch einfacher, wenn ein Teil der Topspieler weg ist. Wenn z.B. Max, Jyhan und Shorty bei den DDV-Turnieren immer mit dabei wären - wie früher - würden diese ja auch den einen oder anderen Titel schnappen, also weniger Titel für den Rest.

    Es wird immer so sein das der eine oder andere Spieler der es vom werfen her drauf hat nicht nach oben schafft weil er den Weg zu großen Turnieren scheut. Das ist ja schon bei den DDV-Turnieren so, wo z.B. beim Masters plötzlich Spieler auftauchen die national quasi unbekannt sind und einen tollen Dart spielen, aber eben nie zu den DDV-Events fahren. Bei der PDC ist das vermutlich noch eher der Fall, da die Preise höher und die Zugangsvoraussetzungen noch schwieriger sind.

    Wirklich wissen werden wir es wohl nie, weil sich eben kaum noch Vergleichsmöglichkeiten bei offenen Turnieren bieten.

    Ich glaube aber nach wie vor, das Kevin Münch spielerisch bei der PDC besser aufgehoben wäre als beim DDV - wenn er denn wollte und die finanziellen Möglichkeiten hätte. Zu viel Konjunktiv...

    Erst wenn die letzte LAN geschlossen, der letzte 3D-Shooter verboten und das Internet zensiert ist, werdet ihr merken, dass man seine Kinder doch erziehen muss.
    Bitte beachten: Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware! Du darfst sie kostenlos nutzen, allerdings ist sie nicht Open Source, das heisst Du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

  • Einige werden jetzt sofort abschalten, wenn ich das böse A-Wort erwähne, aber - um bei der PDC einigermaßen relevant zu sein, muss man heute aufs komplette Jahr gesehen einen Average von knapp 90 spielen und vor allem mental damit klar kommen, dass man verdammt oft verlieren wird, selbst als guter Spieler. Da gibt's kein lockeres "ins Turnier kommen" gegen Spieler auf Kneipendartsniveau in den ersten paar Runden. Das wird nach meinem Eindruck gern mal vergessen, wenn "verliert fast jede zweite Partie"-PDC-Spieler mit "sieht man häufig in der vierten oder fünften Runde"-WDF-Spielern verglichen werden. Wer bei der PDC eine Siegquote von gerade mal 55% hat (anders gesagt: 4 von 9 Spielen verliert), spielt um die WM-Startplätze mit, und wer auf 60% oder mehr kommt, befindet sich mitten im Kampf um die Teilnahme an allen Majors. Mit vergleichbaren Siegquoten holt man im WDF-Bereich meist noch nicht mal Ranglistenpunkte.

    Allzu häufig erlebt man es in englischen Foren, dass ein Spieler, der nicht so ganz zur anerkannten Elite des BDO/WDF-Bereichs zählt (z.B. Jim Williams) in einem schwächer besetzten RLT einen Lauf hat und weit kommt, und dann postet einer "ich hab' gehört, in seinem Achtelfinale hatte er einen Average von 105,47!!" mit dem Unterton "schaut mal, wie viele Topspieler außerhalb der PDC noch rumlaufen". Dass dieser Average über gerade mal 4 Legs gespielt wurde und er in den restlichen 4 oder 5 Partien des Tages wahrscheinlich irgendwas im mittleren 80er Bereich hatte, wird dann normalerweise einfach mal ignoriert. Das Problem dabei ist: Von Spielern dieser Qualität gibt's bei der PDC schon um die 120 bis 150 Leute, damit holt man heute als Neueinsteiger nix mehr. (Außer vielleicht die Tour Card, aber für die allein kann man sich auch nichts kaufen.)

    Über Kevin Münch kann man im Verhältnis zu Hopp und Artut durchaus diskutieren, der hat in den vergangenen Jahren ja schon verschiedentlich unter Beweis gestellt, wie gut er ist, aber wer mir erzählen will, dass Zygla und Allenstein nach aktuellem Stand in diese Diskussion gehören...also nee, sorry. Ob sie das Potenzial haben, irgendwann in diese Diskussion zu gehören, ist ein anderes Thema - aber auch da gilt: von Spielern, die das Potenzial für deutlich mehr haben, als sie bisher zeigen, laufen auch bei der PDC jetzt schon Dutzende rum. Und wenn man sieht, sie sehr zum Beispiel James Wilson und Alan Norris zu kämpfen hatten, um auf der Pro Tour in diesem Jahr in die Top 48 für die WM-Teilnahme zu kommen...man erinnere sich, die beiden waren im letzten Lakeside-Turnier an 1 und 2 gesetzt!

    Jedenfalls habe ich nach diesem Thread (wieder mal) den Eindruck, dass gerade von Leuten im direkten Umfeld des DDV viel zu wenig gewürdigt wird, was Hopp und Artut da eigentlich leisten, wenn sie sich in diesem Umfeld behaupten.

    2 Mal editiert, zuletzt von Zeyes (3. August 2015 um 16:01)

  • Natürlich hast du im grossen und ganzem recht es ist halt sehr schwierig einen direkten Vergleich anzustellen wer der beste ist .und genau da setze ich an du sprichst von Talent ich spreche von Trainingsleistung vorne mithalten kannst du nur dann wenn du knallhart trainierst und dazu brauchst du auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten.Das ist der Punkt du musst den Rücken frei haben und auch häufige Nierderlagen verkraften aber vor allem brauchst du den Wettkampf mit Topleuten um dich zu verbessern .Shorty ist so ein Beispiel erst gut dabei dann eine recht lange Krise und jetzt wieder mit sehr guten Leistungen.Ich glaube das Shorty bei professioneller Unterstützung längst unter den Top 30 der PDC stehen würde gleiches gilt zum Teil auch fuer Welge für Münch und auch Johann Artut zumindest hätten sie die Chance dazu.Die nationale Spitze ist ziemlich eng Tagesform abhängig deshalb schwer zu sagen wer der beste ist der mit dem größten Talent ist sicherlich Hopp und der der am wenigsten aus seinem riesigem Talent gemacht hat ist sorry Welge .


  • Ich glaube das Shorty bei professioneller Unterstützung längst unter den Top 30 der PDC stehen würde.

    Die nationale Spitze ist ziemlich eng tagesformabhängig deshalb schwer zu sagen wer der beste ist der mit dem größten Talent ist sicherlich Hopp und der der am wenigsten aus seinem riesigem Talent gemacht hat ist sorry Welge .


    Beim ersten übertreibst du etwas.

    Beim zweiten hast du recht.


    Edit: meine Signatur ist mal wieder weg :cursing: .

    Edit 2: Meine Signatur war also zu lang. Mach ich sie jetzt eben kürzer.

    Edit 3: Sie ist sogar gesperrt. :popohaue:

  • Jedenfalls habe ich nach diesem Thread (wieder mal) den Eindruck, dass gerade von Leuten im direkten Umfeld des DDV viel zu wenig gewürdigt wird, was Hopp und Artut da eigentlich leisten, wenn sie sich in diesem Umfeld behaupten.

    Hmh, woraus bildet sich dieser Eindruck? Ich hab da nichts entdeckt, es ist ja unbestritten dass das "overall" Niveau bei der PDC ungleich höher ist, von der Spitze ganz zu schweigen. Das wird besonders deutlich, wie ich finde, wenn man sich anschaut wer von den durchaus erfolgreichen (Letzte 32 häufig) auf dem BDO/WDF Circuit zur PDC wechselt und dort kaum ein Bein auf den Boden bekommt. Um mal ein paar zu nennen, Ted Hankey, Gary Stone, Steve Douglas, zuvor schon von Robbie Green geschrieben, man könnte da sicher noch einige mehr listen.
    Wenn man sich mal mit denen unterhält die die Q-School gespielt haben, kriegt man ein gutes Gefühl auf welchen Niveau dort gezockt wird. Konkurrenz belebt das Geschäft und letzteres regelt sich durch Angebot und Nachfrage. Ich bin überzeugt würde es einen 5 Jahresplan eines solventen Sponsors geben, der sagt ich werte nun die BDO/WDF Turniere auf (und zwar spürbar), würden einige den Weg zurück suchen und gehen.

  • Einige werden jetzt sofort abschalten, wenn ich das böse A-Wort erwähne, aber - um bei der PDC einigermaßen relevant zu sein, muss man heute aufs komplette Jahr gesehen einen Average von knapp 90 spielen und vor allem mental damit klar kommen, dass man verdammt oft verlieren wird, selbst als guter Spieler. Da gibt's kein lockeres "ins Turnier kommen" gegen Spieler auf Kneipendartsniveau in den ersten paar Runden. Das wird nach meinem Eindruck gern mal vergessen, wenn "verliert fast jede zweite Partie"-PDC-Spieler mit "sieht man häufig in der vierten oder fünften Runde"-WDF-Spielern verglichen werden. Wer bei der PDC eine Siegquote von gerade mal 55% hat (anders gesagt: 4 von 9 Spielen verliert), spielt um die WM-Startplätze mit, und wer auf 60% oder mehr kommt, befindet sich mitten im Kampf um die Teilnahme an allen Majors. Mit vergleichbaren Siegquoten holt man im WDF-Bereich meist noch nicht mal Ranglistenpunkte.

    Allzu häufig erlebt man es in englischen Foren, dass ein Spieler, der nicht so ganz zur anerkannten Elite des BDO/WDF-Bereichs zählt (z.B. Jim Williams) in einem schwächer besetzten RLT einen Lauf hat und weit kommt, und dann postet einer "ich hab' gehört, in seinem Achtelfinale hatte er einen Average von 105,47!!" mit dem Unterton "schaut mal, wie viele Topspieler außerhalb der PDC noch rumlaufen". Dass dieser Average über gerade mal 4 Legs gespielt wurde und er in den restlichen 4 oder 5 Partien des Tages wahrscheinlich irgendwas im mittleren 80er Bereich hatte, wird dann normalerweise einfach mal ignoriert. Das Problem dabei ist: Von Spielern dieser Qualität gibt's bei der PDC schon um die 120 bis 150 Leute, damit holt man heute als Neueinsteiger nix mehr. (Außer vielleicht die Tour Card, aber für die allein kann man sich auch nichts kaufen.)

    Über Kevin Münch kann man im Verhältnis zu Hopp und Artut durchaus diskutieren, der hat in den vergangenen Jahren ja schon verschiedentlich unter Beweis gestellt, wie gut er ist, aber wer mir erzählen will, dass Zygla und Allenstein nach aktuellem Stand in diese Diskussion gehören...also nee, sorry. Ob sie das Potenzial haben, irgendwann in diese Diskussion zu gehören, ist ein anderes Thema - aber auch da gilt: von Spielern, die das Potenzial für deutlich mehr haben, als sie bisher zeigen, laufen auch bei der PDC jetzt schon Dutzende rum. Und wenn man sieht, sie sehr zum Beispiel James Wilson und Alan Norris zu kämpfen hatten, um auf der Pro Tour in diesem Jahr in die Top 48 für die WM-Teilnahme zu kommen...man erinnere sich, die beiden waren im letzten Lakeside-Turnier an 1 und 2 gesetzt!

    Jedenfalls habe ich nach diesem Thread (wieder mal) den Eindruck, dass gerade von Leuten im direkten Umfeld des DDV viel zu wenig gewürdigt wird, was Hopp und Artut da eigentlich leisten, wenn sie sich in diesem Umfeld behaupten.

    Für diesen Beitrag fehlen mir die "weiteren" Worte ....... deswegen :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    ABSOLUT KONKRET TREFFENT!!!!

  • Hmh, woraus bildet sich dieser Eindruck?


    Zugegeben, in diesem Fall habe ich das hauptsächlich auf Ben gemünzt. Aber in der Vergangenheit hatten wir durchaus schon diverse Threads, wenn man wieder ein deutscher PDC-Spieler eine kleinere Durststrecke durchlebt, in denen dann - auch von DDV-nahen Forumsmitgliedern - direkt wieder Kommentare der Art "ich weiß sowieso nicht, was die bei der PDC wollen, die sollen doch lieber im DDV/WDF ein paar Erfolge feiern" kommen. Da sieht für mich einfach nach mangelndem Verständnis dafür aus, dass die PDC komplett anders funktioniert als die großen offenen Turniere der BDO/WDF/DDV und man völlig andere Maßstäbe bei der Leistungsbewertung anlegen muss.

    Um mal etwas weiter auszuholen - in englischen Foren gibt es gerne mal Kommentare im Stil von "schade, dass dieser Phil Taylor damals nach zwei WM-Titeln aufgehört hat, der hätte ein wirklich Großer werden können". Da wird nämlich entweder als Witz oder als Trollversuch impliziert, die PDC wäre eine reine Exhibition-Tour und "echtes" Wettkampfdarts gibt es nur bei der BDO. Problematisch daran ist nur, dass es offensichtlich durchaus Leute gibt, die das entweder aus Unkenntnis oder aus Absicht tatsächlich so sehen. Tony Green, der schon seit Jahrzehnten der Hauptkommentator der BBC bei der Lakeside-WM ist, hat vor ein paar Jahren mal mit vollem Ernst ungefähr das folgende gesagt, als ein holländischer Spieler am Board war: "say, whatever happened to that big talent Michael van Gerwen?" Das war zwar noch vor MvGs großem Durchbruch, aber dennoch war er damals schon regelmäßig bei der PDC im TV zu sehen - für Tony Green war er einfach komplett von der Darts-Bildfläche verschwunden.

    Und an so etwas fühle ich mich dann halt bei Kommentaren wie denen von Ben erinnert, die einfach "Bester bei DDV-Turnieren = bester deutscher Spieler" postulieren, ohne mit einer einzigen Silbe auf offensichtliche Aspekte einzugehen wie zum Beispiel den, den Stefan S dann später angemerkt hat:

    Umgekehrt wird es für die Spieler die in den Nationalen Verbänden bleiben halt auch einfacher, wenn ein Teil der Topspieler weg ist. Wenn z.B. Max, Jyhan und Shorty bei den DDV-Turnieren immer mit dabei wären - wie früher - würden diese ja auch den einen oder anderen Titel schnappen, also weniger Titel für den Rest.


    Das auszublenden, das hat dann immer ein wenig etwas von "aus den Augen, aus dem Sinn" - ganz so, als wäre die PDC tatsächlich irgendetwas völlig anderes als Darts und nicht einfach nur die nächste Stufe auf der Karriereleiter.

  • In englischen Foren gibt es gerne mal Kommentare im Stil von "schade, dass dieser Phil Taylor damals nach zwei WM-Titeln aufgehört hat, der hätte ein wirklich Großer werden können". Da wird nämlich entweder als Witz oder als Trollversuch impliziert, die PDC wäre eine reine Exhibition-Tour und "echtes" Wettkampfdarts gibt es nur bei der BDO. Problematisch daran ist nur, dass es offensichtlich durchaus Leute gibt, die das entweder aus Unkenntnis oder aus Absicht tatsächlich so sehen. Tony Green, der schon seit Jahrzehnten der Hauptkommentator der BBC bei der Lakeside-WM ist, hat vor ein paar Jahren mal mit vollem Ernst ungefähr das folgende gesagt, als ein holländischer Spieler am Board war: "say, whatever happened to that big talent Michael van Gerwen?" Das war zwar noch vor MvGs großem Durchbruch, aber dennoch war er damals schon regelmäßig bei der PDC im TV zu sehen - für Tony Green war er einfach komplett von der Darts-Bildfläche verschwunden.

    :danke: , ohne dich würde ich sowas gar nicht mitbekommen, aber im ernst ich glaube nicht, dass jemand sowas ernst und ohne Ironie sagt, es sei denn derjenige bekommt dafür Geld.

    Zitat von »In-Go« Hmh, woraus bildet sich dieser Eindruck?
    Zugegeben, in diesem Fall habe ich das hauptsächlich auf Ben gemünzt. Aber in der Vergangenheit hatten wir durchaus schon diverse Threads, wenn man wieder ein deutscher PDC-Spieler eine kleinere Durststrecke durchlebt, in denen dann - auch von DDV-nahen Forumsmitgliedern - direkt wieder Kommentare der Art "ich weiß sowieso nicht, was die bei der PDC wollen, die sollen doch lieber im DDV/WDF ein paar Erfolge feiern" kommen. Da sieht für mich einfach nach mangelndem Verständnis dafür aus, dass die PDC komplett anders funktioniert als die großen offenen Turniere der BDO/WDF/DDV und man völlig andere Maßstäbe bei der Leistungsbewertung anlegen muss.

    Wenn so etwas von DDV-nahen Mitgliedern geschrieben wird, dann (denke ich zumindest) um Werbung für die DDV-Turniere und Spieler zu machen.

  • Die BDO und ihre Jünger sehen sich als den wahren Dartverband ist wohl in der langen Geschichte der BDO begründet und wahrscheinlich auch in der Frustration den Anschluss verpasst zu haben.Klar die PDC ist ein reiner Profiverband kümmert sich nicht im Nachwuchs oder Amateurbereich nur das liegt in der Natur der Sache.Es ist wie du sagst der nächste Schritt und das ist auch richtig so dadurch wird der Ehrgeiz geweckt und die Leistungen immer besser.Gerade Lakside ist für mich das perfekte Beispiel wieviele haben gewechselt und sind bei der PDC gescheitert Bunting und Mervin King Chissy haben sich durchgesetzt aber sonst.Für mich haben beide Verbände ihre Berechtigung und sollten sich zumindest respektieren.Das ist auch so ein Grund warum es so schwer ist eine Antwort auf die Frage zu geben wer ist der beste Deutsche.Ich fände es super wenn es 2 deutsche Spieler geben würde die regelmäßig auch bei großen Turnieren mal ein paar Runden gewinnen und damit dem deutschen Dartsport den nächsten Schub verleihen dabei ist es mir egal ob die Seyler Hopp Artut welge oder Zygla heißen.


  • Wenn du als Profi dauerhaft zur PDC kommst, machst du das, weil die nationale Konkurrenz nicht mehr die Herausforderung für dich darstellt.

    Deswegen denke ich auch, dass unsere PDC-Spieler besser sind, als die, die alle DDV-Turniere spielen.

    Und als deutscher Spieler :germany: , der bei der PDC-WM in der 1.Runde rausgeflogen ist, erreicht man auf jeden Fall mehr Bekanntheit, als der aktuelle deutsche Meister und wenn du dein Geld mit Dart spielen verdienen willst, ist die PDC die einzige Möglichkeit, das zu tun.

    Und bei den ET-Turnieren sieht man auch, dass Zygla (zumindest zurzeit) nicht mit Max, Jyhan und Shorty mithalten kann

    Das finde ich nun wirklich interessant. Es ist für mich schwierig, da ich möglichst bleiben möchte und das auch bin, ich mag sie ja alle, aber dennoch möchte ich den einen oder anderen Punkt aufgreifen.
    - Du meinst also, für Shorty, jyhan, Max sind Leute wie Zygla, Allenstein, Puls, Welge, Münch keine Konkurrenten? Verlieren sie dann absichtlich immer wieder gegen diese? Anmerkung: n die andere Richtung passiert das natürlich auch.
    - Hat PDC ernsthaft spielen: Q-School, Pro-Tour, etc ... nicht auch finanzielle Gründe?
    - Zygla kann nicht mithalten? Wenn ich mich nicht täusche ist er 1. einer derjenigen die sich am häufigsten qualifiziert haben, und hat so weit ich weiss bereits im Jahr 2015 sowohl Max als auch Jyhan bei PDC Quali Events geschlagen. Woran machst Du es fest, dass er "nicht mithalten kann"?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!