Zukünftige World Series-Turniere

  • Ich frage mich, wie nächstes Jahr der World Series-Kalender aussehen soll.
    Dubai und Yokohama werden doch ziemlich sicher wieder dabei sein.
    Was ich aber gedacht hatte ist, ob es möglich wäre. die ozeanischen Turniere aus der World Series auszugliedern und eine eigene Turnierserie daraus zu machen, meinetwegen PDC Oceanian Tour, ähnlich dem ET-Konzept.

    Dann blieben andere für die PDC interessante Austragungsorte, z.B. ein Turnier in Russland, da ja dort dieses Jahr auch zum ersten mal die EADC Pro Tour stattfindet.
    Man könnte vielleicht auch ein Turnier in den USA veranstalten, oder eines in Südafrika, wo ja schon das South African Masters von 2007-2009 stattgefunden hat.

    Was haltet ihr von diesen Ideen?

  • Ich frag mich wie das alles in den Turnierkalender passen soll.
    Oder es gibt bewusst Überschneidungen z.b. mal mit nem ET Event oder nem Players Championship Wochenende.
    Der Kalender ist doch jetzt schon total voll.

  • Was haltet ihr von diesen Ideen?


    Ideen sind immer gut. Fragt sich nur, was sich davon auch realistisch umsetzen lässt. Bei Adoption des ET-Konzepts bräuchten diese Events mehr Geld - sowohl in der Organisation (mehr Sessions) als auch mehr Preisgeld. Für 1.000 Pfund Preisgeld in Runde 1 wird sich kaum jemand auf die Reise nach Australien machen. Hinzu kommen speziell in Down Under die relativ hohen Steuern auf die Preisgelder (42%, wenn ich mich nicht täusche). Da müsste man schon 3.000 bis 4.000 Pfund für Runde 1 anbieten, wie ich meine.
    Langfristig machen diese World Series Events im Rahmen eines Profiverbandes natürlich nur Sinn, wenn daraus etwas Größeres entsteht, was der ganzen Tour zugutekommt, und nicht nur den Stars und den lokalen Spielern.

    Ich frag mich wie das alles in den Turnierkalender passen soll.
    Oder es gibt bewusst Überschneidungen z.b. mal mit nem ET Event oder nem Players Championship Wochenende.
    Der Kalender ist doch jetzt schon total voll.


    Der Trend ging in den letztes Jahren zu mehr Bühne statt Floor. Vor Einführung der European Tour waren es noch ca. 35 Players Championships plus 8 UK Qualifier, heute sind es 20+6. Bei noch mehr Bühnenturnieren würde man sicher hier weiter einsparen.
    Außerdem bestünde noch die Möglichkeit (z.B. wie im Tennis), Turniere mit ähnlicher Wertigkeit parallel stattfinden zu lassen. Das setzt aber natürlich bestehendes Interesse, vorhandenes Geld und nötige Umstrukturierungen voraus.

  • Außerdem bestünde noch die Möglichkeit (z.B. wie im Tennis), Turniere mit ähnlicher Wertigkeit parallel stattfinden zu lassen. Das setzt aber natürlich bestehendes Interesse, vorhandenes Geld und nötige Umstrukturierungen voraus.

    Und das wäre eine grausige Idee :ohno_ , man kommt ja, um alle Stars zu sehen, nicht nur um ein, zwei zu sehen.

  • Und das wäre eine grausige Idee :ohno_ , man kommt ja, um alle Stars zu sehen, nicht nur um ein, zwei zu sehen.


    Naja, wenn sich das in etwa 50:50 verteilt, sollte erstklassiger Dartsport garantiert sein und für jeden etwas dabei sein. Im Übrigen habe ich Taylor, Lewis, Anderson und van Barneveld in diesem Jahr auch kaum bis gar nicht auf der European Tour gesehen. Und siehe da: Es funktionert trotzdem ... ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Mics147 (18. August 2015 um 19:42)

  • Vor ein paar Monaten wurde wieder mal kolportiert, die PDC hätte immer noch im Auge, am Ende eine Eliteserie für maximal 64 Spieler zu schaffen...die würden dann rund um die Welt um Preisgelder im Bereich der aktuellen Majors spielen, während die Players Championships quasi zweitklassig würden. Vor so ca. 7-8 Jahren (also noch vor Einführung der Tour Card) gab's schon mal offene Überlegungen in diese Richtung, damals allerdings noch ohne Unterbau, es hätten also die Spieler unterhalb der 64er Marke einfach abgekoppelt werden sollen. Schlussendlich ist die Entwicklung in den letzten Jahren dann aber genau in die umgekehrte Richtung verlaufen, also deutlich mehr Spieler in den PDC-Einflussbereich gebracht worden statt weniger...hat man wohl eingesehen, dass man sich für die professionelle Heranführung neuer Spieler nicht auf andere Organisationen verlassen sollte.

    Und auch aktuell halte ich eine solche Änderung für mindestens weitere 10 Jahre nicht für realistisch - da müssten die Gesamtpreisgelder wohl schon die 20 Millionen £ toppen, bis man wirklich 64 Spieler auf Vollprofiniveau rund um die Welt schicken kann, schließlich würden denen ja gleichzeitig die Preisgelder aus den PCs wegbrechen, was gerade am unteren Ende der 64 Spieler erst mal ausgeglichen werden müsste. Ganz abgesehen davon, dass man dafür dann eine TV-Präsenz organisieren müsste, die im Umfang mindestens allen aktuellen TV-Turnieren plus allen ET-Turnieren entsprechen würde. Das scheint mir dann doch ein bisschen überambitioniert zu sein.

    Was Ranglisten-Turniere außerhalb Europas angeht - wie Mics schon angedeutet hat, unter Majorniveau wird's das wohl nicht mehr geben, da hat die PDC in der Vergangenheit u.a. mit Players Championships in Nordamerika und Australien zuviel Lehrgeld zahlen müssen. Ein TV-Turnier im Stil des World Grand Prix würde in Australien grundsätzlich sicherlich funktionieren, das Hauptproblem ist halt die Zeitverschiebung im Vergleich zu den größten TV-Märkten UK und Kontinentaleuropa.

  • Um noch einmal auf zukünftige World Series Events zurückzukommen: Stuart Pyke (Kommentator) sprach im Rahmen des Perth Masters was von zwei möglichen neuen Events in 2016. Ist allerdings mit Vorsicht zu genießen - immerhin hat er für 2015 auch schon Turniere in China, Indien, USA und Kanada in Aussicht gestellt ... ;)

    • Offizieller Beitrag

    Was man machen könnte ist die European Tour in eine World Tour umzuwandeln und diese nach dem selben Prinzip/Format wie die E-Tour auszutragen.
    Dann weiterhin 8-10 Turniere auf dem europäischen Festland und zusätzlich 5-6 internationale Turniere in Dubai/Australien/Japan usw.
    Dann könnte jeder daran teilnehmen und man hätte zusätzliche Ranglistenturniere. Dadurch könnten sich dann auch dortige Spieler mit guten Leistungen bei Heim-Turniere für Majors qualifizieren.
    Für mich persönlich würde es die Turniere aufwerten, denn irgendwie kann ich mich für diese Einladungsturniere bei denen es um nichts geht nicht begeistern.

  • dafür müsste das Preisgeld natürlich auch deutlich angehoben werden, da keiner für 1000 nach Australien/Dubai.... reist.

    An sich aber eine gute Idee wie ich finde

    Lieblingsspieler: 1.D Mark Dudbridge, Simon Whitlock 2.D Mark Webster, Steve Brown, Andy Parsons, John Brown

  • Zumindestens sollte man überdenken, nicht immer die selben Spieler einzuladen. Dieses Jahr find ich es arg langweilig, zumal die "Top 8" zumeist ohne Probleme gegen die Qualifikanten aus dem jeweiligen Land durchkommt. Und dann hat man, bis auf maximal eine Ausnahme, immer die selben Spieler im Viertelfinale. Vorschlag wäre, 4-5 Turniere über das Jahr zu verteilen und dann die zu dem Zeitpunkt jeweilige Top 16 der OoM oder z.B Top 8 OoM und Top 8 Pro Tour reinzunehmen. Dazu kann man dann Qualifikanten machen und ein 32-Feld über 3 Tage spielen lassen.

  • Zumindestens sollte man überdenken, nicht immer die selben Spieler einzuladen. Dieses Jahr find ich es arg langweilig, zumal die "Top 8" zumeist ohne Probleme gegen die Qualifikanten aus dem jeweiligen Land durchkommt. Und dann hat man, bis auf maximal eine Ausnahme, immer die selben Spieler im Viertelfinale. Vorschlag wäre, 4-5 Turniere über das Jahr zu verteilen und dann die zu dem Zeitpunkt jeweilige Top 16 der OoM oder z.B Top 8 OoM und Top 8 Pro Tour reinzunehmen. Dazu kann man dann Qualifikanten machen und ein 32-Feld über 3 Tage spielen lassen.


    32er Teilnehmerfelder gehen aber nur mit Preisgeldern auf Majorniveau, von den logistischen Problemen mal ganz abgesehen. Für ein Turnier in Australien oder Japan kann man nicht einfach mal den Cutoff ein paar Wochen vor das Turnier legen, wie sie das bei den sonstigen Majors machen - sonst zahlen sich die europäischen Qualifikanten dumm und dämlich bei ihren kurzfristig gebuchten Flügen.

    Edit: Oder meinstest du 16 PDC-Spieler und dazu dann noch 16 lokale Spieler? Da geht das Spielniveau dann aber wirklich zum Teufel, das würde wahrscheinlich noch nicht mal in Europa funktionieren, geschweige denn in weniger etablierten Regionen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Zeyes (19. August 2015 um 21:23)


  • 32er Teilnehmerfelder gehen aber nur mit Preisgeldern auf Majorniveau, von den logistischen Problemen mal ganz abgesehen. Für ein Turnier in Australien oder Japan kann man nicht einfach mal den Cutoff ein paar Wochen vor das Turnier legen, wie sie das bei den sonstigen Majors machen - sonst zahlen sich die europäischen Qualifikanten dumm und dämlich bei ihren kurzfristig gebuchten Flügen.

    Edit: Oder meinstest du 16 PDC-Spieler und dazu dann noch 16 lokale Spieler? Da geht das Spielniveau dann aber wirklich zum Teufel, das würde wahrscheinlich noch nicht mal in Europa funktionieren, geschweige denn in weniger etablierten Regionen.

    Ja dann müsste man das als Major-Turnier Serie machen und kann sich zumindestens die World-Series Finals klemmen...

    • Offizieller Beitrag

    dafür müsste das Preisgeld natürlich auch deutlich angehoben werden, da keiner für 1000 nach Australien/Dubai.... reist.

    An sich aber eine gute Idee wie ich finde


    Ich würde für 1.000 Pfund sofort nach Dubai oder Australien reisen ^^ ;) ;)
    Ne Spaß beiseite, der Veranstalter lässt sich solche Turniere immer einiges kosten, wenn man das dann in alle World Tour Turniere miteinfließen lässt, dann würde man nicht nur viele Stars dort hin locken sondern auch die jetztige E-Tour deutlich aufwerten.

  • Ne Spaß beiseite, der Veranstalter lässt sich solche Turniere immer einiges kosten, wenn man das dann in alle World Tour Turniere miteinfließen lässt, dann würde man nicht nur viele Stars dort hin locken sondern auch die jetztige E-Tour deutlich aufwerten.


    Die mutmaßlich bei den derzeitigen WS-Turnieren ausgeschütteten Preisgelder dürften unter den üblichen £115.000 von der E-Tour liegen, und bei diesen £115.000 wird es kaum bleiben können, wenn man das E-Tour-Format wirklich auf nichteuropäische Locations ausweiten will. Unter £2000 für die erste Runde wird das einfach nicht praktikabel sein, und darauf aufbauend sind wir für das Gesamtpreisgeld schnell jenseits der £200.000. Und da ist noch nicht mal geklärt, ob ein lokaler Promoter, der für 8 Topspieler Geld auf den Tisch legt, das auch für ein deutlich größeres Teilnehmerfeld machen würde, in dem viele Spieler eher mäßig interessant für das örtliche Publikum wären. Die Runde der letzten 48 "funktioniert" ja noch nicht mal hier in Europa so richtig.

    • Offizieller Beitrag

    Die mutmaßlich bei den derzeitigen WS-Turnieren ausgeschütteten Preisgelder dürften unter den üblichen £115.000 von der E-Tour liegen, und bei diesen £115.000 wird es kaum bleiben können, wenn man das E-Tour-Format wirklich auf nichteuropäische Locations ausweiten will. Unter £2000 für die erste Runde wird das einfach nicht praktikabel sein, und darauf aufbauend sind wir für das Gesamtpreisgeld schnell jenseits der £200.000. Und da ist noch nicht mal geklärt, ob ein lokaler Promoter, der für 8 Topspieler Geld auf den Tisch legt, das auch für ein deutlich größeres Teilnehmerfeld machen würde, in dem viele Spieler eher mäßig interessant für das örtliche Publikum wären. Die Runde der letzten 48 "funktioniert" ja noch nicht mal hier in Europa so richtig.

    Natürlich, da hast du schon recht, dass da dann das Preisgeld auf 200k erhöht werden müsste, damit es für die Spieler interessant wird.
    Andererseits wird es mMn langfristig aber auch nicht gut gehen, wenn jedes Jahr immer die selben Spieler kommen zu einem Show-Turnier indem es um genau gar nichts geht. Außerdem ist es für die australischen/japanischen/neuseeländischen Spieler zwar interessant, einmal auf der Bühne zu stehen und gegen einen PL-Starter vor 5.000 Leute zu spielen, andererseitss bringt es denen aber außer das bisschen Preisgeld für Runde 1 gar nichts, im Falle einer E-Tour Erweiterung hätten diese Spieler realistische Chancen auf viel Preisgeld für die OoM und einer damit verbundenen Major-Quali, was für die Spieler in diesen Ländern definitiv mehr bringen würde als das aktuelle Format. Wenn sich über dieses Format dann z.B. ein Japaner und ein Neuseeländer in der Weltspitze etablieren, wäre das für den Sport ein deutlich größerer Gewinn alls ein jährliches Show-Event.

    Was ich allerdings nicht glaube ist, dass die Preisgelder bei diesen Turnieren unter derer der E-Tour liegen, alleine in Dubai wurden lt. meinen Informationen mehr als 200.000€ an die Spieler ausgeschüttet. Und auch in Australien dürfte es nicht viel weniger sein, zumal die Zuschauereinnahmen lt. einer sicheren Quelle um die 500.000€ !!! pro Turnier in Australien betragen (kann man auch selbst ausrechnen bei einer Tageskarte umgerechnet zwischen 43 und 65€ und Schnitt 4-5.000 Zuschauer pro Session).

  • Natürlich, da hast du schon recht, dass da dann das Preisgeld auf 200k erhöht werden müsste, damit es für die Spieler interessant wird.
    Andererseits wird es mMn langfristig aber auch nicht gut gehen, wenn jedes Jahr immer die selben Spieler kommen zu einem Show-Turnier indem es um genau gar nichts geht. Außerdem ist es für die australischen/japanischen/neuseeländischen Spieler zwar interessant, einmal auf der Bühne zu stehen und gegen einen PL-Starter vor 5.000 Leute zu spielen, andererseitss bringt es denen aber außer das bisschen Preisgeld für Runde 1 gar nichts, im Falle einer E-Tour Erweiterung hätten diese Spieler realistische Chancen auf viel Preisgeld für die OoM und einer damit verbundenen Major-Quali, was für die Spieler in diesen Ländern definitiv mehr bringen würde als das aktuelle Format. Wenn sich über dieses Format dann z.B. ein Japaner und ein Neuseeländer in der Weltspitze etablieren, wäre das für den Sport ein deutlich größerer Gewinn alls ein jährliches Show-Event.

    Was ich allerdings nicht glaube ist, dass die Preisgelder bei diesen Turnieren unter derer der E-Tour liegen, alleine in Dubai wurden lt. meinen Informationen mehr als 200.000€ an die Spieler ausgeschüttet. Und auch in Australien dürfte es nicht viel weniger sein, zumal die Zuschauereinnahmen lt. einer sicheren Quelle um die 500.000€ !!! pro Turnier in Australien betragen (kann man auch selbst ausrechnen bei einer Tageskarte umgerechnet zwischen 43 und 65€ und Schnitt 4-5.000 Zuschauer pro Session).

    In Dubai ist das Preisgeld doch höher als beim Rest. Über die Turniere in Australien habe ich keine Infos, in Japan lag das gesamt Preisgeld zumindest bei Rund 73.000 Pfund, also unter ET Niveau.

  • Meine aber, dass auf der World Series für die 8 "Stammspieler" alle Kosten (Reise, Hotel etc.) von der PDC übernommen werden. Wenn man diese Ausgaben auf das Preisgeld umverteilte, läge man womöglich über ET-Niveau.

    • Offizieller Beitrag

    In Dubai ist das Preisgeld doch höher als beim Rest. Über die Turniere in Australien habe ich keine Infos, in Japan lag das gesamt Preisgeld zumindest bei Rund 73.000 Pfund, also unter ET Niveau.

    Das Preisgeld in Japan lag bei 81.000 Pfund, ist aber auch mit Abstand das kleinste Turnier (Halle, Zuschauer, Medieninteresse usw.) dieser Serie.
    Rechnet man allerdings die Gagen der Spieler und deren Reisekosten + Verpflegung hinzu, kommt man schon ziemlich hin bzw. wird vielleicht sogar deutlich drüber sein.

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