Lernen, den Dart gerade zu halten & werfen

  • Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es Leute gibt, die einfach nur vermeiden wollen, dass man ihnen in drei Jahren sagt »Au, wie du da wirfst, ist aber ungünstig. Da hast du dir die letzten drei Jahre aber was Doofes angewöhnt.« Ansonsten gebe ich meinen Vorrednern natürlich recht, dass es da auch bei den Profis zu unterschiedliche Wurfstile gibt, als dass man sagen könnte, genau so ist es am Besten. Bei Vincent van der Voort habe ich das in einem anderen Thread hier schonmal so formuliert, dass man da gar nicht weiß, ob er schon spielt oder neue Darts hat und die Alten gerade wegwirft.


    Ja und? Dann kommt eben in 3 Jahren einer und sagt mir was ungünstig ist. Gut so. Denn auch beim darten lernt man nie aus. Ich spiele über 30 Jahre. Und ich spiele dieses Jahr sicherlich nicht mehr genauso wie letztes Jahr im Februar. Es ändern sich immer mal wieder Kleinigkeiten. Wenn ich an meinen Wurfstiel von meinen Anfängen denke.....schlimm. Aber ich habe nie bewusst etwas geändert. Sondern das hat sich entwickelt. Einfach dadurch indem ich versucht habe meine Fehler zu verbessern.
    Ich halte es wie da ritsch. Diejenigen, die zu verbissen an die Sache heran gehen (und nicht lernen das zu lassen), die werden wir nicht lange am Board sehen. Denen geht der Spaß verloren.

    180er: unzählig
    HF: mehrere 170er
    Short Game: 2 x 9er
    Avg: Irgendwo zwischen 70 und 90

    Don't Panic

  • Ich halte es wie da ritsch. Diejenigen, die zu verbissen an die Sache heran gehen (und nicht lernen das zu lassen), die werden wir nicht lange am Board sehen. Denen geht der Spaß verloren.


    Das ist auch ein gewichtiger Grund warum ich mein eBook erschaffen :thumbup: habe. Mehr Leichtigkeit im Spiel und auch im allgemeinen Denken. Denn meist ist es so...wer Dart zu verbissen angeht, macht das auch in anderen Bereichen im Leben so. Ich spreche da auch aus eigener Erfahrung.

  • de Bauer

    Ich sehe das doch im Grunde genauso und will aber sagen, wenn ein Anfänger zu einem erfahrenen Spieler sagt »Guck mal, ob das so in Ordnung ist, wie ich das mache.« Da sind da auch Leute dabei, die sich nur unverbindlich einen Tipp holen wollen oder jemand möchte mit seinem »Idol« einen Smalltalk starten. Das muß nicht gleich im Ansatz Verbissenheit sein, auch wenn es oft zutrifft. Ich sehe aber auch das als etwas ganz Normales an, dass ein Hobby in seiner Anfangsphase von sehr viel Euphorie getragen wird.

    Aber mal ganz unabhängig davon. Das Ulkige ist ja, dass es mir genau andersrum erging. Ich bin an die Sache rangegangen ->> Spaß an der Freude, mal gucken, wie es sich entwickelt und das Erste was ich von jemandem zu hören bekommen habe war, wenn er merkt, dass einer wie ich nicht mit dem nötigen Ernst an die Sache geht, würde er mit mir gar nicht erst spielen.

    Da steht man dann als Anfänger aber auch doof da und fragt sich - Ja wie denn nu?

  • Ja und? Dann kommt eben in 3 Jahren einer und sagt mir was ungünstig ist. Gut so. Denn auch beim darten lernt man nie aus. Ich spiele über 30 Jahre. Und ich spiele dieses Jahr sicherlich nicht mehr genauso wie letztes Jahr im Februar. Es ändern sich immer mal wieder Kleinigkeiten. Wenn ich an meinen Wurfstiel von meinen Anfängen denke.....schlimm. Aber ich habe nie bewusst etwas geändert. Sondern das hat sich entwickelt. Einfach dadurch indem ich versucht habe meine Fehler zu verbessern.
    Ich halte es wie da ritsch. Diejenigen, die zu verbissen an die Sache heran gehen (und nicht lernen das zu lassen), die werden wir nicht lange am Board sehen. Denen geht der Spaß verloren.

    Ich denke, das ist der beste Rat den man geben kann und den man unter die unzähligen Themen kleistern sollte.
    Einfach machen. Der Rest pegelt sich alleine ein.

    Wenn man Schmerzen hat oder permanent neben das Surround hämmert, dann sollte man wirklich was ändern. Ansonsten einfach werfen.
    Halte ich genauso und fahre echt gut damit. Der Kopf bleibt größtenteils frei und man kann sich auf die eine Sache konzentrieren.

    ...

  • de Bauer

    Ich sehe das doch im Grunde genauso und will aber sagen, wenn ein Anfänger zu einem erfahrenen Spieler sagt »Guck mal, ob das so in Ordnung ist, wie ich das mache.« Da sind da auch Leute dabei, die sich nur unverbindlich einen Tipp holen wollen oder jemand möchte mit seinem »Idol« einen Smalltalk starten. Das muß nicht gleich im Ansatz Verbissenheit sein, auch wenn es oft zutrifft. Ich sehe aber auch das als etwas ganz Normales an, dass ein Hobby in seiner Anfangsphase von sehr viel Euphorie getragen wird.

    Aber mal ganz unabhängig davon. Das Ulkige ist ja, dass es mir genau andersrum erging. Ich bin an die Sache rangegangen ->> Spaß an der Freude, mal gucken, wie es sich entwickelt und das Erste was ich von jemandem zu hören bekommen habe war, wenn er merkt, dass einer wie ich nicht mit dem nötigen Ernst an die Sache geht, würde er mit mir gar nicht erst spielen.

    Da steht man dann als Anfänger aber auch doof da und fragt sich - Ja wie denn nu?


    Natürlich gebe ich auch Tipps wenn mich mal einer fragt. Allerdings meist nicht, wie es richtig geht, sondern eher in die Richtung, was ich als Fehler ansehe. Aufgrund der unterschiedlichen Wurfstile ist es nämlich sehr schwer jemandem zu sagen was er besser machen soll.
    Wenn z.B. ein Rechtshänder die Tendenz hat, dass er ein Wurfbild große S5 zur kleinen S1 hat, dann sage ich auch was dazu. Da ist aus meiner Sicht der Ellebogen zu weit draußen. Aber ob er das jetzt dadurch korrigiert, dass er versucht den Ellebogen weiter rein zu nehmen (das habe ich gemacht) oder ob er seinen Oberkörper weiter nach rechts abknickt, das ist dann seine Sache.

    180er: unzählig
    HF: mehrere 170er
    Short Game: 2 x 9er
    Avg: Irgendwo zwischen 70 und 90

    Don't Panic

  • Genau das eben nicht. George Silberzahns Devise ist:
    - seinen natürlichen Griff benutzen (darum gehts ja eigentich in diesem Thread)
    - mittels der Übungen soll sich der eigene, ganz individuelle Stil von selbst entwickeln, ohne eine Blaupause im Kopf, dass der Wurf jetzt aber so und so auszusehen hätte
    - das Einzige auf was Wert gelegt wird, wenn Du so willst als standardisiertes Element, ist der komplette Follow Through
    - ansonsten, auch von George ähnlich formuliert... Kopf aus und Spaß haben

    Ich würde auch gerne nochmal auf das Thema zurückkommen, weil ich es einfach interessant finde. Ich denke, dass wir uns bei obigem Zitat falsch verstanden haben, denn ich meinte damit nicht, dass die Flight School darauf basiert, dass ein guter Dartwurf größtenteils standardisiert ist (das ist wohl mehr meine These. Dartwurf = viele Konstanten + einiger Variablen), sondern, dass die Flight School Wert darauf legt, seinen eigenen Wurf genau nachvollziehen zu können (also bewusst zu werfen und detailliert nachvollziehen können, was beim Wurf genau passiert - also wie wirken sich der Griff, die Stellung des Ellenbogens usw. auf den Wurf aus) und ihn mit diesem Wissen zu verbessern/anzupassen. Falls das nicht so sein sollte, dann den Teil mit der Flight School aus meinem ersten Post bitte einfach vergessen (ich kenne deren Lektionen nicht detailliert, dachte aber, ich könnte es gut für meine Argumentation benutzen ;) ).

    Um aber nochmal auf das bewusste Werfen zurückzukommen. Viele (auch scheinbar erfahrene) Spieler geben ja Tipps im Sinne von, nicht nervös machen lassen, einfach werfen, dann wird das schon mit der Zeit. Ist das wirklich die Herangehensweise der meisten Spieler hier? Denkt Ihr nicht darüber nach, wie Ihr werft, woran die Fehler liegen könnten und wie man das verbessern/abstellen kann? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das besonders zielführend ist, denn wenn man Darts jetzt mal mit anderen Sportarten vergleicht (schon klar, erstmal zwei Paar Schuhe), so werden einem doch in so ziemlich jeder Sportart - gerade am Anfang - erstmal die Grundtechniken (meist von einem Trainer) exakt vermittelt. Wer beispielsweise das Tennisspielen beginnt, dem wird zunächst beigebracht, wie er den Schläger exakt zu halten hat (auch wenn sich das am Anfang eventuell ungewohnt oder unbequem anfühlt - vgl Darts), wie er seinen Schwung komplett durchzieht (Follow Through vgl. Darts) und wie die Grundschläge eben genau zu funktionieren haben. Warum sollte das beim Darts so anders sein? Kann ich mir nur schwerlich vorstellen, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.


    de Bauer: "Wenn z.B. ein Rechtshänder die Tendenz hat, dass er ein Wurfbild große S5 zur kleinen S1 hat, dann sage ich auch was dazu. Da ist aus meiner Sicht der Ellebogen zu weit draußen. Aber ob er das jetzt dadurch korrigiert, dass er versucht den Ellebogen weiter rein zu nehmen (das habe ich gemacht) oder ob er seinen Oberkörper weiter nach rechts abknickt, das ist dann seine Sache."


    Kannst Du das genauer erklären? Das verstehe ich nicht oder ergibt für mich zumindest keinen Sinn. Was soll das sein, Ellenbogen zu weit draußen? (sorry, bekomme das mit mehreren Zitaten nicht hin, daher so.)

    Einmal editiert, zuletzt von Mett House (21. Februar 2018 um 15:25)


  • Ich würde auch gerne nochmal auf das Thema zurückkommen, weil ich es einfach interessant finde. Ich denke, dass wir uns bei obigem Zitat falsch verstanden haben, denn ich meinte damit nicht, dass die Flight School darauf basiert, dass ein guter Dartwurf größtenteils standardisiert ist (das ist wohl mehr meine These. Dartwurf = viele Konstanten + einiger Variablen), sondern, dass die Flight School Wert darauf legt, seinen eigenen Wurf genau nachvollziehen zu können (also bewusst zu werfen und detailliert nachvollziehen können, was beim Wurf genau passiert - also wie wirken sich der Griff, die Stellung des Ellenbogens usw. auf den Wurf aus) und ihn mit diesem Wissen zu verbessern/anzupassen. Falls das nicht so sein sollte, dann den Teil mit der Flight School aus meinem ersten Post bitte einfach vergessen (ich kenne deren Lektionen nicht detailliert, dachte aber, ich könnte es gut für meine Argumentation benutzen ;) ).

    Jetzt hab ichs...das würde ich in Bezug auf die Flightschool auch so unterschreiben.

    Pew

    Einmal editiert, zuletzt von theblindPew (22. Februar 2018 um 09:57)

  • Kannst Du das genauer erklären? Das verstehe ich nicht oder ergibt für mich zumindest keinen Sinn. Was soll das sein, Ellenbogen zu weit draußen? (sorry, bekomme das mit mehreren Zitaten nicht hin, daher so.)

    Wenn Du den Arm schief hältst ist es schwer gerade zu werfen. Je gerader der Arm ist um so leichter sollte es fallen gerade zu werfen. Ellenbogen näher zum Körper => Arm gerader

    Ich glaube auch das er einige Dinge gibt die es leichter machen, gut Darts zu spielen. Trotzdem muss jeder individuell den für sich richtigen Weg finden. Sag Mensur mal er soll jetzt total regungslos vor dem Board stehen und nur den Unterarm bewegen, oder versuche bei Klaassen oder Pipe die Geschwindigkeit zu ändern. Manches kann man ändern, anderes liegt einfach nicht im Naturell des jeweiligen Spielers.

    Erst wenn die letzte LAN geschlossen, der letzte 3D-Shooter verboten und das Internet zensiert ist, werdet ihr merken, dass man seine Kinder doch erziehen muss.
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