Verschiedene Schwierigkeitsstufen für das Training

  • Servus Liebe Dartgemeinde,

    da ich in der letzten Zeit sehr viel und zu oft meiner Meinung nach falsch trainiert habe und ich auf der Suche nach geeigneten Trainingsplänen im Netz auch nicht wirklich was gefunden habe, versuche ich mich jetzt mit dem erstellen eigener Methoden. Ich hab mir ein paar Gedanken gemacht und bin der Meinung, dass es sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene eine gute Abwechslung ist, als immer stur die 501 auf 0 zu bringen.

    Ausschlaggebend war für mich ein Gespräch mit einem Freund, der mir berichtete, dass er mit der Zeit immer weniger die Ziele trifft, da er wie oben beschrieben stur die 501 runterspielt. Meinen Rat, dass er auch andere Spiele trainieren soll, befolgte er nicht, so bleibt auch sein Fortschritt aus.

    Mein Rat daher:

    Anfänger:
    - Schreibt euch die Zahlen 20,19,18,17,16,15,14,13,12 und Bull auf ein Blatt untereinander, oben schreibt ihr nebeneinander 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10. Ziel ist es jede Zahl zehn mal zu treffen. Wobei aber jeder Treffer nur einen Punkt zählt, auch wenn ihr z.B.: Tripple 20, Double 20 und Single 20 trefft, würde euch das normale Chricket 6 Punkte zählen, hier aber dürft ihr nur 3 Häckchen in der Liste machen.. Ihr müsst solange am Bord bleiben, bis ihr alle Zahlen zehn mal getroffen habt und eure Liste komplett abgehakt ist.. So zwingt euch das Board, es zu besiegen. Am besten ist es, ihr lässt die Stoppuhr mitlaufen und notiert euch die Zeit, die ihr dafür benötigt. Daher könnt ihr eure Spiele vergleichen. Ich bin der Meinung, dass ihr mit der Zeit immer weniger an Minuten benötigt, das Board zu besiegen.

    Amateur:
    - Auch bei dieser Übung schreibt ihr euch die Zahlen 20-12 und das Bull untereinander und die Zahlen 1-10 nebeneinander. Hier aber gibt es den Unterschied, dass ihr erst einen Hacken machen könnt, wenn ihr mit jedem Wurf, eine der oben genannten Zahlen, mit mindestens 2 Darts getroffen habt. Auch hier ist es wieder wichtig, das Board zu besiegen, sprich, solange zu spielen, bis eure Liste komplett ausgefüllt ist und auch das Bull zehn mal mit mindestens zwei Darts getroffen wurde.

    Fortgeschrittene: Tripple/Double
    - Hier unterscheidet sich die Übung nicht stark von der Amateurübung, nur mit dem Unterschied, dass die Zahlen 20-12 und das Bull je mit drei Darts getroffen werden müssen, um einen Hacken in der Liste zu bekommen. Bleibt auch hier solange am Board, bis die Übung komplett abgehackt ist.

    Profi:
    - Hier unterscheidet sich die Übung dann schon sehr von den oben beschriebenen. Ziel ist es von den Zahlen 20-12 jeweils die Tripple/Doppel zu treffen um einen Strich auf der Liste machen zu können. Man kann individuell auch noch das Bull's Eye dazugeben. Auch hier gilt wieder, bleibt so lange am Board, bis ihr es besiegt habt. Hier sind auch eurer Fantasie und können keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt euch auch ebenso als Ziel nehmen, die Zahlen 20-12 jeweils mit zwei Tripple/Doppel zu treffen, bevor ihr einen Hacken machen könnt.

    So das wären mal meine ersten Einfälle die ich an Trainingsspiele habe. Weitere Folgen bestimmt. Ich hoffe, dass mein Beitrag nicht völliger Quatsch ist und ihr es positiv aufnehmt. Ich finde halt, dass es der Wille ist, das Board zu besiegen. Solange am Board zu bleiben, bis man sein Ziel erreicht hat.

    2 Mal editiert, zuletzt von Gater1704 (4. Juli 2018 um 13:31)

  • Eine Übung führt nicht unbedingt zu dem erwünschenten Erfolg. Übungen sind im Training ein Bestandteil, dass erlernte (Technik usw) auszuprobieren und zu festigen.
    Wenn jemand Probleme mit dem Treffen der anvisierten Zahlen hat, wird er nicht automatisch durch eine Übunge besser. Wichtig ist es zu überprüfen warum er das Ziel nicht trifft und dann diese Faktoren abzustellen. Oft ist eine desolate Technik schuld daran, oder auch mentale Probleme können immer dazu führen seine Ziele nicht zu erreichen.

    Aus diesen Grund sehe ich deine Übung zwar als gut an, aber nicht als alleiniges Hilfsmittel um sich zu verbessern.

    Zitat

    Ihr müsst solange am Bord bleiben, bis ihr alle Zahlen zehn mal
    getroffen habt und eure Liste komplett abgehakt ist.. So zwingt euch das
    Board, es zu besiegen. Am besten ist es, ihr lässt die Stoppuhr
    mitlaufen und notiert euch die Zeit, die ihr dafür benötigt. Daher könnt
    ihr eure Spiele vergleichen. Ich bin der Meinung, dass ihr mit der Zeit
    immer weniger an Minuten benötigt, das Board zu besiegen.

    Als Anfänger ist es sinvoller weniger Ergebnisorientiert zu werfen, also ohne Druck oder etwas zu besiegen. Er soll seinen Wurf finden und diesen pflegen. Damit hat er schon genug zu tun, wenn jetzt noch Aufgaben hinzukommen, die einem Wettkamof gleichgestellt sind, dann verkrampft er sehr schnell und das eingetliche Ziel -> Wurf stabilisieren, ist verfehlt.
    Zumal sich bei solchen Mammutaufgaben schnell Frust einschleichen kann.

    Alles rund um "Darts -Training" findet ihr auf ► Dartblog.de oder Youtube ► Dartblog

    Einmal editiert, zuletzt von dartblog (2. Juli 2018 um 09:06)

  • Ich würde am Anfang einfach nur sehr, sehr viel spielen, um die Auge-Hand-Koordination als solches zu trainieren. So lange das noch so ungenau ist, dass die Streuung so groß ist, dass man die anvisierten Ziele meist nur zufällig trifft, bringen spezielle Übungen nicht viel und dann sind ja auch die Trainingsergebnisse eher Zufall. Da kann man so einfache Sachen, wie Around the Clock auf die Singlefelder einbauen und dann sieht man nach einer Weile, wie man sich verbessert, wenn man immer weniger Darts für eine Runde braucht. Je nachdem wie ernst man das Hobby nimmt, würde ich dann lieber von Anfang an, die richtigen Finishwege und solches theoretische Handwerkszeug lernen. Da fangen die Meisten (ich eingeschlossen) sicher zu spät mit an.

  • Es soll ja bei den Beispielen nicht darum gehen, von 0 anzufangen, sondern eher für Spieler, die schon eine Weile spielen.. Ich hab das auf mich zugeschnitten, da ich mittlerweile schon ein halbes Jahr spiele und meine Streuung nicht mehr allzu groß ist.. Da ich auch in der Lage bin 3 Pfeile nebeneinander zu setzen finde halt ich für mich persönlich, solche Spiele sehr hilfreich und motivierend.. Natürlich hat jeder seine Meinung, aber ich finde, mich haben diese Spiele schon ein bissl weitergebracht, bevor ich eben Stur die 501 auf Null bringe.

    Es ist ja ähnlich wie die Übung in der Flightschool, die ich im Moment mache, da spielst du auch von 20-12 runter in 5 Runden und bekommst erst einen Haken, wenn zwei Pfeile das Ziel getroffen haben. Diese Übung sollte laut Unterlagen zum Kerngebiet des Trainings gemacht werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Gater1704 (4. Juli 2018 um 13:30)

  • Finde den Einwand mit der 11 gut, denn ich würde sogar noch die 10 und die 9 hinzunehmen :rolleyes:

    Allerdings bin ich davon weggegangen konkret zu trainieren, sondern spiele einfach :)

    Das maximale Volumen subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität ihrer Produzenten.

  • Überwiegend spiele ich auch nur 501 gegen den Computer.
    Einzelne Spiele oder auch Turniere.

    Ab und an 100 mal auf die 19 oder 20 und roundabout auf die Doppel bis zum Treffer.

    Favs Gary Anderson, Bully Boy, NoGo Price

  • Also mit Stoppuhr zu trainieren, käme mir überhaupt nicht in den Sinn.

    Training ist eher langweilig und man kanns auch übertreiben.Da kann schnell der Spass flöten gehen.
    Man sollte aus dem Spiel keine Wissenschaft machen.
    Ich mach am Tag so 4 oder 5 Spiele gegen den Computer ohne grolßes Einwerfen.
    501 mit mehr oder weniger Legs gegen Compu 2 oder 3 und wenn ich warm bin, dann gegen Compu 4 oder 5.

    Favs Gary Anderson, Bully Boy, NoGo Price

  • Deshalb finde ich Trainingsspiele auch sehr individuell. Es kann so effektiv sein, aber wenn man dabei die Lust verliert, macht es keinen Sinn. Ein Anderer kann aber wieder total begeistert sein. Ich verstehe ja voll das Anliegen, denn ich meine nach einem halben Jahr hatte ich auch das Bedürfnis meine aktuelle Trainingsmethodik zu erläutern. Ich habe sie übrigens immernoch. Zwei Runden Around The Clock auf die Doppel und dann eine Runde Around The Clock auf die Segmente, wobei alle drei Darts einer Aufnahme das Segment treffen müssen bis Segment 14 und dann die 15 bis Bull als Cricket zu Ende gespielt. Das ist noch nicht Training, das ist zum Warmmachen und dann wird trainiert und zwar das, was sich am Vortag bei den Spielen als Schwächen gezeigt hat. Dann die abendlichen prodarter-Spiele und da gucke ich dann wieder nach den Schwächen.

    Natürlich kommt es auch vor, dass ich mal nicht so intensiv trainiere und dann spiele ich auch einfach nur so ein paar Legs runter. Bei einem gewissen Punkt merkt man ja, dass es zuviel wird.

  • Das ist mehr oder weniger mein Training.

    Ich spiele fast nur.
    Die Single-Felder hab ich zum Beispiel noch nie extra trainiert.
    Die kamen beim Spielen von alleine.
    Das Einzige was ich schon mal trainiere sind die Doppelfelder.
    Da ist es so, dass ich die Felder rechts 13,6,10,15 und links16,8,11,14 relativ gut treffe und verstärkt die anderen Doppel trainiere.

    Die einzelnen Finishwege zum Beispiel hab ich bis heute nicht im Kopf.
    Ich spiele die ersten 400 Punkte meist so runter und dann fang ich erst an zu rechnen was geht.
    Dabei versuche ich auf meine präferierten Felder zu kommen, aber wenn nicht, ist auch ok.

    Ich mach mir da keinen Druck und versuche immer locker zu bleiben.
    Es ist ja ein Spiel.

    Manche verkrampfen halt,weil sie es wohl zu ernst nehmen

    Favs Gary Anderson, Bully Boy, NoGo Price

  • So ähnlich haben wir das in den frühen 90igern in der Kneipe gehandhabt. Wenn wir Lust hatten, haben wir uns die Pfeile genommen und gespielt und wer verloren hat, hat ne Runde Bier gekauft. Keiner hat die Aufnahmen mitgezählt (wir wußten nichtmal, dass das Aufnahme heißt) und einen Average kannten wir auch nicht. Wir haben nicht speziell trainiert, sondern wie gesagt einfach nur gespielt, wenn wir Lust hatten. Meine Güte, war Dart da entspannt.

  • So ähnlich haben wir das in den frühen 90igern in der Kneipe gehandhabt. Wenn wir Lust hatten, haben wir uns die Pfeile genommen und gespielt und wer verloren hat, hat ne Runde Bier gekauft. Keiner hat die Aufnahmen mitgezählt (wir wußten nichtmal, dass das Aufnahme heißt) und einen Average kannten wir auch nicht. Wir haben nicht speziell trainiert, sondern wie gesagt einfach nur gespielt, wenn wir Lust hatten. Meine Güte, war Dart da entspannt.


    Da liegt halt der Unterschied bei einem Sport/Spiel (geht ja einher) Es gibt solche mit sportlichen Ambitionen und solche ohne. Wie in allen Sportarten ist letztere Gruppe bedeutend größer. Sie bildet die Basis die überhaupt erst ermöglicht, dass erstere (ja fast schon Randgruppe) Ihrem "Sport/"Spiel" mit Leistung nachgehen kann. Blöd wird's nur wenn jemand eigentlich wegen Spaß spielen sollte, sich aber trotzdem furchtbaren Leistungsdruck in seiner Stadtliga macht.

  • Es liegt ja an jedem selbst wie ernst er das Spiel nimmt.
    Wer da zuviel hineininterpretiert und eine Wissenschaft daraus macht, der steht sich glaube ich eher selbst im Weg.

    Wie sagte doch Gary Anderson nach seinen ersten Würfen.

    Das ist doch ganz einfach :thumbup:


    Ich weiß,nicht jeder hat so ein Talent, aber diese Lockerheit, die machts glaube ich aus.

    Favs Gary Anderson, Bully Boy, NoGo Price

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