Was sind eure Erfahrungen über den Dartsport in der Öffentlichkeit?

  • Wenn man Turniere konsequent in Turnhallen austrägt, würde man sicherlich Sportförderung bekommen. Als Regel. Oder in einer Stadthalle.

    Dann wäre man unabhängiger von Einnahmen.

    Und dagegen das Zuschauer trinken würde ja nichts gesagt.


    Dass man das jetzigen Profis schlecht Er Klaas kann ist klar, aber irgendwann muss man damit ja anfangen. Sonst erlernt ja jede neue Generation, dass man zum Treffen Alk benötigt.

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas30 (15. Januar 2020 um 20:55)

  • Wenn man Turniere konsequent in Turnhallen austrägt, würde man sicherlich Sportförderung bekommen.

    Genau davon möchte man ja wegkommen. Die Darter sind in der Vergangenheit dem DDV weggelaufen, weil nur in Turnhallen gespielt wurde.
    Zur Zeit, wird es gerade wieder etwas besser.
    Das liegt aber auch nur an der guten Arbeit von Christian Kloß in Steinfurt.

  • Dass die jetzige Generation, die es nicht anders kennt für alkoholfreien (bei Spielern in hohen Ligen und im Profibereich) Dart nicht empfänglich ist, habe ich längst eingeräumt.

    Und ich habe auch keine Lust als Anti-Alkoholiker zu gelten. Ich saufe wie ein Loch, aber beim Darts ist es für mich Selbstbetrug. Ja, ein starkes, polemisches Wort, aber das ist meine Haltung.

    Und irgendwann wird auf einem gewissen Niveau diese Einsicht kommen.

    Wenn Alkohol generell nicht gesellschaftlich akzeptiert wäre, gäbe es diese Meinung jetzt schon. Es ist eine leistungssteigernde Substanz... ich weiß nicht, woher da noch ein Dissenz kommt, ob das eigentlich Doping ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas30 (15. Januar 2020 um 21:18)

  • Dass die jetzige Generation, die es nicht anders kennt für alkoholfreien (bei Spielern in hohen Ligen und im Profibereich) Dart nicht empfänglich ist, habe ich längst eingeräumt.

    Ich habe in meinem vorherigen Post das Thema Alk gar nicht erwähnt.
    Die Spieler haben einfach keine Lust mehr in angestaubten Turnhallen ihre Turniere auszutragen.

  • Dann habe ich das falsch verstanden.

    Aber die Klarstellungen waren ja trotzdem mal nötig, weil manche das anscheinend immer noch so verstehen, als würde ich ihnen die Flasche Bier bei einem gemütliche en Ründchen nach Feierabend wegnehmen.

    Nur wenn ein Bundesligaspiel mehr nach Stammtisch als nach Sportveranstaltung aussieht, wird uns nie jemand außerhalb unserer Blase so richtig ernst nehmen.

    Und darum geht es ja hier im Thread.

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas30 (15. Januar 2020 um 21:30)

  • Nur wenn ein Bundesligaspiel mehr nach Stammtisch als nach Sportveranstaltung aussieht, wird uns nie jemand außerhalb unserer Blase so richtig ernst nehmen.

    Von wem ist es denn erwünscht außerhalb unserer Blase ernst genommen zu werden?
    Solange die Mehrheit lieber den Stammtisch haben möchte, wird sich da auch nicht viel ändern.

  • Es gibt doch genug, die sich wünschen als Sport genauso ernst genommen zu werden wie Fußball oder Tennis.

    Und zum Teil wird es heute auch als Sport vermarktet.

    Und rein statistisch müssen Leute dabei sein, diesich darüber beschweren, dass man noch nicht so ernst genommen wird, aber es als Notwendigkeit akzeptiert haben vor einem Ligaspiel zu trinken.

  • Fakt ist, solange sich am Wochenende Leute treffen um ein Bier zu trinken und nebenbei ihr Ligaspiel machen, kann sich da gar nichts ändern.
    Diejenigen, die zum Ligaspiel gehen um Dart zu spielen, müssten dazu erst mal in der Mehrzahl sein.

  • Dass eine Mehrheit so denkt wie ich, habe ich höchstselbst in Zweifel gezogen. Ich glaube aber, dass es mehr werden.

    Es gab schon einmal einen Thread zu Alkohol und da war der Widerstand und die Aufregung noch größer.

    Und dazu, dass sich Dartspieler wünschen anerkannt zu werden: Gäbe es diese Thread dann überhaupt? Und es steht unter wirklich JEDEM Video auf Youtube, dass das doch endlich alle als wahren Sport anerkennen müssen.

    Das ist vielleicht statistisch nicht belegbar, aber eine Minderheit ist es auch nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas30 (15. Januar 2020 um 22:22)

  • Komischerweise klappt es beim Billard ganz gut, den Kneipensport und die sterilen TV-Veranstaltungen zu trennen. Die Einen spielen auch das hackevoll in der Kneipe und die Anderen kriegen ein Turnier auch komplett ohne Stimmung hin. Die spielen das selbe Spiel, ohne sich gegenseitig das Image zu versauen.

  • Komischerweise klappt es beim Billard ganz gut, den Kneipensport und die sterilen TV-Veranstaltungen zu trennen. Die Einen spielen auch das hackevoll in der Kneipe und die Anderen kriegen ein Turnier auch komplett ohne Stimmung hin. Die spielen das selbe Spiel, ohne sich gegenseitig das Image zu versauen.


    Na ja, Snooker ist nun nicht gerade das, an was die meisten bei "Kneipenbillard" denken würden, auch wenn man's in besser ausgestatteten Etablissements spielen kann. Und die kneipennäheren Varianten wie Pool stehen vermutlich auch deshalb in der öffentlichen Wahrnehmung und in der Vermarktbarkeit als Profisport ein ganzes Stück hinter Snooker zurück.

  • Die Spieler haben einfach keine Lust mehr in angestaubten Turnhallen ihre Turniere auszutragen.

    Die Aussage finde ich interessant.. Ich frag mich was wären die Alternativen bei so "großen" Veranstaltungen? Vereinsheime oder ähnliches werden kaum genug Platz haben. Für mich wäre auch am naheliegendsten gewesen zu sagen: Raus aus den "Kneipen" und co, wenn es um offizielle Ranglisten-Turniere geht, rein in Hallen oder ähnliches um das Ganze dort abzuhalten. (Unabhängig vom Thema Alkohol)

    Wenn das aber nun genau das Gegenteil bewirkt, nämlich das die Leute wegbleiben, ist das ja auch nicht die Lösung. ?( Aus meiner Sicht spiele ich lieber in ner Halle, wo genug Platz ist, als in ner Lokalität oder ähnliches wo man, nur um zu seinem Board zu kommen, schon 15 andere Spieler irgendwie berührt und wegdrängen muss. Aber das ist halt meine Sicht.

  • Komischerweise klappt es beim Billard ganz gut, den Kneipensport und die sterilen TV-Veranstaltungen zu trennen.

    Wobei ich mir auch beim Darts keine "sterilen" Veranstaltungen wünsche. Ich rede ja nicht davon Alkohol für die Zuschauer zu verbieten. Stimmung und die Verkleidungen etc., das gehört doch dazu. Bei den PDC-Turnieren kippt es aber langsam, sodass auch da die Fans nicht immer zu einem guten Image beitragen.

    Wobei die BDO-WM auch immer zeigt, dass es trotz Alkoholausschank keine Ballermann-Atmosphäre geben muss, und dass diese eher ruhige Stimmung auch was für sich hat.

    Es geht mir bei dem Thema aber wirklich nicht um das Publikum, sondern um das Selbstverständnis des Darts als Sportart und das zum Sport dann eben auch die Ethik dazugehört seine Leistung ohne Hilfsmittel abzurufen.

    Wenn wie befürchtet der Average in der PDC sinkt, wenn man Alk für Spieler verbietet, wäre das eine traurige aber nötige Erkenntnis.

    Wie immer meine Meinung und ich nehme nicht in Anspruch, dass ich damit eine Mehrheitsmeinung vertrete.

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas30 (15. Januar 2020 um 23:48)

  • Zeyes

    Da sehe ich jetzt keinen großen Unterschied. Für jemanden, für den Dart dieses Spiel ist, wo man betrunken Pfeile auf eine Scheibe wirft macht es ja auch keinen Unterschied, ob es Soft- oder Steeldart ist und ob die 501DO als Sport spielen oder Cricket um Bier in der Kneipe. Vor diesem Hintergrund habe ich in meinem Billard-Beispiel auch nicht zwischen den Spielvarianten unterschieden, denn in dem Sinne ist Billard auch nur das Spiel, wo man mit einem Stock die Kugeln auf einem Tisch kullert.

  • Zeyes

    Da sehe ich jetzt keinen großen Unterschied. Für jemanden, für den Dart dieses Spiel ist, wo man betrunken Pfeile auf eine Scheibe wirft macht es ja auch keinen Unterschied, ob es Soft- oder Steeldart ist und ob die 501DO als Sport spielen oder Cricket um Bier in der Kneipe. Vor diesem Hintergrund habe ich in meinem Billard-Beispiel auch nicht zwischen den Spielvarianten unterschieden, denn in dem Sinne ist Billard auch nur das Spiel, wo man mit einem Stock die Kugeln auf einem Tisch kullert.


    Das sind aber andere Leute als die, auf die du in deinem anderen Kommentar abgezielt hast (zumindest hatte ich das so interpretiert):

    Komischerweise klappt es beim Billard ganz gut, den Kneipensport und die sterilen TV-Veranstaltungen zu trennen. Die Einen spielen auch das hackevoll in der Kneipe und die Anderen kriegen ein Turnier auch komplett ohne Stimmung hin. Die spielen das selbe Spiel, ohne sich gegenseitig das Image zu versauen.


    Sicher, für jemanden, der zu der jeweiligen Sportart überhaupt nicht affin ist ("Biathlon ist doch das mit den Gewehren, oder?"), macht das alles keinen Unterschied. Aber was diejenigen betrifft, die selber hobbymäßig (Pool-)Billard spielen oder zumindest privat Leute kennen, die das tun, sehe ich schon noch einen Unterschied: Ich würde nämlich sagen, dass es unter denen weniger verbreitet ist, zu denken "eigentlich machen die da im Fernsehen auch nur genau das Gleiche wie wir Hobbyspieler". Hobby- und Profidarts sind sich da schon deutlich ähnlicher, IMHO, und das wird halt auch so in die breitere, weniger dartsinteressierte Öffentlichkeit hinausgetragen.

    Eine andere Sportart, die ich da in die selbe Ecke wie Billard einordnen würde, ist z.B. Tischtennis. Klar, kennt jeder und hat auch fast jeder schon mal selber gespielt. Aber ich denke, jeder, der schon mal Profispieler im Fernsehen gesehen hat, denkt sich sofort, "also das, was die da machen, so spielt bei uns an der Platte im Garten nie einer".

    3 Mal editiert, zuletzt von Zeyes (16. Januar 2020 um 01:02)

  • Es ging ja darum, dass die Kneipenvariante oder saufende Zuschschauer der Sportvariante oder saufende Sportler, die sich auf den Kneipensport berufen, für das schlechte Image durch Alkohol sorgen. Und das schlechte Image in der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit entsteht ja bei den Leuten ohne tiefere Einblicke.

    In der Kneipe sind der Billardtisch und der Dartautomat oft nicht weit voneinander entfernt. Der Kneipengast, der das Ganze nur vom Sehen kennt, sieht die biertrinkenden Spieler an beiden Geräten.

    Von Beiden gibts eine Sportvariante, die ernst genommen werden will und das klappt beim Billard offensichtlich besser als beim Dart. Da schafft es der Nichtinvolvierte, die Sportvariante von der Kneipenvariante zu trennen. Beim Biathlon kenne ich die Kneipenvariante allerdings nicht, auch wenn es bei uns in der Kneipe schon so kalt war, das Schnee für möglich gehalten wurde und man beim Gang zum Klo damit rechnen musste, dass ein Pinguin um die Ecke kommt.

  • Es ging ja darum, dass die Kneipenvariante oder saufende Zuschschauer der Sportvariante oder saufende Sportler, die sich auf den Kneipensport berufen, für das schlechte Image durch Alkohol sorgen. Und das schlechte Image in der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit entsteht ja bei den Leuten ohne tiefere Einblicke.

    In der Kneipe sind der Billardtisch und der Dartautomat oft nicht weit voneinander entfernt. Der Kneipengast, der das Ganze nur vom Sehen kennt, sieht die biertrinkenden Spieler an beiden Geräten.

    Von Beiden gibts eine Sportvariante, die ernst genommen werden will und das klappt beim Billard offensichtlich besser als beim Dart. Da schafft es der Nichtinvolvierte, die Sportvariante von der Kneipenvariante zu trennen. Beim Biathlon kenne ich die Kneipenvariante allerdings nicht, auch wenn es bei uns in der Kneipe schon so kalt war, das Schnee für möglich gehalten wurde und man beim Gang zum Klo damit rechnen musste, dass ein Pinguin um die Ecke kommt.

    Mal davon abgesehen, dass Snooker und Billard zwei völlig unterschiedliche Spiele sind.

  • Mal davon abgesehen, dass Snooker und Billard zwei völlig unterschiedliche Spiele sind.


    Wird jetzt in den Klugscheißmodus geschaltet oder wie? :blink: Und noch dazu falsch, es handelt sich natürlich nicht um " zwei völlig unterschiedliche Spiele". "Billard" ist im deutschen Sprachgebrauch der Oberbegriff, "Snooker" eine Spielart davon... Das aber nur am Rande :duw:

  • Es ging ja darum, dass die Kneipenvariante oder saufende Zuschschauer der Sportvariante oder saufende Sportler, die sich auf den Kneipensport berufen, für das schlechte Image durch Alkohol sorgen. Und das schlechte Image in der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit entsteht ja bei den Leuten ohne tiefere Einblicke.


    Was ich mit meinen Beispielen ausdrücken wollte, ist, dass es Sportarten gibt, in denen auch eher uninformierte Menschen rein intuitiv schon die Unterschiede zwischen Profi- und Hobbyleistungen erkennen, und andere Sportarten, die eher so ein Jedermann-kann's-machen-Image wie Darts haben. (Marathon wäre für zweiteres inzwischen auch ein Beispiel.) Da, wo die Unterschiede stärker ins Auge fallen, fällt es den Verantwortlichen im Profisport einfach leichter, sich vom Breitensport abzugrenzen.

    Wobei man natürlich auch sagen muss, dass das professionelle Darts zumindest bis dato auch massiv von diesem Image der leichten Zugänglichkeit profitiert. Ob das auf immer so bleiben kann/wird, ist dann die große Frage.

    2 Mal editiert, zuletzt von Zeyes (16. Januar 2020 um 09:56)

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