Beiträge von Zeyes

    So ein ET-Turnier plant sich halt nicht in fünf, sechs Wochen, sondern dürfte eher als absolutes Minimum 4+ Monate beanspruchen, wenn man die Notwendigkeit für das Ansetzen von Qualifiern* und einen sinnvollen Zeitraum für den Ticketverkauf berücksichtigt. (Ohne letzteres geht es auf der European Tour mangels Einnahmen aus TV-Rechteverwertung nun mal auch nicht.) Und dass im März/April kaum absehbar war, wie jetzt im Juli/August überhaupt die rechtlichen Rahmenbedingungen für größere Veranstaltungen hier in Deutschland oder auch in den Niederlanden aussehen werden, ist eben in diesem Jahr der Stand der Dinge. Selbst für Budapest und Gibraltar kann man ja nicht mit 100% Bestimmtheit sagen, dass da nichts mehr dazwischen kommt.



    * Denn so wie's jetzt ist, dass z.B. für ein noch unbekanntes drittes ET schon Quali gespielt wurde, ist ja einigen auch wieder nicht recht. "Auf Vorrat" im großen Stil Qualifikationen ausspielen, verbietet sich damit.

    Schade. Hoffentlich sieht es dann im nächsten Jahr wieder nach mehr Darts aus. Irgendwie passt das ganze Konzept ja auch nicht, dass möglichst viele Spieler von der Tour leben sollen. Wenn dann fast 2/3 der Tourcardler so lange Pause haben

    Ja klar ist 2021 durch die Corona Situation immer noch kein normales Jahr. Aber ich finde 2020 hat sich die PDC besser aus der Affäre gezogen bei der Planung. World Series ist in der aktuellen Situation total unnötig. Dann lieber noch 2 European Tour Turniere mehr. Die Zeit wäre jetzt ja da. Und man könnte zurzeit auch in Deutschland European Tour spielen (man müsste sich dann halt von der vollen Auslastung verabschieden).

    Den Spielern, die finanziell an der Grenze zum Profitum stehen, dürfte Planungssicherheit vermutlich wichtiger sein, als ein paar weitere kurzfristig in den Kalender geballerte Turniere.

    Die Ergebnisse der Team-Japan-Playoffs:

    Achtelfinale

    (1) Mitsuhiko Tatsunami 5-3 Yoshihisa Baba (16) (78.52 - 79.23)

    (9) Tsuyoshi Mizuno 5-3 Keita Ono (8) (70.98 - 67.72)

    (5) Hideaki Iwasaki 5-3 Yoshinobu Takemoto (12) (81.93 - 76.46)

    (13) Ryota Ishiwata 0-5 Jun Matsuda (4) (67.19 - 86.38)

    (3) Yuta Shiraishi 5-4 Mikuru Suzuki (14) (84.25 - 81.10)

    (11) Takayuki Masatsu 1-5 Toru Suzuki (6) (87.42 - 94.29)

    (7) Edward Shoji Foulkes 5-2 Hiroto Ichimiya (10) (78.00 - 76.61)

    (15) Ryuki Morikubo 3-5 Toyokazu Shibata (2) (86.77 - 79.64)

    Viertelfinale

    (1) Mitsuhiko Tatsunami 5-0 Tsuyoshi Mizuno (9) (79.95 - 71.37) [Video]

    (5) Hideaki Iwasaki 2-5 Jun Matsuda (4) (75.54 - 82.99) [Video]

    (3) Yuta Shiraishi 3-5 Toru Suzuki (6) (74.17 - 77.48) [Video]

    (7) Edward Shoji Foulkes 3-5 Toyokazu Shibata (2) (75.46 - 83.66) [Video]

    Halbfinale

    (1) Mitsuhiko Tatsunami 2-6 Jun Matsuda (4) (86.36 - 90.89) [Video]

    (6) Toru Suzuki 1-6 Toyokazu Shibata (2) (76.36 - 79.95) [Video]

    Finale

    (4) Jun Matsuda 5-7 Toyokazu Shibata (2) (83.02 - 84.91) [Video]

    Mikuru Suzuki hatte in ihrer Partie im Decider sechs Darts für 45, konnte das Match aber nicht beenden.

    Der Livestream ging dann doch schon mit dem Turnierstart um 3 Uhr deutscher Zeit los, allerdings für die jeweils im Doppelpack gespielten Achtelfinals noch mit einer Kameraeinstellung, die man eher unter "was für echte Fans" verbuchen kann.

    Am World Cup teilnehmen werden nun also Toyokazu Shibata und Jun Matsuda.

    Shibata hat schon langjährige Erfahrung auf nationalem Niveau und spielt bereits seit den Anfangszeiten vor knapp 10 Jahren auf der japanischen Dartslive-Tour, allerdings zunächst nur mit bescheidenem Erfolg mit Platzierungen in der Jahresrangliste jeweils so um Rang 40 bis 50. In der Saison 2017/18 kam für ihn der Durchbruch, seitdem erreichte er in der (mittlerweile halbjährlich ermittelten) Dartslive-Rangliste immer mindestens Platz 6. Steeldartsmäßig ist er bisher eher sporadisch aufgefallen, u.a. mal 2017 mit dem Viertelfinale in den japanischen PDC-WM-Playoffs.

    In besagter 2017er WM-Quali war auch Matsuda zugange, für ihn war allerdings direkt mit vier Niederlagen in der Gruppenphase von einer der beiden Vorqualifikationen Schluss. Soweit ich das herausfinden konnte, ist der bereits 50-jährige ein ziemlicher Spätstarter in Sachen Darts und hat bis 2018 fast ausschließlich regional auf Hokkaido gespielt, dort allerdings schon länger erfolgreich und das wohl primär im Steel-Bereich. (Die Sapporo Darts Association hat ihre Jahresranglisten bis 2015 zurück online, dort stand er seitdem durchgängig in den Top 5 und mehrfach auf 1.) National ist er erst im September 2019 signifikant in Erscheinung getreten mit seiner ersten Teilnahme an einem Turnier der Phoenix-Tour im Softtip - welches er direkt gewinnen konnte. Im restlichen Saisonverlauf erreichte er noch einmal ein Finale, bei insgesamt nur fünf gespielten Turnieren.

    Es haben offenbar alle 16 qualifizierten Spieler zugesagt, heute wurde dementsprechend der Draw veröffentlicht. Strikt nach Rangliste, damit ergibt sich folgender Turnierbaum:

    (1) Mitsuhiko Tatsunami - Yoshihisa Baba (16)

    (9) Tsuyoshi Mizuno - Keita Ono (8)

    (5) Hideaki Iwasaki - Yoshinobu Takemoto (12)

    (13) Ryota Ishiwata - Jun Matsuda (4)

    ---

    (3) Yuta Shiraishi - Mikuru Suzuki (14)

    (11) Takayuki Masatsu - Toru Suzuki (6)

    (7) Edward Shoji Foulkes - Hiroto Ichimiya (10)

    (15) Ryuki Morikubo - Toyokazu Shibata (2)

    oben: (5) Iwasaki, (3) Shiraishi, (1) Tatsunami, (2) Shibata, (4) Matsuda

    unten: (16) Baba, (14) M. Suzuki, (12) Takemoto, (9) Mizuno, (7) Foulkes, (6) T. Suzuki, (8) Ono, (10) Ichimiya, (11) Masatsu, (13) Ishiwata, (15) Morikubo

    Achtel- und Viertelfinale Best of 9 Legs

    Halbfinale (Entscheidung World Cup) Best of 11 Legs

    Finale Best of 13 Legs

    Keita Ono ist der einzige Teilnehmer, der schon mal beim World Cup dabei war (2016), alle anderen wären Debütanten.

    Gespielt wird am Sonntag (01. August) ab 3 Uhr deutscher Zeit, im Darts Cafe TiTO PLUS in Fukuoka vor (geplanten) 64 Zuschauern. Livestream hier; die Achtelfinals werden wohl noch parallel auf zwei Boards ausgetragen, danach dann alle Spiele nacheinander, der Stream ist dementsprechend für 7 Uhr ab Runde 2 angekündigt. Im Gegensatz zu den Vorqualifikationen soll das Fido-Kamerasystem hier nicht zum Einsatz kommen, es wird also klassisch auf Steeldartboards gespielt, inkl. Livecaller. Alternativ zum Stream dürfte es auf nakka.com auch die Ergebnisse in Textform geben, allerdings nicht live gescort, nur jeweils nach jeder Partie.

    Da es noch nicht erwähnt wurde: Um den zweiten Platz in Team Hong Kong neben Kai Fan Leung wird aktuell eine Serie von drei Turnieren gespielt.

    Ergebnisse des ersten Turniers vom 18. Juli (Video vom Finale hier), Klick auf die Bildvorschau für die vollen Top 16:

    Die anderen Turniere gibt's am 01. und 15. August. Soweit ich das überblicke, wird am Ende einfach per Platz 1 der Punkteliste entschieden, wer zum World Cup fährt, ohne weitere Playoffs o.ä..

    Das Turnier kann am Donnerstagmorgen ab 3 Uhr deutscher Zeit auf https://www.youtube.com/watch?v=BW-ijV-qVJM verfolgt werden. Irgendwann so gegen Mittag sollte dann feststehen, wer sich alles nächste Woche um die beiden World-Cup-Plätze duellieren darf.

    Gewonnen hat das Turnier Mitsuhiko Tatsunami, der auch schon die erste Quali für sich entschieden hatte. Offizielles zu den Top 16 kann ich noch nicht vermelden, nach meinen Rechnungen sollte die Punkteliste allerdings so aussehen (in Klammern das jeweilige Ergebnis von heute):

    200 Mitsuhiko Tatsunami (Sieg - 100)

    135 Toyokazu Shibata (HF - 30)

    80 Yuta Shiraishi (R32 - 10)

    75 Jun Matsuda (R32 - 10)

    60 Hideaki Iwasaki (Finale - 60), Toru Suzuki (R16 - 15)

    50 Edward Shoji Foulkes (VF - 20)

    45 Tsuyoshi Mizuno (R32 - 10), Keita Ono (R16 - 15)

    40 Hiroto Ichimiya (R64 - 5), Takayuki Masatsu (HF - 30)

    35 Yoshihisa Baba (VF - 20), Ryota Ishiwata (R16 - 15), Ryuki Morikubo (R32 - 10), Masami Ozaki (R64 - 5), Mikuru Suzuki (R64 - 5), Yoshinobu Takemoto (R160 - 0)

    Das wären bis dahin 17 Spieler. An die Tiebreaker traue ich mich ehrlich gesagt nicht heran. Die sind zwar eigentlich ziemlich straight-forward (erst Legdifferenz, dann gewonnene Legs, dann Average), wurden aber in den offiziellen Ergebnissen nach Turnier 2 recht seltsam ausgelegt - für die Legergebnisse wurden nur Matches von den Turnieren gewertet, in denen auch Punkte erzielt wurden, d.h. ein ungesetztes Ausscheiden in Runde 1 wie das von Takemoto diesmal wäre "besser" (mit Wertung 0-0 Legs) als ein gesetztes Ausscheiden von z.B. Mikuru Suzuki heute in Runde 3 (mit Wertung 2-3 Legs, übrigens gegen den späteren Finalisten Iwasaki). Bleibt abzuwarten, ob das jetzt nach Turnier 3 auch wieder so gehandhabt wird oder ob sie es nochmal überdacht haben.

    Relativ viele Namen an der Spitze auf jeden Fall, die im Steelbereich noch nicht so massiv in Erscheinung getreten sind, nicht unerwartet bei so einer kurzen Qualiserie. Masumi Chino am Ende bei 25 Punkten trotz heute nochmal 20, Yuki Yamada ebenso, Haruki Muramatsu nur 10 (heute 5). Seigo Asada insgesamt sogar nur 5 - da hat heute auch der Setzplatz nicht geholfen, direkt raus gegen Halbfinalist Shibata trotz 92er Average. Und noch diverse andere Namen, die man in der Vergangenheit bei den PDJ-WM-Qualis schon spät im Turnier sehen konnte (Shingo Enomata, Katsuya Aiba, Yuya Higuchi, Atsushi Takeuchi, Shin Higashida, usw.), also Leute, die ihre Profidarts-Erfahrung durchaus auch auf Steeldart-Boards schon unter Beweis gestellt haben.

    Die offizielle Rangliste dürfte wohl morgen oder allerspätestens am Samstag kommen. Ob dann auch schon die 16 Teilnehmer für die World-Cup-Quali feststehen oder vielleicht noch die Notwendigkeit von Nachrückern geprüft wird, bleibt abzuwarten. Diese Fido-Events sind ja auch ganz normale Preisgeldturniere, es ist also durchaus möglich, dass nicht alle hier primär oder überhaupt für den World Cup gespielt haben.



    Edit: Zumindest die Top 16 sind mittlerweile auf Facebook gelandet (und jetzt zählen für die Tiebreaker wirklich alle Ergebnisse) - auf dem undankbaren Platz 17 findet sich Masami Ozaki, die anderen 35'er sind sicher fürs World-Cup-Playoff qualifiziert, so sie denn wollen. Eine bestätigte Teilnehmerliste gibt es noch nicht.

    Japan-Update: Die besagten Turniere der Fido Online Cup-Serie sind jeweils auf 160 Teilnehmer beschränkt, die Qualifikation für das nächste Turnier ist mittlerweile abgeschlossen.

    Zitat

    ...

    35 Hiroto Ichimiya, Tsuyoshi Mizuno, Yoshinobu Takemoto

    30 Edward Shoji Foulkes, Keita Ono, Masami Ozaki, Mikuru Suzuki, Nobuhiro Yamamoto

    ...

    Die Top 16 dürfen am Qualifier in Fukuoka am 01. August teilnehmen; 40 Punkte dürften dafür wohl ausreichen, vielleicht auch 35.

    Von den Spielern im kritischen Bereich haben sich fast alle (außer Takemoto und Yamamoto) für einen der 32 gesetzten Plätze qualifiziert und haben damit schon mal 5 weitere Punkte für die Qualifier-Rangliste sicher.

    Das Turnier kann am Donnerstagmorgen ab 3 Uhr deutscher Zeit auf https://www.youtube.com/watch?v=BW-ijV-qVJM verfolgt werden. Irgendwann so gegen Mittag sollte dann feststehen, wer sich alles nächste Woche um die beiden World-Cup-Plätze duellieren darf.

    Die Japan-Quali findet am 10. Oktober in Kobe statt.

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    Irgendwas kann doch da aber nicht passen.

    Zitat

    Spain's Jose Justicia will take the place of the absent Scott Waites in Players Championships 17-19, before Waites arrives to compete in Players Championship 20.

    Auf der Liste stehen dann allerdings 128 Namen, unter denen sich weder Justicia noch Waites finden lassen...

    Am 1.8 gibt es den World Cup Qualifier in Japan

    Heute fand die zweite von drei Vorqualifikationen als Teil der Fido Online Cup-Tour statt; bei diesen drei Turnieren zählen die regulären Tourpunkte (ab letzte 64: 5 / 10 / 15 / 20 / 30 / 60 / 100) auch für eine separate Rangliste für den World-Cup-Qualifier. Aktueller Stand:

    105 Toyokazu Shibata

    100 Mitsuhiko Tatsunami

    70 Yuta Shiraishi

    65 Jun Matsuda

    45 Toru Suzuki

    35 Hiroto Ichimiya, Tsuyoshi Mizuno, Yoshinobu Takemoto

    30 Edward Shoji Foulkes, Keita Ono, Masami Ozaki, Mikuru Suzuki, Nobuhiro Yamamoto

    25 Shonosuke Kumatabara, Ryuki Morikubo

    20 Atsushi Honma, Ryota Ishiwata, Atsushi Joko, Yasutaka Kimura, Yusuke Kuniki, Joji Nishitani, Shunpei Noge, Ryoichi Tsuneyoshi

    Ausgewählte bekannte Spieler weiter unten: 10 Mitsumasa Hoshino, Sho Katsumi / 5 Masumi Chino, Haruki Muramatsu, Yuki Yamada / 0 Seigo Asada

    Die Top 16 dürfen am Qualifier in Fukuoka am 01. August teilnehmen; 40 Punkte dürften dafür wohl ausreichen, vielleicht auch 35.

    (Wen's total interessiert: Livestream des heutigen Turniers.)

    Was ist denn für dich strukturierte Nachwuchsarbeit? Training in einem Umfeld, wo die motorischen und kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, altersgerecht entwickelt werden? Also, ein ganzheitliches Training unter dem Aspekt der Gesamtentwicklung?

    Du hast natürlich recht, mit der Nachwuchsarbeit in etablierten Sportarten hat es im Darts auch jetzt noch relativ wenig zu tun. Ich meinte eher die strukturierte Heranführung des Nachwuchses ans Turniergeschehen, inklusive altersgerechter Veranstaltungen wie zum Beispiel Steve Browns JDC-Circuit bzw. generell sein Academy-Setup, wo dann eben auch wirklich null Kontakt mit Alkohol existiert. (In den Niederlanden dürfte es doch ähnliches geben, oder?) Anders als die klassische Methode, wo halt mal ein Jugendturnier ans RLT rangebaut wird und der Nachwuchs hautnah miterleben darf, wie sich hunderte Erwachsene die Kante geben, bevors zum Oche geht.

    Optimistisch könnte man aber auch sagen, vielleicht erledigt sich das Thema auch in absehbarer Zeit von selbst? Wirklich strukturierte Nachwuchsarbeit gibt's im Darts ja nun erst seit gut 10 bis 15 Jahren, und da kommen Generationen von Spielern nach, für die Darts und Kneipe bzw. Darts und Alkohol nicht mehr zwangläufig zusammengehören. (Für einen Teil der Spieler sicherlich immer noch, aber halt weniger werdend.) Wenn im professionellen Darts Karrieren nicht potenziell 25-30 Jahre dauern würden, sondern wie in den meisten Profisportarten eher nur 10-15, dann wäre dieser Generationsumbruch jetzt vielleicht auch schon relativ deutlich spürbar. Irgendwann könnte sich dadurch vielleicht Druck von innen auf die PDC bzw. die WDF aufbauen, statt von außen.

    Ja, mir ist auch klar, dass bei Olympia auch Profis mitmischen. Deswegen hatte ich bewusst das Fußballbeispiel gewählt und darauf hingewiesen, dass es die Dart-"Amateure", also die WDF, ist, die sich um eine Aufnahme bemüht. Interessehalber gefragt: Wenn die WDF aufgenommen werden würde, dürften die PDC-Spieler doch gar nicht mitspielen, oder?

    Dafür muss man etwas weiter ausholen: Das IOC erwartet, dass jede von ihr anzuerkennende Sportart von genau einem zuständigen Weltverband vertreten wird. (Zersplitterte Sportarten wie z.B. Kickboxen oder auch E-Darts haben da also per se schlechte Karten.) Der anerkannte Weltverband ist im Steeldarts die WDF, und soweit ich weiß, wird das auch von der PDC nicht bestritten - auch wenn das wahrscheinlich zu einem großen Teil daran liegt, dass es für das Geschäft der PDC Stand jetzt einfach ziemlich egal ist, ob sie die WDF nun als Weltverband akzeptieren oder nicht.

    Was eine theoretische Aufnahme in das Olympia-Programm angeht, sieht die Sachlage allerdings anders aus. Es ist mittlerweile seit längerer Zeit Standpunkt des IOC, dass nur noch Sportarten neu ins Programm aufgenommen werden, deren Fachverband die Teilnahme der weltbesten Athleten garantieren kann; das werden im Normalfall heute fast ausschließlich Profisportler sein. Bei der Rückkehr von Golf zu Olympia 2016 waren unter den 120 Spielern gerade mal 3 Teilnehmer (alles Damen) aus dem Amateurbereich - welche sich über Erfolge bei professionellen Turnieren qualifizieren konnten bzw. mussten, denn nur die Profi-Weltranglisten waren maßgebliches Kriterium.

    Kurz gefasst: Olympisches Darts ohne PDC-Profis wird es einfach nicht geben, auch wenn die WDF der federführende Verband für ein olympisches Dartsturnier wäre. Zwingende Notwendigkeit wäre also, dass WDF und PDC offiziell kooperieren, wie auch immer das dann im Detail aussähe.

    Ich denke das kann man nicht trennen. Es gibt ja verschiedene Diskussionstränge zum Thema Alkohol. Neben dem Thema Doping geht es ja auch immer wieder um das Kneipensport-Image und dass auf der Bühne demonstrativ Wasser getrunken wird, während die Teilnehmer wohl hackedicht sind. Für diesen Imageaspekt spielt der Alkohol aus der Sicht der Gesamtgesellschaft schon auch eine Rolle.

    Ich meinte auch eher, was wir hier nicht diskutieren, ist: die Rolle von Alkohol in der Gesamtgesellschaft im Verhältnis zu all den anderen Dingen (Nikotin, etc.) , die der User 'Warum ich' hier gerne als Nebenkriegsschauplätze im Rahmen einer völlig deplatzierten "was ist Freiheit?"-Diskussion eingeführt hätte.

    Was du ansprichst (und auch offy in Antwort auf meinen Kommentar), ist für mich eher die Rolle des Darts in der Gesamtgesellschaft. Klar ist Alkohol da das thematisch herausstechende Merkmal, aber zum einen ist das zeitabhängig (vor 25 Jahren wäre es eher noch das Rauchen gewesen), und zum anderen sollte man mMn. nicht zu sehr auf das große Ganze schauen. Alkoholverbote im Darts etc. sollten primär erstmal dazu dienen, den Dartsport an sich zu verbessern, und nicht dazu, damit irgendwie gesamtgesellschaftliche Probleme lösen zu wollen. Falls es dazu (auch) dienlich ist, ergibt sich das dann schon ganz von selber.

    Das Pferd von hinten aufzuzäumen und zuvorderst mit der gesellschaftlichen Verantwortung zu argumentieren, bringt bestenfalls unnötigen Widerstand und schlechtestenfalls komplette Blockade von eigentlich sinnvollen Entwicklungen. (Beispiel aus dem Thread: Das klassische "solange die Zuschauer noch kippen dürfen, bis der Arzt kommt, kann man es den Spielern doch nicht verbieten, die kommen schließlich aus dem gleichen Milieu"-Argument.)

    Um auf den Thread zu 100% einzugehen: Will ich mir meine eigene Leistungsfähigkeit durch Vorgaben begrenzen lassen? Nein, ich versuche mich immer an das Maximum heran zu arbeiten. Die Hilfsmittel muss jeder für sich, auch moralisch, selbst vertreten. Das ist der Leistungsgedanke im Profi(t)sport.

    Nein, das ist ganz sicher nicht der Leistungsgedanke im Profisport, denn der wird seit jeher davon begrenzt, was die zahlende Kundschaft bereit ist zu tolerieren. Es kann sich ja gerne ein Darter einen ganz exklusiven Medikamentecocktail reinpfeifen, noch ein paar kybernetische Implantate verpassen lassen, und dann 130er Averages spielen. Nur wird er dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an keinem professionellen Turnier teilnehmen. Insofern ist "Will ich mir meine eigene Leistungsfähigkeit durch Vorgaben begrenzen lassen?" für Profisportler eine vollkommen irrelevante Fragestellung.