Nicht zu vergessen, Stand heute weiß kein Spieler im WDF-Bereich, ob und was da eigentlich an Majorturnieren am Ende der Saison auf ihn bzw. sie warten wird. Und wer da finanziell sicherere Alternativen zur alljährlichen Jagd auf Ranglistenpunkte hat...
Beiträge von Zeyes
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Nö, es soll ja garkeine eigene CT sein. Aber was spricht dagegen die jetzige Challange Tour so weiterzuführen, bloß ein Event in Holland, in Belgien und in Deutschland stattfinden zu lassen?
Es würde der PDC wohl eher wenig bringen, die Tour auf diese Weise einfach nur teurer zu machen, sowohl für sich als Veranstalter als auch für die meisten Teilnehmer, denn das sind und bleiben nun mal die Briten.Davon abgesehen: Wer Barry Hearns Interviews der letzten Jahre verfolgt hat, weiß, dass zumindest der die Challenge Tour für nicht viel mehr hält als die Loserliga für Spieler, die die Q School nicht gepackt haben. (Was vermutlich auch miterklärt, warum immer noch an den nur zwei Tourcards pro Jahr festgehalten wird.) Anders ausgedrückt, die PDC richtet die CT eher aus, weil sie es "muss", nicht weil sie es will. Solange da kein Sinneswandel eintritt, wird das Ding halt so durchgeführt, wie es für die PDC personell und finanziell am günstigsten ist, und das heißt dann bis auf weiteres Wigan, Wigan, Wigan, Wigan,
WiganMilton Keynes und nochmal Wigan.Und wenn der Sinneswandel irgendwann mal kommen sollte, machen separate Touren für UK und fürs Festland schlicht deutlich mehr Sinn. Ambitionierte Semipro-Spieler für vergleichsweise Peanuts an Preisgeld quer durch Europa reisen zu lassen, hat schon der BDO-Tour das Genick gebrochen. Dass momentan die Briten besser dran sind als die Festlandspieler, mag aus "unserer" Sicht ziemlich suboptimal sein, begründet aber nicht, warum man das in Zukunft für die Briten schlechter statt für alle besser regeln sollte. Und besser = getrennte Touren mit separaten Ranglisten.
Aber wie vor ein paar Wochen schon erwähnt, solange jetzt erst mal außerhalb der PDC der Übergang von der BDO zur WDF als hauptverantwortlicher Verband vonstatten geht, wird die PDC in Festlandeuropa wohl sowieso keine grundlegenden Änderungen einleiten, egal ob durch Verlegung von bestehenden CT-Turnieren oder durch Etablierung von neuen.
Vielleicht ergibt sich ja am Ende z.B. die Möglichkeit, eine CT-ähnliche Turnierserie einfach an ein paar bestehende WDF-Turnierwochenenden anzudocken, so dass die PDC dann nur noch finanzielle Unterstützung zu leisten braucht, aber keine eigenen Veranstaltungen organisieren muss. So was Ähnliches hatten sie ja Mitte des letzten Jahrzehnts auch in Nordamerika mal probiert, da hatten es allerdings die lokalen Statthalter der PDC dann geschafft, das von der PDC für drei Saisons bereitgestellte Kapital in unter zwei Jahren zu verbraten. (Und dann war dort wieder für ein paar Jahre tote Hose, bis sich die CDC als unterstützungswürdig bewiesen hat.) In Europa hätte die PDC sicherlich die Möglichkeit, so ein System etwas kontrollierter durchzuführen.
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Schön, dass Lukas Wenig das Spiel noch mit einem 127er CO zum 12 Darter im Decider gewonnen hat.
Aber dass er trotz zwei gewonnener Spiele noch bei keinem einzigen Pfund für das Turnier steht, finde ich echt unmöglich. Meiner Meinung nach sollte man das komplette Geld, dass durch die Startgelder reinkommt (ca. 75 000 Pfund für das Wochenende) ausschütten und dann auch ab einem Sieg in der ersten Runde ohne Freilose (in dem Fall Einzug in die letzten 128) Preisgeld verteilen. Man könnte ja für die Rangliste ein Punktesytem unabhängig von Preisgeld einführen. Aber dass, auch wenn mittlerweile viel mehr die Challenge Tour spielen, das Preisgeld immer noch gleich ist und damit das Preisgeld pro Kopf sinkt, macht es natürlich auch für Festlandeuropäer und Spieler außerhalb Europas unattraktiv, die Challenge Tour zu spielen. Und bisher lief es für unsere Deutschsprachigen ja auch insgesamt nicht wirklich gut, da kann man die Entscheidung von Spielern wie Lerchbacher und Unterbuchner durchaus verstehen.
EDIT: Und selbst beim Einzug in die Letzten 64 haben die Spieler kein Plus gemacht, da das Startgeld auch bei 50 Pfund liegt. Man muss also drei bis vier Spiele gewinnen, um ein Plus von 50 Pfund zu machen und Kosten für Reise und Unterkunft sind da auch noch nicht dabei.
Offensichtlich sind die Turniere aber auch so schon viel attraktiver als die PDC das gebrauchen kann (denn die wollen sicher nicht 300+ Teilnehmer), und insofern werden die sich hüten, es durch höhere Preisgelder noch zu verschlimmern.Außerhalb der PDC fällt mir aus dem Stegreif außer den Dutch Open übrigens kein Turnier ein, in dem es schon ab letzte 128 Preisgeld gibt. Und das ist nun mal das Umfeld, in dem sich die Challenge Tour vom Spielermaterial her bewegt. Also auch daher kein Grund, noch attraktiver zu werden.
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Aufmerksamkeitsbedürfnis? Und das von Dir, mit deinem 7508 Beiträgen und einer Meinung zu Allem?
Im Glashaus immer schön aufpassen mit den Steinen...
Würde ich nie abstreiten, dass ich ziemlich mitteilungsbedürftig bin. Ich hab aber auch keine Illusionen, dass meine Posts irgendwie "notwendig" wären. -
Männer mit Aufmerksamkeitsbedürfnis als Trittbrettfahrer des gesteigerten öffentlichen Interesses an dartspielenden Damen...hüstel.
(Das gilt für beide Extreme der Diskussion.)
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Lisa wird belohnt, weil sie eine Frau ist, Nico Kurz wird belohnt, weil er Deutscher ist...
Eigentlich wird fast jeder "belohnt", von Männern aus Großbritannien mal abgesehen.
Bingo. Cristo Reyes ist sogar mal per kurzfristiger Regeländerung 'ne Tourcard zugeschustert worden, das hat damals nur sehr eingeschränkt für Empörung gesorgt. Und von diversen Auftritten bei Einladungsturnieren von z.B. Hopp und van Barneveld fangen wir mal gar nicht erst an... -
ja aber warum gleich eine eigene Tour
Weil die Kernzielgruppe der CT nun mal auf absehbare Zeit weiterhin die Briten sein werden und das "die Reisekosten zwischen UK und Festlandeuropa sind aber so hoch!"-Argument auch in der umgekehrten Richtung gilt? -
Der Richard North, dessen Preisgeld letztes Jahr gerade mal knapp für die Top 100 einer Ein-Jahres-Wertung gereicht hätte und der seine Tourcard nur noch deshalb hat, weil er in 2018 um Längen besser gespielt hatte? Wahnsinnsbeispiel.
Im übrigen solltest du vielleicht nochmal nachlesen, wer genau eigentlich was geschrieben hat.
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Darf Waites als Tourcardinhaber eigentlich weiter County-Dart bei der BDO spielen?
Hängt von seinem County ab. Manche nominieren generell keine Cardler für Countymatches, manche nur dann, wenn der Spieler zu Saisonbeginn bestimmte Zusagen über seine Verfügbarkeit macht. Anderen ist es völlig egal, die nehmen jeden, wie er gerade terminlich kann. Ich hab's nicht auf dem Schirm, wie Yorkshire das handhabt. Die BDO selbst hat jedenfalls keine Beschränkungen. -
Im Tiebreaker wird er mit seinen nur 3 gewonnenen Legs in den 3 Niederlagen jedenfalls wohl ziemlich weit hinten in der Gruppe der 10-Punkter landen.
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Zu bedenken dabei ist: Wer in Wigan startet, ist fortan einem Briten gleichgestellt, wer in Hildesheim startet, einem nichtbritischen Europäer. Das hat bei vielen Turnieren Auswirkungen auf die möglichen Qualifikationswege.
Diese Zuordnungsregelung gibt es nicht mehr, weil es in diesem Jahr keine Turniere mehr gibt, für die so etwas relevant wäre. -
Lisa Ashton wieder ne Runde weiter. Vielleicht schafft doch sie es als erste Dame zur TC.
Verspäteter Klugscheißmodus: Ashton wäre zwar die erste Dame, die eine Card in der Q School gewinnt, aber nicht die erste, die eine Card hat. Stacy Bromberg und Tricia Wright hatten zur ersten Tourcard-Saison 2011 direkt Cards auf Basis der einmalig ausgetragenen PDC Women's World Championship erhalten, bei der sie das Finale erreicht hatten. -
In Hildesheim werden 10/11 vermutlich nicht reichen, da pro Tag verteilt 128 Punkte mehr rausgehen als letztes Jahr.
Wenn man mal ganz grob die neue Punkteverteilung (ein Punkt mehr in jeder Runde) an die alten Hildesheim-Ergebnisse anlegt, kommt man natürlich dazu, dass der Karten-Cutoff ungefähr vier Punkte hochgehen müsste. Wird sich vermutlich durch die höhere Teilnehmerzahl alles etwas breiter verteilen, aber so 13 Minimum werden es vermutlich sein...vielleicht kommt noch jemand gerade so mit 12 durch, aber darauf zählen würde ich nicht.Hängt aber wie immer auch davon ab, wer sich noch die weiteren direkten Karten sichern kann. Ist für die Ranglistenchancen deutlich besser, wenn z.B. Kleermaker noch durchkommt und damit seine hohe Punktevorleistung komplett aus der Tabelle rausgeht.
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Geht doch nicht nostalgisch um den Hammer oder The Asset

Aber trotzdem würde ich lieber beispielsweise einen Cammy Menzies mit Tourcard sehen, als die Herren Blades oder Leitinger...
Rein subjektiv lieber Spieler X als Spieler Y auf der Tour haben zu wollen, ist ja auch völlig okay - ich hätte vorhin die Card auch lieber an Kleermaker gehen sehen wollen. Das ist aber eine ganz andere Argumentationsebene als dieses implizierte "ich will lieber Spieler X als Spieler Y, weil X die Tour mehr verstärken würde", das hier in eigenen Kommentaren angeklungen ist. Das kann von uns Stand heute kein Mensch wissen, wer wirklich die nächsten zwei Jahre und darüber hinaus auf der Tour relevant sein würde, falls er sich diese Woche die Card erspielte. Das ist einfach nur Glaskugelei im Gewand von vermeintlich objektiver Analyse.(Falls z.B. Leitinger jetzt dieses Jahr direkt in die Top 64 durchmarschiert, wird es sicherlich einige hier geben, die das natürlich schon immer gewusst haben, von denen man jetzt aber noch überhaupt nichts hört.)
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Ich rede ja auch nicht nur von solchen Leuten wie Hamilton, sondern auch zusätzlich von jungen Spielern, denen man in der Zukunft durchaus eine gute Entwicklung zutraut.
Da dann allerdings von großen Namen zu sprechen... Ist halt so in jedem Sport, von Dutzenden "jungen Talenten" setzen sich am Ende bestenfalls eine Handvoll auch wirklich durch. Beim Rest erinnert sich in 10 Jahren kein Mensch mehr, dass ihnen irgendwann mal der große Durchbruch zugetraut wurde. Ob die dann mal à la Gino Vos oder Kevin Voornhout in jungen Jahren kurzzeitig eine Tour Card hatten oder auch nicht, macht nicht wirklich einen Unterschied. Die Spieler, die wirklich die Zukunft des Darts darstellen, bekommen schon noch früher oder später ihre Chance. -
Sonderliche hohe Erwartungen zu ihren zukünftigen Leistungen kann man bei "großen Namen" sowieso nicht haben, sonst würden die sich nicht in der Q School wiederfinden. Da ich definitiv nicht zu den Sportnostalgikern gehöre, ist es mir persönlich auch ziemlich egal, wenn sich Leute wie z.B. Hamilton, Part oder Nicholson keine Card sichern können. Life goes on.
Und Leute wie Mitchell oder Harms hätten vielleicht Q School spielen sollen, als es noch nicht 800+ Teilnehmer waren und man leichter auf die Tour gekommen ist. Da würde sich mein Mitleid auch in Grenzen halten, falls es diese Woche nix wird.
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Irgendwo hatte ich hier mal gelesen das Nico Kurz nur einen Tag spielt, das man komplett meldet ist klar, dachte man muß sich dann irgendwo in einer Liste eintragen, damit das organisatorisch halt kein Chaos gibt
Die Meldungen werden an jedem Turniertag separat durchgeführt, bevor der Draw erstellt wird. -
Es ging ja darum, dass die Kneipenvariante oder saufende Zuschschauer der Sportvariante oder saufende Sportler, die sich auf den Kneipensport berufen, für das schlechte Image durch Alkohol sorgen. Und das schlechte Image in der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit entsteht ja bei den Leuten ohne tiefere Einblicke.
Was ich mit meinen Beispielen ausdrücken wollte, ist, dass es Sportarten gibt, in denen auch eher uninformierte Menschen rein intuitiv schon die Unterschiede zwischen Profi- und Hobbyleistungen erkennen, und andere Sportarten, die eher so ein Jedermann-kann's-machen-Image wie Darts haben. (Marathon wäre für zweiteres inzwischen auch ein Beispiel.) Da, wo die Unterschiede stärker ins Auge fallen, fällt es den Verantwortlichen im Profisport einfach leichter, sich vom Breitensport abzugrenzen.Wobei man natürlich auch sagen muss, dass das professionelle Darts zumindest bis dato auch massiv von diesem Image der leichten Zugänglichkeit profitiert. Ob das auf immer so bleiben kann/wird, ist dann die große Frage.
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Da sehe ich jetzt keinen großen Unterschied. Für jemanden, für den Dart dieses Spiel ist, wo man betrunken Pfeile auf eine Scheibe wirft macht es ja auch keinen Unterschied, ob es Soft- oder Steeldart ist und ob die 501DO als Sport spielen oder Cricket um Bier in der Kneipe. Vor diesem Hintergrund habe ich in meinem Billard-Beispiel auch nicht zwischen den Spielvarianten unterschieden, denn in dem Sinne ist Billard auch nur das Spiel, wo man mit einem Stock die Kugeln auf einem Tisch kullert.
Das sind aber andere Leute als die, auf die du in deinem anderen Kommentar abgezielt hast (zumindest hatte ich das so interpretiert):Komischerweise klappt es beim Billard ganz gut, den Kneipensport und die sterilen TV-Veranstaltungen zu trennen. Die Einen spielen auch das hackevoll in der Kneipe und die Anderen kriegen ein Turnier auch komplett ohne Stimmung hin. Die spielen das selbe Spiel, ohne sich gegenseitig das Image zu versauen.
Sicher, für jemanden, der zu der jeweiligen Sportart überhaupt nicht affin ist ("Biathlon ist doch das mit den Gewehren, oder?"), macht das alles keinen Unterschied. Aber was diejenigen betrifft, die selber hobbymäßig (Pool-)Billard spielen oder zumindest privat Leute kennen, die das tun, sehe ich schon noch einen Unterschied: Ich würde nämlich sagen, dass es unter denen weniger verbreitet ist, zu denken "eigentlich machen die da im Fernsehen auch nur genau das Gleiche wie wir Hobbyspieler". Hobby- und Profidarts sind sich da schon deutlich ähnlicher, IMHO, und das wird halt auch so in die breitere, weniger dartsinteressierte Öffentlichkeit hinausgetragen.Eine andere Sportart, die ich da in die selbe Ecke wie Billard einordnen würde, ist z.B. Tischtennis. Klar, kennt jeder und hat auch fast jeder schon mal selber gespielt. Aber ich denke, jeder, der schon mal Profispieler im Fernsehen gesehen hat, denkt sich sofort, "also das, was die da machen, so spielt bei uns an der Platte im Garten nie einer".
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Komischerweise klappt es beim Billard ganz gut, den Kneipensport und die sterilen TV-Veranstaltungen zu trennen. Die Einen spielen auch das hackevoll in der Kneipe und die Anderen kriegen ein Turnier auch komplett ohne Stimmung hin. Die spielen das selbe Spiel, ohne sich gegenseitig das Image zu versauen.
Na ja, Snooker ist nun nicht gerade das, an was die meisten bei "Kneipenbillard" denken würden, auch wenn man's in besser ausgestatteten Etablissements spielen kann. Und die kneipennäheren Varianten wie Pool stehen vermutlich auch deshalb in der öffentlichen Wahrnehmung und in der Vermarktbarkeit als Profisport ein ganzes Stück hinter Snooker zurück.