8er Teams abschaffen

  • Welchen Vorteil erhoffst du dir davon? Für gewöhnlich gehen Mitgliedsbeiträge an den Hauptsport und dann in die Sparten. Wieso sollte jemand mit Summe x Fussball unterstützen um Dart spielen zu können?
    Hallen kann ich als e.V. kostenlos für Veranstaltungen mieten. Aber damit sind immer Auf- und Abbauten verbunden. Ligaspiel...ok. Was ist mit Training? Festanlage ist so nicht möglich.
    Wären Vereine bereit dazu? Möglich...aber ist es für alle vorteilhaft?

    Komme aus Sindelfingen.
    Habe hier schon öfters gelesen und auch selber mitbekommen, das der Dartsport immernoch als reiner Kneipensport bei der Masse der Menschen verpönnt ist. So könnte man zumindest anfangen diesem negativen Aspekt entgegenzutreten. In dem man nämlich versucht, bei einem normalen Sportverein unterzukommen. Spieltage und auch Training könnten in einer vom Verein angemieteten Halle stattfinden. Teilweise auch ohne ständigem Auf-und Abbau. Je nach Verein und was für Hallen zur Verfügung stehen würden.
    Zu deiner Frage, ob jemand eine xSumme für Fußball etc. ausgeben wird um Dart zu spielen, kann ich dir so jetzt nicht beantworten. Kenne leider zur Zeit keinen mehr, der aktiver Spieler in einem Dartverein ist.
    Ob es für alle vorteilhaft ist, würde sich erst noch zeigen.

    It´s Time to play the Game

  • Zitat

    Und wenn das mit den Vierer Teams kommt und die Achterteams dann in 2 Vierern spielt...brauchen die dann keine zwei Autos? Ich denke doch,wieder ein Argument warum bestehende Achterteams dagegen sein werden!


    Natürlich werde sie 2 Autos benötigen, aber die Spielorte werden nicht mehr so weit weg sein und, was noch viel wichtiger ist, man spielt wesentlich mehr, als nur 1-2 Spielchen in den oberen Ligen. ;)
    Es wird mehr Ligen geben, obgleich ich mir eher wünsche, dass der ganze Liga-Krempel abgeschafft wird und diese Zeit in Turniere gesteckt wird.

    Da gereift dann tatsächlich die Round-Robin Regelung zum Vorteil, denn man spielt einfach wesentlich mehr, misst sich mit allen Größen des Dartsports ohne ständig im Hinterkopf die Mannschaftspflicht entscheiden zu müssen.
    Zudem kann ich eher für mich entscheiden, als wenn ich der Mannschaft in den Rücken falle, wenn es mal nicht geht.

    Und ja Haehni, die Bundesliga gehört anders vermarktet, der Meinung stehe ich Dir bei.
    In welcher Form, dass sei mal zunächst dahin gestellt.

    Aber davon mal ganz ab, man hätte vor wenigen Jahren durchaus die Möglichkeit dazu gehabt, leider haben da zu viele Alpha-Tierchen ihre Finger im Spiel gehabt, was zur jetzigen Situation erst geführt hat.

    Aber lassen wir das, es sollte nach Vorne geschaut werden und keine ollen Kamellen auf den Tisch kommen. ;)

  • Wenn Du den "Ligakrempel" abschaffst, gibt es auch keine Bundesliga mehr, die Du anders "vermarkten" musst. ;)
    Aber noch mal die ernst gemeinte Frage, wer denn die Turniere ausrichten soll, wenn die Ligen abgeschafft werden. Dann gibt es nämlich keine Vereine mehr (sind logischerweise ohne Liga überflüssig) und die Verbände, deren Mitglieder rein rechtlich die Vereine sind, verschwinden auch von der Landkarte. Wer richtet dann noch Turniere aus?

  • @ Haehni


    Das erste was einmal endlich passieren müsste ist ein Umdenken der Darter und Forumsbenutzer.

    Man kan, darf, sollte nicht die PDC Europe mit dem DDV vergleichen. Solange das immer wieder hochkommt wird es nie einen vernünftigen Konsenz geben. Lassen wir die PDC Europe mal außen vor möchte ich einen Verband sehen der ähnliches, erstens überhaupt hat, zweitens dies Bundesweit organisiert bekommt. Und nun kommt mir nich mit dem DSAB an, selbst der schaut mittlerweile teilweise beim DDV ab.

    Die Vorschläge hören sich toll an sind aber definitiv nicht umsetzbar und aus diesem Grund hätte man Sie von vornherein gar nich aufführen sollen. Zum jetzigen Zeitpunkt stöhnt schon alles und jeder über die Kosten. Mit diesen Vorschlägen würden die Kosten ein vielfaches über den jetigen Kosten liegen, slbt wnn man nur mit drei oer vier Spielern antreten würde.

    Gerade die Größe des Teams macht die Abgrenzung zu anderen Ligen, egal welcher Art interessant und genau das ist eigentlich das Ziel. Das man Medientechnisch, Sponsorentechnisch und vielleicht auch den Spielmodus etwas verändern muss ist auch nicht von der Hand zu weisen. Allerdibgs ist dies nicht einfach und das weiß jeder Landesverband, Turnierausrichter oder auch kleine Verein. Hier benötigt man einen Sponsor der am besten bereit wäre eine sechsstellige Summe pro Jahr zu investieren, und das, schaft selbst eine PDC Europe nicht.

    Also reden wir eigentlich nur um den heißen Brei. Würde ein Sponsor da sein, die Teams medial und finanziell unterstützt werden würde gar niemand großartig diskutieren. Würde es dazu noch ein Preisgeld von sagen wir mal 10000 Euro für di ersten vier geben wüde man hier von der besten Liga aller Zeiten reden und das achter Team wäre das non Plus Ultra ds Dartsports.

    So sieht es eigentlich aus, leider nicht möglich und auch nich im entferntesten daran zu denken. Jetzt dafür achter Teams veantwortlich zu machen ist der falsche Ansatz und Gedanke. Natürlich kann man und sollte man vieles verändern, aber da ist as achter Team ziemlich weit hinten, da gibt es ein utzend andere, wichtigere Dinge um den Dartsport in Deutschland nach vorne zu bringen. Manche sind relativ einfach, viele recht schwierig und bedeuten jede Menge Arbeit und Veränderungen. Und a ist dann das nächste Problem. Niemand und ich meine wirklich niemand ist mehr bereit seine Arbeitskraft, Zeit und Geld selbst zu investieren. Dieser Trend ist aber nicht nur im Dartsport so sonern zieht sich durch alle Sportarten.

    Also muss man erst einmal mit den einfachen Dingen anfangen und jeder der gue Iden hat, denkt er kann es vielleicht besser oder anders sollte sich einmal in einem Verband zur Verfügung stellen. Er wird aber schnell merken, das es immer wieder Umstände gibt um mance Dinge nicht durch zu führen, auch weil es manchmal einfach Zwänge gibt die man von außen her betachtet gar nicht erkennt. Den Mix zu finden ist die große Kunst und dazu gehören viele Ehrenamtler mit verschiedenen Meinungen und eigenen Köpfen. Das gibt es aber eigentlich nicht, weil die Funktionäre schon ewig auf ihren Posten sind und manchmal den Blick und das Gespür verloren gegangen ist weil man diese Funktion schon gefühlt Lebenslang ausübt. Und, neue Funktionäre kann man suchen, nur finden wird man so gut wie niemandn. Das ist das eigentliche Problem.

  • Ja Stephan, dann wird sich auch nie etwas ändern.
    Das liest sich abgekürzt so:
    1. Die 8er-Teams sind nicht schuld
    2. Mit einem Sponsor wäre alles besser
    3. Wer was ändern will soll sich zur Wahl stellen.

    Na Bravo, dann bleibt alles beim Alten.

    Ich sehe das anders. Die Reduzierung der Teams soll nicht dazu dienen, die Bundesliga oder die Ligen in den Landesverbänden für die Medien oder Sponsoren interessanter zu machen, sondern
    1. dem einzelnen Spieler mehr Spielanteile zu ermöglichen und dadurch ggf. neue Mitglieder (zB. aus dem DSAB) zu gewinnen
    2. mehr Teams zu bilden, um die Fahrwege zu reduzieren.
    3. durch die eventuell gewonnenen neuen Mitglieder wäre der LV vielleicht in der Lage eine bessere Förderung der Spieler oder Teams zu gewährleisten.
    4. und ggf. durch die größere Verbreitung, dann für die Medien oder Sponsoren interessanter zu werden.

    Natürlich stehen hinter allen Sachen noch einige Fragezeichen aber eins weiß ich ganz bestimmt: Macht man nichts, passiert auch nichts. Das ist sicher. Das ist zur Zeit der Stand in den LV'en und im DDV.
    Es gibt "Heilige Kühe" an die man nicht ran will: Das 8er Team, der Samstag als Spieltag und die Anstoßzeit um 20:00 Uhr. Allein aufgrund der letzten beiden Umstände verschließt man sich vor dem größten Teil der Jugendlichen, die nämlich lieber ihren Samstag Abend mit Freunden und Freundin verbringen wollen.

    Und ich bin der Ansicht, dass es die Pflicht der gewählten Vertreter ist, sich über sowas Gedanken zu machen. Persönliche Interessen sollten aber bei einer Entscheidung keine Rolle spielen. Es gibt auch Leute, die sich Gedanken machen und Vorschläge einbringen, aber leider keine Zeit haben sich mehr zu engagieren. Ich persönlich habe nur ein Wochenende im Monat frei und das gehört dann meiner Frau. Wenn ich ein Spiel habe, nehme ich natürlich daran teil. Ich versuche mir für jedes Ligaspiel frei zu nehmen. Ich muss also jedes Jahr ein Stundenanteil zwischen 50 und 100 Stunden investieren. Diesen Mehrdienst muss ich aber erst mal aufbauen. Ich habe schon den kompletten Spielplan für 2014/2015 durchgeplant. Ich kann an keinem RLT teilnehmen, was ich aber gerne machen würde. Ich hatte auch schon mal überlegt, ob ich nicht auch den Sportwart machen sollte. Die besten Voraussetzungen aufgrund meiner Ausbildung hätte ich dafür. Ich müsste aber an jedem RLT teilnehmen. Wie man oben sieht, kann ich aber nicht. Selbst wenn ich wollte, könnte ich es gar nicht. Das heißt aber nicht, dass ich nicht Ideen und Vorschläge in eine solche Diskussion einbringen kann.
    Das Argument, dass man sich ja wählen lassen kann um etwas zu ändern, ist für mich das dümmste was ich in diesen Diskussionen immer lese.

    Ich respektiere es, wenn jemand aufgrund seiner persönlichen Lebenssituation mit dem jetzigen Modus zufrieden ist und keine Änderung möchte. Ich glaube aber, dass es den Dartsport nicht nach vorne bringt, sondern eher hinderlich ist.

    Es grüßt
    Hamski

  • Natürlich werde sie 2 Autos benötigen, aber die Spielorte werden nicht mehr so weit weg sein

    Berlin-Hamburg bleibt Berlin-Hamburg !

    mehr Teams zu bilden, um die Fahrwege zu reduzieren.

    Thorsten,ihr habt jetzt selbst am eigene Leibe erfahren wie schwer es ist eine geeignete Spielstädte zu finden.
    denkst du das wird leichter mit 4 Leuten,die dann mit 8+ ein Heimspiel austragen statt mit 16+ (also mirt halben Umsatz) statt einer (geldbringenden) E-Dartscheibe?
    Ich frage mich wo die vielen neuen Vereine herkommen sollen,den dafür brauchst ja nicht nur 4 Spieler sondern auch noch sowas wie nen Vereinsvorstadn usw....
    und wenns keine neuen Vereine gibt gibts keine kürzeren Fahrtwege,das ist nun mal Fakt.und es müsste schon realistisch ein drittel bis die hälfte der jetzigen Vereine zukommen und immer schön auf halben Wege.
    Für wie wahrscheinlich hälst du so ein Szenario?Oder soll das ehemalige Achterteam mit 4 gegen 4 zukünftig gegen sich selbst spielen? dann hats wirklich kurze Fahrtwege....
    oder überseh ich da was?

    Gruss
    Dirk

  • Hamski: :thumbup:

    Stephan: was sind denn deine Vorschlaege? Nur zu sagen das geht alles sowieso nicht, ist ja echt sehr duenn, vor allem da du doch wirklich Einblick hattest im DDV.
    Beispiel PDC Europe, auch wenn du das nicht hoeren willst. Wer haette vor 10 Jahren gedacht das man mehrere Hundert sogar Tausend Zuschauer in D in eine Halle bekommt um Dart zu schauen. Kein Mensch, bzw. Kein Dartspieler.
    8er Teams sind zu gross und gute Spiele kann man nicht an zwei Boards gleichzeitig praesentieren!

  • Ich bin ja eigentlich auch ein Freund von mehr Spielen und kürzeren Wegen.

    Das Argument, dass man für mehr Mannschaften keine Örtlichkeiten finden wird, habe ich dabei glatt übersehen. Stimmt aber wahrscheinlich. Hier im Pott gibt es ja noch einige Steeldartmöglichkeiten. Man müsste die kleineren Teams dann aber regelmäßig auf die einzelnen Lokale verteilen. Bei den jetzigen Spieltagen werden mehr als drei Mannschaften nicht in einem Spielort unterkommen können. Wir hatten mal drei Mannschaften. Eine hat dann Freitags gespielt (schon Scheiße in der Liga, wenn man als einzige Mannschaft eine Extrawurst brät). Die anderen beiden haben sich mit dem Heimrecht abgewechselt.

    Eine Verkleinerung der Teams müsste daher nach meiner Meinung zwingend flexiblere Spieltage ermöglichen. Ob man dann aber die Leute wieder zusammen hat, wenn man bspw. Donnerstag um 18:00 Uhr spielen soll......

  • Lange habe ich überlegt ob ich hierzu etwas schreiben soll.
    Ich kann die Wünsch von Haehni verstehen, und teile auch vieles von dem was Stephan geschrieben hat. ich denke auch, dass nicht primär das 8er Team das Problem ist. Ob nun 4er, 6er oder 8er Team, alle Formate haben ihre Vorteile und Nachteile, aber die Punkte die Haehni anspricht sind doch andere. Da geht es eher um Zuschauerzahlen, Sponsoring und Vermarktung. Als derjenige, der den Liveticker macht interessiert mich natürlich das Thema um die Vermarktung bzw. Berichterstattung sehr. Da ich in der Vergangenheit aber auch schon in einer anderen Sportart im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit tätig war, sehe ich gerade an diesem Punkt Schwierigkeiten für die Bundesliga.
    Sowohl für Sponsoring als auch mediales Interesse sind Zuschauerzahlen von Nöten, die sich jenseits der 500 bewegen, am besten im 4-stelligen Bereich sind. Erst dann wird es interessant. Wir bewegen uns hier in einem Dreieck, das sich gegenseitig bedingt. An dieser Stelle müsste man sich, wenn man die Zuschauer denn hätte, über Sicherheitsaspekte Gedanken machen. Dasi st ziemlich konstenintensiv. An dieser Stelle kann man eine Firma wie die PDC nicht mit einem Verband wie dem DDV vergleichen. Auch wenn das immer so einfach und naheliegend erscheint, so missachtet es jedoch die Realitäten in denen sich bewegt wird.
    Bezüglich der Aquirierung von Zuschauerzahlen sind wir an dem Kernpunkt von dem alles andere abhängt. Dies ist und kann auch nicht die Kernaufgabe des Verbandes sein. Dies ist in anderen Sportarten auch nicht anders. Wenn ich durch Frankfurt laufe sehe ich Plakate vom FSV Frankfurt oder auch des Basketball Teams. Da machen die Vereine Werbung für ihre Veranstaltungen, die Vereine sorgen für die Sicherheit, besorgen Hallen etc ... Auf der Grundlage all dieser Voraussetzungen können dann Verbände Verhandlungen mit TV-Stationen etc führen und somit für mehr Öffentlichkeit sorgen. Die Basis hierfür müssen aber erstmal Vereine schaffen - ja in anderen Sportarten tragen vor allem die Vereine das finanzielle Risiko. Man muss das nicht gut finden, aber es ist einfach so. Klar, Fussball ist jetzt ersteinmal hochgegriffen. Aber auch ein Livestream macht nur dann Sinn, wenn entsprechende Zuschauerzahlen vorhanden sind, anders ist das für die Masse schlichtweg uninteressant.
    Ich gebe Haehni insofern recht, dass des Weiteren für eine interessante Berichterstattung an einem Board gespielt werden muss. Da das Niveau nicht so hoch ist und die Spieler nicht so bekannt sind wie bei der PDC muss die Länge so kurz wie möglich sein, also BO 3 Legs. Dies alles aus Zuschauersicht. Aus Spielersicht würde ich für ein längeres Format plädieren. Für eide Seiten gibt es gute Argumente, da müsste man sich dann erstmal einig sein worum es eigentlich gehen soll. Um den Spieler, der möglichst viele Legs spielen will, oder um die Vermarktung von z.B. der Bundesliga. Das sind ja völlig unterschiedliche Baustellen.

    Noch eine Ergänzung: Ein KO System wie es die Bundesliga Endrunde aktuell hat, ist für Zuschauer deutlich attraktiver, als eine Meisterschaft, die unter Umständen bereits Wochen vor Saisonende entschieden ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Ben@DDV (17. August 2014 um 22:26)

  • @ Hamski

    Vielleicht hast du das falsch verstanden oder ich sehe das falsch. Ohne personelle Veränderungen wird sich weder in Landesverbänden noch im DDV etwas verändern. Ich rede dich von dem ein oder anderen der hier schreibt, sondern von Leuten die weiter in Dartzukunft blicken wollen/können als die derzeitigen Präsidien das wollen. Eine Weichenstellung kann nur über Jahre gehen und nie innerhalb eines Jahres oder auch weniger funktionieen. Im Moment ist aber niemand in der Lage, oder hat das Vermögen dazu weitsichtig zu planen bzw. die ntsprechenden Anforderungen für solche tiefgreifenden Änderungen auf den Weg zu bringen.

    Es ist nun mal so das fast alle nur noch verwalten, Angst vor irgendwelchen Entscheidungen haben und nicht mehr weiter als bis in die nächste Saison denken. Dies kommt aber automatisch wenn über 5, 10 Jahre immer die gleichen Personen das agen haben. Ich selbst habe das am eigenen Leib gemerkt und weiß wie schwierg es ist sich immer wieder neu zu motivieren. Gleichzeitig gibt es keinen Druck, da es überhaupt keine Kandidaten für igendwelche Posten gibt. Neue Führung, neue Ideen. Das ist so, weil jeder auch eine eigene Vorstellung vom Dartsport hat.

    @Haehni

    Ich war nie ein wirklicher PDC Fan, warum, weil ich nicht zu dieser Firma gehöre sondern in einem anderen Verband spiele der seine eigene Richtung finden muss. Gleichwohl bedeutet das nicht das ich den Erfolg nicht anerkenne, selber daraus lernen kann und, wenn möglich, gute Dinge davon übernehmen kann. Allerdings ist der DDV eine völlig andere Sache mit anderen Gegebenheiten und muss sich seinen Platz erkämpfen. Es sind viele Dinge angeschoben gewesen die einfach im Untergrund verschwunden sind, es wurde nicht weiter gemacht und Stillstand ist nun mal in diesem Geschäft Stillstand. Das grobe Gerüst ist gut, die Fenheiten werden nicht weiter richtig verfolgt und wenn, dann auf Kosten der Mitglieder. Ich gbin mir sicher das man im deutschen Dartsport und hier meine ich explizit den DDV einen großen Sprung machen könnte und Veränderungen auch dabei nötig sind. Wobei bei diesen Veränderungen die kommn müssten die Bundesliga und der Spielmodus dabei nur eine Nebenrolle haben.

    Ich muss mich auch nicht mit der PDC messen sondrn muss den eigenen für mich richtigen Weg finden. Diese Dinge genau zu beziffern ist nicht ganz so einfach, die Kräfte zu bündeln noch schwieriger. Die Skeptiker zu überzegen und die Kritiker ruhig zu halten ist dabei schier unmöglich. Also wer soll sich so etwas antun, und da ist es egal ob wir über LV oder DDV sprechen. Änderungen großer Art muss man planen über Jahre, dazu hat man heute aber nicht mehr die Zeit und auch nicht mehr die Leute die so etwas können bzw. voran treiben. Man muss professioneller werden, wieder eine Einheit wrden, enlich wieder anfangen für die Zukunft zu arbeiten und nicht nur hoffen, hoffentlich geht diese Saison noch gut. Erst wenn das wieder im Einklang steht wird es wieder vorwärts gehen, das sollte das Ziel sein.

    Ich sehe schon Möglichkeiten, aber richtig etwasändern kann man dann in 3-5 Jahren und dann mus die Änderung schon genau die Anforderung dieser Zeit erfüllen. In diesem Zeitraum muss man wie ein Puzzle, Stein für Stein aneinander fügen um dann zum geeigneten Zeitpunkt die große Veränderung durch zu bringen. Ich bin sogar soweit das ich glaube, das man mitden richtigen Veränderungen der PDC mindestens gleichwertig in Deutschland sein würde, wenn nicht sogar vor ihr stehen könnte.

  • In Sachen "Vermarktung der Bundesliga" muss ich dann aber wieder meine Bemerkung von vor ein paar Seiten aufgreifen: Ist es wirklich realistisch, die Mannschaftsvariante von Darts aus der reinen Amateurecke rausholen zu können? Das haben selbst die Briten nie wirklich geschafft, und zur Abwechslung würde sogar ich das nicht allein der BDO in die Schuhe schieben. Aus Zuschauersicht fehlt mMn. das Zusammenspiel als Team, wie man das von "typischen" Mannschaftssportarten kennt - was man auf den ersten Blick sieht, ist einfach nur eine (übergroße) Anzahl von Einzelspielern, die abwechselnd aktiv sind. Ich weiß, dass das für die Spieler selbst natürlich ganz anders ist, aber in Sachen Vermarktung kommt es halt nur darauf an, wie es potenzielle Zuschauer empfinden. Und da sehe ich ziemlich große Schwierigkeiten, selbst bei 4er Teams.

  • Ben, klasse Beitrag, das ist die Art wie wir weiter auf allen Ebenen Diskutieren sollten.

    Stephan, werde doch mal Konkret bitte, geht das, oder kannst / darfst du nicht drueber reden?

    Zu den Zuschauern oder ggf. Livestream, Hochwertige Dartspiel werden von hunderten und Tausenden von Menschen angesehen,
    aber es muss auch ein Format sein das der Verein auch gut vermarkten kann. Aktuell in der Buli kommt es nicht selten vor das Topspieler
    gegen Ersatzspieler antreten und locker gewinnen, das will keiner sehen. Spiele auf Augenhoehe sind doch viel spannender.Vom Tischtennis kann man sich da einiges abschauen. Da spielen die Besten zwei einer Mannschaft ueber kreuz gegen die beiden Besten der anderen Mannschaft.
    Man weiss vorher das es an dem Spieltag z.B. zum Duell Artut, Rosenauer oder Hopp gegen Welge kommen wird wenn die in den entsprechenden Mannschaften Spielen. Momentan kann es halt sein das Marko Puls einen Michael Hahn zu null zerlegt, obwohl eigentlich von der Klasse her z.B. Frank Kortendieck gegen den besser haette spielen sollen, mit einer Klassifizierung wie beim TT wuerde man das erreichen. Auch die hinteren Paarkreuze liefern sich dann spannendere Spiele weil sie auf Augenhoehe spielen.

    Also, der Rahmen muss vom DDV kommen, was daraus machen muessen dann die Vereine, klar aber es muss halt ein vermartungsfaehiger Rahmen sein und nicht 16 Spieler und drei Zuschauer.

    Noch eine Frage, wieviele Zuschauer, also reine Zuschauer waren bei der Bundesligaendrunde? Wieviel Geld das durch diese Zuschauer bezahlt wurde ging an die Vereine?

  • Ich persönlich finde die Ansätze aus dem Tischtennis, die ja zumindest teilweise, aus dem Tennis übernommen wurden auch für reizvoll. Möglicherweise kann man dann auch noch in andere vergleichbare Sportarten schauen. Andererseits im Tennis z.B. spielt die Bundesliga keine Rolle. Mannschaftskämpfe scheinen dort erst interessant zu werden, wenn es um Ländervergleiche geht.

    Ich habe es vorhin ja schon einmal angedeutet: Um Veranstaltungen auf einem Niveau veranstalten zu können, auf dem es überhaupt möglich wäre zahlreiche (zahlende) Zuschauer zu aquirieren müssen andere Strukturen vorhanden sein. Da ist das Spielsystem das geringste Problem.
    Ich weiss, ich habe mich hier gemeldet, dennoch glaube ich, dass ein öffentliches Forum der falsche Ort ist um diese Themen im Detail zu besprechen. Im übrigen bin ich da auch nicht der richtige Ansprechpartner. Ich möchte nur zu Bedenken geben, dass für eine "professionelle" Vermarktung komplett andere Rahmenbedingung nötig wären. Ob dies DDV und teilnehmende Vereine leisten könn(t)en, und ob der mögliche Erfolg Aufwand und Risiko rechtfertigt kann ich schlichtweg nicht beurteilen. Es ist ja nicht so, dass man einfach ein paar Plakate aufstellt, ne größere Halle mietet und dann von jedem Zuschauern "einen Fünfer" nimmt. Da hängt ja viel, viel mehr dran.

  • @ Haehni

    die Bundesliga wäre zweitrangig. Als erstes müssen andere Dinge verändert bzw. beschleunigt werden. Eine Förderung kommt dann nicht mehr von Sponsoren, das ist ein Trugschluss der wahrscheinlich erst mal sowieso nicht realisierbar ist. Diese Förderung muss über andere Möglichkeiten generiert werden, die zwar vorhanden sind aber seit Jahren nicht weiter verfolgt werden. ES gehört vil Arbeit, Zeit, auch Geld um überhaupt diese Möglichkeiten z erkennen und Sie anzuzapfen. Allerdings hat auc nur der DDV diese Möglichkeit und das ist eigentlich sein Plus.

    Zur Endrunde sei gesagt, selbst wenn man Eintritt nehmen würde, 500 Zuschauer kommen würde, wäre dr DDV Veranstalter und würde erst einmal dieses Geld bekommen und darüber verfügen. Natürlich kann man verändern, aber man muss dort klein anfangen und die Vorbereitung zu etwas großem vernünftig planen. Dies dauert meiner Ansicht nach 3-5 Jahre mindstens. Dann sollte man auf einem venünftigen Kurs sein, jeder Vereinigung in Deutschland paroli bieten können. Allerdings müsste man dafür erst einmal die Zeit bekommen, die entsprechenden Leute um sich haben und die Lust und Zeit dazu haben dies in die Wege zu leiten. In der jetzigen Zeit für den Dartsport so gut wie unmöglich, leider.

  • Ich persönlich finde die Ansätze aus dem Tischtennis, die ja zumindest teilweise, aus dem Tennis übernommen wurden auch für reizvoll. Möglicherweise kann man dann auch noch in andere vergleichbare Sportarten schauen. Andererseits im Tennis z.B. spielt die Bundesliga keine Rolle. Mannschaftskämpfe scheinen dort erst interessant zu werden, wenn es um Ländervergleiche geht.


    Und selbst Davis Cup und Fed Cup kämpfen seit Jahren darum, ihre Relevanz zu behalten. Und das sind immerhin noch Turniere, die mit einem gewissen Exklusivitätsfaktor aufwarten können, da in jedem teilnehmenden Land selbst im besten Fall nur ein paar Heimspiele pro Jahr stattfinden. Wenn man zum Vergleich mal die Dartsbundesliga* mit pro Team 7 oder 8 Heimspielen und insgesamt über 100 pro Saison zu vermarktenden Spielpaarungen nimmt...

    Das Kernproblem ist vielleicht folgendes, insbesondere auch als Unterschied zwischen Tennis und Tischtennis: In einigen wenigen Sportarten wie eben Tischtennis hatten die Einzelwettbewerbe wohl nie eine überragende Medienpräsenz, so dass die Mannschaftswettbewerbe nicht erst einen Verdrängungskampf um die Gunst des Publikums bestehen mussten. Das dürfte aber eher die Ausnahme sein. Und da kommt dann wieder die PDC ins Spiel - so gut das deutsche Bundesligadarts auch ist bzw. sein könnte, ein übermächtiges Vergleichsobjekt ist schon lange da. Wo die BDO und die komplette WDF kaum in der Lage sind zu bestehen, da dürfte es für die Bundesliga verdammt schwer werden, ein Stück vom Zuschauerkuchen abzubekommen, egal wie professionell man sie aufzieht.


    * Eine hypothetische Bundesliga, in der natürlich keine gemeinsamen Spieltage von 3 Teams stattfinden, sondern alles 1 gegen 1.

    Einmal editiert, zuletzt von Zeyes (18. August 2014 um 00:39)

  • Meine Hauptsorge ist, das nur darueber gesprochen wird aber es nicht den Mut und die Leute gibt um mal was auszuprobieren oder konkret zu formulieren.
    Nun ja, ich hoffe das mal was passier und bin gespannt. Wenn gewuenscht beteilige ich mich auch gerne beim DDV bei den entsprechenden Diskussionen oder Planungen.

  • @Hähni

    ich seh es auch so. Wenn man nicht drüber redet und seine Gedanken austauscht, kann man auch nichts verändern.
    Im Gegenteil, den Leuten in den enstsprechenden Positionen wird dann der Eindruck vermittelt dass alles so bleiben soll
    wie es ist, da sie ja nichts Gegenteiliges hören.

    Dass nicht alle Vorschläge umzusetzen sind ist doch klar, aber eine Sammlung an Ideen hat noch niemandem geschadet.

    Man muss auch mal mit sich zufrieden sein.

  • Berlin-Hamburg bleibt Berlin-Hamburg !

    Mal wieder ein klassisches Beispiel, dass viele nur an Ihre Eigeninteressen denken.

    Oder willst Du jetzt das Argument der kürzeren Wege wirklich wegdiskutieren?

    Kann sich nicht jeder auch mal ein bisschen in die Situation "der anderen" reinversetzen?

  • Aber noch mal die ernst gemeinte Frage, wer denn die Turniere ausrichten soll, wenn die Ligen abgeschafft werden. Dann gibt es nämlich keine Vereine mehr (sind logischerweise ohne Liga überflüssig) und die Verbände, deren Mitglieder rein rechtlich die Vereine sind, verschwinden auch von der Landkarte. Wer richtet dann noch Turniere aus?


    micha: die denen (angeblich) die Geselligkeit wichtiger ist - ist doch klar, weil dass sind die Einzigen die noch Vereinsleben praktizieren. Nein sorry, Süffisanz schnell wieder bei Seite legen!

    Zurück zum Thema, Ulitier hat es skizziert, die Mehrzahl an Teams und die damit verbundene steigende Anzahl an Spieltagen wäre für den Ruhrpott nicht umsetzbar, in NRW-gesamt schwierig, wenn auch in "Randbereichen" nicht unmöglich. Sachlich betrachtet: Wieviel Platz benötigt ein Ligaspiel im Steeldart, so dass es allen gerecht wird? Zwei Boards, ausreichend Platz für die Spieler, adäquater Platz für die restlichen Teammitglieder. Ich hasse Spielorte an denen du als Teammitglied nicht vernünftig dem Spiel deines Kollegen folgen kannst. Dies habe ich leider zu oft im Edart Ligabetrieb erlebt, wo Automaten in die letzte Ecke gerotzt werden und du als Spieler kaum Möglichkeit hast dich vernünftig zu bewegen, geschweige denn als Zuschauer. Damit reden wir, über den Daumen, von einem Areal von locker 3,5mtr in der Breite und 5-6mtr in der Länge. Ein Ligaspiel dauert im Edart (DSAB-Westfalen bis BZ) kaum unter drei Stunden (habe in den unteren Klassen auch schon Spiele gesehen die 4,5 Stunden gedauert haben). Im Steeldart in NRW reden wir von Bezirksklasse bis erste Liga (unterschiedliche Leganzahl pro Spiel) durchschnittlich ebenfalls von 3,5 bis 4 Stunden. Diese Spieldauern sind aus meiner Sicht ausschliesslich an einem Wochenende darstellbar. Völlig Brause ob ich weite oder weniger weite Wege zu fahren habe. Wenn ich bei Anwurf 19.00Uhr unter der Woche, auch der ist aus Sicht der heutigen Arbeitswelt nicht unproblematisch, ausgehe, verlasse ich den Spielort kaum vor 22.30Uhr, selbst "kurze" Fahrten von 30min bedeuten, dass ich kaum vor 23.30Uhr zur Ruhe käme, die Nacht ist um 5.15Uhr rum, in meinem Job auf Dauer ein NoGo. Auch für die potentiellen Jugendlichen nicht akzeptabel. Will sagen, ein Ligabetrieb 4er oder 8er Team mit möglichst vielen Einsätzen pro Spieler ist, mit Rücksicht auf den Job, fast nur am Samstag abend umsetzbar. (Ich bin über Putzi's Aussage immer noch ziemlich überrascht, aber toll dass es einen Bereich gibt in dem das auch auf der Art funktioniert!)

    Die Ansätze in Sachen Bundesliga, möchte ich mal gänzlich aussen vor lassen, denn dort gibt es einige andere Baustellen, die seit Jahren Thema sind/sein könn(t)en, sich aber gänzlich von den Wünschen/Vorstellungen innerhalb des Ligabetriebs für den "gemeinen" Darten an sich, unterscheiden.

    Eine Bitte habe ich noch, an all die die meinen seit einigen Seiten dieses Threads behaupten zu müssen, es gäbe soviele alteingesessene, "oldschool Darter", arivierte, grosse, oder was sonst noch alles für Begriffe genutzt wurden, die keine Veränderung wollen, oder sich sogar gegen Veränderung sperren würden, nennt doch mal Namen derer. Denn nur weil jemand nicht Feuer und Flamme für eine geäusserte Idee ist und Gegenargumente anführt (die als solche nicht akzeptiert oder erkannt werden), heisst das nicht das er aus Prinzig dagegen ist.

    Gruß In-Go

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