Wie umgreift ihr den Dart?

  • Hallo!

    Ich habe folgendes Problem: Ich kann zwar den Dart recht genau und schnell wieder in der gleichen Höhe anfassen, aber ich umfasse ihn immer anders mit den Daumen und Zeigefinger bzw. bekomme keinen Konstanten Griff hin ohne nach jedem Wurf 5 Sekunden Pause machen zu müssen. Dementsprechend fliegt fast jeder Dart anders und findet nicht so Konstant den Weg zum gewünschten Ziel.

    Geht es anderen hier genauso? Hat jemand Tipps für mich?

  • Ich bin mit ner Einkerbung am Barrel am Anfang sehr gut gefahren. Da fasst man immer gleich an.
    Jetzt nerven mich solche Einkerbungen nur noch.

    Bei dem momentanen Barrel (Ultra Shark Grip) merke ich sofort wenn ich zu weit hinten bin (glatte Oberfläche) und fasse somit immer gleich mit meinem Daumen/Zeigefinger genau dort, wo der Grip beginnt.

    ...

    4 Mal editiert, zuletzt von Bertso (14. Februar 2018 um 14:48)

  • Hm gute Frage wie ich auf meinen Griff gekommen bin, aber damit fühle ich mich am Wohlsten.

    Rechte Hand: Ringfinger berührt die Spitze, Mittel- und Zeigefinger das Barrel. Der Daumen als "Gegenstück" auf der anderen Seite.

    Ich denke auch, dass Dir ein Barrel mit Griffmulde helfen könnte.

  • Genau das ist bei mir auch die größte Problematik. Allerdings mache ich öfter die Erfahrung, dass ich einen Tag lang einfach das perfekte Gefühl für den Wurf habe und es dann am nächsten nicht mehr abrufen kann. Das ist dann auch immer unheimlich frustrierend, wenn man sich denkt "Ich konnte es doch gestern und letzte Woche auch?! Wieso zur Hölle kann ich das nicht konservieren?"

    Lieblingsspieler: Raymond van Barneveld, Rob Cross, Peter Wright, Gary Anderson

    Matchdarts: Target Perfect Storm 22g // Raymond van Barneveld Golden Hero 22g

  • Genau das ist bei mir auch die größte Problematik. Allerdings mache ich öfter die Erfahrung, dass ich einen Tag lang einfach das perfekte Gefühl für den Wurf habe und es dann am nächsten nicht mehr abrufen kann. Das ist dann auch immer unheimlich frustrierend, wenn man sich denkt "Ich konnte es doch gestern und letzte Woche auch?! Wieso zur Hölle kann ich das nicht konservieren?"


    Damit bist Du kein Einzelfall. Geht mir auch so. Ab und an mache ich Bildträger-Dokus von meinem Wurf.

    Trotz dieser Hilfe, kann ich oft das gleiche gute Ergebnis nicht abrufen. Irgendwas mache ich dann falsch.
    Ich hoffe, ich werde in meinem Dartleben irgendwann drauf kommen...

  • Ich halte den Dart mit Daumen und Zeigefinger, wie im oberen Bildteil. Die anderen drei Finger liegen mit den Fingerkuppen an. Der kleine Finger ist dabei an der Stelle, wo die Spitze aus dem Barrel kommt. Zwischen Daumen und Zeigefinger peile ich das Ziel an und im Bild unten rechts drehe ich den Dart zwischen den Fingern in die richtige Position. Gleichzeitig merke ich dann an der Obertrikotage, ob die Spitze noch in Ordnung ist oder mal über die Feile huschen sollte.

  • Viele Jahre lang hab ich den Dart sehr weit hinten gefasst, nur mit Daumen und Zeigefinger und den Mittelfinger unter dem Barrel. Das ging und geht mit den meisten Barrelformen. Inzwischen sind die drei Finger aber weiter nach vorne gerutscht, sodaß der Mittelfinger unter der Spitze liegt und diese leicht unterstützt. Auch das klappt mit allen meinen Darts sehr gut, selbst mit denen, die hinten eine Mulde haben (z.B. P.T. Phase 3).
    Auf diese oder jene Weise sollte es doch eigentlich kein so großes Problem sein, immer die gleiche Griffposition am Dart zu finden, entweder am Ende des Barrels, oder eben am Anfang.
    Ob es jetzt an der Griffposition liegt, oder nicht, jedenfalls ist meine Treffsicherheit in den letzten Jahren sehr viel konstanter geworden. Hab aber auch mehr Zeit mit Üben verbracht ;) .

  • Wenn ich das richtige Gefühl und die Treffsicherheit übrigens Tag für Tag abrufen könnte, würde ich vielleicht jetzt mit Cross, van Gerwen und Anderson wetteifern... :cool:
    Und nochmal übrigens finde ich es sehr interressant, wie verschieden hier Eure Griffe sind. Habt Ihr da viel rumprobiert, oder war das eher von Anfang an so?
    Bei mir hat es sich, bis auf die beschriebene Position, so gut wie nicht geändert, war irgendwie intuitiv.

  • Also ich hab auch das Gefühl dass viele misslungene darts bei mir damit zu tun haben dass der Griff eben nciht bei jedem Wurf identisch ist bei mir. Ich würde dem ja auch gern Abhilfe schaffen durch einen Barrel mit Griffmulde, aber bisher habe ich da einfach noch keine gesehen/gefunden die mir zusagen, da ich wirklich sehr weit greife und ich (deshalb?!) auch nur mit kürzeren Pfeilen zurechtkomme...

    Ein weiteres Problem ist dann wohl dass ich den Pfeil mit max. 3,5 Fingern ziemlich locker halte, was das Ganze System natürlich eher fragil macht und identische Würfe demetsprechend schwer... Hab natürlich auch schon probiert den Barrell beim Wurf zu fixieren, aber das fühlt sich für mich völlig "falsch" an. Ich denke da reichts bei mir von der Veranlagung nich zu mehr, beim Loslassen noch mehr Finger koordinieren zu müssen scheint ne Mission Impossible zu sein!

    Bin dann eben doch eher der "Gefühls"-Spieler und dann kommen wir wieder zum ersten Teil, sobald ich den Dart etwas weiter vorn/hinten greife kann das gute Wurfgefühl von zuvor eben sofort kollabieren. "interessantweise" bin ich mittlerweile zu dem Schluss gekommen dass bei mir die Wahrscheinlcihkeit nach guten Würfen (exorbitant) ansteigt mich beim nächsten Wurf zu "vergreifen" :| :ohno_

    FAZIT: Denke dass der identsiche Griff ebenso wie ein sauberes Loslassen wirklich elementar ist um ein hohes Niveau zu erreichen. Ich denke das können wirklich nur die allerwenigsten irgendwie mit Gefühl kompensieren?! Die richtigen Darts können einem die Sache da schon deutlich einfacher machen (bzw. eher umgekehrt, die "falschen" machen einem eben das Leben schwer), wobei das eben insbesondere auf Spieler zutrifft die einen eher außergewöhnlichen Wurfstil/Griff haben (wie ich)... Ich glaub richtig gute Spieler kommen hingegen in den allermeisten Fällen auch mit anderen darts prima zurecht (hustSNAKEBITEhüstel)!?

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Ich habe zuerst probiert, wie ich sicherer treffe. Das war eine rückblickend gar nicht so wichtig, weil das zu einem Zeitpunkt war, wo die Gesamtkoordination noch gar nicht so gut war und die Treffer zum Teil Zufall. Dann habe ich mir einen zweiten Griff ausgedacht, der auf dem ersten basiert aber wo ich keine Finger so verbiegen muß, dass es unnatürlich ist, ich den Dart also schön bequem halten kann. Dann habe ich mir einen dritten Griff ausprobiert, der widerum auf der Kombination aus den ersten beiden Griffen beruht, wo ich aber ein möglichst einfaches – ich nenne es mal Tastschema – habe, dass ich mir die Lage des Darts in den Fingern merken und möglichst leicht reproduzieren kann. Und mit dem was dabei am Ende rausgekommen ist habe ich zusammen mit einer möglichst immer gleichen Armbewegung trainiert, die ich dann aber durch Hilfe und Tipps noch verbessern konnte. Und ich merke, wen ich anfange schlechter zu werfen, dass ich dann ganz unbewußt immer mehr meine Bewegung verändert habe. Ein kurzes Konzentrieren und richtig Werfen, dann geht es meist wieder.

  • Für mich ist das auch ein absolutes Dauerthema.

    Ich greife nur mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Habe schon zusätzlich den Ring- und kleinen Finger ausprobiert, aber mit nur drei Fingern, fühlt es sich definitiv am besten an für mich.

    Bei vielen anderen Dingen bin ich mir aber noch unschlüssig:

    Am natürlichsten fühlt es sich für mich an wenn ich den Dart mit dem Daumen auf 7 Uhr und den beiden anderen Fingern auf 1 Uhr greife.
    Allerdings habe ich das Gefühl, dass ich gerader werfen kann, wenn ich auf 9 und 3 Uhr greife. Leider fühlt sich das sehr verkrampft an.

    Auch ob ich mittig, vorne oder hinten greifen sollte weiss ich noch nicht genau. Das fühlt sich alles gut an und ich kann quasi von einer zur anderen Aufnahme wechseln und sofort eine gute Aufnahme hinbekommen.

    Welchen Grip ich am besten finde, weiss ich auch noch nicht. Ob Mulde oder nicht, komplett zylindrisch oder vorne spitz zulaufend, das fühlt sich irgendwie alles auf seine Art nicht schlecht an ?(

    Das maximale Volumen subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität ihrer Produzenten.

    Einmal editiert, zuletzt von handsomeone (15. Februar 2018 um 13:10)

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