Andersfeindlichkeit im Darts

  • Hallo Dartforum-Menschen :)
    In diesem Thread möchte ich ein durchaus unangenehmes Thema ansprechen, dass mir über die letzten Jahre regelmäßig den Spaß an unserem schönen Sport genommen hat. Ich habe ein größeres Problem damit, wie im Dartsport mit Dingen umgegangen wird, die nicht in ein typisch-traditionelles Weltbild eingebunden werden können.
    Dass Darts ein männlich dominierter Sport ist, ist ja kein Geheimnis, auch wenn glücklicherweise immer mehr Damen zum Sport finden und dort auch systematisch Fortschritte gemacht werden. Nichtsdestotrotz beobachte ich bei einer beunruhigenden Menge von Spielern in meinem Bekanntenkreis einige Eigenschaften, die eine für mich inakzeptable und leider oft mit dem Begriff "Männlichkeit" verbundene Handlungsweise an den Tag legen. Das reicht von recht harmlosem Egoismus und unbedingter Selbstaufwertung über Casual- und not so Casual Sexism bis zu ausgesprochener Fremdenfeindlichkeit.

    Dass es grundsätzlich unempathische Menschen gibt, ist natürlich keine Überraschung und hat auch erstmal nichts inherent mit dem Dartssport zu tun. Ich beobachte es allerdings als ein durchaus systemisches Problem - Zum einen, weil eine große Menge alkoholisierter Menschen grundsätzlich zu wenig nuancierten oder empathischen Grundhaltungen führt, im Darts kommt dann noch die große Mehrzahl an Männern hinzu. Meiner Erfahrung nach ist das die Kerngruppe im Darts, auch wenn natürlich Ausnahmen die Regel bestätigen. Es muss sich auch nicht jeder angesprochen fühlen, der männlich ist und regelmäßig beim Darten Alkohol trinkt - eine große Menge Menschen tut dies, ohne unausstehlich zu werden. Hier sind nicht "Die Männer" als solches impliziert, die angesprochene Gruppe bildet schlicht ein größeres Potenzial für unangenehme Umgangsweisen.
    Wenn die 26 bundesweit als "Schlampe" bezeichnet wird, ist das an sich nicht so dramatisch, es fügt sich aber in ein gruseliges Gesamtbild ein. Ein Gesamtbild, indem auf lokaler Ebene iilane Shafts und Flights mit (Zitat) "Bei der Farbe muss man ja direkt den Arsch zusammenkneifen, bevor da was drinsteckt was man nicht haben will" kommentiert wird. Und bei der Promi-WM die jüngeren weiblichen Teilnehmer inklusive Sherrock mit "Ausziehen, Ausziehen!"-Rufen bedacht werden. Man vergessen nicht den Kommentar Gordon Shumways auf Sport ein zu Anastasie Dobromyslova bzw. der Implikation, gegen eine Frau spielen zu müssen. Auch das äußert sich lokal: Hat schonmal wer gegen ne Frau verloren? Wie oft musstet ihr euch dazu noch Kommentare anhören? Mir begegnet es leider immernoch. Sexismus und Homophobie äußert sich meiner Ansicht nach oft subtil, und gelegentlich weniger subtil, ist für mich aber in beiden Formen inakzeptabel (An dieser Stelle sollte ich anmerken, dass ich ein heterosexueller weißer Cis-Mann bin).

    Selbiges gilt für Fremdenfeindlichkeit, Patriotismus und Rassismus. Dass in deutschen Arenen gerne mal die Gegner der deutschen absolut unfair behandelt werden, ist mittlerweile international bekannt. Vor allem Rob Cross äußerte sich dazu ja bekanntlich sehr deutlich, und nicht zu unrecht. Leider erlebe ich auch in den Kneipen in meiner Gegend z.T. wesentlich ausgeprägteren Racial Slur und grobe Ausländerfeindlichkeit - Interessanterweise gar nicht oder nur eindeutig scherzhaft gegenüber tatsächlich ausländischstämmigen Spielerkollegen, dafür grundsätzlich gegenüber "Den Flüchtlingen" oder "Den Ausländern". Das ist meiner Ansicht nach zwar nicht so stark verankert wie der Sexismus, aber trotzdem hin und wieder anzutreffen.
    Als letzter großer Punkt äußert sich für mich generelle Inakzeptanz von Andersartigkeit oder dem Zeigen von Schwäche. Ich selbst habe prinzipiell Probleme mit Social Anxiety und gehöre dementsprechend auch zur nervöseren Sorte Spieler. Leider fehlt vielen Spielern völlig das Verständnis dafür, wie es ist, nicht so dermaßen von sich selbst überzeugt zu sein, dass man auch Schwächen zeigen kann und muss. Wer mental nicht zu 100% auf der Höhe ist, findet meiner Ansicht nach wenig Unterstützung und noch weniger Freunde in der Darts-Community. Es gibt die verständnisvollen Spieler natürlich, sie sind aber meiner Ansicht nach eher die Ausnahme. Oft werden Aussagen darüber, das man sich bei Spielen unwohl fühlt ignoriert, mit nutzlosen Kommentaren weggewischt und leider auch als Angriffsfläche ausgenutzt. À la "Bist du doof oder was, du musst doch bloß geradeaus werfen" oder einfach nur "Der ist sone Pussy ey!". Letzteres vor allem, wenn man selbst versucht, sich freundlich und emptathisch gegenüber anderen zu Verhalten. Für mich spielt hier auch dieses vermeintlich "männliche" Stärke zeigen eine Rolle, viele müssen sich instinktiv gegenüber den anderen überhöhen, um selbst der eigenen sozialen Rolle als "männlicher", unangreifbarer Dartspieler gerecht zu werden. Leider ist Darts in der Realität vor allem im Profibereich ein Sport, der großes Potenzial für psychische Probleme bietet, da er sich größtenteils im Kopf abspielt und du gerade gegenüber eines ignoranten Publikums einen Druck bekommst, der am Rande des ertragbaren oder darüber hinaus liegen kann. Ich finde, Darts-Deutsshland als Community kann hier viel verständnisvoller agieren.

    Mich interessiert: Wie seht ihr das? Habt ihr selbst Erfahrungen mit den genannten Dingen gemacht, gehört ihr vielleicht einer Minderheit an und fühlt euch im Dartsport nicht immer willkommen? Habt ihr Erfahrungen mit Ausgrenzung durch psychische Schwierigkeiten gemacht? Oder widersprecht ihr mir und seht die Thematik gar nicht als großes Problem an?

    Ich hoffe sehr dass wir, falls an einer Diskussion hier Interesse besteht, das ganze zivil und konstruktiv halten können. Ich habe wirklich keine Lust auf ein Thread, dass am Ende zu einer Beleidigungslawine gegenüber "den verdammten linksgrünversifften Social-Justice-Warriors" mit ihrer poststrukturalistischen Scheiße wird :thumbdown:

    Wir kriegen das freundlich hin, freue mich über jede Beteiligung :)

    "You have not seen such an incredible journey from such a little man since Lord of the Rings!"

    Einmal editiert, zuletzt von Noumard (1. Juni 2020 um 09:46)

  • Absolut! Aber es lohnt sich ja trotzdem, auf die spezifischen Institutionen zu schauen und zu diskutieren, wie sich ein gesamtgesellschaftliches Phänomen dort äußert. Nur weil es überall stattfindet, findet es ja nicht überall auf die gleiche Art oder im gleichen Ausmaß statt. In einer Universität herrscht z.B. ein wesentlich größeres Verständnis und ein anderer Diskurs über die genannten Themen.

    "You have not seen such an incredible journey from such a little man since Lord of the Rings!"

  • Dan geh doch zur Uni!

    Was ist nur aus den Männern geworden? Nur Heulsusen und Jammerlappen ohne Selbstvertrauen. Was juckt es mich, ob mich einer als Pussy bezeichnet? Nix

    Zitat

    Casual- und not so Casual Sexism
    Cis-Mann
    Social Anxiety
    Social-Justice-Warriors

    Zeigen die Femdwörter, dessen Bedeutung ich nicht kenne, nun deine herausragende Bildung und sind die nur ein Zeichen für eine allgemeine Ausdrucksschwäche in der deutschen Sprache?

  • Wenn irgendwo irgendwas gemacht wird, wo keine Frau dabei ist, wird sich irgendjemand finden, der das als frauenfeindlich einstuft, weil die Frau als Teil der Gesellschaft nicht berücksichigt wurde. Wenn irgendwo irgendwas gemacht wird, wo eine Frau dabei ist, wird sich irgendjemand finden, der das als frauenfeindlich einstuft, mit der Frage, warum ausgerechnet an der Stelle eine Frau eingesetzt wurde. Die Frau ist in dem Fall nur ein Beispiel und die Aussage kann auf alle Minderheiten ausgeweitet werden. Man hat gar keine Chance sich richtig zu verhalten.

    Wobei die Bezeichnung was-auch-immer-feindlich ja noch ok ist. Am Beklopptesten ist, wenn aus einer stinknormalen Ablehnung im Rahmen einer subjektiven Wahrnehmung immer gleich eine Phobie gemacht wird. Wenn man sagt, dass man die Farbe Grün besser findet als Blau, ist man ja gleich blauophob.

    Die politische Korrektheit insgesamt hat inzwischen sehr übertriebene und zum Teil kuriose Formen angenommen. Hinter jeder Ecke steht einer »Nein, so kann man das nicht sagen…« und das bei Sachen die gar keinem aufgefallen wären, wenn derjenige das nicht gesagt hätte und alles wäre gut gewesen. Das ist sowas von albern geworden in den letzten 20 Jahren.

  • Die politische Korrektheit insgesamt hat inzwischen sehr übertriebene und zum Teil kuriose Formen angenommen. Hinter jeder Ecke steht einer »Nein, so kann man das nicht sagen…« und das bei Sachen die gar keinem aufgefallen wären, wenn derjenige das nicht gesagt hätte und alles wäre gut gewesen. Das ist sowas von albern geworden in den letzten 20 Jahren

    Das stellt das Thema aber zu einfach dar. Ich denke wir sind uns einig dass man das Wort "Nigga" nicht nutzen sollte, um über die dunkelhäutige Bevölkerung zu reden? War aber auch mal absolut gängig und keinem ist aufgefallen, dass man das so eben wirklich nicht sagen sollte. Ein aktuelleres Beispiel ist "schwul", das von bestimmten Gruppen im Prinzip synonym für "schlecht" verwendet wird. Es ist einfach zu sagen, dass man das doch wegrationalisieren kann, wenn man selbst nicht zu der Gruppe gehört, die dadurch angegriffen wird. Ich würde behaupten, die allermeisten Menschen im Dartssport gehören überhaupt keiner Gruppe an, die durch gängige Redewendungen negativ konnotiert sind. Dann macht political correctness in Sprache natürlich den Eindruck, überflüsssig zu sein - weil es einen selbst zu 0,0% betrifft.

    "You have not seen such an incredible journey from such a little man since Lord of the Rings!"

  • Auf so ein Thema haben hier bestimmt alle gewartet.
    Darts entwickelt sich dank der neuen Intellektuellen vom Kneipen-Sport noch zum Uni-Sport.
    Das wird bestimmt noch lustig hier.

    Favs Gary Anderson, Bully Boy, NoGo Price

  • Das stellt das Thema aber zu einfach dar. Ich denke wir sind uns einig dass man das Wort "Nigga" nicht nutzen sollte, um über die dunkelhäutige Bevölkerung zu reden? War aber auch mal absolut gängig und keinem ist aufgefallen, dass man das so eben wirklich nicht sagen sollte. Ein aktuelleres Beispiel ist "schwul", das von bestimmten Gruppen im Prinzip synonym für "schlecht" verwendet wird. Es ist einfach zu sagen, dass man das doch wegrationalisieren kann, wenn man selbst nicht zu der Gruppe gehört, die dadurch angegriffen wird. Ich würde behaupten, die allermeisten Menschen im Dartssport gehören überhaupt keiner Gruppe an, die durch gängige Redewendungen negativ konnotiert sind. Dann macht political correctness in Sprache natürlich den Eindruck, überflüsssig zu sein - weil es einen selbst zu 0,0% betrifft.

    Ich hab 40 Jahre in Köln gelebt.
    Das ist ne absolute Schwulenhochburg und da sagt auch jeder schwul und nicht homosexuell.
    Beim CSD sagt auch jeder Kölner dazu Schwulenparade.
    Trotzdem ist dort deshalb kaum einer homophob.

    Favs Gary Anderson, Bully Boy, NoGo Price

  • Ich hab 40 Jahre in Köln gelebt.
    Das ist ne absolute Schwulenhochburg und da sagt auch jeder schwul und nicht homosexuell.
    Beim CSD sagt auch jeder Kölner dazu Schwulenparade.
    Trotzdem ist dort deshalb kaum einer homophob

    Es geht nicht darum, das Wort schwul gar nicht zu benutzen. Sondern dass es von einigen als anderes Wort für "schlecht; dumm" benutzt wird. À la "Bist du schwul oder was?!" wenn der Busfahrer einen nicht mit Eiswaffel reinlässt.

    "You have not seen such an incredible journey from such a little man since Lord of the Rings!"

  • Es geht nicht darum, das Wort schwul gar nicht zu benutzen. Sondern dass es von einigen als anderes Wort für "schlecht; dumm" benutzt wird. À la "Bist du schwul oder was?!" wenn der Busfahrer einen nicht mit Eiswaffel reinlässt.

    Mein lieber Noel,
    worum es geht?

    Hier im Forum geht's um Darts!

    Du hast wahrscheinlich ein Super Abi und studierst jetzt in Kassel womöglich Germanistik und willst jetzt in Deinem jungen Alter uns allen die Welt erklären :thumbup:

    Favs Gary Anderson, Bully Boy, NoGo Price

  • Ich bin mir ziemlich sicher, dass das hier der Off-Topic Bereich ist. Wenn du über Darts nur als das Spiel an sich reden möchtest lade ich dich herzlich ein, dieses Thema einfach zu ignorieren :)

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  • Besten Dank für die Einladung.

    Wenn es mich allerdings in den Fingern juckt ob der Absurdität, welche Du hier verbreitest, dann werde ich wohl nicht inne halten können.

    Favs Gary Anderson, Bully Boy, NoGo Price

    2 Mal editiert, zuletzt von Theo Darter (1. Juni 2020 um 11:46)

  • Was ist nur aus den Männern geworden? Nur Heulsusen und Jammerlappen ohne Selbstvertrauen. Was juckt es mich, ob mich einer als Pussy bezeichnet? Nix

    Das ist wunderbar, wenn es dich nicht juckt und du dich solche Kommentare offensichtlich nicht interessieren, aber anderen Menschen geht es da nun mal nicht so. Ich halte den Thread auch nicht für unbedingt notwendig, da das Ganze für mich ein gesellschaftliches Thema ist und Darts da nur ne kleine Rolle einnimmt, aber solche Kommentare darauf sind dann halt nicht nur überflüssig, sondern ziemlich dämlich.

  • Das stellt das Thema aber zu einfach dar. Ich denke wir sind uns einig dass man das Wort "Nigga" nicht nutzen sollte, um über die dunkelhäutige Bevölkerung zu reden? War aber auch mal absolut gängig und keinem ist aufgefallen, dass man das so eben wirklich nicht sagen sollte. Ein aktuelleres Beispiel ist "schwul", das von bestimmten Gruppen im Prinzip synonym für "schlecht" verwendet wird. Es ist einfach zu sagen, dass man das doch wegrationalisieren kann, wenn man selbst nicht zu der Gruppe gehört, die dadurch angegriffen wird. Ich würde behaupten, die allermeisten Menschen im Dartssport gehören überhaupt keiner Gruppe an, die durch gängige Redewendungen negativ konnotiert sind. Dann macht political correctness in Sprache natürlich den Eindruck, überflüsssig zu sein - weil es einen selbst zu 0,0% betrifft.

    Doch genau das ist der Punkt. »Neger« und sprachlich verwandte ähnliche Bezeichnungen wie »Niger« heißen doch übersetzt nichts Anderes als »Schwarzer«. Die Beleidigung kommt erst durch die Art und Weise zustande, wie man ein Wort benutzt. Mir ist es doch auch sowas von egal, wie viele Wörter, die man abwertend deuten könnte, es in Afrika für Weiße gibt oder wie die Asiaten über uns »Rundaugen« sprechen.

    Oder genauso bei schwul. Wenn man ein Wort für zwei unterschiedliche Dinge benutzt, stellt man doch keinen Zusammenhang zwischen diesen Dingen her. Wenn ich »schwul« für eine negative Assoziation verwende, indem ich mich ärgere, dass der schwule Bus schon wieder Verspätung hat, dann hat das doch rein gar nichts mit Homosexualität zu tun oder dass ich diese negativ bewerten will. Es fühlen sich bei derartigen Vergleichen auch immer gleich Leute angesprochen, die gar nicht gemeint sind. Das ist als wenn ich eine böse Person als »Fo..ze« bezeichne und kriege danach einen Shitstorm von Gynäkologen, dass ich ihren »Arbeitsplatz« beschimpfe.

    In der Frage ist die Gesellschaft zu empfindlich geworden.

  • Oder genauso bei schwul. Wenn man ein Wort für zwei unterschiedliche Dinge benutzt, stellt man doch keinen Zusammenhang zwischen diesen Dingen her. Wenn ich »schwul« für eine negative Assoziation verwende, indem ich mich ärgere, dass der schwule Bus schon wieder Verspätung hat, dann hat das doch rein gar nichts mit Homosexualität zu tun oder dass ich diese negativ bewerten will


    Dann ist es doch seltsam, dass in mehreren europäischen Sprachen (siehe "gay") ausgerechnet das jeweilige Wort für schwul auch zeitgleich als Schimpfwort verwendet wird. Diese Dinge passieren ja nicht willkürlich, die Verwendung als Schimpfwort hat sich aus Schwulenhass heraus als normales Wort in die Gesellschaft integriert. Und was ein Wort bedeutet wird nicht nur daher bestimmt, was du meinst wenn du etwas sagst, sondern auch durch den sonstigen Kontext des Wortes und wie der Empfänger es versteht. Dementsprechend, auch wenn ich dir zu 100% glaube dass es dir fern liegt, jemanden wegen seiner Sexualität zu beleidigen: Man sollte sich zumindest bewusst sein, aus welchem Kontext die Wortbedeutung kommt. Am Ende tut es ja nicht weh, einfach stattdessen "bescheuert" zu nutzen - als "dumm" wird sich wohl niemand identifizieren :)
    Aber ich glaube das muss man jetzt nicht in die Unendlichkeit ausführen oder? Ist definitiv nicht das Kernthema dieses Threads.

    "You have not seen such an incredible journey from such a little man since Lord of the Rings!"

  • … Am Ende tut es ja nicht weh, einfach stattdessen "bescheuert" zu nutzen…

    Das ist es, was ich am Anfang sagte. Dann findet sich garantiert einer, der sich an dem Wort »bescheuert« aufreibt und noch ein anderes Wort vorschlägt, was der Nächste dann unpassend findet. Es wird immer einen geben, den irgend ein Begriff stört und der als Begründung mit irgendwelchen hergeholten Assoziationen etwas Negatives hineininterpretiert. Man wird es immer für irgendwen falsch machen, egal was man wie sagt. Es gibt immer einen, für den man andersfeindlich ist.

    Schönes Beispiel, wo der Spaß mit der politischen Überkorrektheit hinführt? In so schwu… äh bescheuerte Formulierungen wie m/w/d in Stellenausschreibungen, die zu solchen Situationen führen, wie bei meinem Bruder im Betrieb, wo ein Dunkelhäutiger an der Pinnwand steht und sich interne Angebote ansieht, während ein anderer Kollege vorbei kommt und ihn fragt: »Was guckst du denn da? Da steht doch männlich, weiß, deutsch.« (Fand der Dunkelhäutige übrigens sehr lustig.)

  • Was guckst du denn da? Da steht doch männlich, weiß, deutsch


    Finde ich auch ziemlich witzig und muss ich mir merken :D Ich kann das ja witzig finden und trotzdem dafür sein, dass "divers" als Geschlechtsoption angegeben wird, weil es transexuelle und geschlechtsuneindeutige Menschen gibt.

    Ich würde gerne nochmal darauf hinweisen, dass ich ursprünglich ungerne Wortbedeutungen im kleinsten auseinandernehmen, sondern zu mehr Freundlichkeit und Verständnis im Darts aufrufen wollte. Das soll natürlich nicht gegen dich gehen Horst, ich hab den Spaß ja mitgemacht :) Würde einfach gerne zum Kerngedanken zurückkehren.

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    Einmal editiert, zuletzt von Noumard (1. Juni 2020 um 12:38)


  • Finde ich auch ziemlich witzig und muss ich mir merken :D Ich kann das ja witzig finden und trotzdem dafür sein, dass "divers" als Geschlechtsoption angegeben wird, weil es transexuelle und geschlechtsuneindeutige Menschen gibt.
    .

    Dann zählt man die aber nicht auf, weil dann der Vierte kommt, der sich ausgeschlossen fühlt, weil er so besonders ist, dass er sich nicht unter divers sieht. Dann schreibt man einfach »für alle« und dann sind auch alle dabei. Würde man nun argumentieren, dass divers ja im prinzip alle bedeutet, dann wäre aber wieder m und w überflüssig.

    So Kerngedanke, aber der war Andersfeindlichkeit, die aber nunmal von der politischen Überkorrektheit kommt. Inhaltlich bin ich da auch ganz bei Melf.

  • Man kann die politische Korrekheit auch überteiben. Ich werde nicht anfangen, beim Dart jedes wort auf die Goldwaage zu legen. Vieles ist auch Ansichtssache. Wenn ertwa Gordon Shamway meint, dass man Frauen keine Startplätze bei der WM schenken sollte, sondern diese sich über die üblichen Turniere qualifizieren sollten, hat dies nichts mit Frauenfeindlichkeit zu tun. Wenn ich gegen eine Frau verliere, muss ich halt das Echo - das im Übrigen auch von Frauen kommt - ertragen. Und wenn einer wie ein Schwuler wirft, dann ist das halt so. Man kann halt auch Probleme sehen, wo keine sind.

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