Umstieg auf neue Darts der Erfolgsweg?

  • Guten Abend zusammen,

    folgende Thematik:

    Ich spiele seit gut 2 Jahren regelmäßig Darts und würde sagen im Schnitt zwischen 55-60 im Average. Nach oben und unten ist immer mal was dabei.

    Ich habe mit straight Barrels angefangen, bin dann über die Zeit auf Phil Taylor Unicorn umgestiegen und würde jetzt gerne wieder auf Straight Barrels umsteigen, da ich finde es ist einfach mehr Platz im Triple und Doppel und nicht so schnell verbaut.

    Ich spiele jetzt seit 2-3 Tagen die Van Gerwen XQ Max und bin relativ zufrieden. Mein Average liegt ebenfalls noch in dem Bereich, allerdings ist das Wurfgefühl noch nicht so das gleiche.

    Habt ihr das Erfahrungen? Gefühlt kann ich viele Pfeile spielen habe aber kaum Ausreißer nach unten oder oben..

    Ich probiere auch so viele neue Darts aus.. am Anfang klappt es immer super und nach einer Zeit lässt der Effekt wieder nach.

    Habt ihr da Tipps wie ich aus diesem Darts testen rauskomme und bei einem Pfeil bleibe kann?

    Liebe Grüße

  • Ich spiele seit gut 2 Jahren regelmäßig Darts und würde sagen im Schnitt zwischen 55-60 im Average. Nach oben und unten ist immer mal was dabei.

    Habt ihr das Erfahrungen? Gefühlt kann ich viele Pfeile spielen habe aber kaum Ausreißer nach unten oder oben..

    Ich probiere auch so viele neue Darts aus.. am Anfang klappt es immer super und nach einer Zeit lässt der Effekt wieder nach.

    Habt ihr da Tipps wie ich aus diesem Darts testen rauskomme und bei einem Pfeil bleibe kann?

    My 2c (aus absoluter Laien-Sicht):

    Das ist doch sehr ordentlich!

    Hier im Forum haben schon einige mit massig Erfahrung bestätigt, dass sich ein Wechsel der Darts in der Regel nicht auf den Average auswirkt. Das Entscheidende ist immer noch der Wurf, nicht der Dart. Das sollte vielleicht so eine Art Mantra werden.

    Wenn du zufrieden bis mit deinen Darts, sie sich gut anfühlen und du nach einem Wurf auch sagen kannst, der Dart hat das gemacht was du ihm mitgegeben hast, dann ist doch alles in Butter. Alles andere ist Kopfsache. Wenn du mit dünnen Barrels genauso gut spielen kannst wie mit dickeren, dann würde ich das an deiner Stelle machen, da es den Kopf zufriedenstellt (und vielleicht das ein oder andere Mal tatsächlich mehr Platz anbietet).

    Dass es am Anfang mit neuen Darts besser läuft, dürfte ein Aufmerksamkeitsthema sein: Dadurch, dass sich etwas geändert hat, wird die Aufmerksamkeit erhöht, was vorübergehend zu besseren Treffern führen kann.

    Wenn du schon viel rumprobiert hast, müsstest du ja wissen, was sich an Gewicht, Länge, Dicke, Grip etc. für dich sehr gut anfühlt. Bei diesem Setup würde ich dann langfristig bleiben und die Zeiten für Materialrecherche, -akquise und -gewöhnung in zusätzliche gezielte Trainingseinheiten stecken.

  • Ja es kommt dann immer nur der Moment, wo es mal nicht sooo läuft und ich denke, ach komm mit den anderen läuft es doch besser und dann Wechsel ich wieder..

    Dieses eine Set zu finden fällt mir extrem schwer und mir leuchtet natürlich auch ein, dass man sich einspielen muss und das ständige Wechseln einen nicht weiterbringt.

    Ist halt immer nur der Gedanke den perfekten Dart für sich zu finden wo es dann klick macht und die Leistung vielleicht explodiert

  • Solange du nicht mindestens Semi-Pro bist, sind diese Schwankungen doch völlig normal und treten wahrscheinlich komplett unabhängig vom verwendeten Set auf. Um zu belegen, dass es an den Darts liegt, müsstest du schon sehr genau und vor allem objektiv Statistik führen; da sind wahrscheinlich andere Einflussgrößen viel ausschlaggebender.

    Löse dich von dem Gedanken, dass das Material spielentscheidend ist; Millionen Menschen in unterschiedlichsten Sportarten rennen diesem magischen Setup hinterher, statt an den Basics und sich selbst zu arbeiten. Wenn das Setup prinzipiell passt, behaupte ich, dass sich nicht mehr als 2-3% rausholen lassen. Die Leisungsexplosion gibt es nur in der Werbung der Sportartikelhersteller.

    Tip: Mal beim Training was grundlegendes ändern und schauen, wie es sich auswirkt; z.B. linke Hand auf den Rücken beim Wurf.

  • DEN perfekten Dart zu finden ist extrem schwierig. Wenn es den perfekten Dart überhaupt gibt. Frag mal Peter Wright, der spielt seit über 30 Jahren Darts und hat den perfekten Dart nach wie vor nicht gefunden. Und bei ihm waren Darts dabei mit denen er Weltmeister geworden ist. Grundsätzlich sagt man gerne: Es liegt an dir, nicht an deinen Darts. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass du mit fast jedem Dart ähnliche Ergebnisse spielst. Es ist einfach dein Niveau, unabhängig von Material. (Auch wenn es manchmal schon Darts gibt, die einem überhaupt nicht liegen.) Ich habe auch mehrere Sets zuhause rumliegen und spiele mit allen ähnlich gut. Am Ende kann man das Material zwar wechseln, aber der Mensch der es wirft bleibt nach wie vor der selbe. Egal wie lange du rumprobierst es wird am Ende nicht wegen des Setups das du spielst Klick machen sondern das muss mental passieren. Sieht man auch bei den Profis. Die fangen meistens dann an die Darts zu wechseln, wenn sie in irgendeiner Form unsicher werden. Taylor hat angefangen rumzuprobieren als seine Dominanz langsam zu Ende ging, MvG hat fast zwei Jahrzehnte die selben drei Barrels gespielt und dann gewechselt. Da waren dann die Ergebnisse nicht so da und dann hieß es: "Kommt er mit den neuen Darts nicht zurecht?" Nein. Es lag daran, dass er mental unsicher war, dass er seinen mentalen Nimbus zu dem Zeitpunkt nicht hatte. Dass er mit den Darts genauso gut spielen konnte wie mit denen davor hat er gezeigt nur war es halt nicht mehr so konstant. Bei Wright dürfte es ähnlich sein, er reizt den Effekt den du beschreibst massiv aus und ich vermute, dass er tatsächlich auch eine gewisse Unsicherheit damit ausgleicht.

    Nun habe ich viele Worte gemacht, schließe mich aber den Worten meiner Vorredner an. Such dir ein Setup mit dem du dich wohlfühlst, bleib dabei und probier was am Training umzustellen und schau mal was du brauchst um dich beim Spielen wohl zu fühlen. Das bringt dich langfristig eher nach vorne als die Suche nach dem perfekten Dart. Damit ist es wie mit dem Heiligen Grahl. Du kannst dich dumm und dämlich suchen, am Ende findest du ihn aber vermutlich nicht.

  • Jetzt zum Beispiel schon wieder..

    Der Umstieg auf die MVG Darts hat eig ganz gut geklappt. Legs zwischen 18-21 Darts waren ein paar dabei und ich hatte ein gutes Gefühl. Dann auch die Soft Variante besorgt weil ich viel E Dart spiele und was passiert nach 2-3 Tagen? Ich kann die Darts gefühlt nicht mehr richtig werfen und habe kaum Gefühl dadrinne..

    Wenn ich auf die kleinen dicken Darts umsteige klappt es wieder relativ normal..

    Meint ihr einfach dran bleiben oder soll ich einfach bei den dicken Darts bleiben und damit leben?

  • Ich würde dir raten, bleib bei den Pfeilen, mit den du immer spielst! Oder nimm diese wo du dich wohlfühlst. Ich spiele 22 Jahre Dart (habe mit 11 angefangen) und habe noch immer meine gleichen. Ich habe einmal gewechselt für 3 Jahre mal, weil ich eine extrem schlechte Phase hatte ,bin aber wieder zu den alten zurückgegangen .55er -60 Average ist doch vollkommen gut! Gibt viele Ligaspieler, die an manchen Tagen das nicht mal das abrufen können. Mein Tipp: Mache dir nicht so viele Gedanken beim Training oder beim Spiel über deinen Average! Ich spiele jetzt schon so lange, dass ich mir über sowas nie irgendwelche Gedanken gemacht habe. So wie es, kommt, so kommt es. Sicher gibt es Tage wo es nicht läuft und es Tagesformabhängig ist, aber die hat jeder Dartspieler, egal ob jemand 2 Jahre spielt oder 30 Jahre. Ab und zu läuft es mal wirklich gut und ich checke ihn der 5–6 Runde(15–18 Darts), aber ab und zu gibt es natürlich auch Tage wo ich erst ihn der 9–10 Runde(27–30 Darts) checke oder verliere.

  • Aus eigener Erfahrung: Statt in ein neues Set Darts zu investieren, lohnt es sich einen Kurs bei dartblog zu buchen. Da gibt es super Übungen, gerade auch zum Thema Wurfgefühl.

    Ist mein Average dadurch sprunghaft angestiegen? Nein, aber ich bin viel Last aus meinem Kopf losgeworden, brauche keine neuen Darts mehr (hab ja auch genug unterschiedliche in Gewicht und Form :D) und der Spaßfaktor hat wieder deutlich zugelegt.

  • Ist mein Average dadurch sprunghaft angestiegen? Nein, aber ich bin viel Last aus meinem Kopf losgeworden, brauche keine neuen Darts mehr (hab ja auch genug unterschiedliche in Gewicht und Form :D) und der Spaßfaktor hat wieder deutlich zugzugelegt.

    kann ich so zu 100% unterschreiben. Mein Average ist langsam aber stetig gestiegen, weil ich viele Gedanken ablegen und danach meinen Fokus aufs Eigentliche richten konnte. Ich hätte sonst ständig wieder was geändert oder in Frage gestellt.

    Love the Darts

  • Wright liefert hier gerade ein anschauliches Beispiel: Schon drei Mal im Spiel die Darts gewechselt, immer kurz ganz gutes Scoring und danach pendelt es sich wieder auf dem gleichen Niveau ein. Es liegt nicht am Dart.

  • es gibt halt auch eine gewisse natürliche Schwankung wie eine art Welle, sprich wer zum beispiel 50 in average spielt spielt nicht immer 50 sondern eher 45-55-45-55 und manchmal dauern die zyklen auch länger, sprich 45-45-45-55-55-55. Wenn man das überinterpretiert kann man sich da leicht verrennen und denken es wäre der dart, dabei waren es nur natürliche formschwankungen.

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