Beiträge von dartblog

    Dann kann ich mich ja weiterhin ums Zielen lernen kümmern und muss mir nicht eine andere Wurftechnik angewöhnen :thumbup:

    Das Steckverhalten bedeutet nicht im Umkehrschluss, dass deine Technik gut ist. Es spricht eher für ein gutes Setup.

    Und man passt nicht seinen Wurfstil an die Darts an, sondern anders herum

    Guten Tag :)
    Wollte die erfahrenen Spieler Mal fragen ob ihr den Schwung bzw. Die Wurfkraft ändert wenn ihr zb von der 20 auf die 19 geht oder bleibt die Kraft gleich und nur die Richtung geht halt nach unten über den ganzen Wurf also nur über Hand-Arm bewegung und der Schwung bleibt gleich. Oder nehmt ihr auch Kraft raus wenn ihr in den unteren oder seitlichen Teil des Boards werft?

    Vielen Dank schonmal vorab :) :vic:

    Seine Wurfbewegung zu ändern macht keinen Sinn, da im Wettkampffall schon genug störende Elemente dich beeinflussen. Daher alle Bewegung möglichst gleich und nur die Gesamtausrichtung des Wurfarmes in die jeweilige Zone führen.

    Die Frage ist eher, wie sieht deine Gesamtbewegung aus?

    Und warum eiert der Dart, bekommt er durch das Handgelenk einen störenden Impuls, oder durch deine Finger etc. ?
    Ziehst du eventuell deinen Wurfarm zu früh zur Seite usw.?

    Isoliert kann man das kaum beantworten. Und um eine Antwort ableiten zu können, muss man den "Fehler" kennen.

    Und wenn sich die Haltung gut anfühlt, ist es schon ein Vorteil. Es kann wie oben beschrieben an vielen Merkmalen deines Wurfs liegen, die das Eiern ermöglichen. Auch an deinem Setup.

    Kann man trainieren.

    Ist im Endeffekt ein Zustand, wo wir nicht mehr über etwas nachdenken, sondern die Handlung ausführen und im Einklang mit der Umwelt sind.

    Das heisst im Umkehrschluss, die Bewegung muss schon automatisiert sein.
    Die Gedanken ausgerichtet auf die Lösung der Aufgabe und hochmotivierte Einstellung.

    Positive Grundstimmung ist da natürlich vorausgesetzt.

    Ich glaube da kann man 500 Seiten schreiben.

    Als ich diesen Zustand hatte, war bei der D12 leider Schluss.

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    Sehe ich auch so. Jedes Mal wenn mich exakt auf der gleichen posi steht ist die Scheibe direkt etwas weiter weg/näher dran.


    Bei der WM meinte ein Sport1 Exeperte/kommentator, dass die Spieler im Practice Room auch gerne mal 1-2cm weiter hinten stehen, ist da was dran? Mir erklärt sich das nicht wirklich^^

    Mit unterschiedliche Abständen oder auf Balancepads zu trainieren, habe ich auch in meinem Trainingsplänen.

    Eine der Fehleinschätzungen was die motorische Ausführung angeht, ist die weit verbreitete Meinung, dass JEDER Wurf exakt dem vorherigen entsprechen muss.
    Das ist aber unmöglich.

    Vielmehr ist die Wurfbewegung so zu trainieren, dass ich auch unter Variablen Umständen noch mein Ziel erreiche. Einfach gesprochen, damit bekommen alle am Wurf beteiligten Systeme, einen Spielraum um das angestrebte Ergebnis zu erzielen.

    Die Mär "Immer mit denselben Schuhen spielen" usw. ist ja weit verbreitet und hält sich hartnäckig.


    Hier ein Beispiel wie in anderen Sportarten technische Lernprozesse unterstützt werden, dann erkennt man sehr schnell was Variabilität ist

    Ab 0:43

    https://www.youtube.com/watch?v=cbe1x1Eh1Ds


    Klar, man spielt ein wenig, ist voller Begeisterung, holt sich die Darts der Stars, aber deswegen wirft man leider keine 180er. Darts hat meiner Meinung nach ganz viel mit Routine und Übung zu tun. Die einen kommen mit mehr Grundtalent, die anderen weniger....Spiel weiter, lern erstmal deinen Wurf kennen und im Sommer reden wir dann nochmal^^


    Das ist einer der springenden Punkte.

    Es gibt zwei Gruppen der erfolgreichen Spieler, diejenigen, die mit riesigem Talent gesegnet sind und die andere die es durch jahrelange hartes Training erreicht haben.

    Aber der geneigte Anfänger ist schon frustriert, wenn er nach 2 Monaten immer noch bei 40er Werten "rumkrepelt"
    Anscheinend haben wir die Vorstellung, dass Dart so einfach ist und daher sofort Leistung erbracht werden MUSS.

    Bogenschiessen, Golf, sieht alles easy aus und ist nicht viel Aufwand bei der Bewegung. Aber wenn man da Leistung abrufen will, merkt man das es JAHRE gutes Training braucht, um nur annähernd Wettbewerbsfähig zu sein. Da nimmt man sich einen Trainer und kann auf Grundlagen aufbauen und seine Leistung entwickeln.

    Und im Dart? Schnell das Board an die Wand geklatscht und dann gespielt, gespielt und gespielt. Egal wie, Hauptsache Average aufschreiben. Es geht den meisten auch nicht mehr um den Spaß am Spiel, sondern um Leistung oder eine Profikarriere. Es ist komisch, wenn man mit Anfängern spricht und deren Motivation hört, kaum einer macht das Spiel zum Spaß, sondern weil er etwas "erreichen" will.

    Averages um 80 sind die Werte, die man mindestens erreichen, obwohl man es kaum schafft die Darts eng zu gruppieren. Es geht nur darum Werte zu erziele, die höher sind als der Vorherige, sich immer Konstant zu verbessern.


    Das ist nicht Darts!

    Wer so vorgeht und sich nicht die Zeit nimmt, sich zu reflektieren und Bewegungskompetenz aufzubauen und gleichzeitig sein Mindset für die anstehenden Aufgaben aufzubauen, der wird sehr schenll den Spaß verlieren. Denn Motivation, die sich nur aus der Jagd nach Erfoglen ableiten lässt, ist niemals von Dauer.

    Spaß am Spiel bringt den Erfolg - Vielleicht

    Die Jagd nach Ergebnisverbesserungen bringt über kurz oder lang nur Frust


    Ich kann nur sagen "Jungs, werft!" . Solange man keine Schmerzen oder massive Probleme hat werfen, werfen, werfen! Der Rest kommt von allein


    Euch bringt die "vorbildlichste" Technik nichts, wenn ihr nicht in der Lage seid die Feld zu treffen und das ist man am Anfang nicht. Irgendwann hat man seinen eigenen Stil und trifft damit. Mehr als sich in eine Haltung zu zwängen, die sich für einen selbst unnatürlich anfühlt.
    Ganz egal ob man dabei aussieht wie MvG oder nicht. Klar, ist man nicht in der Lage den Pfeil loszulassen, sollte man die Finger überdenken aber sonst...


    Diese Sätze wie, "Werft, alles andere kommt von alleine" liest man ja häufiger. Auch das man nicht alles zerdenken darf und sich damit nur schadet.

    Auf welcher Grundlage beruhen diese Aussagen?

    Wer als Trainer im Jugendbereich tätig ist, der kennt die Leichtigkeit, die Kinder beim Umsetzen neuer Bewegungen umgibt.
    Die denken nicht nach, die handeln und das, in Abhängigkeit Ihrer Entwicklung, sehr erfolgreich und schnell.
    Je älter man wird, desto schwerer fällt einem das Erlernen neuer Bewegungen. Selbst so "einfache" Bewegungen wie dem Dartwurf.

    Durch unterschiedliche Entwicklungsprozesse, sei es motorische, Koordinative etc., die wir in unserem Leben gemacht haben, baut sich unsere Grundlage auf um neues zu erlernen.

    Im Gegensatz zu Kindern, sind wir nicht mehr in der Lage unvoreingenommen Bewegung motorisch zu übernehmen. Sondern wollen aufgrund unserer gemachten Erfahrungen im Leben, die Bewegung verstehen. Implizites Lernen ist somit kaum möglich. Daraus Schlussfolgernd, ist es wichtig, wenn jemand Fragen hat, ihm diese auch zu beantworten. Und das in einer Form, die seinem Entwicklungsstand entspricht. Leitbilder etc. stellen da einen guten Anhaltswert dar um den Spieler zu gedanklich zu unterstützen und ein Ziel vor Augen zu haben.

    Was ich natürlich auch beobachten kann, die Fragestellungen der ratsuchenden Spieler, sind meist sehr unbeholfen. Aber auch das ist ein Produkt aus den vielen offenen Fragen mit denen sie sich befassen.

    GENERELL: Es ist so gut wie unmöglich aus einer Beschreibung und einem Bild qualitative Schlüsse zu ziehen und darauf aufbauend Ratschläge zu erteilen.

    Daher muss man sich mit dem zerdenkenden Spieler auseinandersetzen und individuell auf ihn eingehen. Das gelingt aber nur mit Erfahrung und Wissen.


    Kurzfassung:
    ► Anfänger und..."werfen, werfen, werfen! Der Rest kommt von allein" + Kinder = Fast perfekt.

    ► Anfänger und..."werfen, werfen, werfen! Der Rest kommt von allein" + Erwachsende = Wenig Erfolgsaussichten das er das versteht und richtig umsetzt

    Den Fokus auf eine Bewegung zu lenken ist nicht geeignet, um seine Bewegung zu automatisieren.
    Es gibt aber etliche Übungen, wie man seinen Wurf trainiert und automatisiert. Auch kann man sich mit Hilfsmitteln Rückmeldungen geben, damit man nicht ständig um den inneren Fokus kümmern muss.
    Hummel hat irgendwo eine Post verfasst, wo man sowas sehen kann. Ich habe auf meine YT Kanal meine Variante vorgestellt (irgendein Adventskalender Video) wo ich das mit einem Mikrofonständer mache.
    Aber generell sollte einem die Grundbewegung schon klar sein, sonst wird das ein hin und her.