Naja, ich fand gestern schon einige Aussagen von MvG sehr unsympathisch. Bereits vor dem Halbfinale warf er Anderson und Taylor Schwäche und Unehrlichkeit vor, nur weil die sich MvG als Gegner wünschten. Das sei ein Zeichen von Schwäche und außerdem unehrlich, weil sie nur den coolen Mann spielen wollten. Völlig überzogene Reaktion in meinen Augen. Und auch der Seitenhieb bei der Siegerehrung, dass Phil ja länger nichts gewonnen habe, muss nicht sein. Klar, letzteres sagte er mit einem Lächeln, aber ich glaube nicht, dass er das so witzig meinte.
Ich finde auch diese Aussagen von wegen "I played rubbish" recht unsympathisch, weil bei derartigen Aussagen auch immer ein "Ich hab zwar scheiße gespielt, aber für die Graupe hats ja trotzdem gereicht" mitschwingt. Warum nicht sagen, dass man nicht ganz zufrieden ist mit der Doppelquote / Average was auch immer, dass man aber froh ist gewonnen zu haben. Das Jubeln sieht man bei MvG auch nur, wenn er vorn ist. Vom Rückstand bis zum Ausgleich ruhiges zur Kenntnisnahme des Leggewinns, danach wird wieder gebrüllt und grimassiert. Ich frage mich warum man sich immer derart aufregt, wenn Leute ein Verhalten eines Spielers anders interpretieren als man selbst und somit auch andere Sympathien empfindet? Seine sportliche Leistung steht doch außer Frage und wird selbst von jenen anerkannt, die MvG unsympathisch oder arrogant finden.