Turnierbericht von meinem ersten Turnier

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    24.08.2019 Turnier Kirschau
    Ziemlich viel Vorbereitung hatte unser Verein für das große Turnier inklusive Ligaabschluss der ansässigen E-Dart-Liga zu stemmen. Mit 60 Teilnehmern im Steeldart (501 DO), 59 Teilnehmern im offenen E-Dart Turnier (501 MO) und 32 Startern beim Amateur und C-Liga Turnier (301 SO), war die Halle durchaus gut besucht. Das merkte man allerdings auch spürbar an den Temperaturen, die nachmittags nur sehr schwer zu ertragen waren. 14 Uhr ging das Steeldart-Turnier los, wie üblich im Doppel-KO Format. Als erstes durfte ich direkt und ohne Freilos gegen einen der drei Topfavoriten spielen, wie es also üblich ist bei mir. Das erste Leg hätte ich holen müssen, nach einem ziemlichen Rückstand erhielt ich trotzdem ein paar Legdarts, werfe dann aber die D1 statt der D20 und lande auf 38, die ich auch nicht checkte. Mein Gegner machte aus, fuhr im nächsten Durchgang mit der 180 fort, verpasste das Short Leg nur knapp und checkte dann in der 7. Runde, befand mich zu dem Zeitpunkt auch auf einem Finish. Im dritten Leg verpasste er dann ein 112er Highfinish, vergab dann noch ein paar Chancen, ich bekam aber keinen Doppeldart mehr und verlor damit 0:3. Natürlich gewann dieser Spieler dann schlussendlich auch das Steeldartturnier im Endspiel gegen den Czech Open Youth Finalist und Europe Cup Achtelfinalist Tomas Houdek. Auf der Verliererseite ging es dann gegen einen Gegner der Kategorie Zufall. Bis zum 2:0 war soweit alles in Ordnung, die beiden Legs waren auch ganz gut gespielt, danach kam dann ein Einbruch, der seinesgleichen sucht. Da kam gar nichts mehr, mein Gegner spielte sich locker mit der T12 und der T18 runter und hatte dann noch die Doppelquote seines Lebens. Im Decider ließ ich dann auch mehrere Matchdarts auf die Doppel 16 und Doppel 8 liegen, nachdem ich dann doch noch ein paar Triple erwischt habe. Trotzdem bekam ich dann die D18 auch noch ins Gesicht zur 14. Wettkampfniederlage in Serie, was schon durchaus eine beachtliche Leistung ist. Die E-Dart-Turniere habe ich ausgelassen, wäre an dem Tag schlichtweg sinnlos gewesen bei so einer Blockade :evil:

    25.08.2019 Spieltag Nr. 1 Jugendliga
    In Dresden findet in diesem Jahr erstmals eine Jugendliga bestehend aus 14 Nachwuchsspielern (15-22 Jahre) statt. Dabei wird als Hauptpreis ein Startplatz für einen Host Nation Qualifier der PDC im Jahr 2020 ausgespielt, zusätzlich geht es natürlich auch um Preisgeld und Boards, aber in erster Linie vor allem um ganz viel Erfahrung und Spaß. Jedes Spiel wird über best of 10 Legs gespielt, zunächst hat jeder Spieler 26 Matches (jeder gegen jeden, Hin- und Rückrunde). Danach geht es für die Top 8 weiter, erneut jeder gegen jeden, dann für die Top 6 jeder gegen jeden und ein Final Four zum Abschluss. Topfavorit ist natürlich Jugend-WM Teilnehmer Sven Hesse, der auch nach Spieltag 1 der einzige Ungeschlagene ist.
    Los ging es für mich mit einem wichtigen Spiel gegen einen 16-jährigen. Wichtig um gut reinzukommen und auch wichtig, weil wir uns zurzeit wohl ungefähr auf einem Niveau bewegen. Bis zum Stand von 2:2 hatte das Match keine besonderen Vorkommnisse, alles war relativ dicht beieinander, wir brachten jeweils unseren Aufschlag durch. Mit einem Shanghai Finish unter Druck (Gegner auf Tops), konnte ich dann meinen Durchgang zum 3:2 halten, was dann auch nicht besonders freudig von meinem Gegner aufgenommen wurde. Ich kassierte zwar erneut den Ausgleich, dann aber gelang es mir mich abzusetzen. Die nächsten Legs löschte ich mit 85 und 70 Punkten zur 5:3 Führung und zum sicheren Punkt. Daraufhin verpasste ich ein Short Leg nur knapp, wurde dann ein 20-Darter zum 6:3 Sieg. War ein ziemlich gutes Spiel von Beginn an, der Score war mit drei 140ern und einem rausgefallenen Maximum gut und die Doppel für meine derzeitigen Verhältnisse herausragend. Zweites Match gegen einen Fußball Regionalligaspieler. Nachdem ich 60min lang schreiben musste (Gewinner schreibt in der Jugendliga) und 15 Darts zum Einwerfen hatte, war dann doch die Konzentration zunächst komplett weg. So waren es nicht wirklich gute Rundenzahlen, vor allem der Score war anfangs eher dürftig. Trotzdem kamen die Doppel, wenn sie kommen mussten zur schnellen 3:0 Führung. Dann folgte ein komplettes Aussetzer-Leg zum 3:1, bis ich dann wieder etwas besser reinkam und auch mal zur Abwechslung ein paar dreistellige Scores erwischte. Auch hier kam im letzten Leg dann eine 140, die Doppel passten auch, solider 6:1 Erfolg. Weiter ging es mit dem Duell mit einem weiteren Development Tour Spieler. Hier erwischte ich dann von Beginn an wieder einen besseren Start, es lief schon ziemlich rund allgemein. Dennoch musste ich das erste Leg abgeben, nachdem ich ein paar wenige Legdarts ausließ. Die Kombinations-Finishes waren es in diesem Match eher nicht, die spielentscheidend waren, aber bei drei Darts in der Hand (meist auf die Doppel 16), funktionierten die Doppel in diesem Match zu 90%. Nach dem 0:1 Rückstand gab ich dann keinen Durchgang mehr ab, dürfte im Schnitt irgendwo 8.-9. Runde gewesen sein, nehme ich an. Einige Setupshots waren wichtig, verpasste ein 120er und ein 127er Checkout aufs Doppel (Tops bzw. Bull). Mein Gegner hatte teilweise aber auch etwas Pech, überwarf sowohl 60 als auch 96 Punkte. Highfinishes hatte ich hier nicht, gefühlt ging jedes Leg mit 32 oder 40 Rest aus. War also der zweite 6:1 Erfolg hintereinander, konnte bis dahin äußerst zufrieden sein, Spiele qualitativ in Ordnung und vom Ergebnis her sowieso :thumbup: Zum Abschluss gab es dann das schwerste Match des Tages gegen einen German Masters Teilnehmer. Hier lief dann nicht mehr alles so, wie es sein sollte. Im ersten Leg ließ ich drei Darts auf Tops weg (Doppel 1 statt Doppel 20 und dann zweimal knapp drunter), was den Rückstand bedeutete. Das direkte Rebreak gelang nicht, 0:2 Rückstand. Dann begann sich leider etwas der Kopf einzuschalten, der Score zu Legbeginn war oft nicht gut, vor allem der First 9 Average sollte im Keller gewesen sein. Auch das 0:3 ließ sich so aufschreiben, dann aber kam nach weiteren 9 schwächeren Darts eine gute Phase. Mit 81, 125 und 140 Punkten in Serie stellte ich mich nach 21 Darts auf die Doppel 16, die ich mit dem ersten Versuch ausmachte. Auch den nächsten Durchgang schnappte ich mir auf der Doppel 16 und verkürzte damit auf 2:3. Ein Hold hätte jetzt für den Ausgleich gereicht, doch nun zerflog mein Spiel so ein bisschen. Da war dann absolut nichts mehr drin im Scoring, deutlich zu viele 1er und 5er, mein Gegner blieb konstant gut (für seine Verhältnisse aber eher unterdurchschnittlich) und machte das 2:5. Das übliche Madhouse Leg des Tages durfte dann auch nicht fehlen, in der gefühlt 30. Runde verlor ich dann den achten Durchgang und das Match. Am Ende stehen drei Siege aus vier Partien, eine vollkommen akzeptable Bilanz. Die Niederlage zum Schluss war im Prinzip ohnehin „eingeplant“ und kam nicht überraschend. Auf jeden Fall ein guter Start in die Jugendliga, der auch etwas Selbstvertrauen geben dürfte.
    Nächste Woche steht ein wichtiges Ligaspiel an, bevor am 14. September der Saisonabschluss der Rangliste folgt :dartfriend:


  • ...Das erste Leg hätte ich holen müssen, nach einem ziemlichen Rückstand erhielt ich trotzdem ein paar Legdarts, werfe dann aber die D1 statt der D20 und lande auf 38, die ich auch nicht checkte. Mein Gegner machte aus...

    Und womit? Mit Recht! ;)

    Wenn ich einen "ziemlichen Rückstand" habe, dann kann ich nicht von "hätte ich holen müssen" sprechen...

    Trotzdem - wie immer - ein toller und ausführlicher Bericht, danke!

  • Und womit? Mit Recht! ;)

    Wenn ich einen "ziemlichen Rückstand" habe, dann kann ich nicht von "hätte ich holen müssen" sprechen...

    Trotzdem - wie immer - ein toller und ausführlicher Bericht, danke!


    Edit: ups, falscher Gegner :ohno_

    Jelle Klaasen 1.D

    Einmal editiert, zuletzt von Paule123 (26. August 2019 um 09:35)

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    Gerne und danke für die Rückmeldungen..

    Wenn ich einen "ziemlichen Rückstand" habe, dann kann ich nicht von "hätte ich holen müssen" sprechen...

    Naja.. Also wenn ich Darts aufs Doppel haben, dann sehe ich es schon so, dass ich das Leg hätte holen sollen. Darum geht es mir bei der Aussage, anders rum gilt es für den Gegner bei so einem Vorsprung aber natürlich auch :thumbup:

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    Ligaspiel Dart Division 31.08.
    Es war eines der wichtigsten Ligaspiele der Saison, gegen den Tabellenletzten sollte ein Sieg her. Allerdings hatte sich der Gegner im Saisonverlauf deutlich gesteigert und trat auch in Bestbesetzung an. Wir waren wieder nur zu viert, eröffnet wurde das ganze mit den Doppeln. Danach stand es 1:1, ich verlor mein Doppel knapp mit 2:3. Wir waren in Rückstand und konnten uns dann in den Decider bringen, wo allerdings das gegnerische Team einen 18-Darter warf. Von uns war das Match gut gespielt, viel vorwerfen konnten wir uns nicht. Jedenfalls war klar, dass es eine harte Aufgabe wird, zumal das Team eher dafür bekannt ist, sich aus einer Mischung von Gerwyn Price und James Wade zu verhalten. Das macht dann nur so begrenzt Spaß. Auch nach den ersten Einzeln stand es 3:3, ich verlor meins auch hier im Entscheidungsleg. Schnell war ich mit 0:2 in Rückstand, hatte dann aber die besseren Nerven und eine gute Doppelquote. Vom Score her war mein Gegner aber tendenziell etwas überlegen (das war der Gegner des ersten Jugendligaspiels). Vor dem Decider gab es dann auch kein Abklatschen mehr, obwohl ich ihm die Hand sichtbar hinhielt :P Im Entscheidungsleg habe ich nicht gut begonnen, konnte dann erst zum Ende hin zwei 80er Scores werfen und mich auf ein Doppel stellen, als dann mein Gegner ausmachte. Der nächste Spielblock verlief nicht gut für uns, es stand 4:6. Mein Einzel wäre als Sieg eingeplant gewesen, hier fand ich aber überhaupt nicht ins Spiel, wieder 0:2 hinten. Dann schaffe ich zwar das Break, verpasse dann aber den Hold nach einem weiteren starken Leg meines Gegners, aber das habe ich mir absolut selbst zuzuschreiben. Die zweite Hälfte begann dann wieder mit einem Doppel, in dem ich zu Beginn überhaupt gar nichts getroffen habe. Erst durch ein Checkout kam ich dann so halbwegs rein vom Score her, den konnte ich auch im Decider halten. Allerdings gab es dann ein Madhouse-Drama, bei dem jeder Spieler bestimmt vier-fünf Runden werfen durfte. Wir gewannen es dann irgendwie, das andere Doppel musste sich geschlagen geben, also 5:7. Im nächsten Einzelblock konnte dann nur ich punkten, ein souveränes und gut gespieltes 3:0 war dann richtig zufriedenstellend. Leider stand es dann 6:10 und die Niederlage war im Prinzip fix. Ich hatte den vermeintlich stärksten Gegner zum Schluss, hole mir aber den ersten Durchgang. Das zweite Leg hätte ich mir auch holen können, das war aber das einzige Mal (neben dem Madhouse-Leg), dass ich hier Chancen liegengelassen habe, die sofort bestraft worden. Am Ende war es dann ein 1:3, was hätte enger sein sollen. Von der Einzelbilanz her war ich der zweitbeste im Team mit 7:9 in Legs. Aber keiner von uns hatte einen wirklich guten Tag, sodass dann auch die 7:13 Niederlage stand. Damit bleiben wir vorerst auf Platz 7, allerdings rutschen wir virtuell einen Platz nach hinten, da die Verfolger noch gegeneinander spielen.

    Ranglistenturnier Ronneburg 14.09.
    Das achte und letzte Ranglistenturnier der Saison fand gestern in Ronneburg statt. Aufgrund von Anreiseproblemen der größtmöglichen Art und abgeschlepptem Auto etc., hatten wir zwischenzeitlich die Hoffnung aufgegeben, überhaupt anzukommen. Zum Glück war die Turnierleitung so nett (das war wirklich sensationell! - da kann man sich nur bedanken, bei allen die daran beteiligt waren) und hat uns trotz zweistündiger Verspätung (geplant waren zwei Stunden Anreise, am Ende waren es knapp 6), dennoch mitspielen lassen. Also kamen wir dann irgendwie mit einem Mietwagen um 16 Uhr an, das Turnier lief seit 14 Uhr :wand: Dementsprechend ging das Ganze natürlich zügig und ohne Zeit zum Einspielen hintereinander weg. In 90 Minuten habe ich vier Spiele best of 5 hinter mich gebracht (das waren Round Robin Gruppen bei insgesamt 19 Teilnehmern). Los ging es mit dem Spiel gegen den Ranglistendritten und Gesetzten. In den anderen drei Partien hat er kein Leg abgegeben. Gleich zu Beginn feuerte er eine 180 ins Board, ich stand in den ersten beiden Durchgängen nach 18 bzw. 21 Darts auf unter 65 Rest und durfte nicht mehr ran. Das dritte Leg war dann schwach von mir, da ging nix mehr, sodass es mit einem 0:3 losging. Das zweite Spiel hatte ich dann gegen einen Gegner gegen den ich eine 1:2 Bilanz hatte. Eigentlich ein Spiel auf 50:50 bei Topform auf beiden Seiten. Ich starte sehr gut in die Partie, stehe nach 15 Darts auf einem machbaren Check und vergeige dann das Leg mit akuter Doppelschwäche. Das zweite Leg verlief in einem Abbild des ersten Legs, wieder stand ich nach 15 Darts (inklusive 140) auf einem Finish von unter 100 und gebe den Durchgang dann ab, weil ich keine Doppel treffe. Den dritten Durchgang konnte ich dann auf der Doppel 2 gewinnen, nachdem mein Gegner schon Matchdarts hatte. Im vierten Leg scorte dann mein Gegner auch etwas besser, ungefähr zeitgleich waren wir auf Finish und er behielt seine gute Quote bei und gewann also mit 3:1. Das dritte Spiel ging dann gegen die einzige Juniorin des Turniers. Hier kam ich gut rein und checkte 100 Punkte zum 20-Darter, im nächsten Leg folgte dann direkt eine 180. Habe da dann wieder angefangen Doppel wegzulassen, aber konnte nach einem überstandenen Legdart das 2:0 machen. Im dritten Durchgang war es dann wieder souveräner und mit einem großen Vorsprung. 3:0 also. Es gab jetzt also noch ein Spiel, habe mir die Tabelle nicht angeschaut, im Nachhinein weiß ich jetzt, dass ich hätte mit 3:0 gewinnen müssen, um weiterzukommen. Das erledigte sich allerdings bereits im ersten Leg, mein Gegner (gegen ihn hatte ich in Jena schonmal gespielt -> hätte sich vor paar Jahren fast für die Super League qualifiziert), war zunächst zu stark. Ich konnte meinen Anwurf verteidigen und glich aus, dann folgte ein Leg welches komplett auf Madhouse versackte (scorte hier auch ganz gut runter). Irgendwann in der gefühlt 50. Runde machte dann mein Gegner aus, im vierten Leg ging dann nichts mehr, es gab also eine 1:3 Niederlage und das Aus in der Gruppenphase ;(

    Jetzt hatte ich die German Masters nicht mehr in der eigenen Hand, alles hing nun von einem Spiel ab. Leider gewann das aus meiner Sicht in dem Fall „der Falsche“ und damit waren die Top 10 Geschichte, auch ein Sieg im B-Turnier hätte nicht mehr ausgereicht. Nach einem Freilos (ist ja beinahe unglaublich, dass ich das noch erleben darf), hatte ich dann einen Gegner den ich normalerweise zwingend schlagen muss. Im ersten Leg ging gar nichts vom Score her, also Average bei maximal 35 Punkten, einen Dart auf Tops habe ich bei 78 Rest vergeben, bis mein Gegner mit T7, D9 checkte. Im zweiten Durchgang hatte ich wieder die Doppelseuche, 0:2. Es ging gegen einen sehr erfahrenen Spieler weiter, das hatte schon was von Slapstick was wir da auf die Doppel gemacht haben, also da haben wir dann auch nur noch im Spiel darüber gelacht. Irgendwie gewann ich dann auf der Doppel 1 mit dem gefühlt 150. Matchdart. Gegen den nächsten Spieler war ich dann Außenseiter, das erste Leg war schwach (Average bei 32), verlor ich dann. Das zweite Leg konnte ich dann gerade rechtzeitig checken und dann spielte ich einen starken Decider. In der achten Runde checkte ich dann mit meinem ersten Matchdart irgendwas über 70 Punkte auf der Doppel 8. Dann wieder gegen den Gegner, gegen den ich 1:3 im A-Turnier verlor. Auch hier geriet ich in Rückstand, konnte dann aber 113 unter Druck (Gegner bei 50 Rest) checken. Im Decider hatte ich die Chance bei 70 Rest das Spiel zuzumachen, das gelang mir aber leider nicht und mein Gegner machte dann mit seinem zweiten Matchdart aus.

    Am Ende der ersten kompletten Ranglistensaison steht Platz 11 in der Rangliste und um vier Punkte verpasse ich die Top 10, gleichbedeutend mit den GM. Das tut schon weh, habe ich aber nicht gestern verloren, sondern schon eher in der Saison. Die Leistung gestern war ok (vom Score her gut), ich habe leider zu viel auf Doppel weggelassen. In der ganzen Saison hatte ich nur eine Bestleistung, dafür gestern gleich drei Stück. Nach ein paar Wochen Pause geht es Anfang Oktober mit drei Events in vier Tagen weiter.

  • Ich war letztens dass erste mal bei der Handicap Dartveranstaltung in Berlin. Das ich gegen nicht Behinderte Probleme habe hinter her zu kommen weiss ich und nun wollte ich mal für mich einschätzen wie das so gegen Ebenfalls Behinderte läuft . Es gab dieses mal auch ein Tunier zu spielen.

    Gespielt wurde folgender Modus wir waren 27 Mann und Frauen. gespielt wurde an 6 Automaten mit jeweils 4 und 1 x mit 3 Mann und jeweils einem der die Leute am Automaten beaufsichtigt . Das brauchte ich nicht unbedingt aber bei dem ein oder anderen wars gut um alles in geordnete Bahnen zu lenken. Wir spielten drei Durchgänge mit jeweils 3 Legs wobei wir immer so spielten das die Spieler hinter einander weg ihre Aufnahmen spielten und der die Runde gewonnen hat der am ende Ausmacht und zwar Single Out. Hätte gerne Double Out gespielt aber seis drum . Die anderen Platzierungen in den Legs wurden jeweils nach Rest Punktestand ermittelt. .

    Ich bin schwer reingekommen . Klar der leichte Pfeil beim e Dart machte mir anfangs zu Schaffen weil ich ja vom Steeldart komme . am Ende ging besser und es waren einige +45 scores dabei als highlight eine 108 leider nicht als check . Die hätte ich auch als Single Out check nicht von der Bettkannte gestoßen :vic: . :thumbup:

    Ich war in Ordnung hätte aber durchaus noch mehr gekonnt, so bin ich am ende das Tages 11 von 27 geworden .Wobei die ersten 7 wohl eher Lernschwächen hatten als Körperbehindert zu sein . Sie spielten schon in ihrer eigenen Liga .Zufrieden bin ich das ich durchaus körperlich stärkere hinter mir hatte , aber ich denke 1 bis zwei Plätze mehr wären schon drin gewesen bin aber insgesamt ganz zu frieden :thumbup:

    180 2x

    HF 93

    Short leg 25 Darts

    Robin Hood ist ,war, und wird immer ein Arschloch bleiben.

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    1. Dart-Fabrik Open Leipzig
    Am Tag der deutschen Einheit fanden in Leipzig die 1. Dart-Fabrik Open statt, ein perfekt durchorganisiertes Turnier mit 64 Startern, die zuerst eine Round Robin Gruppenphase spielten. Das Teilnehmerfeld war herausragend besetzt, insgesamt waren gleich vier Bundesligaspieler, ein Nationalspieler und mehrere PDC European Tour Quali Starter dabei. Ich wurde an Board 1 gelost, dieses befand sich in einem Nachbarraum, die Boards waren in der Wand direkt eingelassen und von weißen LED-Lichtern beleuchtet. Etwas frisch und dunkel war es an den Boards 1-4, dafür aber angenehm ruhig. Das Einspielen lief grundsätzlich ganz gut, die 180 kam dann schonmal. Das erste Spiel der Gruppe habe ich geschrieben, dort gab es gleich mal zwei Short Legs und ein 155er Checkout. Dann folgte also mein Auftaktmatch, hier geriet ich allerdings schnell mit 0:3 in Rückstand. Quasi immer eine Aufnahme zu spät, eines dieser Legs auf Doppel abgegeben und mein Gegner spielte halt schon sein bestes Match des Tages, auch mit einem 90er Zwei-Dart-Checkout als es darauf ankam. In der 8. Aufnahme konnte ich dann auf 1:3 verkürzen, das war aber auch das einzige Leg in dem Spiel, das ich mir holen konnte. Eigentlich war es schon deutlich enger als nur ein 1:4 und qualitativ konnte man das auch akzeptieren Dann ging es gegen einen ziemlich starken Spieler, der vor allem in der E-Dart Szene aktiv ist. Das erste Leg ging an meinen Gegner, dann gelang mir der (unorthodoxe) Ausgleich nach zwei verpassten Singelfeldern auf der Doppel 17 und dank starken Scores hätte ich mit 2:1 in Führung gehen müssen, lasse dann aber die wenigen Chancen aufs Doppel aus. Wieder gelang mir der Ausgleich und auch in den nächsten beiden Legs war ich sehr schnell im Finishbereich, bekomme aber die Legs jeweils nicht aus. Hatte also jeweils schon Legdarts, das waren dann immer noch gute Dartzahlen meines Gegners, aber trotzdem muss ich mir die Legs einfach holen, wenn ich die Gruppenphase überleben will. Das gelang aber nicht und damit war das Hauptturnier praktisch erledigt, im letzten Spiel hätte ich ein Whitewash benötigt. Das hat sich aber dadurch direkt erübrigt, dass ich gleich den ersten Durchgang verlor. Das Spiel war jedenfalls mit einem ganz großen Abstand das Schlechteste von allen, lag hier mit 2:3 (ein Leg holte ich nach gefühlten 60 Darts auf Madhouse) hinten, rette mich dann aber irgendwie in den Decider. Dort verließ mich dann aber der Score auch komplett, 3:4 Niederlage, die dann aber auch bei einem 4:3 Sieg irrelevant gewesen wäre. Also ging es ins Lucky Loser Turnier. Die Top 32 bleiben im Hauptturnier, Plätze 3 & 4 ins Lucky Loser - beides Doppel KO, also das Turniersystem war das beste was ich jemals gespielt habe :thumbup: Dort hatte ich dann das „Glück“ gleich in Runde 1 gegen einen Bundesligaspieler vom SC Diedersen (Christian Sehring) spielen zu dürfen, der ist in einer sehr stark besetzten Vorrundengruppe nicht durchgekommen. Jedenfalls zeigte der schon schnell, warum er Bundesliga spielt und ging mit 2:0 in Führung. Bis dahin lief nicht so viel zusammen bei mir, dann konnte ich aber in 21 Darts auf der D5 ein Leg holen. Das nächste wäre auch noch drin gewesen, war da nicht weit weg, aber eben nicht erneut in Runde 7 durch und das bedeutete dann das 1:3. Also ging es auch hier direkt auf die Verliererseite, wo ich dann auch wieder nicht schlecht startete, aber die ersten beiden Legs auch hier unglücklich abgab. Das lag ausschließlich am Timing, 0:2 Rückstand trotz einiger weniger Darts aufs Doppel. Dann aber ging es los mit ein paar besseren Legs. Ein 76er Checkout zum 20-Darter wurde dann von einer 180 gefolgt, auch das 2:2 machte ich daher in der 7. Runde, hätte aber ein Short Leg werden müssen. Der Decider war dann etwas offener, dennoch überstand ich diesen ohne Matchdarts gegen mich zu haben, ein 0:2 also gedreht. Dann ging es erneut gegen den ersten Gegner des Tages aus der Vorrundengruppe, der Start war mit 81-125-125 recht vielversprechend, hätte ein 15er werden können, war dann aber wieder „nur“ 7. Runde, weil die Doppel nicht wollten. Genau das gleiche Spiel gab es dann in Leg 2, wieder möglicher 16-Darter, aber am Ende wieder Aufnahme Nr. 7, 2:0 Führung. Das dritte Leg war etwas unschöner, hier dauerte es dann schon sehr lange bis ich irgendwann mal auf Madhouse (da habe ich schon ein paar Mal "No Score" gehört) checken konnte, 3:0 also. Nächstes Match hätte ich dann eigentlich auch gewinnen sollen, 1:0 Führung gegen einen Magdeburger, 1:1 Hold bis dahin alles normal. Dann stehe ich in Leg 3 nach 12 Darts auf Tops (!) und schaffe es dann tatsächlich das Leg noch nach weiteren 12 Runden (ungefähr) zu verlieren! Dann war ich natürlich vom Kopf her raus, 1:3. Unnötiger kann man ein Spiel nicht verlieren :jaws:
    Also insgesamt war der Score, vor allem im Lucky Loser Turnier schon sehr gut, aber die Doppel eben nicht und das wurde dann auch (verdient) zum Verhängnis. Das Hauptturnier gewann Simeon Heinz gegen Robin Beger, Dritter wurde Florian Hempel, Vierter Yves Wawrzyniak. Das Lucky Loser Turnier gewann Sven Hesse. Auf jeden Fall eine sehr gute Atmosphäre und vor allem vom Modus her, absolut perfekt :thumbup:

    LDVT Landesdoppelmeisterschaft Dresden

    Am Samstag (05.10.) ging es dann mit der Doppelmeisterschaft weiter, die ich mit Paule123, bestritt. Unsere Auslosung meinte es natürlich nicht gut mit uns, wäre auch verwunderlich gewesen :stpa: Es gab drei Gruppen, wir landeten in der einzigen 4er Gruppe und dann ging es auch noch direkt mit dem Spiel gegen die Titelfavoriten um Sven Hesse los. Erstaunlicherweise holten wir uns hier das erste Leg, ich traf den zweiten Legdart auf Tops nachdem ich einen sehr durchwachsenen Score hinlegte. Selbst Leg 2 wäre im Bereich des Möglichen gewesen, leider verpasste Paul nach einer 180 ein 114er Highfinish. Dann ging es nur noch in die andere Richtung, mit 1:3 unterlagen wir. Dann gegen ein Doppel, was ebenfalls als Mitfavorit auf das Finale gelten konnte. Im ersten Leg verpassten sie nur knapp ein Short Leg, auch hier konnten wir uns ein Leg sichern, Paul warf die zweite 180 heute, dennoch gab es aber die 1:3 Niederlage. Damit war schonmal das Aus in der Gruppenphase besiegelt. Das letzte Spiel konnte man dann nicht als Spiel bezeichnen, weil die Gegner lieber auf dem Bullseye oder der Triple 11 scorten und das ganze nicht mehr ernst nahmen :vogel:
    Dann gab es noch ein Lucky Loser Turnier, hier durfte ich dann in Runde 1 direkt gegen meinen Doppelpartner spielen. Das erste Leg verliere ich nervenschwach aufs Doppel und danach ging nix mehr, sodass ein 0:3 stand. Dieses Spiel war mental sehr sehr schlecht, da gibt es nichts zu beschönigen. Weiter ging es dann mit einem souveränen 3:0 Erfolg, der zumindest immer ab der unter 200er Marke sehr gut gespielt war, beim Scoring fehlte es etwas an Konzentration, trotzdem waren zwei 140er dabei. Hatte da aber auch nicht allzu viel auszustehen. Dann folgte ein weiteres Spiel, bei dem ich den Anspruch habe, es auch zu gewinnen. Hier konnte ich von Beginn an zufrieden sein, mit 2:0 ging ich schnell genug in Führung, kassierte dann nach verpassten Matchdarts noch einen Legverlust. Im vierten Durchgang behielt ich dann aber mit deutlichem Vorsprung und mal souverän die Oberhand. Nun folgte erneut das Spiel gegen Paul für den sicheren dritten Platz. Das erste Leg schien aussichtslos verloren, den Blitzstart konnte ich zunächst nicht mitgehen. Allerdings konnte ich mit fünf Darts dann 148 aus dem Rückstand nullen und ging in Führung. Ein Break gelang allerdings noch nicht und so stand es 1:1. Weiter ging es mit einem Hold für mich, der war gut gespielt, wie auch allgemein das Spiel. Qualitativ lag es über 60, viele Fehler konnte man sich nicht erlauben. Vom Kopf her auch eines der besten Spiele zuletzt, da habe ich mich dann auch reingekämpft. Im vierten Leg ließ dann mein Gegner seine Chancen aufs Doppel aus und ich checkte auf der Doppel 5, trotz ehrlich gesagt recht zittriger Hand. Dann kam das Spiel für den Finaleinzug gegen den Vereinschef. Das will man nicht verlieren, zu den Umständen im Spiel sage ich nichts, da das in einem öffentlichen Forum nichts verloren hat. Aber ich war danach (und nach Meinung der anderen auch mehr als zurecht) sauer. Aber damit muss man sich dann halt rumschlagen, jedenfalls checkte ich das erste Leg nach Rückstand. Nach einem Hold des Gegners warf ich 140 für 36 Rest, mein Gegner stellte sich zuvor auf Tops. Allerdings machte ich dann die 36 nicht weg, Konzentration war dabei auch unmöglich und geriet damit mit 1:2 ins Hintertreffen. Das konnte ich auch nicht mehr drehen, wie gesagt ohne Fokus, und verpasste damit mein drittes Finale, dieses wäre auch im Stream gelaufen. So bleubt nur Platz 3 :(
    Das Doppelturnier war nicht wirklich gut von mir, selbst wenn die Scores teilweise gar nicht so katastrophal waren (teilweise halfen ja aber auch bestimmte hohe Felder mit, die man eigentlich gar nicht erwischen wollte ;)) Das Lucky Loser ärgert mich im Nachhinein dann schon maßlos, wenn auch drei Spiele gut waren.

    Weiter geht es nächste Woche mit einem Ligaspiel und eventuell einem weiteren Turnier. Ansonsten steht voraussichtlich bis zum Jahresende jedes Wochenende mindestens ein Event an.

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    Ligaspiel Irish Steelers Dresden 13.10.
    Am drittletzten Spieltag ging es für uns gegen den Tabellenvierten, also waren wir auch hier die klaren Außenseiter. Nach den Doppeln stand es 1:1, ich verlor mein Doppel nach einem ganz guten Start, weil es zwischen uns nicht zusammenpasste. Wenn der eine gut spielte, war es beim anderen eher mau. Auch nach dem ersten Einzelblock war es ausgeglichen, mein Spiel ging 0:3 verloren, normalerweise ein Gegner den ich jedoch schlagen muss. Das Match war grottenschlecht von mir, mein Gegner spielte noch dazu sein absolutes A-Game, in jedem Leg mit einer 133. Mit 6:4 gingen wir zur Halbzeit in Front, hier war ich auch der einzige, der sein Einzel abgegeben hat, dieses Mal ein 1:3. Darts aufs Doppel für ein zweites Leg. Nun wechselte der Gegner und brachte seine beiden besten Spieler rein, gegen die ich dann spielte. Beide Doppelmatches gingen unglücklich verloren, hätte wirklich nicht sein müssen. Danach kam leider nicht mehr viel bei uns, nur noch zwei Spiele konnten wir gewinnen. Im meinem ersten Match lasse ich zu viele Darts aufs Doppel aus, im zweiten Match war ich angesichts des Gegners machtlos, verpasste dann aber eine 147 denkbar knapp auf der D15. 0 Siege aus 6 Spielen, zwei Siege hätten für einen Punkt gereicht, das muss ich mir schon anrechnen lassen. Konnte ich gar nicht zufrieden sein mit so einer Leistung, insgesamt ging es 8:12 aus.

    Ligaspiel Stildart Dresden 26.10.
    Tendenziell ging es nach dem letzten Ligaspiel deutlich aufwärts, sowohl zuhause, als auch im Verein lief es deutlich besser mit einem relativ konstanten Schnitt um die 60 Punkte. Von daher war schon etwas Optimismus da, das gegnerische Team ist allerdings Dritter der Tabelle, mit Tendenz nach oben. In Vollbesetzung ist da in Richtung Sieg absolut nichts zu machen. Wieder ging es mit den Doppeln los, welche wir beide jeweils mit 3:1 für uns entscheiden konnte. Ich spielte mit einem Nachnominiertem, der ziemlich stark unterwegs war und auch direkt 100 Punkte im dritten Leg zum 2:1 löschte. Den Matchdart konnte ich dann treffen, es hätte kein Dart mehr sein dürfen, sonst wäre das Spiel gekippt, denn die Gegner standen auch auf einem Doppel. Nun das erste Einzel gegen einen German Masters Teilnehmer. Erstaunlich schnell kam ich zu einer 2:0 Führung, bis dahin war ich sehr deutlich überlegen, weil ich gut spielte und er nicht. Ich konnte dann auch im dritten Leg noch mit einer 140 Druck aufbauen und bekam auch zuerst Matchdarts, die allerdings alle ihr Ziel verfehlten. Insgesamt waren in diesem Leg ungefähr 6 Matchdarts am Ziel vorbeigegangen, diese waren alle knapp, aber eben nicht drin. Im nächsten Durchgang stand ich bei 137 Rest zum Match, T20 und T19 saßen, die D10 ging wieder an den Draht, der Gegner stand auf einem Check. Dennoch bekam ich nochmal die Chance auf 10 Rest, bekomme ich aber wieder nicht aus, die waren dann schon schlecht und bekam auch die Strafe dafür. Das Ausbullen gewann ich dann mit dem Bullseye, der Gegner traf zuvor Single Bull. Im Decider spielte ich dann konsequent um die Triple herum (60-59-57 und sowas), kam daher nicht zuerst in den Finishbereich, konnte mich nur noch stellen, ohne einen weiteren Matchdart zu bekommen. Das war dann natürlich eine unnötige und äußerst bittere Niederlage, die gerade in dem Moment dann schon sehr wehtat. Es folgte dann das zweite Einzel, hier konnte ich direkt mit einem Break eröffnen, mein Gegner schoss mit einem 16-Darter zurück. Ich spielte dann eine 7. Runde für das 2:1 und profitierte im vierten Durchgang davon, dass mein Gegner zweimal 98 überwarf. Daher dann der 3:1 Sieg vor dem 4:6 Halbzeitstand. Es kamen also die nächsten Doppel, wo wir dann nur wenige Chancen bekamen. War gut gespielt, vor allem zu Beginn, ich durfte aber nicht auf Doppel werfen, weil ich bei 120 Rest das Triple traf und dann über das Board rutschte… Bei 136 Rest ein Leg später traf ich T20, Schwarz, T20 - 16 Rest… Nur mein Doppelpartner bekam daraufhin eine Aufnahme auf ein Doppel, verpasste diese aber. Das Niveau der Gegner war zu hoch, als dass man sich das erlauben durfte, 0:3. Dann kam wieder ein seltsames Einzel, mein Score war anfangs sehr stark, Aufnahme drei war eine 180 und ich stand deutlich unter der 200er Marke. Dann kam das übliche Problem, die Doppel funktionierten überhaupt gar nicht, irgendwann kam ich dann in Runde 8 (zur Erinnerung: Runde 5, max. 6 hätte es sein müssen), auf 5 Rest. Dort schaffte ich es dann auch mit vier weiteren Runden nicht, die große Zahl zu treffen und dann wars das gewesen, im dritten Leg bekam ich dann erneut eine Chance auf Check, die ich nicht nutzte. Score war gut, hilft aber keinem was. In diesem Block gingen alle Einzel verloren. Vor dem letzten Einzel war die Niederlage schon besiegelt, ich hatte dann noch den stärksten Gegner offen. Mit 17, 19 und 22 Darts bekam ich dann auch die volle Breitseite ab, war zwar immer dran und stellte mich auch ganz gut (zwei 140er in dem Match) hin, durfte es aber nicht mal versuchen. Am Ende war es eine 6:14 Niederlage, jeder von uns gewann ein Doppel und ein Einzel, insgesamt absolut zufriedenstellend, bis auf mein erstes Einzel haben wir eigentlich nichts machbares liegengelassen.

    Vier Events stehen im November an, das Gleiche gilt dann noch für den Dezember und damit ist das Jahr 2019 darttechnisch beendet ;(

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    Turnier Hoyerswerda 02.11.
    Das vorletzte Ranglistenturnier der Serie in Hoyerswerda fand gestern statt. Vor dem Turnier stand ich trotz zweier ausgelassenen Events irgendwo auf Platz 6/7. In einem mit 12 Leuten qualitativ doch ziemlich stark besetzten Teilnehmerfeld hatte ich mir nach dem Einspielen nichts ausgerechnet, das lief überhaupt nicht. Ansonsten waren die letzten Wochen doch ziemlich gut, Mittwoch das beste Vereinstraining gehabt mit 7 Bestleistungen und einem Average um die 80 Punkte bei fünf Leggewinnen in Serie. Also jedenfalls ging es mit einem Doppel-KO Plan los, alle Spiele wie immer best of 5. Ich hatte kein Freilos und musste gegen einen Jugendlichen antreten, der vor allem DSAB A-Liga spielt. Das erste Leg konnte ich mir mit einem 90er Zwei-Dart-Finish holen, bekam dann aber einen Check in der 7. Runde dagegen, stellte mich nur auf ein Checkout. Dann warf er im dritten Durchgang eine 180 für 2 Rest, ich war dann auch erst im Finishbereich und gab ihm zwei Chancen, die er aber verpasste. So kam ich dann davon und spielte ein souveränes viertes Leg, in dem dann der Matchdart auch direkt saß. Die Doppelquote lag in diesem Spiel bei 75%. Weiter ging es mit einem Duell gegen einen sich in Topform befindlichen Regionalligaspieler. Dieses Spiel sollte auch sehr hochklassig werden. Beide brachten jeweils ihren Aufschlag durch, lief zunächst Gefahr ein Break zu kassieren, konnte mich dann aber von 167 auf 30 Rest stellen und diese dann direkt checken. Der Average stand bis dahin bei ca. 70 Punkten, im vierten Leg ging er dann noch auf 63 herunter, 3:1 Sieg. Weiter ging es mit einem sehr sehr schweren Spiel gegen meinen Trainingspartner, dessen Ziel der Turniersieg war. Wir kamen beide sehr gut ins Match rein, mit der 7. Runde eröffnete ich, dann stellte sich mein Doppelpartner mit einer 180 auf Tops. Ich stand bei 70 Rest, S10, S20 und Tops, Check zum 2:0, dürfte wieder Runde 7 (oder 8) gewesen sein. Im dritten Durchgang war es dann wieder eng, hatte da schon zwei Legdarts gegen mich und mit doch etwas zittriger Hand ging dann der Dritte (und ziemlich sicher letzte Matchdart) zum 3:0 Sieg rein. Mein Average lag bei 66 Punkten, der meines Gegners bei 63. Somit stand ich dann schonmal im Finale auf der Gewinnerseite und hatte Platz 3 sicher. Daher war ich dann etwas entspannter, fand aber zunächst nicht in das Spiel und gab das erste Leg etwas schwach ab. Nun konnte ich dann aber wieder langsam reinkommen und scorte wieder besser, beide Legs gewann ich dann unter Druck für die 2:1 Führung. Dann wurde es aber etwas dramatisch, die Matchdarts in Leg 4 für das Finale wollten überhaupt gar nicht. Das waren drei Aufnahmen für 32 Rest, alle gingen vorbei und mein Gegner checkte dann direkt mit einem 67er Finish. Es musste also der erste Decider des Tages her, er blieb sehr lange auf Augenhöhe, eigentlich bis in den Finishbereich. Dort konnte ich mich dann einen Hauch absetzen, ich verpasste drei Matchdarts. Dadurch bekam mein Gegner einen Matchdart auf das Bullseye. Dieses verpasste er aber, es war die Single 11. Jetzt musste der Check kommen, bei 20 Rest. Der erste ging komplett verzittert rechts vorbei, dann die Single 10, aber die Doppel 5 war dann drin. Das war schon etwas glücklich, aber im letzten Moment dann zum Glück nervenstark. Somit stand ich in meinem dritten Finale, dieses Mal ging es gegen den absoluten Topfavoriten und einen verdammt talentierten Spieler. Das erste Leg war schlecht, vor allem von mir kam da doch verhältnismäßig nicht viel. Das zweite Leg konnte ich dann wieder durch ein höheres Finish (war irgendwas über 70) checken und dann kam ich wieder besser rein. Mit einem 20-Darter erhöhte ich auf 2:1 und im vierten Leg gelang mir dann tatsächlich ein 17-Darter auf der D16 zum (zweiten) Turniersieg 1.D
    War wirklich ein sehr konstantes Turnier und es lief wirklich sehr viel ziemlich gut. Das einzige was nicht gelang, war der Checkout von 121 für den Jackpot ;) Darf ganz gerne so weiter gehen mit der Form, weiter geht es mit der Einzelmeisterschaft und der Jugendliga, und wahrscheinlich in zwei Wochen beim DDV in Roßtal.

    • Offizieller Beitrag

    Glückwunsch :thumbup:


    Dankeschön :thumbup:

    Sauberes Ergebnis. Vielleicht sieht man sich ja in Roßtal


    Danke, das Wurftraining hat wohl schon im Nachhinein Wirkung gezeigt :thumbup:
    Ja mal schauen, ich muss noch paar kleinere Dinge regeln wegen Roßtal, aber normalerweise sollte es klappen.

    • Offizieller Beitrag

    Landeseinzelmeisterschaft 09.11.2019
    In Dresden stand mit der Landeseinzelmeisterschaft der letzte Einzel-Wettbewerb des LDVT in diesem Jahr auf dem Programm. Die Teilnehmerzahl war sehr überschaubar, gerade einmal 20 von 63 gemeldeten Spielern sind am Start gewesen. Gespielt wurde zuerst in vier 5er Gruppen, von denen ich ausnahmsweise mal die verhältnismäßig einfachste abbekam. Das Ziel war damit ganz klar, unter die ersten 3 zu kommen, um mich für die Zwischenrunde zu qualifizieren. Los ging es gegen einen sehr erfahrenen Spieler und Favoriten der Gruppe. Ich fand zu keinem Zeitpunkt in mein Spiel und unterlag höchstverdient mit 0:3, jedenfalls gewann er dann auch die Gruppe eindeutig, ohne überhaupt in einem Spiel mehr als ein Leg abzugeben. Das zweite Spiel hatte ich dann gegen einen Teamkollegen, zuvor stand die Wettkampfbilanz auf 2:2 in Matches. Das Match war schon bedeutend besser als das erste, mir gelingt dabei auch eine 2:1 Führung, bis dahin war alles relativ okay und akzeptabel. Was dann wieder passierte, war dann absolut bezeichnend, insgesamt waren es ungefähr 20 Matchdarts, die nicht ausreichten. Im Decider hätte es gut und gerne eine 7. Runde werden können, aber zu dumm, um das Doppel zu treffen und daher stand die 2:3 Niederlage. Nun hatte ich es sowieso nicht mehr in der eigenen Hand, musste jetzt gegen den normalerweise Zweitbesten in der Gruppe spielen. Am Samstag traf er allerdings für seine Verhältnisse gar keinen Bus. Auch in diesem Spiel hatte ich die absolute Doppelseuche, normalerweise muss das schnell mit 3:0 entschieden sein, ich machte es spannend und musste dann den Decider gewinnen, was dieses Mal dann aber auch mit einem guten Leg gelang. Jetzt kam dann ein Pflichtsieg, in dem man eigentlich kein Leg verlieren kann, mein Gegner war gerade mal 9 Jahre alt. Jedenfalls war das qualitativ echt abartig schlecht, aber an Konzentration war da eh nicht zu denken. Ich gab ihm dann auch noch ein paar Darts aufs Doppel, die aber nicht reingingen, klares 3:0 mit schwacher Leistung. Nun kam es auf meinen Teamkollegen an, ein Sieg gegen Gegner Nr. 3 und ich bin in der Zwischenrunde. Dankend nahm ich dann den 3:0 Sieg an, sodass ich (absolut unverdient) in die Zwischenrunde kam. Dort traf ich auf den Einzelmeister von 2018 und den späteren Einzelmeister von 2019. Im ersten Match gehe ich mit einem starken Leg mit 1:0 in Führung, auch in Leg 2 starte ich relativ gut, das 2:0 hätte aufgrund des Vorsprungs dann schon gehen müssen. Ich bekam dann paar sehr hohe Scores gegen mich und eine schlechte Aufnahme zu viel kostete dann die Führung. Also stand es Unentschieden und in den nächsten beiden Legs war ich jeweils knapp dran, bekam aber keine Chance aufs Doppel mehr. Dennoch von den Stats her akzeptabel gespielt, es wäre aber mehr drin gewesen. Das zweite Spiel war klar, ich brauche einen 3:1 Sieg, sonst bin ich raus. Das erste Leg MUSS ich gewinnen, aber hier vergeige ich es dann wieder 3-4 Runden lang auf die Doppel und dann folgte das gleiche Spiel, wie vorher. Praktisch immer eine Aufnahme zu langsam unten. Damit steht am Ende ein 9. Platz, der sich aber deutlich besser anhört als es war. Das Turnier gewann ein Vereinskollege, der mich damit aus den German Masters herausschubste. Jetzt ist dies nur noch durch Absagen möglich.

    Jugendliga 10.11.2019
    Doppel-Spieltag sozusagen, direkt am Sonntag ging es an selber Ort und Stelle mit dem zweiten Jugendliga Spieltag weiter. Im ersten Spiel wusste ich, dass das ein verdammt wichtiges am Ende sein könnte, zwecks Top 6 und es lief auch deutlich besser als am Vortag. Nach einem Legverlust nach 21 Darts zum Break durch den Gegner, konnte ich direkt mit einem 18-Darter kontern. Insgesamt war das Spiel schon auf einem sehr hohen Niveau, vier 140er warf ich in den insgesamt 8 Legs. Weitere Bestleistungen gab es jedoch nicht, dafür oftmals Checks in Runde 7 oder 8. Die Doppel funktionierten zügig, der Score auch, von daher passte das alles zusammen, 6:2 Sieg. Das zweite Spiel war dann eher wichtig für die Top 4, wir haben schon so oft gegeneinander gespielt. Und dieses Mal wurde es dann sehr bitter, aus Spiel 1 konnte ich absolut nichts mitnehmen. Die Doppel kamen gar nicht, ich hatte in 5/6 Legs Darts aufs Doppel trotz eines nur durchschnittlichen Scores und traf kein einziges. Somit bekam ich dann hier einen 0:6 Whitewash ab, der unnötig war und am Ende auch teuer werden könnte, falls es in Richtung Top 4 gehen sollte, wovon ich aber nicht ausgehe und was auch eher so ein sehr optimistisches Ziel wäre. Drittes Spiel war dann gegen den Tabellenführer, zunächst kam er nicht gut rein auf die Doppel, mit starken Checks konnte ich 2:0 in Führung gehen. Auch das 3:0 hätte kommen müssen, kam aber nicht und so ließ ich meinen Gegner ins Spiel. Dies nutzte er brachial aus und ich bekam 13,16 und 18 Darts gegen mich. Trotzdem ging es immer im Wechsel weiter, gegen die Darts hatte ich aber dadurch nur wenige Chancen. Es kam zum Stand von 4:4, ein extrem starkes Spiel auf beiden Seiten, ich gewann meine Durchgänge meist in Runde 7/8. Dann bekam ich in der sechsten Aufnahme einen Dart zum 5:4 und sicheren Punktgewinn. Dieser ging vorbei und auch danach schaffte ich die 16 Rest nicht von der Uhr zu nehmen. Damit gelang meinem Gegner der Hold in 20 Darts, extremst bitter und ein ziemlicher Rückschlag, das wieder nicht ausgemacht zu haben. Im letzten Leg warf er dann 60 zum Break in Runde 7 aus, ich stellte mich zuvor noch durch eine dreistellige Aufnahme auf Tops und kam nicht mehr ran. Also eine 4:6 Niederlage. Eine mittelmäßige, aber sehr souveräne Leistung reichte danach für ein 6:1 gegen einen Gegner, der doch weit unter seinem Maximum spielte. Dadurch hatte ich ziemlich leichtes Spiel, den Whitewash verpasste ich dann schon im dritten Leg. Etwas Motivation versuchte ich durch Bestleistungen (100er Checkout ständig gestellt), das gelang aber nicht. Das Bull traf ich zwischendurch dann aber relativ oft. Ein Spiel war noch offen, gegen einen weiteren Development Tour Spieler. Ich wusste, dass ich das normalerweise nicht verlieren sollte. Ich startete sehr schnell und ging früh mit 3:0 in Front, ehe mich dann wieder mal die Doppel verließen und ich mir das Leben unnötig schwer machte. Ein Leg nach dem anderen gab ich damit ab und es kam sogar zum Stand von 4:4. „Kein Punktverlust einstecken“, dachte ich mir, um vorne dran zu bleiben. Wieder ließ ich zunächst Chancen aufs Doppel aus, erst als mein Gegner seinen Legdart nicht nutzte, konnte ich dann wieder mal den äußeren Ring treffen. 5:4 Führung also und dann folgte endlich mal ein guter Decider, mit einem 21-Darter konnte ich auf der D5 für mich entscheiden. Somit 3 Siege und 2 Niederlagen, gemischte Gefühle also. In der Tabelle liege ich noch in der Führungsspitze, mit 12 Punkten (6 Siege) aus 9 Spielen auf Platz 5 wegen der schlechten Legdifferenz. Ein Sieg mehr und ich stünde auf Platz 2. Insgesamt werden 26 Matches gespielt. Als realistisches Ziel sehe ich aber eher Platz 6, als Playoff-Platz 4 an. Weiter geht es beim DDV in Roßtal kommendes Wochenende.

  • Nach Absprache mit GDF darf ich den Bericht zu meinem ersten Turnier in diesem Thread veröffentlichen – danke nochmal!

    Nach langem Warten hatte es letzten Dienstag dann endlich geklappt: ich war beim Vereinstraining des TV Verls. Die treffen sich ein- oder zweimal die Woche für ein kleines Mini-Turnier, ohne an irgendwelchen Ligen oder ähnlichem teilzunehmen – also genau das richtige für einen wie mich, der nur zwischendurch mal Zeit hat und an regelmäßigem Training oder Spielen nicht teilnehmen kann. Neben mir waren noch sieben Leute weitere Leute da, die, (zumindest an diesem Abend) abgesehen von einem, der wirklich beeindruckend spielte, alle ungefähr auf meinem Level waren, teils ein bisschen besser, teils ein bisschen schlechter, aber alles in einem Bereich, wo das gegeneinander spielen wirklich Spaß macht.

    Ich hatte zuvor eine Woche keine Pfeile mehr in der Hand, mein Ziel (oder besser: meine Hoffnung) war daher irgendwie ein Leg gewinnen zu können. Gespielt wurde in zwei Gruppen à vier Spielern BO3, danach ein Viertelfinale (auch BO3) und Halbfinale und das Endspiel BO5. Also quasi Spielpraxis sammeln in den Gruppen und danach ein einfaches Single-KO-System, wirklich Sinn macht das Format ohne ausscheidende Spieler nach der Gruppenphase ja eigentlich nicht ;)

    Beim Einspielen erlebte ich dann die erste Überraschung: wirklich schlechter spielen tat ich angesichts der ungewohnten Situation und Umgebung nicht. Ich traf zwar regelmäßig den Surround oder das Holz dahinter, glich das aber komischerweise mit relativ vielen T20s aus. Ich glaube, ich habe an einem Abend noch nie so oft das kleine rote Feld getroffen, wie am Dienstag. Der erste Wurf des Abends beim Einwerfen bestand übrigens aus T1-T1 und den dritten dann als Bouncer dazwischen hängend.

    Mein erstes Gruppenspiel spielte ich direkt gegen den Vereinschef. Das Ausbullen ging an mich, die erste Pfeil steckte auch direkt in der 60, die beiden anderen gingen dann aber schön ins Surround. Wir amüsierten uns prächtig, ich bekam natürlich gleich einen schönen Spruch vom Nebenboard („Machst du den jetzt mit einem Dart fertig?“). Scoring in dem ersten Leg war okay, das meines Gegners aber besser. Der verpasste dann zwei Darts auf ein Doppel, als ich bei 108 Rest stand. Ich kam also nochmal ans Board, setzte denn ersten perfekt in die T19 – und den zweiten in die S8, dicht neben die 25. Das war es dann mit dem Fokus, der dritte landete dann in der T11 statt im Single. Mein Gegner checkte dann zum 1:0 und gewann das zweite Leg souverän, ich stand nach dreißig-vierzig Darts noch irgendwo bei 210.

    Also mentaler Reset und ohne Pause direkt in das zweite Gruppenspiel. Ich gewann wieder das Ausbullen und scorte, anders als mein Gegner, auch ganz ordentlich. Hilft aber nicht, wenn du 17 Darts über Tops setzt (wirklich, alle über das Doppel, das ich sonst nicht mag, weil es mir zu hoch liegt). Da spielte dann glaube ich auch ein bisschen die „Angst“ vor dem Leggewinn eine Rolle. Mein Gegner erlöste mich dann irgendwann und checkte im Madhouse zur Führung. Im zweiten Leg verließ mich dann erneut das Scoring, da sah ich keine Schnitte und verlor auch mein zweites Spiel.

    In der Wartezeit schrieb ich dann am Nachbarboard, da es vier Boards gab und quasi jeder Spieler immer im Spiel war, musste jeder seine eigenen Scores schreiben, was dann im dritten Spiel ein bisschen nervig wurde. Man stelle sich vor, man spielt gegen Justin Pipe und der steht nach jeder Aufnahme noch (ungelogen) eine halbe bis ganze Minute vor dem Board um die Punkte mühevoll zusammen zu addieren und vom Restscore zu subtrahieren. Das Ende vom Lied war, dass ich ihm immer seinen Score vorgerechnet hatte und erst Recht aus dem Spielfluss kam, bis sich nach einer Viertelstunde (wir waren immer noch im ersten Leg) einer erbarmte und unser Spiel schrieb, weil sein Gegner gerade damit beschäftigt war, einem kleinem Jungen, der spontan während des Turniers vorbei kam und zum ersten Mal in seinem Leben Steeldart spielte, die Regeln und Wurftechnik etc. zu erklären. So kam dann doch noch ein bisschen Spielfluss auf und ich konnte nach wieder ca. 10 vergebenen Darts auf Doppel zur Führung checken. Im zweiten Leg kassierte ich dann aber nach zwei oder drei vergebenen Matchdarts das Rebreak. Es kam also zum Decider, wo wir ziemlich gleichauf waren, und beide in zwei Aufnahmen Matchdarts verpassten, bis ich endlich auf der D16 das Spiel beendete. Da war ich dann schon ziemlich zufrieden, nicht nur ein Leg hatte ich gewonnen, sondern gleich (wenn auch mit ordentlich Glück) ein ganzes Spiel.

    Trotzdem wurde ich Gruppenletzter und musste dann im Viertelfinale gegen den eingangs erwähnten besten Spieler der anwesenden spielen, der seine Gruppe natürlich gewonnen hatten. Das Ausbullen war auch genial, ich treffe die T20 und mache ihm Platz zum werfen und er guckt erstmal verwirrt, weil er dachte, ich würde noch Practise Darts werfen. Er gewinnt das Ausbullen natürlich und startet dann direkt mich einer 80 ins Spiel, ich kann mit einer 85 kontern. Er scort 140, ich 125 und plötzlich wirft er S1-S5-S1. Das war es dann mit der „Ich habe kein Druck gegen diesen Spieler“-Einstellung bei mir und plötzlich läuft es natürlich auch nicht mehr so wie vorher. Ich kann mich trotzdem nach 21 Darts auf ein Finish stellen, war also trotzdem noch ein ganz gutes Leg von mir. Nur: Mein Gegner spielt eben einen 22er, da habe ich keine Chance gegen. Zweites Leg war ganz solide von mir, ich verpasse bei 41 dann aber zweimal ein ungerades Single und kriege keinen Dart auf ein Doppel. Er checkt dann wieder, müsste so irgendwas um die 40 Darts gewesen sein.

    So steht am Ende Platz 5 von acht Teilnehmern, was sich natürlich deutlich schöner liest, als wenn ich jetzt schreibe, dass ich letzter geworden bin ;) Bin aber trotzdem sehr zufrieden, ich habe mehr erreicht, als ich mir eigentlich vorgenommen hatte und dabei auch insgesamt ganz solide, wenn auch unkonstant, gescort. Die Doppel waren zwar eine Katastrophe, aber damit hatte ich eigentlich auch gerechnet. Ich werde auf jeden Fall versuchen, öfter mal vorbeizuschauen und kann nur jedem empfehlen, der ebenfalls mit sich ringt, ob er mal bei einem Turnier mitspielt, es zu machen. Und es ist vielleicht für den Anfang sogar besser, gar nicht ein großes Turnier mit Startgeld, Preisgeld und allem drum und dran zu besuchen, sondern eher klein anzufangen. Zumindest mir hätte es vermutlich keinen Spaß gemacht, mit 50 anderen Leuten bei irgendeinem FTS-Turnier in einer Halle zu stehen. In dieser kleinen Runde mit wirklich ausnahmslos netten Leuten, wo man sich mal mit jedem unterhalten und austauschen kann, zu spielen, war für mich vermutlich besser, die Nervosität hielt sich so ganz gut in Grenzen :thumbup:

    Ach ja, falls es wen interessiert, ich kann leider nicht sagen, wer das Turnier am Ende gewonnen hat, ich bin während der Halbfinalspiele nach Hause gegangen, wäre mir sonst zu spät geworden.

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