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  • Oder aber - und das ist viel wahrscheinlicher - das Publikum (das sich bei jedem deutschen Teilnehmer unter aller Sau benimmt) - hat seinen Anteil an dieser "Tagesform". Es schmälert Max Hopps Leistung und die Tatsache, dass er die Fans noch abfeiert stößt mit Sicherheit manchen anderen Profis sauer auf. Da muss man fast den Hut vor Wilson ziehen, dessen Reaktion meines Erachtens noch sehr milde ausfällt.

    Ich fände es sehr schlimm, wenn man in "eigener" Halle keinen Heimvorteil hätte. Natürlich versuchen Fans (und zwar in jeder Sportart) der Heimmannschaft/dem Heimspieler einen Vorteil zu verschaffen. Das ist doch völlig normal und legitim. Daß man als "Auswärtsspieler" vielleicht die Wahl der Mittel kritisiert, ist ebenfalls normal. Sollte einem Profi aber nicht passieren. Mit Meckern schadet er in der Regel nur sich selbst. Die richtige Einstellung ist m.E. (frei zitiert!) die von Olli Kahn: "Es gibt doch nichts Geileres, als wenn das ganze Stadion dich auspfeift."

    Und die Leistung von Hopp wird dadurch überhaupt nicht geschmälert. Unterstützung durch sein Heimpublikum sollte normal sein. Und ebenfalls normal ist, daß Fans einen gewissen Einfluß ausüben KÖNNEN. Nämlich dann, wenn der Gegner das zuläßt. Und bevor die Frage kommt: Ja, mit persönlich ist es liebebr, wenn ein Deutscher Spieler dank Fans knapp gewinnt anstatt ohne Fans knapp zu verlieren. Wir reden hier von Profisport, der Faktor Fans gehört in allen erlaubten (gar nicht ginge z.B. körperliche Gewalt in jeder Form) Facetten dazu.

    Aber manche Leute scheinen echt ein Problem zu haben. Hier wird mehr über die Fans als über das Sportliche diskutiert (jaja, ich leiste gerade auch meinen Beitrag dazu ;) ;) ;) ) . Ich freue mich jedenfalls über jeden Deutschen Sieg. Und zwar positiv. Ich freue mich ja nicht über die Niederlage des Anderen (die aber nunmal zwangsläufig ist).

  • Auf kurzen Distanzen können verdammt viele auf der Tour einen 100er AVG mal raus hauen.
    Aber das dies nicht Standart ist von leuten ausserhalb der Top 16 oder auch Top 20 ist auch klar.
    So war das gute erst-Runden spiel von Wilson sicher nicht standart. Aber das er ein guter ist, steht für mich außer Frage.
    Wilson spielt viel European-Tour und wusste sicherlich worauf er sich einlässt bzw. einlassen musste.
    Am Ende sage ich schon, dass es ein verdienter Sieg für Hopp war. Viele Werte waren auf Augenhöhe, beide je ein Highfinish und auch die Doppelqoute ähnlich.

    Wenn gleich ich es nicht in Ordnung finde wie dass Publikum argiert, dass es in anderen Sportarten auch der Fall ist, zählt für nicht als Argument.
    Spieler anfeuern schön und gut, aber die ganze Zeit gegen ein Spieler zu sein halte ich für Übertrieben.

  • Vorsicht mit solchen Aussagen. Das, was du hier zitierst kam von mir, allerdings nachdem er nach den zwei T20s unterbrochen und dann noch die 180 geworfen hat - bevor er das Theater mit dem Publikum ausgeartet ist.

    Ist in Ordnung, kein Problem, ja ist schon cool das er den dritten dann auch noch ins Triple gehauen hat. :thumbup:
    Aber das Theater mit den Fans hat Willie schon zwei Aufnahmen zuvor angefangen, nur um bei den Fakten zu bleiben.
    Egal, ab jetzt nur noch Posts zum Sportlichen von mir, das andere bringt ja eh nicht viel, da gehen die Meinungen halt weit auseinanander. :thumbup:

  • Wäre es andersrum würden alle hier auf Barrikaden gehen. Ihr könnt es euch noch so richten wie ihr möchtet - die Tatsache, dass Wilson unter sehr unfairen Voraussetzungen spielen musste, hat ihn beeinträchtigt. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass deutsche Teilnehmer auch nur annähernd unter solch einer beschämenden Atmosphäre spielen mussten. Und dass es mittlerweile schon salonfähig zu sein scheint, macht das Ganze nur noch schlimmer.
    Max Hopp ist ein hervorragender Spieler, der es auch ohne Publikum schaffen kann, Turniere zu gewinnen. Hier wird aber die Meinung vertreten, dass es völlig ok wäre, wenn jemand mit einem 80er Turnier-Average ein Turnier gewinnt, weil das Publikum bewirkt hat, dass dessen Gegner plötzlich 75er Averages spielen. Das ist nicht meine Definition von sportlichem Wettbewerb.

    Live as if you were to die tomorrow. Learn as if you were to live forever.

  • Max Hopp ist ein hervorragender Spieler, der es auch ohne Publikum schaffen kann, Turniere zu gewinnen. Hier wird aber die Meinung vertreten, dass es völlig ok wäre, wenn jemand mit einem 80er Turnier-Average ein Turnier gewinnt, weil das Publikum bewirkt hat, dass dessen Gegner plötzlich 75er Averages spielen. Das ist nicht meine Definition von sportlichem Wettbewerb.


    Wenn jemand nur noch einen 75er Average statt eines 95er spielt, weil er das Pfeifen des Publikums nicht erträgt, dann hat dieser Spieler in einer Profisportart, die inzwischen überwiegend in großen Hallen mit mehreren Tausend Zuschauern stattfindet, einfach ein Problem. Daran muß man dann arbeiten, auch das gehört zu diesem "Job" dazu.
    Was heißt "ohne Zuschauer Turniere gewinnen" ? Die Zuschauer sind nun einmal da. Wenn Du den Faktor "Zuschauer" nicht haben möchtest, dann mußt Du für ausschließlich Floor-Turniere plädieren. Ansonsten gehören sie dazu und benehmen sich halt mal besser und mal schlechter. Und die Tatsache, daß viele ET-Turniere in Deutschland stattfinden, kann man wohl kaum den Spielern oder den Fans zum Vorwurf machen.

    Schönes Spiel von Whitlock. Neben Hopp wäre er mir der liebste Sieger bei diesem Turnier. Finde den Typen einfach sympathisch :thumbup:

  • Whitlock einfach klinisch präzise.
    Und ich kann West verstehen. Da wirft er 10 Maximums und kriegt trotzdem eins aufs Dach...

    ...'cause, you know, sometimes words have two meanings...
    (Led Zeppelin - Stairway To Heaven)

  • Ich meinte "ohne Abhilfe des Publikums". Diese Spieler sind einen gewissen Lärmpegel gewohnt. Dazu gehören auch die 180-Rufe und die Fangesänge, welche spielerunabhängig regelmäßig ertönen. Kein Spieler sollte sich daran gewöhnen müssen, bei einem Wurf auf die Doppelfelder ausgepfiffen zu werden. Der Spieler hat schon genug damit zu tun, seine Gegner zu bezwingen - jetzt soll er auch noch das Publikum schlagen müssen? Wenn dem so ist, dann kann man es gleich wie beim Wrestling machen - alles ist im Vorfeld entschieden und dann gewinnt mehrheitlich der Publikumsliebling.

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