Oder aber - und das ist viel wahrscheinlicher - das Publikum (das sich bei jedem deutschen Teilnehmer unter aller Sau benimmt) - hat seinen Anteil an dieser "Tagesform". Es schmälert Max Hopps Leistung und die Tatsache, dass er die Fans noch abfeiert stößt mit Sicherheit manchen anderen Profis sauer auf. Da muss man fast den Hut vor Wilson ziehen, dessen Reaktion meines Erachtens noch sehr milde ausfällt.
Ich fände es sehr schlimm, wenn man in "eigener" Halle keinen Heimvorteil hätte. Natürlich versuchen Fans (und zwar in jeder Sportart) der Heimmannschaft/dem Heimspieler einen Vorteil zu verschaffen. Das ist doch völlig normal und legitim. Daß man als "Auswärtsspieler" vielleicht die Wahl der Mittel kritisiert, ist ebenfalls normal. Sollte einem Profi aber nicht passieren. Mit Meckern schadet er in der Regel nur sich selbst. Die richtige Einstellung ist m.E. (frei zitiert!) die von Olli Kahn: "Es gibt doch nichts Geileres, als wenn das ganze Stadion dich auspfeift."
Und die Leistung von Hopp wird dadurch überhaupt nicht geschmälert. Unterstützung durch sein Heimpublikum sollte normal sein. Und ebenfalls normal ist, daß Fans einen gewissen Einfluß ausüben KÖNNEN. Nämlich dann, wenn der Gegner das zuläßt. Und bevor die Frage kommt: Ja, mit persönlich ist es liebebr, wenn ein Deutscher Spieler dank Fans knapp gewinnt anstatt ohne Fans knapp zu verlieren. Wir reden hier von Profisport, der Faktor Fans gehört in allen erlaubten (gar nicht ginge z.B. körperliche Gewalt in jeder Form) Facetten dazu.
Aber manche Leute scheinen echt ein Problem zu haben. Hier wird mehr über die Fans als über das Sportliche diskutiert (jaja, ich leiste gerade auch meinen Beitrag dazu
) . Ich freue mich jedenfalls über jeden Deutschen Sieg. Und zwar positiv. Ich freue mich ja nicht über die Niederlage des Anderen (die aber nunmal zwangsläufig ist).