Unterschied zuhause und auswärts

  • Liebe Community,

    vielleicht gibt es hierzu dass ein oder andere Thema schon. Hab es auf die schnelle jetzt nicht gefunden.

    Wie geht ihr mit Leistungsabfällen zwischen eurem privaten Trainingsort und nicht heimischen Spielbereichen um?

    Um es zu erklären. Zum Beispiel bei Trainingsspielen zuhause spiele ich ab und an mal Spiele zwischen einem Avg von 70-90. Bin ich dann aber bei Turnieren oder Ligaspielen kann ich diese Leistung einfach nicht abrufen.

    Welche Tipps oder Trainings könnt ihr mir sagen um dies zu verbessern?

    Ich danke euch für eure Antworten.

  • Spielen, spielen, spielen!

    Kenne ich nur zu gut. Anfänglich war es was "besonderes" auf Turnieren zu spielen, so hab ich dann auch gespielt <X

    ehemals links, jetzt rechts

    bekennender James Wade Fan

  • Ich kenne diesen Effekt leider auch nur zu gut....😖. Das ist schon frustrierend wenn es zuhause gut klappt und dann auswärts geht gar nichts mehr. Kann mich meinem Vorredner nur anschliessen, da hilft nur diese Ausnahmesituation mehr zur Regelsituation zu machen, indem man sehr viel "auswärts" spielt. Oft ist ja auch nicht nur die Anlage anders, sondern auch alle Umgebungsbedingungen, z.B. Lärm, laute Musik, Gerüche, etc. Das trainiert man dann auch mit, wenn man mehr auswärts spielt. Etwas Besonderes in diesem Kontext sind mE die Zuschauer. Während man zuhause ja idR keine Zuschauer hat, spielt man auswärts oft vor Publikum. Auch das will trainiert sein, dass man hier die Nervosität ablegt.

    14-Darter

  • Bei mir funktioniert es auswärts witzigerweise besser als Zuhause. Habe auch schon versucht mein Board Zuhause den Gegebenheiten der Locations anzupassen. Schweißgeruch, Hitze, n Getränk aus der Küche und dafür 7 Euro an die Frau bezahlen. Bisher noch mit mittelmäßigem Erfolg und irgendwie betritt meine Frau den Raum auch nicht mehr nur das Geld nimmt sie gerne. Komisch 🤔 ich bleibe am Thema dran.

    Ein Ratloser findet immer einen noch Ratloseren, der ihn bewundert.

  • Im Game On-Podcast hat Florian Hempel das Thema auch schon mal in seiner Kategorie "Hempel-Tempel" behandelt. Da schlägt er vor, dass man versuchen sollte, sich sein zu Hause am Spielort zu visualisieren, also sich vorzustellen, dass man zu Hause vor seinem Board steht. Vielleicht hörst Du Dir die Folge mal an, ich kann Dir aber gerade nicht sagen, welche Folge es war.

    Meine Lieblings-26er: T5-D5-S1, T1-T1-S20, S13-S12-S1, D12-S1-S1

  • Simon Whitlock hat vor Jahren mal in einem Interview erklärt, dass er über die Jahrzehnte im Darts gelernt hat, dass bei der übergroßen Mehrheit der Amateur-/Semiprofi-Dartspieler ein Unterschied von -10 des Zuhause-Averages zum "Auswärts"-Average gibt. Das heißt nicht, dass das nicht zu ändern ist, sondern mit vielen vielen Turnieren/Auswärtsspielen ist das zu verbessern, aber vom Grundprinzip ist das die Ausgangslage.

    (By the way geht's mir und vielen die ich kenne genau so wie er sagt: zuhause/online 67-80, auswärts 57-70 (circa jeweils))

  • Was meinst du mit ab und an? Mentales kann natürlich einen unterschied machen, aber die sample size ist zuhause auch viel größer und man tendiert dazu sich selbst an seinem top game zu messen, sprich sein 95stes perzentil oder so game und abweichungen davon werden als versagen gesehen.

    Sprich man wirft zuhause 1000 legs, 5 von sind 80, 700 sind zwischen 45 und 60 und ein paar sind tiefer. Dann denkt man sich eigentlich kann ich 80 spielen, aber das man sein 5% spiel ausgerechnet beim Turnier abruft ist unwahrscheinlich.

    Damit will ich mentale Effekte nicht ausschließen, aber es kann auch sein das man einfach sein Niveau falsch einschätzt weil man annimmt das man eigentlich sein oberes leistungslimit abrufen kann und alles darunter als Ausrutscher nach unten sieht.

  • Was meinst du mit ab und an? Mentales kann natürlich einen unterschied machen, aber die sample size ist zuhause auch viel größer und man tendiert dazu sich selbst an seinem top game zu messen, sprich sein 95stes perzentil oder so game und abweichungen davon werden als versagen gesehen.

    Sprich man wirft zuhause 1000 legs, 5 von sind 80, 700 sind zwischen 45 und 60 und ein paar sind tiefer. Dann denkt man sich eigentlich kann ich 80 spielen, aber das man sein 5% spiel ausgerechnet beim Turnier abruft ist unwahrscheinlich.

    Damit will ich mentale Effekte nicht ausschließen, aber es kann auch sein das man einfach sein Niveau falsch einschätzt weil man annimmt das man eigentlich sein oberes leistungslimit abrufen kann und alles darunter als Ausrutscher nach unten sieht.

    Also bei mir ist es so wie du sagst. Die meisten Legs liegen bei 55-65 und diese nehme ich aber auch als Referenz dass ich jetzt vermehrt Ausreißer feststelle von 70-95 nehme ich als positive Entwicklung mit. Ich würde nur gerne Auswärts meine Referenz spielen, aber meistens lande ich wieder bei 40-45 und frage mich halt, ob es irgendwie möglich ist dies zu trainieren.

  • Thema ist schon etwas älter aber vielleicht noch interessant. Man kann alles zu Hause trainieren, wettkampfhärte bekommst du aber nur im Wettkampf. Man kann sich aber bestmöglich auf den Wettkampf vorbereiten. Da jeder Mensch individuell ist, gibt es nicht den einen Weg. Es bedarf einer kleinen Analyse deiner Trainingsroutine zu Hause und darauf abgestimmt kann man dann ein Trainingsplan erstellen der für dich Drucksituationen erzeugt die du sonst zu Hause nicht hast. Wenn Du diese meisterst, wirst Du auch auswärts ein besserer Spieler werden.

  • Da bin ich ehrlich gesagt sehr froh, dass unser DC 14-tägig ein „Daddelturnier“ mit 30-40 Teilnehmern aus dem ganzen Bezirk veranstaltet. Ich habe im Januar erst angefangen und von Anfang an hat mich mein DC motiviert an den Turnieren teilzunehmen, nach dem Motto „Sei einfach dabei, sammle Erfahrung und habe Spaß!“ Und wenn ich dran denke, wie aufgeregt und nervös ich am Anfang war, nicht nur am Board, sondern auch mal, um etwas nachzufragen (Regeln, etc). Jetzt bin ich ruhig und gelassen, hab Spaß und eine gewisse Lockerheit mit der Sache. In unseren ersten Testspielen gegen andere Liga Clubs und auch ersten Punkt/Pokalspielen hat sich diese Erfahrung schon ausgezählt.

  • versucht ihr eigentlich zuhause den Rhythmus von auswärts zu simulieren? Also zum beispiel wenn ihr gegen einen bot oder scolia/autodarts Gegner spielt das ihr nicht am oche wartet sondern 1,2 Meter dahinter und erst dann zum oche geht?

    Könnte mir vorstellen das das schon ein wenig hilft weil man so ja den Rhythmus etwas verlangsamt, wartet man dagegen schon am oche und wirft sobald der Gegner rauszieht könnte es sein das man dann im Match ungeduldig wird weil man einen schnelleren Rhythmus gewohnt ist.

  • Also ganz generell gelingt am heimischen Board bei mir dann doch mehr als auswärts und sei es das Trainings-/Spieltagsboard in unserer Vereinskneipe, das ja auch schon fast sowas wie ein "Zuhauseboard" ist. Man ist einfach lockerer, steht weniger unter Beobachtung und traut sich auch mal erfolgreich die ungewöhnlichen Wege zu. Nichtsdestotrotz sehe ich auch bei mir selbst, dass ich auswärts manchmal durch verstärkte Anspannung und Konzentration in eine Art Tunnel gerate, in dem dann sehr viel funktioniert, was auch zu Hause unter Umständen nicht klappt.

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