• Hallo alle zusammen,

    ich würde gerne eure Meinung zum Thema Teamarbeit hören.

    Was würdet ihr machen wenn ihr unzufrieden damit seid nicht beim Erfolg des Teams beigetragen zu haben?

    Ein Beispiel:

    Man spielt in einem Team von 7 Spielern in einem Ligaverband. Doch hatte nur 2-3 Einsätze über die Saison. Meistens haben die besten 4 die Spiele ausgetragen und wurden von TC ausgewählt, weil man unbedingt gewinnen will. Möglich wäre aber auch eine Aufteilung sodass jeder einmal zum Einsatz käme. So ein Spieltag beginnt z.b. auch früh Morgens und endet am Abend. Man sitzt also häufig mal den ganzen Tag dabei ohne Einsatz. Dazu kommt die Anreise. TC ist uneinsichtig weil er Leistung vorzieht und so hofft die Meisterschaft zu holen.

    Würdet ihr dies so akzeptieren und denken obwohl man nicht wirklich mitgemacht hat ist man ja Meister geworden oder würdet ihr in der nächsten Saison das Team verlassen und euch eine andere Möglichkeit suchen zum spielen z.B. in einer Amateurliga. Wo dabei sein ist alles mehr zählt als gewinnen?

    • Offizieller Beitrag

    Würdet ihr dies so akzeptieren und denken obwohl man nicht wirklich mitgemacht hat ist man ja Meister geworden oder würdet ihr in der nächsten Saison das Team verlassen und euch eine andere Möglichkeit suchen zum spielen z.B. in einer Amateurliga. Wo dabei sein ist alles mehr zählt als gewinnen?

    Vielleicht kann ich da als TC einer recht erfolgreichen Mannschaft bei uns im Raum mal etwas dazu sagen.

    Also prinzipiell muss man sich da aus meiner Sicht im Team intern im Klaren sein, was man möchte. Dafür macht auch eine Teamsitzung Sinn. Will man sportlich den maximalen Erfolg oder sollen in erster Linie bei den Ligaspielen eine möglichst schöne Zeit haben? Beides ist ja total legitim und die Wahrheit kann auch irgendwo dazwischen liegen.

    Bei uns ist es zum Beispiel so: Die 1. Mannschaft ist eindeutig auf Erfolg ausgelegt und ja, da kann es auch schon mal passieren, dass jemand 250 Kilometer mitfährt und dann nur schreibt. Ist immer unglücklich und macht mir als TC keinen Spaß, aber wenn da eben der ganze Saisonverlauf dran hängt, dann muss man das runterschlucken. Zumal von den 12 Leuten sowieso die Besetzung immer sehr variabel ist und wir in der letzten Saison auch dreimal zu viert angetreten sind. Und insbesondere ich selbst bin schon oft die 250km gefahren, ohne auch nur ein Spiel zu machen...
    Und wie gesagt, das ist für mich als TC auch nie eine schöne Situation und zumindest ich denke darüber dann auch mehr nach als nur bei der Anfangsaufstellung mal kurz.

    In der 2. Mannschaft geht es bei uns hingegen darum in erster Linie Erfahrung zu sammeln und Spaß zu haben. Hier kommt eigentlich immer jeder zum Einsatz, bei ganz wichtigen Spielen kann dann aber halt ggf. auch erst im letzten Block gewechselt werden. Aber auch hier muss sich jeder selbst für sich im Klaren sein, warum er Liga spielen möchte.

    Und was das Thema Erfolg angeht: Jeder (der regelmäßig anwesend war) hat irgendwo zum Erfolg beigetragen. Und wenn es nur organisatorische Sachen sind, egal ob das Schreiben im Steeldart oder andere Aufgaben (als Fahrer etc.). Ich denke, die Einstellung teilen zumindest aus meinem Team auch alle.

  • Vielleicht kann ich da als TC einer recht erfolgreichen Mannschaft bei uns im Raum mal etwas dazu sagen.

    Also prinzipiell muss man sich da aus meiner Sicht im Team intern im Klaren sein, was man möchte. Dafür macht auch eine Teamsitzung Sinn. Will man sportlich den maximalen Erfolg oder sollen in erster Linie bei den Ligaspielen eine möglichst schöne Zeit haben? Beides ist ja total legitim und die Wahrheit kann auch irgendwo dazwischen liegen.

    Bei uns ist es zum Beispiel so: Die 1. Mannschaft ist eindeutig auf Erfolg ausgelegt und ja, da kann es auch schon mal passieren, dass jemand 250 Kilometer mitfährt und dann nur schreibt. Ist immer unglücklich und macht mir als TC keinen Spaß, aber wenn da eben der ganze Saisonverlauf dran hängt, dann muss man das runterschlucken. Zumal von den 12 Leuten sowieso die Besetzung immer sehr variabel ist und wir in der letzten Saison auch dreimal zu viert angetreten sind. Und insbesondere ich selbst bin schon oft die 250km gefahren, ohne auch nur ein Spiel zu machen...
    Und wie gesagt, das ist für mich als TC auch nie eine schöne Situation und zumindest ich denke darüber dann auch mehr nach als nur bei der Anfangsaufstellung mal kurz.

    In der 2. Mannschaft geht es bei uns hingegen darum in erster Linie Erfahrung zu sammeln und Spaß zu haben. Hier kommt eigentlich immer jeder zum Einsatz, bei ganz wichtigen Spielen kann dann aber halt ggf. auch erst im letzten Block gewechselt werden. Aber auch hier muss sich jeder selbst für sich im Klaren sein, warum er Liga spielen möchte.

    Und was das Thema Erfolg angeht: Jeder (der regelmäßig anwesend war) hat irgendwo zum Erfolg beigetragen. Und wenn es nur organisatorische Sachen sind, egal ob das Schreiben im Steeldart oder andere Aufgaben (als Fahrer etc.). Ich denke, die Einstellung teilen zumindest aus meinem Team auch alle.

    Danke für die Antwort. Ich möchte noch ergänzen, dass wir in der niedrigsten Liga spielen.

  • Auch da habe ich es schon erlebt:

    Ein Verein zwei Teams niedrigsten Liga:

    Team 1 wollte Aufsteigen - klar kommuniziert, also nur nach Leistung aufgestellt

    Team 2 war die Spaßtruppe...jeder kam dran

    Wenn ihr nur ein Team habt: musst du dir diese Frage stellen - will ich spielen und siegen. Oder will ich spielen der Geselligkeit wegen (und auch da verliert keiner gerne!)

    Und dann ggf danach handeln.

    Und auch die Frage bei einem neuen Team am Anfang stellen wie das gehandhabt wird

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Gibts denke ich keine Lösung dazu sondern nur das eigene wollen.

    Ich bin auch TC seit 4 Spielzeiten , davon 3 Aufstiege . Jedesmal vor der Saison wird besprochen. Das Team ist sich einig das erstmal die besten Spielen und dann nach Spiel verlauf gewechselt wird. Wer da zu gestimmt hat und dann angefangen hat im Team zu sticheln hab ich vor die Tür gesetzt.

    Es sind oft schwere Entscheidungen wer spielt , doch liegt es auch am Charakter der Spieler . Wer immer Spielen will muss besser sein/werden oder muss sich anderes Team suchen.

  • Spiele jetzt seit drei Jahren in einem Verein, dessen Teams auch am Ligabetrieb teilnehmen. War zwar in dieser Zeit noch nie TC und gehörte leistungsmäßig auch immer zu denjenigen mit quasi einer Aufstellungsgarantie. Trotzdem hatten wir diese Diskussion auch quasi durchgehend. Je nach Ausgangslage (Ligazugehörigkeit, Kadergröße, nur ein Team oder zwei etc.) haben wir uns dann immer unterschiedlich committet. Aber genau hier liegt eben die Crux und meine Vorposter haben es ja auch schon angeführt: Was soll die allgemeine Richtung sein und können sich darin alle irgendwie wiederfinden? Oder ganz konkret heruntergebrochen auf die Frage: Will ich den sportlichen Erfolg oder soll einfach nur jeder Spaß haben können? Aus meiner Sicht gibt es beim Darts als Teamsport eigentlich nur diese beiden Optionen für einen Verein und nur einen ganz ganz schmalen Mittelweg, den findige TCs allerdings tatsächlich manchmal auf die Reihe bekommen.

    Beide Optionen bergen aber auch Risiken. Wenn der sportliche Erfolg im Fokus stehen soll, ist die Gefahr natürlich groß, dass weniger leistungsstarke Spieler die Motivation verlieren und möglicherweise den Club mittelfristig verlassen. Wenn es rein um Spaß und Geselligkeit gehen soll, passiert dasselbe unter Umständen mit den ambitionierten Leistungsträgern. Beides ist aus meiner Sicht ungünstig für ein gesundes Vereinsleben, weshalb die oben genannten Faktoren für ein funktionierendes Gefüge extrem wichtig sind: Gemeinsam erarbeitete Stoßrichtungen und kluge TCs, die alle Interessen einigermaßen aufgefangen bekommen. Erleichternd kann es natürlich sein (und wir zum Beispiel werden diese Situation in der neuen Saison haben), wenn genug Leute im Verein sind, um a) zwei Teams bilden zu können, die obige beiden Stoßrichtungen abbilden, und um b) diese beiden Teams leistungstechnisch zahlenmäßig halbwegs gleich aufstellen zu können.

    Ich bin trotzdem der Meinung, dass man es drehen und wenden kann, wie man will: Am Ende wird es immer mal vorkommen, dass sich ein TC gegen einen Spieler entscheiden muss. Dann ist es eben wichtig, zwischenmenschlich so d'accord zu sein, dass es nicht zu Zerwürfnissen kommt. Und noch eine subjektive Sicht: Ich persönlich könnte kein Spaß am Darts haben, wenn nicht auch ein wenig das Ziel existieren würde, sportlich erfolgreich zu sein. Einfach nur plump rumzupimmeln, ein paar Getränke zu sich zu nehmen, Pfeile Richtung Board zu gurken und schlimmstenfalls eine Packung vom Gegner zu erhalten, wäre absolut nichts für mich. Ich brauche nicht permanent die ultimativen Triumphe, aber was gibt es Geileres beim Darts, als eine 180 im entscheidenden Moment zu werfen, als mit einem Highfinish aus dem Nichts ein Leg zu gewinnen, als in einem Decider den Dart zum Match zu versenken, als dem letzten Kollegen des Abends am Board im Do-or-Die-Spiel die Daumen zu drücken, was sich dann auch noch lohnt, und als als Team gemeinsam zu eskalieren, wenn man einen Spitz-auf-Knopf-Abend für sich entscheidet?

    Ich habe in meiner bislang eher kurzen Karriere als Liga-Darter schon mal eine Meisterschaft erreicht und ich kann sagen: Das ist schon eine sehr sehr erstrebenswerte Erfahrung und da zehre ich heute noch von.

  • Wir haben meist wenn das Spiel durch war ( also sicher gewonnen oder verloren) Leute eingewechselt die weniger Spielpraxis hatten. Und auch um den Leuten das "umsonst antreten" zu ersparen

    Bestleistungen: zu viele zum Zählen
    Shortleg: 12 Darts 5.7.2025
    Lieblingsspieler: John Lowe Bullyboy Snakebite
    Verein: Steeldarts: DC Bull's Hit Lamadelaine
    E-Darts: EDC Snake Darts Itzig

  • Vielleicht als Nachtrag noch ein kleiner Tipp, um sein Standing bei einem TC zu verbessern: Rechenwege beherrschen. Ich stelle auch bei uns im Verein immer wieder zum Teil mit Bestürzung fest, wie wenig Verständnis für die mathematische Logik hinter dem Dartsport bei vielen - auch sehr erfahrenen - Spielern vorhanden ist. Und interessanterweise (wenn auch wenig überraschend) spiegelt sich diese Schwäche auch in einem allgemeinen Leistungsabfall gegenüber den stärkeren Teammitgliedern wider. Talent ist sicher endlich und bis zum Umfallen trainieren, um fehlendes Talent zu kompensieren, kann ein Normalo natürlich auch nicht. Aber Rechenwege zu beherrschen, ist kein Hexenwerk, und ich persönlich bekomme einen Anfall, wenn ich manche Wege meiner Teamkollegen beobachte. Wenn jemand bei 305 Rest auf T20 statt auf T18 geht - geschenkt. Das lässt sich auf Amateurniveau meist noch kaschieren. Aber zum Beispiel bei 122 Rest auf T20 zu gehen oder - noch schlimmer - bei 78 Rest auf T19, sorry, aber da fehlt mir dann jegliches Verständnis und auch so ein wenig die Empathie, wenn diese Spieler dann hin und wieder vielleicht vom TC nicht berücksichtigt werden.

    • Offizieller Beitrag

    Wir haben meist wenn das Spiel durch war ( also sicher gewonnen oder verloren) Leute eingewechselt die weniger Spielpraxis hatten. Und auch um den Leuten das "umsonst antreten" zu ersparen

    Na das macht ja eigentlich jeder so. Aber bei engen Spielverläufen, was je nach Liga halt oft vorkommen kann, bringt das leider nichts

  • Könnte man nicht eine zweite Mannschaft aufmachen? Also eine für Leistung und die andere zum aus Spaß zocken.

    Da muss man dann natürlich genügend Spieler haben bzw spieler die sehr zuverlässig meistens dabei sind.

    Das kenne ich aus anderen Sportarten auch, man hat Leute die immer dabei sind und andere die nur ab und zu können (ist ja auch okay wenn familie, arbeit etc "im weg" ist, aber man muss es halt bei der Planung berücksichtigen).

  • Ist ein bisschen Off-Topic, aber aus meiner Sicht spielt die Ligen-, Spieltags- und Zeitstruktur bei diesem Thema auch eine bedeutende Rolle. Wir sitzen als Club mitten im Ruhrgebiet und man könnte meinen, wir hätten unsere Ligakonkurrenten alle irgendwie in der Nähe. Aber nix da. Wir haben zum Teil Anreisen zu Auswärtsspielen von einer Stunde. Klingt nicht wild, aber wenn man bedenkt, dass man eine Stunde vor dem ersten Anwurf meistens Treffpunkt hat, dann der Abend netto ca. vier bis fünf Stunden dauert und dann eben auch noch eine Abreise ansteht, dann kann ich diejenigen Nicht-Eingesetzten verstehen, die da keine Lust drauf haben.

    Meiner Meinung nach müsste man das Ligasystem dringend reformieren und alltagsfreundlicher gestalten, auch wenn ich weiß, dass so eine Reform sehr kompliziert wäre.

    • Offizieller Beitrag

    Meiner Meinung nach müsste man das Ligasystem dringend reformieren und alltagsfreundlicher gestalten, auch wenn ich weiß, dass so eine Reform sehr kompliziert wäre.

    Eine Stunde Fahrtweg ist ja nun wirklich nicht das Problem.

    Wir fahren in der neuen Saison für Ligaspiele immer zwischen 2 und 3 Stunden. Für eine Strecke wohlgemerkt.

    Aber um da zur Ausgangsfrage zurückzukommen, das sind halt Sachen, die man wollen muss und die man auch von Anfang an weiß, wenn ich in so ein Team gehe.

  • Eine Stunde Fahrtweg ist ja nun wirklich nicht das Problem.

    Wir fahren in der neuen Saison für Ligaspiele immer zwischen 2 und 3 Stunden. Für eine Strecke wohlgemerkt.

    Aber um da zur Ausgangsfrage zurückzukommen, das sind halt Sachen, die man wollen muss und die man auch von Anfang an weiß, wenn ich in so ein Team gehe.

    Ob man diese Dinge von Anfang an weiß, da würde ich mal ein Fragezeichen hinter setzen. Viele derjenigen Spieler, die sich bei uns anmelden, darten zum ersten Mal im Vereins- und Ligakontext. Den wenigsten ist da - trotz vorheriger Aufklärung - wirklich bewusst, wie so ein Spieltag konkret abläuft.

    • Offizieller Beitrag

    Ob man diese Dinge von Anfang an weiß, da würde ich mal ein Fragezeichen hinter setzen. Viele derjenigen Spieler, die sich bei uns anmelden, darten zum ersten Mal im Vereins- und Ligakontext. Den wenigsten ist da - trotz vorheriger Aufklärung - wirklich bewusst, wie so ein Spieltag konkret abläuft.

    Gut, aber das ist Sache des Kapitäns. Das sollte man dann schon hinbekommen.

  • Vielen lieben Dank für eure Antworten. Sie haben mich tatsächlich ein bisschen aufgebaut.

    Um nur nochmal zu differenzieren. Ein Gespräch hat noch nicht stattgefunden in welche Richtung es geht, aber von der Einstellung jedes einzelnen im Team merkt man eigentlich wo die Reise hingehen soll. Eigentlich wollen alle die Saison so gut es geht abschließen und am besten mit der Meisterschaft. Jetzt stell ich mir nur die Frage warum nicht jeder seinen Teil dazu regelmäßig beitragen darf, sondern man auf Nummer sicher gehen will und nur die besten 4 spielen lässt und tatsächlich auch vielleicht sogar mehrfach hintereinander und der Rest soll die meiste Zeit nur zuschauen dürfen. Früher hieß es mal "Einer für alle und alle für Einen" was ist damit? Am Ende wird man Meister und die die gespielt haben können sich natürlich freuen und die die nicht gespielt haben blasen Trübsal.

  • Versetze dich Mal dafür in die Lage des TC:

    Wen soll ich spielen lassen?

    Jetzt ein paar Gedanken die man als TC so hat:

    Ich hab 4 die besser sind als die anderen...

    Der Spieler X (nicht top 4) spielt die letzten Trainings Klasse Darts, soll ich....

    Die 4 bringen immer ihre Punkte....

    Unsere Nummer 2 bringt gerade nix heim...wer kann ihn ggf ersetzen....

    Im Training sehe ich das X,Y, Z und Ü echt wollen und können...


    Und dann das mit dem Ziel Meisterschaft unter einen Hut zu bringen.

    Deinen Gedankengang verstehe ich schon: warum Mal nicht einen Austauschen...reicht's dann trotzdem oder erst Recht...

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Ein Früher hieß es mal "Einer für alle und alle für Einen" was ist damit? Am Ende wird man Meister und die die gespielt haben können sich natürlich freuen und die die nicht gespielt haben blasen Trübsal.

    Naja, ehrlich gesagt halte ich das für eine leicht naive Perspektive. So wie es sich für mich liest, ist das Ziel eures Teams relativ klar und das ist der sportliche Erfolg und idealerweise die Meisterschaft. Der TC verantwortet die Rahmenbedingungen für dieses Ziel, sprich die bestmögliche Aufstellung der Einzelspieler am Spieltag. Ganz stumpf, ohne Wertung und ohne dein Standing im Team bewerten zu können bzw. zu wollen: Warum sollte euer TC vor dem Hintergrund der Zielvorgabe irgendetwas an einer bis dato erfolgreichen Aufstellung ändern?

    Und mal folgendes Szenario angenommen: Er will dir einen Gefallen tun und lässt dich spielen, du verlierst ein - wie sich später herausstellt - entscheidendes Match und hinter vorgehaltener Hand ist jedem im Team klar, dass der eigentliche Stammspieler das Ding für sich entschieden hätte. Glaubst du, das wäre dem Mannschaftsgeist zuträglich, oder würdest du dich gar mit dieser Situation wohlfühlen?

    Ich weiß, das klingt alles sehr hart, aber es wird in deinem Fall darauf hinauslaufen, ein Gespräch mit dem TC zu suchen und eine Lösung zu erarbeiten und/oder du wirst gezwungen sein, dich sportlich so zu verbessern, dass objektiv kein Weg an deiner Aufstellung vorbeiführt. Eine andere Lösung sehe ich bei dieser Gemengelage eigentlich nicht.

  • Wenn jemand bei 305 Rest auf T20 statt auf T18 geht - geschenkt.

    Sorry, sehr OT, aber da kann ich nicht anders. Mittlerweile sieht man zu Recht immer mehr Profis, die bei 302, 305 oder 308 nicht auf T18 anfangen, denn mit einem T18-Start erhöht man zwar die Chance, dass man nach dem ersten Dart noch auf ein Finish kommen kann, aber nicht die Chance, dass man nach der Aufnahme ein Finish lässt (weil man selbst nach 2 T18-Treffern noch ein Triple braucht, anders als nach 2 T20-Treffern).

    Also vielleicht sind manche mit angeblich schlechten Rechenwegen einem mathematisch sogar voraus (na gut, die mit den anderen Beispielen im Beitrag natürlich nicht :D).

  • Sorry, sehr OT, aber da kann ich nicht anders. Mittlerweile sieht man zu Recht immer mehr Profis, die bei 302, 305 oder 308 nicht auf T18 anfangen, denn mit einem T18-Start erhöht man zwar die Chance, dass man nach dem ersten Dart noch auf ein Finish kommen kann, aber nicht die Chance, dass man nach der Aufnahme ein Finish lässt (weil man selbst nach 2 T18-Treffern noch ein Triple braucht, anders als nach 2 T20-Treffern).

    Also vielleicht sind manche mit angeblich schlechten Rechenwegen einem mathematisch sogar voraus (na gut, die mit den anderen Beispielen im Beitrag natürlich nicht :D).

    Zum ersten Abschnitt: Was nichts daran ändert, dass eine der goldenen Regeln des Darts, nämlich während einer Aufnahme so lange wie möglich die Chance auf ein Finish aufrecht zu erhalten, durch den Wurf aufs 18er Segment bei den genannten Beispielen erfüllt wird. Bei einem Wurf aufs 20er Segment aber nur, wenn T20 getroffen wird. Und ehrlich gesagt sehe ich nicht "immer mehr Profis", die es anders handhaben und ich schaue sehr viel Darts. Es gibt diejenigen, die einfach auf der 20 bleiben, unbestritten. Aber "immer mehr" zweifle ich einfach mal an.

    Zum zweiten Abschnitt: Glaub mir, die Leute, von denen ich spreche, sind mathematisch niemandem voraus.

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