Was bitte ist ein "19er Spieler"?
Dartitis
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Ghostman -
31. Juli 2013 um 13:16
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Was bitte ist ein "19er Spieler"?
Ich denke jemand der beim scoren immer auf die 19 hämmert anstatt auf die 20.
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Ah OK. Klar...

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Ja aber.......

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ich bin 19er Spieler, kann er mir auch helfen?
Nein, ich glaube, da kann man nichts machen. Das ist absolut unheilbar.

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Nein, ich glaube, da kann man nichts machen. Das ist absolut unheilbar.
Da ist was dran.
Ich war auch einer.

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Bis vor kurzem war ich felsenfest davon überzeugt, dass Dartitis eine Phänomen ist dass im Kopf entsteht. Inzwischen will ich eine biomechanische Ursache nicht mehr ausschliessen.
Warum? Vor kurzem habe ich verstärkt mit meinem Griff experimentiert und versucht, das Handgelenk noch ein wenig stärker im Uhrzeigersinn nach rechts zu drehen. Grundsätzlich hat sich das recht gut angefühlt, aber schwupps - plötzlich war ich bei den ersten Darts des Tages nicht mehr in der Lage loszulassen. Wenn sich die Barriere gelöst hatte gings dass wieder ganz gut, aber das Problem kam täglich wieder und wurde dabei immer stärker. Eindeutig Dartitis in der elegantesten Barry van Peer Erscheinungsweise. Angefühlt hat sich das Ganze überhaupt nicht nach einer Verkrampfung oder mentalen Blockade sondern schlicht in einer simple Weigerung des Armes, die angestrebte Bewegung durchzuführen.
Eine Korrektur vom Griff hat das Ganze wieder komplett bereinigt, ohne jede Nachwirkung. Bei Barry van Peer habe ich mir mal den Griff genauer angesehen und auch den Eindruck gehabt, dass er den Unterarm / das Handgelenk dabei recht stark nach rechts dreht (was ja im Grunde technisch keine falsche Idee ist).
Hat hier irgendjemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht?
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Na also ich würd sagen wie bei den meisten "echten" Krankheiten gibts auch bei der Dartitis von Mensch zu Mensch unterschiedliche Symptome/Ausprägungen! Bei mir wars/ists bspw. so dass ich die typische gerade Wurfbewegung halt nichmehr ausführen konnte, aber eine seitliche Variante (so wie Cullen, halt nur noch extremer) ging eigentlich problemlos. Nur konnt man/ich so kein akzeptables Ergebnis (Streuung) realisieren und wennr ich dann wieder zum besseren Zielen langsam Richtung Standardwurf ging dann fingen die Wurfprobleme auch sofort wieder an...
Ich dacht ja am Anfang auch dass es ein mechansiches Problem sei, aber alle anderen Sachen kann ich werfen und auch die eigentlich Bewegung ohne Pfeil als Trockenübung ging immer ganz natürlich, nur eben den blöden Pfeil auf die ver***te Scheibe zu werfen geht (mit rechts) eben nich!

Von daher denk ich schon dass es ein psychsiches Problem ist dass sich dann auf die "Mechanik" auswirkt!? Bei mir würd ich auch sagen dass meine Erwartungen deutlich höher waren als mein tatsächlcihes Potenzial und dass das dann eben zu dieser Dartitis führte. Ich les ja auch öfters dass die Ursachen meist gar nix mit dem Dartspielen an sich zu tun haben sondern mit ganz anderen persönlcihen Problemen, aber das halt ich bei mir echt für sehr unwahrscheinlich. Wie sollt ich sonst auch mit links problemlos werfen können und mit rechts geht gar nix???
EDIT: Bei van Peer ist ja z.B. auch der erste Dart immer das größte Problem, glaub bei mir ists da eher andersrum: wenn ich gerade so einen Pfeil Richtung Scheibe rausgewürgt bekomme dann hat der Arm verständlicherweise keine Lust das Trauerspiel noch (zwei)mal direkt zu wiederholen...
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Eine Korrektur vom Griff hat das Ganze wieder komplett bereinigt, ohne jede Nachwirkung. Bei Barry van Peer habe ich mir mal den Griff genauer angesehen und auch den Eindruck gehabt, dass er den Unterarm / das Handgelenk dabei recht stark nach rechts dreht (was ja im Grunde technisch keine falsche Idee ist).
John Part hatte in seinem Kommentar nach meinem Eindruck auch so was anklingen lassen...absolut genau weiß ich's nicht mehr, aber er spekulierte, ob van Peer vielleicht versucht hätte, von einem reinen Instinkt-/Rhythmuswurf zu einem eher konzentrierten Wurf zu entwickeln und dabei irgendwas in seinem Wurfablauf verkorkst haben könnte. (Die Grenzen zwischen psychologischen und mechanischen Ursachen können natürlich selbst bei dieser Theorie sehr fließend sein.) -
hab mich da nie mit befaßt, nur hier davon gelesen, daß es so eine seltene spielerkrankheit gibt. mir war aber nicht klar, wie sich das ganze äußert. ich hatte gedacht, man hat ein zittriges handgelenk/ellenbogen und verreißt jeden wurf. daß sich da einfach vom kopf her die finger nicht öffnen wollen, war mir neu.
ist wohl so wie höhenangst. ein "spring doch einfach" von unten auf den 10m turm gerufen hilft da wenig.... -
ist wohl so wie höhenangst. ein "spring doch einfach" von unten auf den 10m turm gerufen hilft da wenig....Und dann stell Dir vor, Du bist erfolgreicher Turmspringer. Drei Jahre geht alles gut, du holst Pokale und Medaillen und im vierten Jahr in einem Wettkampf mitten in der Saison kommt erst die Höhenangst, als Du zu Deinem dritten Sprung den Turm hochkletterst. Da verstehst Du ja die Welt nicht mehr.
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hab mich da nie mit befaßt, nur hier davon gelesen, daß es so eine seltene spielerkrankheit gibt. mir war aber nicht klar, wie sich das ganze äußert. ich hatte gedacht, man hat ein zittriges handgelenk/ellenbogen und verreißt jeden wurf. daß sich da einfach vom kopf her die finger nicht öffnen wollen, war mir neu.
ist wohl so wie höhenangst. ein "spring doch einfach" von unten auf den 10m turm gerufen hilft da wenig....
Wobei ich bei mir auch nich das Loslassen (Finger) als kritischen Punkt sehen würde, sondern vielmehr shcon beim zurückziehen des Arms merke wie sich dieser komplett verkrampft sodass eine kontrolierte Vorwärtsbewegung einfach nichmehr möglich scheint. Heraus kommtjedenfalls eine bestenfalls als ruckhaft zu beschreibende Bewegung nach vorn, bei der das Loslassen des Pfeils natürlich auch extrem schwierig ist zu timen (viele werden dann tatsächlich nach unten verissen), aber das steht meiner Meinung nach erst am Ende der Problemkette, nich am Anfang... Aber wie ich schon sagte, ich denke nicht dass es da nur ein Krankheitsbild was dann bei allen Betroffenen exakt gleich ist, sondern dass es durchaus verschiedene Ausprägungen gibt (und demnach unterschiedliche Therapien möglich/notwendig sind)! -
ist wohl so wie höhenangst. ein "spring doch einfach" von unten auf den 10m turm gerufen hilft da wenig....
Daran habe ich in diesem Zusammenhang auch gedacht. Mir ging es so, als ich das Erstemal vom 5er springen wollte. Anlauf...stehenbleiben...Anlauf...stehenbleiben...nochmal runterschauen...Anlauf usw.
Allerdings hat es mir beim Verstehen der Dartitis aus zwei Gründen nicht wirklich weitergeholfen.
1. kam das natürlich nur beim ersten Versuch vor. Danach wußte ich, was mich erwartet und das es grundsätzlich nicht schlimm ist und somit gingen alle weiteren Sprünge problemlos. Sogar letztes Jahr, als ich nach mehr als zwanzig Jahren mal wieder auf nem 5er stand war der Sprung überhaupt kein Problem
und
2. besteht dabei zumindest die Möglichkeit, sich zu verletzen oder zumindest sich weh zu tun. Einen Dartpfeil auf ein Board zu werfen tut niemandem etwas (zumindest, wenn ich selbst keine körperlichen Probleme habe). Schlimmstenfalls treffe ich halt nicht, aber das wäre für mich halt kein Grund, den WUrf komplett zu verweigern/verzögern.Mit ist schon ungefährt klar, wie solche psychologischen Probleme sich anfühlen. Jeder Mensch hat gewisse Ängste/Probleme mit Höhe, engen Räumen etc. Allerdings fällt es mir schwer zu verstehen, wie das bei einem Dartspieler nach Jahren auftreten kann. Bitte nicht falsch verstehen, ich zweifle es nicht an. Mir fehlt nur die persönliche Möglichkeit, es wirklich nachzuvollziehen.
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- Offizieller Beitrag
Unser Dart Mental-Coach Richard Weese hat sich für dartn.de ausführlich mit dem Thema Dartitis beschäftigt.
Zum Artikel: http://www.dartn.de/Dartitis -
Mit ist schon ungefährt klar, wie solche psychologischen Probleme sich anfühlen. Jeder Mensch hat gewisse Ängste/Probleme mit Höhe, engen Räumen etc. Allerdings fällt es mir schwer zu verstehen, wie das bei einem Dartspieler nach Jahren auftreten kann. Bitte nicht falsch verstehen, ich zweifle es nicht an. Mir fehlt nur die persönliche Möglichkeit, es wirklich nachzuvollziehen.Das 10er Brett ist ein unpassender Vergleich, weil das (rein natürlich) eine wirkliche Gefahr ist und "nur" Überwindung brauch. An sich ist es wieder der Natur sich wo runterzustürzen

Beim Werfen ist das rein psychisch, quasi grundlos. Mentaler Druck und eine psychische Blockade in Folge dessen. Jemand mit einer gesunden Psyche kann das aber wohl kaum verstehen. Jedes mal wenn man Werfen will hat man das Gefühl der Dart liegt nicht richtig in der Hand, man steht unsicher....das kann bis zum Schwindel oder Verschwommener Sicht gehen.
Ich habe selbst eine psychische Erkrankung, die für Außenstehende überhaupt nicht nachvollziehbar ist - das macht es im übrigen noch schlimmer, weil man sich ja noch mehr wie ein Sonderling fühlt und noch mehr blockiert. Je wichtiger dann die Situation ist, je stärker zeigt sich das. Beim Darts gehts für Profis teilweise um den Lebensunterhalt. Schnell kommen Gedanken "die Kinder wollen was zu essen, ich muss gewinnen" oder "wenn ich das wieder nicht schaffe, kann es gleich aufhören"Ein anderes Beispiel sind was wie Zwangserkrankungen. Es gibt keinen Grund vier mal den Lichtschalter zu betätigen, trotzdem müssen die betroffenen es machen, sonst lässt es ihnen keine Ruhe.
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Huhu Liebe Dartgemeinde,
ich habe in letzter Zeit wieder angefangen mich mit diesem Thema zu beschäftigen da auch ich stark unter dieser problematischen Situation leide.Seit 13 Jahren spiel ich nun Dart und war früher sehr erfolgreich.
Ich hab ein ausgesprochen gutes Niveau gespielt bis es dann irgendwann angefangen hat.Der erste Attack war kurz ... nur ca 2 Wochen und ging genau so schnell weg wie es kam.
Von ein auf den anderen Tag.Es folgen noch 2 weitere von Dartits geplagte Phasen die etwas länger anhielten.
Jetzt ist Dartits seit etwas mehr als 5 Jahren mein täglicher Begleiter wenn’s ums Darten geht.
Dieses Problem hab ich Moment mit 3 weiteren Personen in meinem Umfeld doch bei mir ist es am schlimmsten.
Es geht praktisch nichts mehr und wenn dann nur mit extremer Anspannung.Ich hab mir von Ritsch alles gekauft was es für zu Hause gibt ... CD und EBook was im übrigen sehr zu empfehlen ist.
Meiner Meinung nach warum ich überhaupt da rein gerutscht bin sehe ich wie folgt :
Ich war der Perfektionist schlecht hin...
Ich hab sogar mit Slow Motion Aufnahmen meinen Wurfstiel gefilmt um irgendwas zu finden was ich verbessern kann.
Der absolute Wille zu gewinnen alles perfekt machen zu wollen war allgegenwärtig.Jetzt weis ich das es totaler Quatsch war mich so darein gesteigert zu haben.
Und das es dazu gehört auch mal schlechte Phasen im Dart zu erleben ( Danke Ritsch fürs Augen öffnen ) , das auch nach einer Niederlage die Sonne morgen früh wieder auf geht...Verlieren zu lernen war schwer für mich... wirklich schwer ....
Ich habe alles versucht dieses Mistvieh Dartits irgendwie zu überwinden , andere Darts , längere shafts, andere flights, anderer Stand , andere Wurftechnik etc.
Jetzt hab ich in diesem Forum eine Möglichkeit gefunden wie es einigermaßen funktioniert , die ich zwar auch selber schon probiert habe , mir aber nichts half ...
Durch die zahlreichen Beiträge hier hab ich wieder Mut gefasst und werde mich dem Stellen .Die Methode einfach nur ohne zu zielen also total unfokusiert aufs Board zu nageln war anfangs nicht leicht aber mit ein paar Tricks aus Ritsch seinem Buch geht’s mittlerweile recht flüssig.
Nicht immer aber zu 80 %.
Das ist für mich ein enormer Schritt da ich es so schlimm hatte oder habe
das ich den Dart überhaupt nicht aus der Hand bekam/bekomme.
Ich hab praktisch schritt für schritt die Bewegungen neu aufgespielt.
Erst ans Board gestellt und nur die Rückholbewegung geübt. ( die lief nie schlecht gehört aber dazu )
Dann die Beschleunigungsphase (nur hier tritt das Problem auf ).
Auch wenn ich wusste ich werde den Dart ( bewusst ) nicht los lassen kam es hier zu einem nach innen reißen des Ellenbogens.
Warum auch immer das so ist :-/
Erst als es begann sich wieder gut an zufühlen hab ich versucht los zu lassen.
Mit Erfolg ...
Wenn ich es jetzt noch hin bekomme etwas aus der Vergangenheit mit zu nehmen wie etwa schlechtere Phasen als normal zu sehen , gewinnen zwar schön aber nicht überlebenswichtig ist , den Dart einfach zu werfen statt über den perfekten Wurfsiel zu grübeln bin ich mir sicher das ich auf dem besten Weg bin aus den Fängen der Dartits zu entkommen.Früher bin ich nicht nach Hause gegangen bevor ich nicht mindestens eine ton80 warf und mit dem Ave des Tages zu Frieden war....
Andernfalls war ich so sauer auf mich das die darts durchs gesamte Lokal warf ( nicht Richtung Board )Ui ist doch ein recht langer Text geworden sorry dafür .
Ich wünsche allen Darten weiterhin beste Aufnahmen und verbleibe mit Sportlichen Grüßen aus BerlinVG Rene ...
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Moin Rene, ich hoffe das du jetzt wirklich die Kurve schaffst und diese Lockerheit konservieren kannst.
Schon verrückt wie es so kommen kann...aber diese Verkrampftheit und dieser Perfektionismus kommt sicher jedem bekannt vor.
Ich drücke Dir die Daumen, und nochmal danke für deine offenen Worte! -
Hi Rene finde ich auch klasse das Du über dein Problem schreibst.
Ich hätte da aber eine Frage,nicht nur an Dich sondern an die Allgemeinheit.Da ich natürlich total unwissend über "Dartitis" bin,kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen das so etwas passieren kann wenn man sich selber unter Druck stellt.
Rene,bitte nicht falsch verstehen,denn ich glaube Dir das natürlich,nur die Frage die ich mir stelle:
Was spielt sich da eigentlich im Kopf ab bis es dazu kommt?
Gibt es auch noch andere Anzeichen,bevor es zu dieser,ich nenne es mal "Krankheit" kommt?
Fragen über Fragen und ich hoffe auf Antworten.gesendet ohne übergroße Signatur
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Ich versuch mal meine (pers.) Erklärung in Kurzform darzustellen:
Erwartungen >> Realität --> Unzufriedenheit
Und dann läuft das Fass halt irgendwann über...
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Ich versuch mal meine (pers.) Erklärung in Kurzform darzustellen:
Erwartungen >> Realität --> Unzufriedenheit
Und dann läuft das Fass halt irgendwann über...
kann ich das jetzt so verstehen?
Beispiel:
Du erwartest von Dir das "perfekte Spiel",in der Realität(Verein,Turnier,etc......) klappt das nicht und vor lauter Wut im Bauch in deinen Fall die genannte "Unzufriedenheit",spielt der Arm natürlich durch den Kopf verursacht,verrückt?gesendet ohne übergroße Signatur
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