Als Spieler unterliegt die Entscheidung häufig subjektiven Beobachtungen/ den eigenen Befindlichkeiten.
Als Teamcaptain sage ich, spielt mein Spieler nicht den "wahrscheinlicheren oder besser sichereren" Weg das Leg zu gewinnen - nämlich über Bull, überlege ich mir bei der nächsten Aufstellung sehr genau, ob ich ihn im Doppel aufstelle, oder aber an einer wichtigen Position.
Warum? Relativ einfach, Peter deutete es mit seinem 119er Beispiel an. Wenn ein Gegner die 91-95 Checks nicht auf Bull beginnt, wenn ich im zwei bis drei Darts Finishbereich stehe, gibt mir das extra Motivation. Denn es bedeutet, er traut mir das nicht zu, oder aber er traut sich das Bull nicht zu, beides zeugt von eigener mentaler Schwäche. Letzteres gibt mir mehr Sicherheit.
Vor ein paar Tagen erst wieder erlebt, mein (extrem erfahrener (von ihm war hier auch schon die Rede
)) Spieler strauchelte in den letzten Wochen ein wenig. Es ergab sich, dass er beim Ligaspiel einmal mehr, zwar sehr ordentlich spielte aber eben nicht "durchspazierte". Er führte 1:0, stand im zweiten Leg im 70er Bereich, sein Gegner bei 123. Gegner wirft den ersten auf die 20 und mein Spieler nimmt das wahr, nickt mit dem Kopf geht ans Oche und checkt zum 2:0. Mit der da erlangten Sicherheit gelang ihm der ungefährdete 3:0 Sieg, was gleichzeitig der Siegpunkt für's Team war. Der letzte Absatz hier, soll lediglich aufzeigen wie wichtig die mentale Komponente ist und der Aspekt, verdammt der Kerl hat auf Doppel geworfen (weil er über Bull ging), ist nicht von der Hand zu weisen. Auf etwas höherem Niveau wird das erwartet und wenn ein Spieler das nicht macht, kommt zuvor beschriebene Auswirkung zum tragen.
Wobei ich auch ganz klar sage, wer nicht ausreichend sicher auf die einzelnen Zahlen ist, braucht über Bull nicht wirklich nachdenken.
Gruß In-Go