Nach welchen Kriterien entscheidet ihr euren Weg zum Checken bei vielen Alternativen?

  • Vom mathematischen her haben solche Überlegungen durchaus m.E. durchaus Sinn. Zumindest für nicht ganz so geübte Spieler, die nicht immer alles treffen. Mal angenommen ich habe eine 36 stehen und drei Darts. Treff ich die 18 nur einfach, dann hab ich die Wahl zwischen 2 + D8 und D9 + ungerader Zahl. Wenn man nun relativ sicher auf 2 (wohl eher D2, aber da hält man dann eben etwas drüber) und D8 ist, dann spielt man doch eher so. Verringert letztlich ja auch den Trainingsaufwand, da man den Standardweg D16...D8...D4...D2 nimmt, den man am häufigsten vor der Spitze hat und wohl auch klar häufiger trainiert als D9.

    Klar, wenn ich D9 und nur noch einen Dart habe ist das keine Option, aber bei zweien?

  • Vom mathematischen her haben solche Überlegungen durchaus m.E. durchaus Sinn. Zumindest für nicht ganz so geübte Spieler, die nicht immer alles treffen. Mal angenommen ich habe eine 36 stehen und drei Darts. Treff ich die 18 nur einfach, dann hab ich die Wahl zwischen 2 + D8 und D9 + ungerader Zahl. Wenn man nun relativ sicher auf 2 (wohl eher D2, aber da hält man dann eben etwas drüber) und D8 ist, dann spielt man doch eher so. Verringert letztlich ja auch den Trainingsaufwand, da man den Standardweg D16...D8...D4...D2 nimmt, den man am häufigsten vor der Spitze hat und wohl auch klar häufiger trainiert als D9.

    Klar, wenn ich D9 und nur noch einen Dart habe ist das keine Option, aber bei zweien?

    Wenn der Gegner weit weg ist, macht es vielleicht Sinn, aber wenn der Gegner auch nur in der Nähe ist, sollte Umstellen bei ungeraden Doppeln keine Option sein, da man sich damit ja effektiv einer Chance beraubt, das Doppel zu treffen. Man muss jedes Doppel können (hört sich zwar wie ne Floskel an, ist auch eine, ist aber einfach so) und wenn du bei 2 Darts 18 Rest immer umstellst, woher sollte man dann das Selbstvertrauen haben, die D9 mit nur einem Dart zu treffen?

  • t und wohl auch klar häufiger trainiert als D9.

    irgendwie hab ich das Gefühl, das hier erst mal Training definiert werden sollte.
    Für mich bedeutet richtiges Training quälerei und daraus ergibt sich für mich, das ich meine Schwächen trainiere und nicht die Sachen, auf die ich von Haus aus schon stark bin.
    Ist man auf die Doppel 9 schlechter als z.B auf die Doppel 8, dann trainiert man sie bis zum erbrechen.
    Wenn man von Anfang an alle Doppel gleich trainiert, kommt man gar nicht in die Bedrängnis sich auf biegen und brechen ein Lieblingsdoppel stellen zu müssen.
    Mit 3 Darts auf der Hand, kann ich ja eventuell noch verstehen, das man sich umstellt, aber mit nur noch 2 Darts auf der Hand, käme mir das außer bei Rest 50 nie und nimmer in den Sinn. Da werfe ich lieber auf ein ungeliebtes Doppel, als mich der Gefahr auszusetzen den Dart zum stellen zu verreißen und überhaupt kein Doppel mehr stehen zu haben.

    3 Mal editiert, zuletzt von Mitleser (31. August 2015 um 16:32)

  • Ich versteh die Idee mit der 2 nicht. Wenn ich schon umstelle mit nur zwei Darts,dann auf 6/10 um auch ein Doppel zu stellen das ich in der nächsten Aufnahme nicht wieder umbauen muss. Sollte die 2 nicht getroffen werden,sondern 17/15, ist die Kacke am dampfen.

    Aber ruhig nach "Lehrbuch" um jeden Preis 32/16/8/4/2 stellen. Egal wie...

    Einmal editiert, zuletzt von Peter Kl (31. August 2015 um 17:13)


  • Wenn man von Anfang an alle Doppel gleich trainiert, kommt man gar nicht in die Bedrängnis sich auf biegen und brechen ein Lieblingsdoppel stellen zu müssen.


    Dazu hab ich leider zu wenig Zeit. :( Des Weiteren denke ich, zumindest ist es in den meisten Sportarten so die ich kenne, dass man besser etwas gut kann und anderes weniger gut, als alles gleich schlecht zu können. Statistisch kommt 32, 16, 8, 4, 2 eben häufiger vor, da man es daruch abzielt.

    Davon ab, ein wenig Mathe dazu.


    Mit 3 Darts auf der Hand, kann ich ja eventuell noch verstehen, das man sich umstellt, aber mit nur noch 2 Darts auf der Hand, käme mir das außer bei Rest 50 nie und nimmer in den Sinn. Da werfe ich lieber auf ein ungeliebtes Doppel, als mich der Gefahr auszusetzen den Dart zum stellen zu verreißen und überhaupt kein Doppel mehr stehen zu haben.

    Wenn ich 18 stehen habe mit gute nQuoten auf 2 und D8, dann lohnt es sich durchaus zu stellen. Versemmel ich in die 17, dann steh ich wieder bei der "guten D18" und brauch drei Frische. Die brauch ich auch,wenn ich die D9 versemmel, denn dann bringt mir der dritte Darts auch nichts. Werf ich ne 15, dann bin ich eben Nass, dann kann ich aber ebenso mit dem dritten Dart noch stellen, genau wie nach einer einfachen 9. Es läuft also darauf hinaus, wenn ich die D9 nicht sicherer kann, als die einfache 2, dann habe ich nur wenig Vorteil daraus (ausser dem Glückstreffer sagen wir 1 zu 10) gegenüber einem 2 + D8 Finish welches ich, sagen wir 1 von 5x treffe.

    Treffe ich die D9 natürlich relativ sicher, dann brauch ich nicht zu stellen, das ist auch klar. Hat halt auch eine psychologische Komponente das Ganze. War ja nur so ne Idee. Letztlich wirft eh jeder was die Darts ihn lassen.

    peter KI
    Eher Wahrscheinlichkeitsrechnung, aber ich hab weiter vorne schon gelesen, dass du davon nicht so viel hälst ;)

    3 Mal editiert, zuletzt von JoelH (31. August 2015 um 22:10)

  • JoelH
    Wahrscheinlicher für was?
    Das du "DEIN" Doppel hast oder überhaupt ein Doppel? Was wird eher passieren? Das du im "großen " Segment 6/10 mit einem Dart sicher umstellst und somit eher einen Dart auf Doppel wirfst oder das du die 2 triffst und damit einen Dart auf dein lieber gespieltes Doppel bekommst?
    ;)

  • wahrscheinlich mach ich zu wahrscheinlich fühlt sich mein Gegner aber auch veräppelt und ich push ihn damit das er noch ne schüppe druf legt... sorry soviel zu Wahrscheinlichkeit... hab selbst schon blöde Dinger ausgemacht meistens wurd ich vom Gegner danach nass gemacht ich hab mich gut gefühlt er sich herausgefordert Ende vom Lied sind dann meist 1 - 2 schnelle legs...
    da signalisier ich ihm lieber welches Doppel steht is mir egal ich will gewinnen egal wie ;)

    aber zu deiner Situation und 18 Rest mit 2 darts komm ich fast garnicht... entweder Treff ich beim Versuch auf die d 18 die 4 oder versemmel den ersten ins Lakritze... und dazu muss ich sagen stell ich mir so gut wie nie eine 18 oder d18 und wenn dann bin ich über Bull gegangen bei 61 Rest und hab nur 2 darts für d18 geschweige 1 für d9 selbst bei 138 würde ich nicht den Weg über t20 t20 d9 gehen sondern t20 t18 d12 aber das liegt damit zusammen das ich auch eine 78 nach Möglichkeit mit t18 eröffne Notfalls kann ich auf tops zu machen... naja... selbst auch wenn ich 18 mit andern zahlen hoch rechne komm ich auf andere Wege die sich bei mir eingeprägt haben je nach Spielstand...

    aber sei mir nicht böse du darfst so spielen ist ja in Ordnung wer checkt hat recht...

    und zum Training seh ich es genauso gehört jedes Feld...


    grüße
    badehose

  • Okay, ich sehe schon die einen Treffen eher D18 oder alles andere als eine S18 oder man muss alles gleich gut können. Indeed, sollte man, tut man aber in den seltensten Fällen.

    Und bevor ich hier gesteinigt werde, 20 Rest überlege ich immer wieder 4 + D8 und werf dann doch auf die D10 und treff auch ganz gut. :cool:

    Wie auch immer. Neben dem Darten pokere ich auch ganz gerne und deshalb sind solche Wahrscheinlichkeitsspielchen immer eine Überlegung wert, sie liegen einfach in den Genen. Also hab ich mal schnell ein Programm gestrickt um genau das 18 Restproblem etwas zu analysieren. Anbei ein Ergebnisdurchlauf. Im obigen trägt man die Wahrscheinlichkeiten in % ein und unten kommen dann die simulierten Treffer raus.

    Wenn man 2+D8 spielt, dann muss man die D8 ungefähr doppelt so gut können als die D9, damit das Stellen Sinn macht, vorausgesetzt man trifft die S2 einigermaßen gut. Aber dafür hätte es wohl kein Programm gebraucht, ist nämlich relativ simpel zu errechnen, da man für die D9 meist 2 Darts hat, wenn man darauf achtet eher ins "aus" zu werfen als was falsches zu treffen. Wohingegen man auf dem Stellweg natürlich immer maximal einen Checkdart auf D8 bekommt. Interessant ist eher, dass die weiteren Wege, die noch kommen können fast nicht ins Gewicht fallen.


    Wie stark man auf die Doppel ist kann man ja leicht im Training ermitteln und sich dann entscheiden, aber rein von rechnerischen ist es schon eine Option. Aber am besten ist es natürlich erst gar nicht in die Bredouille zu kommen und 36 Rest mit drei Darts in der Hand auf dem Board zu haben. :cool:

  • Wahrscheinlich spiele ich völlig anders, ich denke die Wahrscheinlichkeit ist sogar recht hoch,wahrscheinlich habe ich es anders gelehrt bekommen,wahrscheinlich gibt's einfach zu viele Finishalternativen und Vorlieben. Aber total unwahrscheinlich ist das mir ein Programm sagt was ich in einer Stresssituation eher treffen werde.
    ....liegt wahrscheinlich daran das die Maschine keinem Stress ausgesetzt ist.

  • Geil finde ich in dem Zusammenhang ja immer die Selbsteinschätzungen was die Checkquote angeht. Realistisch liegt die bei uns Normalsterblichen im Wettkampf vermutlich im Bereich unter 25%, vermutlich auch unter 20%.

    Und das unabhängig vom Ziel.

    Wenn man das mal versucht ein bisschen ehrlich auszuwerten kommen da ganz fiese Ergebnisse raus... Deswegen sollte man sich nicht zu sehr auf bestimmte Felder versteifen, sondern es einfach versuchen.

    Erst wenn die letzte LAN geschlossen, der letzte 3D-Shooter verboten und das Internet zensiert ist, werdet ihr merken, dass man seine Kinder doch erziehen muss.
    Bitte beachten: Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware! Du darfst sie kostenlos nutzen, allerdings ist sie nicht Open Source, das heisst Du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.

  • Die Zahlen spielen in der Berechnung in soweit keine Rolle, alss dass sie die Wahrscheinlichkeiten im Verhältnis nicht ändern, solange man gleichmäßig verändert. Ich hätte also auch 2% D8 CO mit 1% D9 CO machen können, das Ergebnis wäre im Prinzip das gleiche, da sich das Verhältnis zwischen den Zahlen selbst nicht wesentlich verändert hat. Ebenso wenn man 66% und 36% nimmt, ändert nix. Man trifft halt auf beiden Feldern einfach nur mehr oder weniger, aber vom Prinzip her gleich oft. Und btw. bei D8 hab ich wohl 1 von 4 Darts, bei D9 vielleicht 1 von 10, habe es noch nicht so weit nachgezählt als dass ich es signifikant belegen kann. Aber da sind wir dann auch wieder auf der Psychoseite. Wenn ich ne 32 stehen habe, dann habe ich keinen Respekt, ich weiss ich kann es, wenn da ne drei steht, dann treff ich plötzlich die 1 nimmer, auch wenn ich vorher 26er in Serie produziert habe. Plötzlich fällt die 20 in Reihe.

  • JoelH Deinen Ansatz mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung finde ich interessant, nach meiner Ansicht krankt er daran dass er von konstanten Wahrscheinlichkeiten ausgeht. Erstens können sich mit Trainingsfortschritt die Doppelpräferenzen grundsätzlich ändern, zweitens schwanken die "sicheren" Doppelfelder schon mit der jeweiligen Tagesform, manchmal sogar mitten im Spiel. Plötzlich treffe ich keine D16 mehr die ich beim Einwerfen sozusagen blind erwischt habe. Gleichzeitig checke ich plötzlich einige Legs mit dem ersten Dart auf den Hassdoppeln, in meinem Fall wären das D9 und D3. Bei solchen Schwankungen ist Statistik eben grundsätzlich überfordert...

  • Sie ist aber immer so schön nice to have. Aber um mal davon weg zu kommen. In allen CO-Listen, die ich bisher gesehen habe, steht bei der 80 T20-D10, allerdings spielen viele Profis D20-D20. Was ja von der Größe der Felder her auch irgendwie logisch ist. Ist das also eine neue Modeerscheinung oder sind die meisten CO-Listen einfach oldfashion und wurden nie irgendwie geupdated?

    2 Mal editiert, zuletzt von JoelH (1. September 2015 um 18:51)

  • Sie ist aber immer so schön nice to have. Aber um mal davon weg zu kommen. In allen CO-Listen, die ich bisher gesehen habe, steht bei der 80 T20-D10, allerdings spielen viele Profis D20-D20. Was ja von der Größe der Felder her auch irgendwie logisch ist. Ist das also eine neue Modeerscheinung oder sind die meisten CO-Listen einfach oldfashion und wurden nie irgendwie geupdated?


    Mein Eindruck ist schon, dass das eine ziemlich moderne Erscheinung ist. Zumindest war es bis vor wenigen Jahren wohl so vergleichsweise selten, dass die (englischen) Kommentatoren es praktisch immer für nötig befunden haben, solche Situationen speziell zu kommentieren. Mittlerweile werden D20-D20-Versuche (und generell Doppel-Doppel) als ziemlich normaler Checkversuch hingenommen und nicht besonders hervorgehoben.

    Heißt natürlich nicht, dass es nicht auch schon in den 80ern bis frühen 2000ern Spieler gab, die es vereinzelt versucht haben - aber soweit ich weiß, wurde das damals im allgemeinen als Angeberei angesehen und kam deshalb oft nicht gut bei den Gegnern an. Vielleicht mit Ausnahme von solchen Spielern, die generell für ungewöhnliche Wege bekannt waren.

  • Wo wir schon bei Doppel-Doppel sind: Würde mich interessieren, ob diejenigen, die bei 80 Rest D20-D20 versuchen, auch bei 78, 76, 72 oder gar 74 auf zwei Doppel gehen - in diesem Fall spreche ich davon, wenn man noch 2 Darts auf der Hand hat.

  • Wo wir schon bei Doppel-Doppel sind: Würde mich interessieren, ob diejenigen, die bei 80 Rest D20-D20 versuchen, auch bei 78, 76, 72 oder gar 74 auf zwei Doppel gehen - in diesem Fall spreche ich davon, wenn man noch 2 Darts auf der Hand hat.

    Andere Finish mit zwei Doppelfeldern mit 2 Darts habe ich noch nie versucht,nur die 80 Rest mit D20-D20.

  • Klar 78 Rest spiele ich immer mit Doppel Dings! Ähhhhh welches Doppel ergibt zwei mal hintereinander geworfen nochmal 78?
    Ich komm grad nicht drauf. :cool:
    Scowzer helf doch mal grad, mir fällt es nicht ein.

    Edith: die Zahl muss ca. um 2 höher sein als Doppel Ähhhh bummes Dinges, fällt mir auch nicht, dieses Doppel auf das man zweimal Wirft um 74 auszumachen.
    Ach verdammt, heute ist nicht mein Tag.

    Einmal editiert, zuletzt von Haehni (2. September 2015 um 13:05)

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