• Und genau hier scheiden sich die Geister. Van Leuven möchte kein Mann mehr sein. Eine Frau wird er/sie deshalb aber trotzdem niemals.

    Meiner Ansicht nach ist deine Vorstellung von "Frau" eben falsch. Es gibt eben Transfrauen, Cisfrauen, vielleicht auch noch andere Frauen. Sie sind nicht alle gleich, aber sie sind eben alle "Frau". Wer will sich anmaßen, das in Zweifel zu ziehen?

  • Meiner Ansicht nach ist deine Vorstellung von "Frau" eben falsch. Es gibt eben Transfrauen, Cisfrauen, vielleicht auch noch andere Frauen. Sie sind nicht alle gleich, aber sie sind eben alle "Frau". Wer will sich anmaßen, das in Zweifel zu ziehen?

    Geb ich dir Recht. Allerdings hat dieses CIS vorn dran eine schlechtre Note. Keiner muss sich entschuldigen ein Mann zu sein, der auf Frauen steht und umgekehrt.

    Das geht in manchern Gesellschaftsschichten zu weit, wenn mansich für offensichtliches quasi entschuldIgen muss.

    Dieser Beitrag wurde bereits 75888 mal editiert, zuletzt von »Evo« (Heute, 00:41)

  • Geb ich dir Recht. Allerdings hat dieses CIS vorn dran eine schlechtre Note. Keiner muss sich entschuldigen ein Mann zu sein, der auf Frauen steht und umgekehrt.


    Das geht in manchern Gesellschaftsschichten zu weit, wenn mansich für offensichtliches quasi entschuldIgen muss.

    Was hat die Wahl des Sexualpartners mit der eigenen Geschlechtsidentität zu tun? Ob Frau van Leuven mit Männern, Frauen, oder beidem ihr Bett teilt, , macht sie nicht mehr oder weniger weiblich, und ist noch viel mehr ihr Privatvergnügen, wie die Frage, ob sie nun im Frauendarts antreten darf, oder nicht.

    Sollen Transpersonen sich dafür entschuldigen müssen für das, was sie sind? Minderheiten und andere, die sich nicht wehren können zu stigmatisieren ist also voll okay, aber falls man sich plötzlich mit einer ähnlichen Situation konfrontiert wird, geht das Rumgeheule los?

    Wenn Personen ach so stolz darauf sind, - wie soll ich es ausdrücken? Reinrassige Bio-Frauen zu sein, warum ist es dann so böse, dieser Klientel eine Bezeichnung zu geben, die sich von der allgemeinen abhebt? In gewissen Kreisen kann man damit viel Zustimmung erhalten. Wir könnten dann auch wieder anfangen, Arier- , ähn, ich meine natürlich Cis- Ausweise als Nachweis für die "Guten" Frauen einzuführen, und gelbe, fünfzackige Sterne für die weniger "Guten", die natürlich draußen bleiben müssen. . Ist zwar nicht neu, die Idee, aber manche finden sie wohl ganz sexy.

  • Wenn Personen ach so stolz darauf sind, - wie soll ich es ausdrücken? Reinrassige Bio-Frauen zu sein, warum ist es dann so böse, dieser Klientel eine Bezeichnung zu geben, die sich von der allgemeinen abhebt? In gewissen Kreisen kann man damit viel Zustimmung erhalten.

    Das ist vollkommen egal.

    Wenn ich aber anfangen ormale mehrgeschlechtliche Liebe jetzt negativ zu sehen untergrabe ich nden kompletten Sinn des Threads und kann mich gleich zu den Leuten gesellen, die womöglich gute Ansichten haben, aber in ihren radikalen Ansichten dem Ziel mehr als Schaden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 75888 mal editiert, zuletzt von »Evo« (Heute, 00:41)

  • Das ist vollkommen egal.

    Wenn ich aber anfangen ormale mehrgeschlechtliche Liebe jetzt negativ zu sehen untergrabe ich nden kompletten Sinn des Threads und kann mich gleich zu den Leuten gesellen, die womöglich gute Ansichten haben, aber in ihren radikalen Ansichten dem Ziel mehr als Schaden.

    Ich weiß auch nicht, warum du überhaupt ein völlig neues Thema aufgemacht hast. Es geht hier nun einmal rein um die Persönlichkeit des einzelnen, isolierten Individuum, und nicht um dessen Interaktion mit anderen. Und den Versuch, Menschen in verschiedene Klassen einzuteilen, um dann eine Klasse gegenüber einer anderen bevorzugen, bzw. benachteiligen zu können.

    Das ist per se nichts schlechtes, und wird ja dauernd gemacht. Kinder haben andere Rechte und Pflichten als Erwachsene, Männer andere, als Frauen. Und das ja auch meist mit gutem Grund. Meine Überspitzung sollte nur aufzeigen, daß man da schon sehr aufpassen muss, wo und wie die Grenze zu ziehen ist, sofern man an dieser Grenze noch festhalten will.

  • Meiner Ansicht nach ist deine Vorstellung von "Frau" eben falsch. Es gibt eben Transfrauen, Cisfrauen, vielleicht auch noch andere Frauen. Sie sind nicht alle gleich, aber sie sind eben alle "Frau". Wer will sich anmaßen, das in Zweifel zu ziehen?

    Durch die Betonung von cis-, trans- oder was auch immer-Frauen werden doch aber (vermeintliche oder tatsächliche) Unterschiede erst recht betont. Weshalb können wir nicht einfach sagen: "Frauen" und damit alle inkludieren?

  • Durch die Betonung von cis-, trans- oder was auch immer-Frauen werden doch aber (vermeintliche oder tatsächliche) Unterschiede erst recht betont. Weshalb können wir nicht einfach sagen: "Frauen" und damit alle inkludieren?

    Weil man einen Teil dieser Frauen gegenüber anderen Frauen bevorzugen möchte. Statt "diese Frauen dürfen spielen, jene aber nicht", führt man eben spezifische Begriffe sowohl für "diese Frauen", als auch für "jene Frauen" ein.

  • Meiner Ansicht nach ist deine Vorstellung von "Frau" eben falsch. Es gibt eben Transfrauen, Cisfrauen, vielleicht auch noch andere Frauen. Sie sind nicht alle gleich, aber sie sind eben alle "Frau". Wer will sich anmaßen, das in Zweifel zu ziehen?

    Um auf deine Frage zurückzukommen:

    Die Norm ist, dass man mit dem Geschlecht die Welt wieder verlässt, mit dem man sie betreten hat. Alles andere mag es geben und (je nach Weltanschauung) seine Berechtigung haben (oder auch nicht). Aber die Norm ist es jedenfalls nicht.

  • Das Problem ist dabei, dass der Mensch gerne in Schubladen denkt. Schubladen, die durch Andersartigkeit definiert werden.

    Hautfarbe, Behinderung, Geschlecht, etc. Es geht einfach nicht anders, man wird nach irgendwelchen Kriterien einsortiert. Deshalb können wir nicht einfach „Frauen“ sagen und alle inkludieren.

    Über Generationen aufgebaute Vorurteile, Rassismus und Geschlechterrollen wird man nicht von heute auf morgen ändern können. Das ist auch eines der Probleme, was ich persönlich bei der Transthematik habe. Man erwartet zu viel. Egal, wie sehr das Thema in den Fokus rückt, wird eine tatsächliche Akzeptanz in der überwiegenden Mehrheit der (westlichen) Bevölkerung erst nach mindestens ein zwei Generationen erfolgen.

  • Jetzt geht der Thread schon eine Seite lang, weil ich weiter oben in einem Beitrag die Begriffe Transfrau und Cisfrau verwendet habe. Für mich als Naturwissenschaflter gehen diese Begriffe Hand in Hand. Im allgemeinen bedeutet trans soviel wie "auf der anderen Seite, gegenüber" und cis sinngemäß "auf der gleichen Seite, zusammen" (das gilt für Doppelbindungen in chemischen Formeln aber auch für die Frage, wie biologisches Geschlecht und Geschlechtsidentität zueinander stehen). In dem Satz, wie ich ihn geschrieben habe, hätte es für mich komisch geklungen, Transfrau und Frau als Gegensatz zu verwenden, denn wenn irgendwas trans ist, ist das andere eben cis. Außerdem sind viele Transfrauen vor dem Gesetz Frauen.

    Aber ob ich biologisch als Frau geborene Frauen jetzt als "normale" Frauen, Cisfrauen oder einfach nur Frauen bezeichne, ist schon eher ein Nebenschauplatz, denn in dem Beitrag ging es mir ja um was ganz anderes. Ich wollte aus dem Radiobeitrag den Versuch darstellen, Inklusion und Gerechtigkeit zu vereinen, in dem man Transfrauen bei den Frauenwettbewerben mitmachen lässt, ihnen dort aber eine eigene Wertungskategorie gibt.

    Und offenbar findet auch der Beitrag von Ausgecount über den Ausschluss von Transfrauen in Frauenwettbewerben bei der WDF kaum Beachtung. Wobei die WDF übrigens als Ergänzung zu 'Women' 'female by birth' verwendet.

    Meine Lieblings-26er: T5-D5-S1, T1-T1-S20, S13-S12-S1, D12-S1-S1

  • Das Problem ist dabei, dass der Mensch gerne in Schubladen denkt. Schubladen, die durch Andersartigkeit definiert werden.

    Hautfarbe, Behinderung, Geschlecht, etc. Es geht einfach nicht anders, man wird nach irgendwelchen Kriterien einsortiert. Deshalb können wir nicht einfach „Frauen“ sagen und alle inkludieren.

    Über Generationen aufgebaute Vorurteile, Rassismus und Geschlechterrollen wird man nicht von heute auf morgen ändern können. Das ist auch eines der Probleme, was ich persönlich bei der Transthematik habe. Man erwartet zu viel. Egal, wie sehr das Thema in den Fokus rückt, wird eine tatsächliche Akzeptanz in der überwiegenden Mehrheit der (westlichen) Bevölkerung erst nach mindestens ein zwei Generationen erfolgen.

    Du meinst wohl eher: Deshalb WOLLEN überwiegende Teile der Gesellschaft nicht einfach "Frauen" (eigentlich noch besser "Menschen"...) sagen und damit alle inkludieren.

    .

    Am Ende führt der Weg zu Gleichstellung nur über Gleichgültigkeit. Nur wenn es uns allen völlig egal ist, wer oder was die anderen sind, sind wir letztlich allen anderen gegenüber gleich. In einer Zeit, wo alle immer und überall meinen sich selbst profilieren und als "speziell" darstellen zu müssen, wird dies aber leider nie funktionieren.

  • Durch die Betonung von cis-, trans- oder was auch immer-Frauen werden doch aber (vermeintliche oder tatsächliche) Unterschiede erst recht betont. Weshalb können wir nicht einfach sagen: "Frauen" und damit alle inkludieren?

    Also in diesem Thread, in dem es ja wohl auch um Transfrauen geht, ist es doch nicht fehl am Platz, die entsprechenden Begriffe wie cis oder trans zu nutzen. "Person deren biologisches, weibliches Geschlecht mit ihrem sozialen Geschlecht (=Gender) übereinstimmt" ist doch ein wenig umständlich.

    Und wer "Cis" als abwertend empfindet, der mokiert sich wahrscheinlich auch, wenn man seine sexuelle Neigung als heterosexuell bezeichnet.

    Wenn ich über ein komplett anderes Thema rede, wie Mode z.B., dann fände ich es auch unpassend wenn von Mode für "Cis-Frauen", die rede sei. Aber wenn das Thema "Transgender im Dartsport" ist, dann denke ich kann man die Bezeichnung Cis-Frau schon aushalten.

  • Und offenbar findet auch der Beitrag von Ausgecount über den Ausschluss von Transfrauen in Frauenwettbewerben bei der WDF kaum Beachtung. Wobei die WDF übrigens als Ergänzung zu 'Women' 'female by birth' verwendet.

    Die WDF-Frauen haben also endlich einen (eleganten) Weg gefunden über Verbandspolitik starke Konkurrenz aus dem Weg zu räumen?

  • Um auf deine Frage zurückzukommen:

    Die Norm ist, dass man mit dem Geschlecht die Welt wieder verlässt, mit dem man sie betreten hat. Alles andere mag es geben und (je nach Weltanschauung) seine Berechtigung haben (oder auch nicht). Aber die Norm ist es jedenfalls nicht.

    Auch dazu müsste es erst einmal eine allgemeingültige Norm geben, das Geschlecht von jeder Art Lebewesen zu definieren. Und die gibt es nicht - kann es auch nicht geben, meiner Ansicht nach.

    Du hast die XX-Menschen, und die XY-Menschen. Und dann eben auch zB XXY-Menschen... Um jetzt mal nur eine der möglichen "Normen" als Kriterium heranzuziehen.

    Der Versuch, eine binäre Lösung für eine nicht-binäre Ausgangssituation zu finden, kann immer nur ein Art von faulem Kompromiß sein, bei dem es Gewinner und Vermieter gibt.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!