• Hallo liebe Gemeinde,

    ich als Dartsneuling (aber sehr ambitioniert und gewillt voranzukommen) habe große Probleme mit den Rechenwegen.

    Habe vor kurzem mit jemand gespielt, der seit jahrzehnten Dart spielt und wir spielten ne 501. Als ich bei 122 stand und am rumrechnen war meinte er nur lächelnd: Triple 18, Single 18, Bull...Und so ging es den Abend weiter; hat mir dann immer die Checkouts vorgesagt...

    Nun zu meiner Frage: wie trainiere ich die Rechenwege sinnvoll? Ich habe verschiedene Sachen (z.b. aufrunden/abrunden und wieder dazu/ ab zählen) probiert aber das passt für mich alles noch nich ganz so.

    Bin für alle Tipps dankbar!

    Der Gitarrist

  • Ich habe damals sehr viel aus diesem Artikel gelernt: How the Pros so it

    Klar ist heute für die Pros DippelDoppel noch mehr ein Thema...aber so zum Verständnis hilft es ungemein.

    Und dann immer wieder dir selbst im Training vorsagen was dein Weg ist. - zu Hause gerne laut....vor Ort ggf nur im Kopf

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Ich hatte hierfür ein oche, also so einen teppich auf welchem jeder standardweg drauf steht. Anfangs habe ich da noch sehr oft draufgeguckt, mittlerweile eigentlich gar nicht mehr. Ist finde ich ziemlich praktisch da man nur einmal kurz runtergucken muss.

    War zumindest etwas was mir geholfen hat

  • Ich hatte hierfür ein oche, also so einen teppich auf welchem jeder standardweg drauf steht. Anfangs habe ich da noch sehr oft draufgeguckt, mittlerweile eigentlich gar nicht mehr. Ist finde ich ziemlich praktisch da man nur einmal kurz runtergucken muss.

    War zumindest etwas was mir geholfen hat

    habe ich auch schon überlegt mir einen zu holen...

  • Ich habe damals sehr viel aus diesem Artikel gelernt: How the Pros so it

    Klar ist heute für die Pros DippelDoppel noch mehr ein Thema...aber so zum Verständnis hilft es ungemein.

    Und dann immer wieder dir selbst im Training vorsagen was dein Weg ist. - zu Hause gerne laut....vor Ort ggf nur im Kopf

    Der Artikel hat mir vor einiger Zeit auch sehr geholfen.

    Und viele PDC Spiele schauen und mitrechnen. Wenn man Zusammenfassungen z.B. bei Youtube sieht kann man auch mal Pause drücken falls es zu schnell geht.

    Was wahrscheinlich wenig hilft die Wege wirklich zu verstehen und zu verinnerlichen ist sich nur nach den Vorschlägen von Zählsystemen oder Apps zu richten.

    Turn on, Tune in, Check Out!

  • Der Artikel hat mir vor einiger Zeit auch sehr geholfen.

    Und viele PDC Spiele schauen und mitrechnen. Wenn man Zusammenfassungen z.B. bei Youtube sieht kann man auch mal Pause drücken falls es zu schnell geht.

    Was wahrscheinlich wenig hilft die Wege wirklich zu verstehen und zu verinnerlichen ist sich nur nach den Vorschlägen von Zählsystemen oder Apps zu richten.

    Jap. Hab es auch fast nur durch PDC-Spiele schauen gelernt und dann natürlich auch selbst anwenden. Wenn man die Standard-Wege der Profis drauf hat und versteht, eignet man sich eigene an.

    Alte Next Gen Streams sind dafür auch geeignet. Till Stein, der mittlerweile auch Spotter bei der PDC Europe ist, geht da auch oft auf die Checkout Wege ein, die die Spieler gehen oder auch nicht gehen.

    Da habe ich auch zum ersten Mal den Weg über die 15 gesehen bei 104 Rest. Ganz cool eigentlich. Triffst du S15, hast du 89 Rest, und gehst dann auf die T19 für D16 Rest. Triffst du T15, hast du 59 Rest und gehst ebenfalls auf die 19, dann natürlich S19. Egal, was du triffst, du machst also auf der 19 weiter. Das finden viele Spieler ja auch schön. Musst du nicht groß umdenken, wenn du das Triple verpasst.

  • Jap. Hab es auch fast nur durch PDC-Spiele schauen gelernt und dann natürlich auch selbst anwenden. Wenn man die Standard-Wege der Profis drauf hat und versteht, eignet man sich eigene an.

    Alte Next Gen Streams sind dafür auch geeignet. Till Stein, der mittlerweile auch Spotter bei der PDC Europe ist, geht da auch oft auf die Checkout Wege ein, die die Spieler gehen oder auch nicht gehen.

    Da habe ich auch zum ersten Mal den Weg über die 15 gesehen bei 104 Rest. Ganz cool eigentlich. Triffst du S15, hast du 89 Rest, und gehst dann auf die T19 für D16 Rest. Triffst du T15, hast du 59 Rest und gehst ebenfalls auf die 19, dann natürlich S19. Egal, was du triffst, du machst also auf der 19 weiter. Das finden viele Spieler ja auch schön. Musst du nicht groß umdenken, wenn du das Triple verpasst.

    Ok. Interessant mit dem 15er Weg...Danke

  • Die vorgefertigten Checkout-Tabellen mit den Standardwegen halte ich für keine gute Idee, weil sie persönliche Präferenzen und Lieblingsdoppel komplett aussen vor lassen, ausserdem gibt es für Anfänger oft sinnvollere Wege als die der Profis.

    Den oben verlinkten Artikel "How the pros do it" halte ich für extrem hilfreich, ich hab ihn auch schon mehrmals gelesen und mir darauf basierend meine eigene Checkout-Tabelle geschrieben, was ich auch jedem Anfänger so empfehlen würde.

    Wenn man die Sache auf die Spitze treiben möchte, kann man sich dafür auch digitale Karteikarten erstellen und via spaced repetition stumpf auswendig lernen, dafür kann ich die App "AnkiDroid" wärmstens empfehlen. Wenn man da dran bleibt und täglich ein paar Minuten lernt, sorgt der Algorithmus der App dafür, dass immer die passenden Checkouts abgefragt werden, um den Lernerfolg zu maximieren.

    Edit: Ricks Dart Out Chart ist auch ganz hilfreich: http://ricksmith.ca/Darts/dartsouts.htm

    Short Leg: 20

    High Finish: 118

    180: 18
    171: 4

    Einmal editiert, zuletzt von ChordOfCalling (21. April 2026 um 14:47)

  • Ich kann dir folgende Trainingspiele (auch in Trainingsapps verfügbar) empfehlen:
    - für den Anfang Catch 40 - mit den Zahlen 41-80 beginnst du und steigerst dich dann mit 61-100 - mit einer App wir z. B. My Dart Training werden dir die Checkoutwege auch angezeigt.

    - wenn du dann etwas fortgeschrittener bist, kannst du dir das Spiel 121 DO zu Gemüte führen.

    Grundsätzlich geht es in den Checkout-Trainingsspielen immer darum, die Checkouts so zu spielen, als würde dein virtueller Gegner auch auf einem Checkout.

    Lieblingsspieler: James Wade, Gary Anderson

  • Ich würde sagen eine Check-Out Tabelle oder der Druck auf dem Teppich sind ein guter Anfang, aber die in dem berühmten Artikel dargestellten Überlegungen gehen noch deutlich mehr ins Detail. Da geht es darum jede mögliche Chance auf einen Versuch aufs Doppel rauszuquetschen.

    Beispiel:

    131- The most common out here is T20, T13, D16 but T19, T14, D16 has a slightly higher chance of it being taken out because if you happen to catch a triple 7 while going at the triple 19 you are still on the two dart out 110! Take every opportunity the board gives you.

    Und den Ansatz das Hin- und Herspringen über das Board zu minimieren, findet man auf den Tabellen auch selten.

    Beispiel: 116 = T19, 19, Tops anstelle von T20, 16, D20.

    Aber ich bin da nur in der Theorie ein Held, am Ende schlägt Sir mich am Board doch 8o

    Turn on, Tune in, Check Out!

  • Da habe ich auch zum ersten Mal den Weg über die 15 gesehen bei 104 Rest. Ganz cool eigentlich. Triffst du S15, hast du 89 Rest, und gehst dann auf die T19 für D16 Rest. Triffst du T15, hast du 59 Rest und gehst ebenfalls auf die 19, dann natürlich S19. Egal, was du triffst, du machst also auf der 19 weiter. Das finden viele Spieler ja auch schön. Musst du nicht groß umdenken, wenn du das Triple verpasst.

    Interessant die 104 über die 15 zu starten. Macht für mich als 19er Spieler und generell nicht viel Sinn.

    Ich starte doch die 104 lieber direkt über die 19. Treffe ich T19 habe ich die frei Wahl mit S19 für D14, S7 für D20 oder auch S15 für D16.

    Treffe ich bei 104 nur die S19, bleibe ich ja auf der 19 und kann den vielleicht als Marker nehmen und mit T19 mir die D14 stellen.

    Natürlich würde ich auch immer bei 108 über die 19 starten, um mir mit einer T19 und S19 dann die D16 zu stellen.

    Die ganzen 20er Spieler würden natürlich "alles" über die 20 starten. ;)

    Deswegen fand ich solche Teppiche oder vorgefertigte Poster immer unnütz für mich, weil es für mein Spiel und meine Wege nicht immer passte.

    Dieses ganze rechnen und Finishwege ist halt viel Übungssache. Mir hat es extrem geholfen, das man "früher" ohne die ganzen Autoscoringsysteme gespielt hat.

    Man hat keine vorgefertigten Wege nach jedem Dart angezeigt bekommen. Am Anfang ist der 1.Dart beim stellen, selten da wo er hin soll und dann heißt es wieder einen neuen Finishweg. Ich hab mir damals, die für mich passenden Wege aufgeschrieben und gelernt. Irgendwann hat man das so verinnerlicht. Da weiß man auch, was man werfen muss, wenn der erste Dart mal wieder zum Stellen in der 7 oder 3 gelandet ist, weil man die Situation eine Millionen mal hatte ;)

    Da muss man dann nicht mehr rechnen.

    ......ach apropos 3 oder 7. Da fällt mir gerade auf, wenn ich bei 104 über die 15 anfange, geht mein 1.Dart in die 2 8o...........also Niete.

    bei start über die 19 und Ausrutscher in die 3 oder 7 ist das Finish noch möglich 8o

    Rekorde: Best Avg: 85,08 in Bo7, Best Leg: 11er (08.09.20), HF 170, 170, 167, 167, 164, 161, 160, 160 171er=652, 174er=73, 177er=16, 180er=31

  • Kimi Seemann hat das gemacht, der Vollständigkeit halber. Und auch Till Stein hatte den Weg zum ersten Mal so gesehen. Er regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und an deinem Beispiel kann man schön sehen, dass man das Ganze auch selbst einmal gedanklich durchgehen sollte und nicht blind nachmachen. Gerade als Anfänger ist das Thema "Was, wenn ich die Zahl daneben treffe?" immer relevant.

  • Deinen Ansatz finde ich sehr sinnig...Ich versuche nämlich auch oft ohne App zu spielen und im Kopf zu rechnen bzw. mir neue Wege aufzuschreiben.

  • Die 104 gehe ich immer klassisch über die D16:

    20 - 5 - 20 - 1 - 20 - miss D19 - D3 - 16 - 8 - 4 - 2 - bust - bust - miss - bust - miss - 0

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"
    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

  • Wichtig zu lernen sind imo vor allem die checkouts 61-120 (oder vielleicht 125).

    Unter 60 finde ich relativ trivial, da spiele ich eigentlich immer auf d16 oder d20 raus.

    61-120 muss man halt lernen.

    Ein paar kann man sich ganz gut merken:

    63 über 13 und 74 über 14, 78 über t18 zum beispiel, andere muss man sich einfach merken.


    121 ist auch ein gutes Spiel, da merkt man sich zum beispiel 122, 104, 86 über 18 anfangen wenn man das öfter macht, ansonsten fangen die meisten checks zwischen 80 und 120 halt über t18/t20 (gerade checks) oder t19/t17 (ungerade checks) an mit ein paar Ausnahmen (82, 85). 61-79 muss man halt auswendig lernen.

    Die checks über 125 oder so spiele ich meistens ehrlich gesagt meistens erst mal runter.

  • Ich würde jedem, der damit Probleme hat, wirklich dazu raten, Felder anzuspielen, wo du auch bei einem Fehldart noch auschecken kannst. Bei 104 oder 107 auf der 20 anfangen, ist gerade als (mehr oder weniger) Anfänger Käse. Triffst ne 1 oder ne 5, haste verloren. Fängste auf der 19 an, gibts auch bei einer 3 oder einer 7 immer noch ne Chance. Und deswegen, gern an solchen Hilfsmitteln wie Checkoutkarten oder Teppichen orientieren, aber sich nicht hundertprozentig darauf verlassen. Und ja, da gehört auch ein bisschen Rechnen und Aneignen dieser Wege dazu, aber man hat ja Zeit :)

    Meine Vorschläge, auf welchem Feld bei den "einfachen" Drei-Dart-Finishes zu starten, sind wie folgt:

    99: egal

    101: egal

    102: egal (ja, es gibt die Chance, die T1 oder die 3 zu treffen; wenn man ganz sicher sein will, dann auf der 16 anfangen und weiterrechnen :D)

    103: 19 (immer noch Chancen bei 7, T7, 3, T3)

    104: 19 oder 16 (immer noch Chancen bei 8, T8, 7, T7, 3, T3)

    105: 20 (immer noch Chancen bei 5, T5, 1)

    106: 20 (immer noch Chancen bei 5, T5)

    107: 19 (immer noch Chancen bei 7, T7, 3, T3)

    108: 19 oder 18 (immer noch Chancen bei T5, 1, T1, 4, T4)

    109: 20 (immer noch Chancen bei 5, T5)

    110: 19 (immer noch Chancen bei T7, 3, T3)

    111: 19 (immer noch Chancen bei 7, T7)

    112: 20 (immer noch Chancen bei 5, T5)

    113: 19 (immer noch Chancen bei T7, 3, T3)

    114: 19 (immer noch Chancen bei 7, T7)

    115: 20 (immer noch Chancen bei 5, T5)

    116: 19 (immer noch Chancen bei T7, T3)

    117: 19 (immer noch Chancen bei 7, T7) --> spielt aber ehrlicherweise kein Profi so

    118: 20 --> NICHT auf der 19 anfangen, sonst 99 :nene:

    119: 19 (immer noch Chancen bei T7, T3) --> NICHT auf der 20 anfangen, sonst 99 :nene:

    120: 20

    Ist ein bisschen kompliziert, aber vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen.

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