Beiträge von Zeyes

    Weiß eigentlich einer wieso die Competition Karte von Flo eigentlich nie funktioniert? Ist mir noch bei keinem anderen Spieler aufgefallen

    Im Gegensatz zu den anderen Tourcardlern scheint er keinen Premium-Member-Status (mehr) bei Dartconnect zu haben. Hab allerdings keine Ahnung, ob das von den Spielern selbst zu zahlen ist oder vielleicht als Teil der Kooperation der PDC mit DC automatisch zugewiesen werden sollte und bei Flos Account verbuggt ist.

    Heute sind nur 125 Spieler am Start folgende Spieler verzichten heute an Players Championship 13 teil zu nehmen:

    Michael Van Gerwen

    Daryl Gurney

    Chris Dobey

    Neu dabei sind heute Graham Hall und Haupai Puha als Nachrücker

    Mit dem Einstieg von Puha sind damit heute die Top 10 der CT-Spieler zum Cutoff allesamt im Feld, während Hall nur die Nr. 24 (!) war. Entweder hat die PDC da noch sehr verzweifelt Last-Minute-Nachrücker abtelefoniert und außer ihm keine Interessenten gefunden, oder Hall ist einfach mal aufgetaucht um zu sehen, ob sie ihn mitspielen lassen. ^^

    Das Thema "Warum trägt die PDC eigentlich nicht alle Turniere vor Publikum aus?" ist doch jetzt schon genauso alt wie das Tourcard-System. Bei der Einführung vor über 10 Jahren wurde schon gemutmaßt, dass die 128 Cards nur der erste Schritt seien, um möglichst viele "unprofitable" Spieler aus dem System rauszukriegen, damit man dann bald eine reine Elite-Tour von 64 oder noch weniger Spielern zimmern kann, die sich rein als Stage-Turnierserie vermarkten lässt.

    Und, was ist passiert? Nix. Oder eher noch, weniger als nix. Ein paar Jahre später kam dann zwar die European Tour, die irgendwie so nach dem Kern einer solchen Elite-Tour aussah - aber zum einen hat die eher zu einer Vergrößerung des Pro-Tour-Footprints geführt statt einfach nur 1:1 Players Championships zu ersetzen, und zum anderen lässt man jetzt schon seit fast 10 Jahren nicht davon ab, zwei Drittel der Startplätze über Qualis hinter verschlossenen Türen zu vergeben, auch auf die Gefahr hin, dass da regelmäßig ziemlich große Namen zuschauen müssen.

    Währenddessen diskutieren wir immer noch die Frage, warum eigentlich selbst nach so langer Zeit noch so viele der 13 ET-Turniere in Deutschland stattfinden. Um Lutz beim Wort zu nehmen - ETs und PCs zusammenschmeißen (ich interpretiere mal die 30 PCs als 15 ET-äquivalente Turniere) und um ein Drittel in der Gesamtzahl reduzieren. Da wären wir dann bei ungefähr 20 Bühnenturnieren abseits der TV-Events. Ich dachte ja, ich wäre schon ziemlich optimistisch im Hinblick auf die Internationalisierbarkeit des European-Tour-Formats, aber das sprengt dann sogar meine Vorstellungskraft angesichts des geringen Entwicklungstempos, das wir bisher erlebt haben. Und dass die PDC hier auf der Bremse steht; kann man wohl ausschließen; wenn's da mehr zu kommerzialisieren gäbe, wären die schon längst dabei. Der Markt gibt es einfach nicht her.

    Kleiner Einwurf am Rande: 20x European Tour statt 13x European Tour und 30x Players Championships bedeutet auch 960 Preisgeldplätze statt 2544. Man könnte natürlich in den Qualifikationen Preisgelder verteilen, damit diese auch weiterhin ähnlich breit gestreut werden, aber...wären die Qualis dann nicht einfach Players Championship 2.0? Allerdings ziemlich deprimierende PC 2.0, da dann am Floor wirklich gar keiner mehr irgendwas erreichen würde, was man als Spieler als erinnerungswürdigen Erfolg bezeichnen könnte.

    Alternativ könnte man natürlich voll auf das Elite-Tour-Modell gehen und wenig bis gar keine Qualis machen, und die "überflüssigen" Spieler in eine Challenge Tour Deluxe abschieben. Dann soll aber keiner mehr darüber klagen, dass man immer nur die gleichen Spieler sieht...

    Und das am Ende von Lutz angedeutete Modell "nur Bühnenturniere, aber mit mehr als 128 Tourcardlern, die um die Teilnahme spielen" bringe ich konzeptionell nun wirklich überhaupt nicht zusammen. Wem soll das in der Praxis dienen, abgesehen von den ein, zwei hypothetisierten Spielern, die dann vielleicht mal von ganz weit außerhalb der Fanwahrnehmung groß auftrumpfen könnten? Nichts für ungut, aber nach meinem Eindruck hat Lutz da zu sehr die Journalistenbrille auf und fokussiert sich nur auf das Potenzial an möglichen "Stories", ohne sich Gedanken um die ganzen Spieler zu machen, die nicht storywürdig sein werden, aber trotzdem bei seinem System (im wahrsten Sinne des Wortes) mitspielen sollen.


    Edit: Und übrigens...das "neue Fans verstehen den Aufbau der Tour nicht, und die PDC ist schuld daran"-Thema halte ich für eine Scheindiskussion. Wenn über ein Schindler-Finale in 'ner Players Championship so berichtet würde wie über ein Finale eines nachrangigen deutschen Tennisspielers in einem x-beliebigen ATP-250-Turnier, nämlich bestenfalls als Kurznotiz, dann würden diese Fans gar nicht erst auf die Idee kommen, PCs für ein großes Ding zu halten. Stattdessen würden sie langsamer, kleinschrittiger und organischer in die Details des Tourwesens einsteigen. Dieses Problem hat sich die deutsche Dartsberichterstattung meiner Meinung nach selbst geschaffen.

    An dem Board waren aber zwei Spieler ohne Gegner. Also einfacher kann man ein Problem nicht lösen.

    "An dem Board" haben zwei verschiedene Qualifikationsblöcke gespielt. Welche stichhaltige Begründung hätte es dafür gegeben, O'Shea oder Hempel von Block 20 in Block 8 zu verschieben?

    Für Gaga wäre es vielleicht besser die Qualifier spielen zu dürfen. Da ist seine Quote halt echt stark. Und bekommt da direkt Geld für die Rangliste.

    Darf er doch, macht er nur nicht.

    Jamie Clark hatte nicht gemeldet, falls du den meinst.

    Mittlerweile auch auf pdc.tv, allerdings mal wieder auf Praktikantenniveau...Gawlas, Clemens und Schindler stehen in den jeweiligen TCH-Qualifierlisten, obwohl sie schon als Host-Nation-Repräsentanten sicher dabei sind.

    Aus den pdc.tv-Meldelisten sind im übrigen auf Dartconnect ebenfalls schon John Brown und Zoran Lerchbacher entfernt worden, wie auch bei den nachfolgenden PCs.

    Neben den genannten fehlen dann aus den bekannten Gründen auch noch Cameron Menzies und Brian Raman, ansonsten sind die Qualifier-Teilnehmer vollzählig erschienen.

    Die entry-liste für die beiden ET-qualifier sind da. Hier Nummer eins:

    DartConnect TV Entries & Fan Alerts : PDC ET06 Tour Card Holder Qualifier

    Mittlerweile auch auf pdc.tv, allerdings mal wieder auf Praktikantenniveau...Gawlas, Clemens und Schindler stehen in den jeweiligen TCH-Qualifierlisten, obwohl sie schon als Host-Nation-Repräsentanten sicher dabei sind.

    Aus den pdc.tv-Meldelisten sind im übrigen auf Dartconnect ebenfalls schon John Brown und Zoran Lerchbacher entfernt worden, wie auch bei den nachfolgenden PCs.

    Um noch eines nachzusetzen: Natürlich ist Übersättigung des Marktes eine reale Gefahr. Gegen die hilft es aber nicht, Turniere mit beknackten Gimmicks auszustatten, die der Casualfan sowieso nicht würdigen wird und die der abgestumpfte Hardcorefan spätestens nach der dritten Auflage genauso öde finden wird wie alles andere.

    (Erinnert sich noch jemand daran, wie positiv die World-Series-Turniere hier am Anfang mal aufgenommen wurden, als Option zum Darts schauen in einer ansonsten schwach mit Turnieren besetzten Zeit des Jahres, von ungewöhnlichen Austragungsorten und zu ungewöhnlichen -zeiten? Wahrscheinlich nicht, war aber so. Und jetzt mal mit heute vergleichen...)

    Wenn mir die Spiele auf Dauer schon zu langweilig werden, dann kann dass (in ein paar Jahren) bei den "Normalo"-Zuschauern ganz genauso passieren!?

    Umgekehrt wird ein Schuh draus. Einzelne Hardcorefans mögen aufgrund von zu intensiver Beschäftigung mit dem Dartsport ein Gefühl entwickeln, das irgendwo zwischen Langeweile und Burnout angesiedelt ist. Es bringt allerdings ziemlich wenig, diese Befindlichkeiten auf den Rest der Fanbase zu projizieren und die Behauptung aufzustellen, das würde unweigerlich irgendwann vielen/allen so gehen und zum (überspitzt gesprochen) Niedergang der PDC führen. Das wird schlicht nicht passieren, weil sich kaum Menschen außer uns Foren- und Social-Media-Nerds so dermaßen intensiv mit dem Profidarts abgeben, dass sie diesen Punkt erreichen könnten.

    Bei Casual Fans spielen ganz andere Faktoren eine Rolle, insbesondere die Präsenz (oder auch nicht) von "Typen", die Aufmerksamkeit erregen. Turniermodi sind da völlig wurscht, die meisten könnten wahrscheinlich noch nicht mal aus dem Stegreif sagen, ob irgendwas beim World Grand Prix anders ist als sonst.


    Edit:

    Im übrigen erwartet auch keiner bei der PDC, dass sich alle Fans für jedes Turnier interessieren sollen. Die haben sich in Sachen Turnierangebot so breit aufgestellt, gerade damit für jeden irgendwas dabei ist.

    Die Prioritäten bei individuellen Fans werden sich auch nicht immer am vermeintlichen oder tatsächlichen Prestige bestimmter Turniere orientieren, wie das gerne von Hardcorefans postuliert wird, so nach dem Prinzip "wie kann man denn bloß an der unwichtigen European Championship mehr interessiert sein als am traditionsreichen Matchplay". Wird sicherlich Fans geben, die im Sommer was anderes machen wollen als im TV das Matchplay zu schauen. Wird auch Fans geben, die aus beruflichen Gründen den Schwung an Majors im November ignorieren müssen und erst ab Weihnachten die WM schauen können. Und noch viele, viele andere Situationen. Die Minderheitensituation der Allesgucker bzw. Allesguckenwollerwennsdenninteressantgenugwäre wird da unter Garantie keine besondere Relevanz für die PDC haben.

    Im Vergleich zur originalen Liste auf pdc.tv sind auf Dartconnect bisher folgende Veränderungen berücksichtigt:

    raus:

    Gary Anderson

    John Brown

    Zoran Lerchbacher

    rein:

    Steve Haggerty (CT 4)

    Lee Evans (CT 5)

    Stephen Burton (CT 6)

    Edgar ist die Nr. 7 in der Liste, es muss also noch jemand bereits abgesagt haben. Owen / Burgoyne / Puha kämen als nächste.

    Die 2 von maximal 5 Punkten sind 40% der Maximalausbeute, die man einfach geschenkt bekommt. Vergleich man das mit der European Tour z.B. bekäme man bei einem bye in der ersten Runde 1.000 Pfund von maximal 25.000 als Preisgeld, was nur 4% entspricht.

    Der Vergleich hinkt aber ziemlich, da die Wahrscheinlichkeit, dass ein individuell betroffener Spieler überhaupt den Maximalgewinn (oder zumindest ein sehr gutes Ergebnis) einfährt, auf der ET deutlich geringer ist als in der PL mit ihren nur 8 Teilnehmern. Analog auf drei gewonnene Turnierrunden betrachtet wäre das Preisgeld auf der ET 5.000 £, da sind wir dann auch schon bei 20%. Edit: Bzw. sogar 25%, da 1000 von zusätzlichen 4000 £ von Runde 1 bis Runde 4.

    (Mal abgesehen davon, dass die Turniersieger auf der ET keine relevante Vergleichsgröße darstellen für die Spieler, bei denen es für die Qualifikation zur European Championship oder zur WM wirklich auf jede 1000 £ ankommt.)

    Der Sonntag könnte aber lang werden mit vier aufeinanderfolgend zu spielenden Turnieren... Selbst mit gerade mal 24 Teilnehmern haben die Associate Qualifier zu ET2 und ET3 schon jeweils knapp 2 Stunden gedauert. Und das dürften diesmal deutlich mehr werden. Zum einen werden diesmal die ganzen deutschen Associates startberechtigt sein, und zum anderen werden vermutlich auch um einiges mehr nichtdeutsche Teilnehmer aufschlagen, wenn man an dem einen Wochenende gleich an 8 Qualis teilnehmen kann.

    Dachte ursprünglich, dass die Möglichkeit einen Ersatzspieler bei einem Coronafall antreten zulassen, ein starker Grund für die Formatänderung war. Früher wurden solche Spiele dann verschoben, in einem Turnier geht das natürlich nicht..

    Wird wohl eher darum gegangen sein, dass man im Notfall einzelne Termine komplett absagen/ausfallen lassen kann, ohne die Integrität der Premier League insgesamt zu beeinträchtigen. Dann würden halt weniger Einzelturniere in die Abschlusstabelle eingehen. (Leicht verzerrend wären Ausfälle natürlich immer noch, weil zumindest die Viertelfinals so gesetzt sind, dass in 7 Spieltagen jeder einmal gegen jeden antritt, aber deutlich weniger als beim vollen Roundrobin der vergangenen Jahre.)

    Mit den Positiven Corona Test von Gary Anderson, wird er wohl auch hier nicht teilnehmen können.

    Bin gespannt ob Stefan Bellmont nachrutscht oder es wieder ein der Briten ist.

    Geht natürlich nach der CT-Rangliste zum Meldeschluss, und das war noch die auf Basis nur des ersten Wochenendes. Die ins Feld aufgenommenen Williams / McEwan / Wilson waren da die Top 3 Nachrück-Kandidaten. Nächste wären Haggerty / Evans / Burton.

    Ja, ich finde dass sind ja wirklich ganz verschiedne Themen sind die hier diskutiert werden. Das eine Thema ist halt Fairness in Bezug auf Preisgeldverteilung und die Chance überhaupt die Turniere auf der Tour zu spielen, das andere eben ist die Monotonie des Spielmodus für die Zuschauer/Fans (evtl. hätte die Spieler auch lieber auch mehr Abwechslung?). Denke um am Anfang neue Zuschauer für Dart zu begeistern ist/war das auch gut so, aber auf lange Sicht eine große Fanbase (rund um die Welt) zu behalten seh ich das Ganze wirklich kritisch. Merk ich ja selbst an mir als ziemlicher Hardcore-Fan dass ich teilweise gesättigt bin was wirklich die TV-Übetragungen angeht, gerade die Endphasen von großen Turnieren (mit den langen Distanzen) schau ich mir dann tweilweise gar nichmehr an weils auf Dauer zu langweilig ist...

    Was alle erfolgreichen Profisportarten gemeinsam haben, ist doch gerade, dass die Fanbase nur zu winzigen Teilen aus Hardcorefans besteht (egal, ob übersättigt oder auch nicht). Deshalb werden die vernünftigerweise auch nicht als Maßstab für eventuell notwendige Veränderungen herangezogen.

    Einzig die Struktur der Preisgelder innerhalb der Turniere würde ich anpassen. Hier gilt ja quasi bei allen im Prinzip "THE WINNER TAKES IT ALL"

    Eine seichtere preisgeldstruktur würde konstanter Spieler belohnen.

    Also statt 50% 25% 10%....

    Eher 40% 30% 20%...

    Gerade die Players Championships und European Tours als Brot-und-Butter-Turniere der meisten Spieler haben doch schon eine unglaublich flache Preisgeldverteilung... Im TV läufts halt meist anders, aber da sind dann auch größtenteils Spieler zugange, die sich schon auf der Pro Tour eine gute finanzielle Basis erspielt haben.

    Im übrigen ist mir nicht ganz klar, was deine genannten Prozentsätze überhaupt ausdrücken sollen. Anteile am Gesamtpreisgeld? Größenverhältnisse zum Siegerpreisgeld? In beiden Fällen ergeben weder deine Ist- noch deine Soll-Zeile besonders viel Sinn.

    Finde ich gar nicht. Da läuft ein Weltklasse-Spiel und er fabuliert über irgendwelche PDC-Spieler.

    Und das ist eher das krasse Gegenteil zu den Engländern. Da wird wirklich das Spiel kommentiert. Aber dank Joyn+ kann man ja problemlos wechseln. :)

    Also Glen Durrant als Gastkommentator hat ja heute wirklich mal nah an den Spielen kommentiert, aber Nicholson macht doch generell seit Samstag meist das genaue Gegenteil, und bringt damit auch oft genug den Hauptkommentator aus dem Konzept.