Wir gehen in Serie

DPA Tour (Australien)

  • Nach drei corona-betroffenen Saisons, in denen Dartplayers Australia (DPA) zwangsweise auf eine regional aufgeteilte Tour setzen musste, soll 2023 wieder eine landesweite Tour stattfinden. Wobei "landesweit" vielleicht das falsche Wort ist: Wie im spärlich informativen Turnierkalender der DPA zu sehen ist, werden in diesem Jahr alle Turnierwochenenden in Barrack Heights stattfinden, einem Vorort von Shellharbour bei Wollongong, der zehntgrößten Stadt Australiens etwa 100 km südlich von Sydney. Ob das die in anderen Landesteilen ansässigen Spieler freut, na ja. Nicht ganz zufällig hat die DPA ihr Hauptquartier in Warilla, einem anderen Vorort von Shellharbour.


    Desweiteren hat man sich offenbar von den Kollegen in Neuseeland inspirieren lassen: Nachdem es bis 2019 - und auch regional die letzten Jahre - meist drei Turniere von Freitag bis Sonntag gab, soll in diesem Jahr die Tour nur Sa/So gespielt werden, das allerdings mit je zwei Turnieren pro Tag und damit viermal pro Wochenende.


    Nichtsdestotrotz gibt es meist auch am Freitag Action am Dartboard; viermal dreimal wird es für das New South Wales Masters der PDC World Series of Darts Qualifikationsturniere geben, deren Gewinner dann beim Masters dabei sind. Abschließend wird ebenfalls noch eine Quali für einen Startplatz im New Zealand Darts Masters ausgetragen.


    Wie leider oft üblich, gibt es von der DPA in den Weiten Facebooks mehr Infos als auf der Website, wenn man sie denn auch noch findet. Von dort, die Preisgelder:


    Letzte 16 $40

    Viertelfinale $70

    Halbfinale $150

    Finale $350

    Sieg $750


    Dürften sehr ähnlich, wenn nicht sogar identisch, zu den Preisgeldern bis 2019 sein. Gesamt $2000 pro Turnier, bei den WSoD-Qualis für die Turniersieger zuzüglich dem Masters-Startplatz und entsprechendem Preisgeld dafür. Das Startgeld beträgt $27.50, also (mit/ohne WSoD-Quali) $137.50 bzw. $110 pro Wochenende.


    Die Flyer-Fußnote "All events best of 9 legs knockout" könnte darauf hinweisen, dass es aufgrund der nun zwei Turniere pro Tag einen neuen, schnelleren Turniermodus gibt. Bisher wurde auf der Tour jeweils eine Gruppenphase + anschließende KO-Runden der Besten gespielt.


    Termine:


    17.-19. Februar WSoDQ 1, Pro Tour 1-4

    17.-19. März WSoDQ 2, Pro Tour 5-8

    28.-30. April Pro Tour 9-13 (Geelong)

    26.-28. Mai WSoDQ 3, Pro Tour 14-17

    07.-09. Juli WSoDQ 4, Pro Tour 18-21

    16.-17. September Pro Tour 22-25


    (Edit: Terminplan ergänzt am 21.03.)


    Am 22. Oktober findet dann als Saisonabschluss das Oceanic Masters statt, bei dem traditionell ein weiterer WM-Teilnehmer neben dem Tour-Ranglistengewinner bestimmt wird. Dieses Jahr vermutlich auch endlich wieder mit neuseeländischer Beteiligung.


    Die DPA-Turniere werden üblicherweise komplett auf Dartconnect eingestellt und können dort verfolgt werden, allerdings entspricht der Start um 10 Uhr Ortszeit aktuell 0 Uhr deutscher Zeit, ab dem dritten Wochenende dann (durch Sommerzeitende dort und -beginn bei uns) 2 Uhr. Darüber hinaus vielleicht noch interessant, aus dem Facebook-Posting:

    Quote

    The 2023 DPA pro tour will be streamed live courtesy of the team at PDC Asia who recently streamed the Chinese premier league on PDC TV with a host of local and professional overseas commentators lined up

    Wurden DPA-Turniere in der Vergangenheit schon gestreamt? Maximal ein paar Spiele am Turnierende via Facebook o.ä., oder? Demnächst also vermutlich deutlich umfangreicher auf PDC.TV.


    Australische Tourcardholder hat man ja in der Vergangenheit kaum mal auf der lokalen Tour gesehen, und durch die neuen PDC-Regelungen zu deren Teilnahme sind Damon Heta und Simon Whitlock jetzt auch offiziell raus. Wobei die DPA das kurz vor Corona nach meiner Erinnerung sowieso schon selbst so regeln wollte, weshalb ich mir nicht sicher bin, ob wenigstens Corey Cadby die Tour bzw. (wahrscheinlicher) das Oceanic Masters mitspielen dürfte. Zumindest von Seiten der PDC bestehen jedenfalls keine Hindernisse.

    Edited 4 times, last by Zeyes: Die Zeitdifferenz nochmal nachgerechnet... ().

  • Danke für die Ausführliche Beschreibung, schön das man es jetzt auch auf PDC.TV legt.

    Bin gespannt ob Cadby dann das Oceanic Masters überhaupt nötig hat oder gleich so in die Top 32 der Pro Tour geht.

    Freue mich schon auf viele alte bekannte und viele neuen Namen.

  • Auch die DPA-Tour startet an diesem Wochenende in die neue Saison. Heute lief bereits die erste Qualifikation für das New South Wales Masters, bei der sich Mal Cuming einen Startplatz für das Turnier der World Series sichern konnte. Für die weiteren drei Qualiturniere ist er damit gesperrt, so dass seine kommenden Turnierwochenenden dann erst samstags losgehen werden.


    Ziemlich beeindruckende 72 Spieler waren bereits heute am Start - so weit ich mich an 2019 und früher erinnere, hat die DPA damals eher selten die 64er Marke geknackt, und schon gar nicht bei Freitagsturnieren. Für den Auftakt der Pro Tour in ein paar Stunden stehen sogar 82 Spieler auf der Dartconnect-Registrierungsliste, weitere Listen für die Turniere 2 bis 4 stehen noch nicht zur Verfügung.


    Hat heute morgen zufällig jemand die PDC.TV-Coverage gesehen? Stand jedenfalls ab 08:30 Uhr deutscher Zeit im Kalender.

  • Die ersten beiden Turniere der diesjährigen Tour sind durch. Es waren dann sogar 90 Teilnehmer am ersten Event, "nur" noch 82 fürs zweite. Die Turniersiege konnten sich Jeremy Fagg und Brandon Weening sichern. Die Halbfinalisten beider Turniere waren komplett unterschiedlich, in den Viertelfinals standen allerdings gleich fünf Spieler doppelt.


    Wie schon zu erwarten war, gibt es jetzt keine Gruppenvorrunde mehr, um die Durchführung von zwei Turnieren pro Tag zu ermöglichen. Grundsätzlich ein recht überschaubares Turnierniveau, mit vielen Averages unter 70 bis hin zum Achtelfinale.

  • Unter 79 Teilnehmern konnte sich im dritten Turnier Mal Cuming den Sieg sichern, während Turnier Nr. 4 mit nur noch 65 Spielern an Darren Penhall ging.


    Bis zu diesem Wochenende war mir folgendes nicht bewusst:

    Der Engländer Darren Penhall (...) Lange Zeit lebte Penhall auch in Australien und nahm dort an einigen Turnieren teil.

    Offenbar ist das derzeit wieder der Fall.


    Übersicht über die Finals des Wochenendes:


    WSQ 1: Mal Cuming 5-3 Dave Marland (93.93 - 91.33)

    Tour 1: Jeremy Fagg 5-2 Gordon-Glen Mathers (86.84 - 83.87)

    Tour 2: Brandon Weening 5-3 Bill Aitken (86.49 - 82.30)

    Tour 3: Mal Cuming 5-4 Gordon-Glen Mathers (86.72 - 85.84)

    Tour 4: Darren Penhall 5-2 Brandon Weening (85.14 - 74.57)


    Die Halbfinalisten beider Turniere waren komplett unterschiedlich, in den Viertelfinals standen allerdings gleich fünf Spieler doppelt.

    Heute Mathers beide Male mindestens im Halbfinale, die Viertelfinals diesmal sogar in sechs Spots gleich besetzt. Mathers und Weening haben das Kunststück geschafft, alle vier Turniere mindestens viertelfinalig abzuschließen. (Und im WS-Qualifier sind sie eine Runde vorher aufeinander getroffen...Mathers dort der Gewinner.)


    Abseits davon gab es am Samstag auch einen Neundarter für Jeremy Fagg.

  • Dart is Punk
  • Auch in Australien wird an diesem Wochenende gespielt. Bisher konnte sich Darren Penhall den nächsten Startplatz im NSW Darts Masters sichern und danach auch heute das zweite Pro-Tour-Turnier für sich entscheiden. Der andere Tour-Titel ging an Harley Kemp.


    DC-Links: WS-Quali, Pro Tour 5, Pro Tour 6


    Am Start waren 48 / 58 / 59 Spieler, schon eine ganze Ecke weniger als vor vier Wochen, und jetzt eher die Größenordnung, die man so vor Corona gewohnt war. Aus den Top 5 nach dem ersten Wochenende ist neben Penhall offenbar nur Brandon Weening auch diesmal am Start, während Mal Cuming, Gordon Mathers und Jeremy Fagg allesamt fehlen. Weening erreichte Halb- bzw. Viertelfinale in den beiden Tourevents, Penhalls nicht siegreicher Auftritt endete ebenfalls im Halbfinale. Da könnte sich bereits jetzt ein Zweikampf um den WM-Startplatz andeuten.


    In ein paar Stunden geht es mit den Turnieren Nr. 7 und Nr. 8 weiter.

  • Joe Comito auch mit guten Auftritten. Bei Pro Tour Event 6 mit einem Finaleinzug, Event 7 entschied er gänzlich für sich und bei Event 8 erreichte er das Halbfinale. Dabei teilweise auch mit einigen 90+ Averages.

  • Insgesamt gehörte das Wochenende allerdings Darren Penhall, der nochmal ein Event gewinnen konnte und beim Sieg von Comito im Finale stand. Auch gut unterwegs war heute Mitchell Clegg, der im ersten Turnier das Halbfinale gegen Comito verlor und im zweiten das Finale gegen Penhall. Brandon Weening heute mit "nur" 2x Viertelfinale.


    Die fehlenden Spieler waren übrigens mehrheitlich in Brisbane zugange, wo der Ende letztes Jahres etablierte Ozeanien-Ableger des Amateur Darts Circuit vier Turniere ausrichtete (mit deutlich besseren Preisgeldern). Mal schauen, ob Leute wie Cuming und Mathers das nicht bereuen werden, dass sie hier Penhall so dermaßen freie Bahn Richtung PDC-WM gegeben haben.

  • Es wurde im nächsten Monat ein weiteres Tour-Wochenende in den Kalender eingeschoben. Gleiches Format und Preisgeld wie üblich, nur mit einem zusätzlichen Pro-Tour-Turnier am Freitagabend statt des sonst üblichen Qualifiers für die World Series. Zur Abwechslung wird allerdings mal nicht bei Sydney gespielt, sondern in Geelong, Victoria (nahe Melbourne...also was für australische Verhältnisse "nahe" ist, 60 km Luftlinie).

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