Anfänger: mein Versuch besser zu werden (Tagebuch)

  • .... Ich weiß, was du meinst und habe auch schon mit diesem "Push" der Finger zweitweise ganz gute Ergebnisse erzielt. Auf Dauer habe ich aber gemerkt, dass es eine Quelle der Inkonsistent ist, man gibt dem Dart am Ende nochmal einen Impuls, der auch nicht gut kontrollierbar ist....

    da kann ich mir nur anschließen. Geht mir genauso. Mein Spiel ist am Besten, wenn ich nur ganz wenig Druck mit den Fingern auf den Barrel gebe.

    Love the Darts

  • Gibt halt für beides für und wieder.

    Habe zum Beispiel hier ein Video mit barney gemacht und man sieht deutlich das der Winkel von Daumen zu unterarm sich bereits kurz vor dem Release deutlich ändert.

    Aber er hat natürlich auch etwas mehr talent:).

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    Festes Handgelenk bedeutet ja eine variable weniger, aber aktiver fingereinsatz bedeutet das man den dart mit weniger Aufwand beschleunigen kann.

  • Also ich kann in dem Video nicht sehen, dass Barney dem Dart am Ende noch einen Push mit den Fingern mitgibt, ganz im Gegenteil sogar!

    Dass sich die Winkel ändern ist doch ganz normal, wenn man den Dart gerade hält. Für mich ist das Video eher interessant um zu sehen, wann der Releasepunkt des Darts ist, und da sieht man, dass er so ziemlich am obersten Punkt ist, so wie es ja auch sein soll.

    Mit den Videos von den Profis ist das nach meiner Meinung so eine Sache.... ich denke es ist ganz hilfreich zu sehen, dass manche bestimmte Dinge auch nicht nach der vorschriftsmäßigen Theorie machen. Aber ich denke es ist gefährlich, das als Rechtfertigung zu nehmen, es nicht zumindest auch anders zu versuchen. Die Profis haben ihre Imperfektion millionenmal "perfektioniert" und außerdem haben sie vermutlich - wie du ja auch sagst - viel mehr Talent als der Durchschnitt von uns Hobbyspielern... das nur nebenbei, hat jetzt nichts mit deinem Video konkret zu tun....

    14-Darter

  • Finde den zweiten Abschnitt von peter1225 ganz ganz wichtig. Natürlich können Tutorialvideos bzw. Trainings von Profis oder auch Nicht-Profis nützlich sein, um ein paar neue Ideen und Impulse zu bekommen. Aber ich würde mich davor hüten, sich allzu sehr in solche Anleitungen zu verbeißen. Darts ist ein hoch-individueller Sport und es kommt buchstäblich auf das eigene Fingerspitzengefühl an. Der Wurf muss zu mir, zu meinen persönlichen Voraussetzungen (Größe, Armlänge, Nervenkostüm etc.) und meiner subjektiven Wahrnehmung des Sports passen. Man kann mit eigentlich jeder Technik Erfolg haben, das große Thema beim Darts ist und bleibt die Reproduzierbarkeit und das wird nicht zwingend anhand des präferierten Settings entschieden, sondern am Ende durch Talent und bestimmt auch durch die Zeit, die man selbst pro Tag am Board verbringt bzw. verbringen kann.

  • Finde den zweiten Abschnitt von peter1225 ganz ganz wichtig. Natürlich können Tutorialvideos bzw. Trainings von Profis oder auch Nicht-Profis nützlich sein, um ein paar neue Ideen und Impulse zu bekommen. Aber ich würde mich davor hüten, sich allzu sehr in solche Anleitungen zu verbeißen. Darts ist ein hoch-individueller Sport und es kommt buchstäblich auf das eigene Fingerspitzengefühl an. Der Wurf muss zu mir, zu meinen persönlichen Voraussetzungen (Größe, Armlänge, Nervenkostüm etc.) und meiner subjektiven Wahrnehmung des Sports passen. Man kann mit eigentlich jeder Technik Erfolg haben, das große Thema beim Darts ist und bleibt die Reproduzierbarkeit und das wird nicht zwingend anhand des präferierten Settings entschieden, sondern am Ende durch Talent und bestimmt auch durch die Zeit, die man selbst pro Tag am Board verbringt bzw. verbringen kann.

    Einer der besten Beiträge seit langem meiner Meinung nach :thumbup:stimme allem zu. Ich würde noch gerne hinzufügen das man viel mehr vertrauen in seinen Körper und seine Fähigkeiten haben sollte. Das Gehirn bzw die Abläufe im Unterbewusstsein sind wirklich erstaunlich und der Mensch ist einfach eine heftige Maschine.

  • Wobei es ja schon ein paar klare Indikatoren für einen potentiell Erfolgreichen Wurf gibt!

    Dazu sei jedem das Buch von Harald Jansenberger empfohlen - gibt seit Juli letzten Jahres eine 2te erweiterte Auflage!

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Ein Littler, ein Humphries oder meinetwegen auch "nur" ein Lukeman oder Hopp werden nie und nimmer im Leben schon mal ein Buch über Wurftechniken gelesen haben. Sie werfen intuitiv und nur dadurch sind sie erfolgreich geworden. Bücher kann ich lesen, um neue Trainingsmethoden kennenzulernen, aber doch nicht, um mir einen Wurfstil auflegen zu lassen.

  • Kleiner Nachtrag noch: Ich halte es bei quasi jeder Sportart für absolut entscheidend, der eigenen Intuition (oder bei Mannschaftssportarten: Der "Kollektivintuition") möglichst viel Raum zu lassen. Die besten Sportler sind diejenigen, die intuitiv handeln und nicht "verkopft" und diejenigen Trainer sind die besten, die ihren Spielern genau das gewähren.

  • Wenn du das Buch gelesen hast, wirst du feststellen, dass es zu einem Großteil genau darum geht..

    Aber wenn jemand noch in der Findungsphase seines Wurfs ist - denke ich - kann es nur von Vorteil sein, zu wissen was die Basis für einen Erfolgreichen Wurf sein sollte!

    Klar gibt es Ausnahmeerscheinungen (Chisnall, Hendo, Mensur - die ersten dir mir hierzu einfallen) - Wobei auch diese in vielen der dort beschriebenen Bereiche sehr sehr konstant Gut sind!

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Kleiner Nachtrag noch: Ich halte es bei quasi jeder Sportart für absolut entscheidend, der eigenen Intuition (oder bei Mannschaftssportarten: Der "Kollektivintuition") möglichst viel Raum zu lassen. Die besten Sportler sind diejenigen, die intuitiv handeln und nicht "verkopft" und diejenigen Trainer sind die besten, die ihren Spielern genau das gewähren.

    Intuitiv handeln im Geschehen ja - intuitiv handeln um dort hin zu kommen: Nein!

    Was ich sagen will: Im Spiel auf keinen Fall den Fokus auf dem Arm, dem FollowThrough etc - da darf der Körper sich auf sich verlassen!

    Aber im Training sollte man schon eine Vorstellung vom Ziel haben um dann zu überlegen wie ich da hinkomme! Und das wird bei Spitzensportlern (Tennis Federer, Fußball Messi, Volleyball Grozer, ...) schon sehr sehr früh von guten Trainern (die genau diese Überlegungen gemacht haben) angebahnt.

    Und genau diese Sportler schaffen es dann im Entscheidenden Moment extrem flexibel auf die Umstände zu reagieren und ihr Können zu zeigen!

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Wenn du das Buch gelesen hast, wirst du feststellen, dass es zu einem Großteil genau darum geht..

    Aber wenn jemand noch in der Findungsphase seines Wurfs ist - denke ich - kann es nur von Vorteil sein, zu wissen was die Basis für einen Erfolgreichen Wurf sein sollte!

    Klar gibt es Ausnahmeerscheinungen (Chisnall, Hendo, Mensur - die ersten dir mir hierzu einfallen) - Wobei auch diese in vielen der dort beschriebenen Bereiche sehr sehr konstant Gut sind!

    Genau ich denke beide Aussagen von euch sind gleichermaßen wahr im richtigen Kontext. Du hast das schon gut eingeordnet finde ich. Nach 2-3 Monaten spielen ca war mein Wurf katastrophal. Ich hatte keine richtige Rückholbewegung, habe den Dart dadurch sozusagen geschnippst. Als ich immer mehr gelesen habe wurde mir klar das ich meine Technik halbwegs anpassen sollte, insbesondere nachdem ich von Harald gelesen habe das die Rückholbewegung ein Leistungsbestimmender Faktor ist.

    Zu dem Zeitpunkt war ich sowieso sehr schlecht daher konnte ich das dann einfach anpassen. Habe die Rückholbewegung einfach ausgelassen und bin vom hintersten Punkt gestartet (direkt vor meinem Auge). Dadurch konnte ich endlich ein richtigen Follow Trough hinbekommen (ging vorher nicht) und war mir sicher das ich bei der Rückholbewegung aufjedenfall weit genug hinten bin, auf einen ruhigen Stand hab ich natürlich auch geachtet.

    Als ich dann von straight to the point darts (auch nach ca 3-4 Monaten) herausgefunden habe das man durch den Dart/Sichtlinie schaut konnte ich endlich einen konstanten Wurf aufbauen. Ab dann hab ich den Dart genommen, vor meinem Auge gehalten und durchgezogen (Follow Trough). Bis ich das alles wusste habe ich alles mögliche ausprobiert und nichts hat funktioniert.

    Würde mich persönlich heute jemand fragen würde ich ihm diese 3 Dinge nennen: Rückholbewegung, Sichtlinie und ruhige Körperhaltung. Seit dem hab ich nichts mehr an meiner Technik geändert und spiele so seit 3 Monaten ca. Ich schaue nur noch aufs anvisierte Ziel (durch die Sichtlinie) und werfe. Bin halt kein Top Spieler und spiele auch erst 7 Monate aber ich konnte mich in der Zeit auf ein 49er Average steigern (über din letzten 90 Legs).

    Jetzt werfe ich nur noch intuitiv, die Sachen die ich mir antrainiert habe kann ich einfach ohne nachdenken einhalten (ruhiger Stand klappt nicht immer so gut). Hab auch immer mal wieder kurzzeitig probiert etwas zu ändern aber ich hab gemerkt das es mir nicht gut tut. Der Fokus aufs Ziel ist meiner Meinung nach jetzt das allerwichtigste.

  • Ein Littler, ein Humphries oder meinetwegen auch "nur" ein Lukeman oder Hopp werden nie und nimmer im Leben schon mal ein Buch über Wurftechniken gelesen haben. Sie werfen intuitiv und nur dadurch sind sie erfolgreich geworden. Bücher kann ich lesen, um neue Trainingsmethoden kennenzulernen, aber doch nicht, um mir einen Wurfstil auflegen zu lassen.

    Wobei ja in sportarten wie golf, tennis, eiskunstlauf, kunstturnen etc ja schon sehr früh sehr intensiv und genau an der technik gearbeitet wird. Die Bücher liest da halt der Trainer.

    Klar, die sportarten sind auch motorisch komplexer, Aber selbst in relativ simplen sportarten wie Fußball oder Laufen wird an der Technik gefeilt.

    Ich würde eher sagen das liegt daran das es im dart im Gegensatz zu den meisten sportarten (noch) keine Flächendeckende nachwuchsförderung gibt.

    Das bedeutet natürlich nicht das es nicht auch naturtalente gibt die es einfach so können.

    Wobei gerade der Wurf von littler imo schon sehr "manufactured" aussieht, so perfect seitlich und ruhig wie littler da steht sieht das schon antrainiert aus.

    Gibt natürlich auch andere die eher etwas "freestyle" aussehen und trotzdem gut treffen.

  • Wobei gerade der Wurf von littler imo schon sehr "manufactured" aussieht, so perfect seitlich und ruhig wie littler da steht sieht das schon antrainiert aus.

    Findest du? Ehrlich gesagt ist der Wurf von ihm in meinen Augen eher unkonventionell. Der Stand mag antrainert sein, aber der Griff und letztlich auch die Flugbahn der Darts sind alles andere als gängig. Fast schon unsauber. Was aber wie oben beschrieben vollkommen latte ist, solange er damit diese unglaubliche Reproduzierbarkeit und Präzision hinbekommt.

  • Findest du? Ehrlich gesagt ist der Wurf von ihm in meinen Augen eher unkonventionell. Der Stand mag antrainert sein, aber der Griff und letztlich auch die Flugbahn der Darts sind alles andere als gängig. Fast schon unsauber. Was aber wie oben beschrieben vollkommen latte ist, solange er damit diese unglaubliche Reproduzierbarkeit und Präzision hinbekommt.

    Ja das stimmt. Hat ja eine leichte drehung im Handgelenk drin.

    Aber der stand wirkt schon sehr gezielt antrainiert.

  • Heute eine echt gute Runde auf doppel gehabt.

    Ich habe einfach 60 darts auf doppel geworfen (also wie around the clock, aber nach 3 darts weitergehen egal ob ich treffe oder nicht).

    Erste Runde war solide mit 9 Treffern (15%). Die 2. Runde war ich aber richtig locked in, habe 16 Treffer gehabt (27%) inklusive tops, tops, tops am Ende.

    Habe echt ein gutes Gefühl gehabt, habe mich nur auf die Fingerspitzen, die flugkurve und das Ziel konzentriert (und alles bis zum ellbogen ruhig halten).

    Gefühlt hätte es noch besser laufen können, aber ich merke das mir die linke obere Ecke (14, 9, 12) noch nicht so gut liegt. Da muss ich vielleicht mal schauen ob ich den Stand ein wenig anpasse.

    9 und 14 benutze ich eh nur selten weil ich normalerweise über tops oder d16 stelle, also meistens tops, d16, d10, d8, d5, d4 werfe, aber die 12 benötige ich eigentlich schon ab und zu.

    Mal schauen ob ich das Gefühl die nächsten Tage reproduzieren kann.

    2 Mal editiert, zuletzt von dominik1346 (7. Juni 2025 um 20:36)

  • "Mal schauen ob ich das Gefühl die nächsten Tage reproduktionsrate kann"

    Das hoffe ich auch immer....der nächste Tag ist dann meistens enttäuschend, vlt. aber auch weil ich die gute Leistung dann als Trademark sehe.

  • Ich habe die letzten Tage mal ein Spiel gespielt wo ich 101 spiele und 18 darts habe Das zu checken (sollte natürlich klappen). Wenn ich das schaffe spiele ich die nächste Runde 201, dann 301, 401...

    Wenn ich eine Runde nicht schaffe geht es wieder bei 101 los.

    Fand das Spiel ganz lustig, man fängt erst mal mit reinem checken an und später geht es mehr Richtung scoring und checken und man hat viel Druck Beim checken weil man sich eine weitere runde erkämpft wenn es klappt und sonst wieder vorne anfangen muss.

    Heute zum ersten mal 401 (und davor natürlich auch direkt hintereinander 101, 201 und 301) in 18 darts gecheckt (waren sogar 16). Ist jetzt nicht super beeindruckend, aber direkt nacheinander 50er und 66er average werfen bekomme ich noch ziemlich selten hin.

    Nächstes Ziel dann auch noch die 501 in 18, aber ich glaube das wird noch dauern:).

    Einmal editiert, zuletzt von dominik1346 (9. Juni 2025 um 19:28)

  • Am Steckwinkel des dritten Darts erkennt man auch ein leichtes Zitterhändchen. ^^

    Dürfte jedem Amateurdarter bekannt vorkommen.

    Ja absolut. Hatte vorher eine ziemlich schlechte runde bei 301 und hatte 164 rest. Hatte nur noch 3 darts zum checken (Spiele ja immer dieses 18 darts spiel um etwas druck zu machen) und dachte nicht das das noch klappt, nachdem die ersten 2 drin waren habe ich aber gedacht wtf, das könnte klappen und dann war die hand ziemlich fest obwohl es eigentlich um nichts ging.

    Merke aber das ich langsam mehr finish Wege kann auch wenn ich für vieles immer noch oft auf mein Chart schaue.

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