World Cup of Darts 2026

  • Kurze Frage(n) von einem, der den World Cup noch nie verfolgt hat:

    Wird das Turnier an nur einem Board gespielt?
    Und werfen die Doppelpartner abwechselnd oder spielt jeweils einer ein ganzes Leg durch?

    1. Korrekt

    2. Abwechselnd, aber immer in der gleichen Reihenfolge. Es kann also nicht ein Leg vom einen Spieler angefangen werden und das nächste vom anderen.

  • 2. Abwechselnd, aber immer in der gleichen Reihenfolge. Es kann also nicht ein Leg vom einen Spieler angefangen werden und das nächste vom anderen.

    Möglich wäre des schon. Irgendein Team hat das letztes Jahr mal so gemacht. Weiß aber nicht mehr, welches es war. (Könnte Argentinien gewesen sein).

  • Möglich wäre des schon. Irgendein Team hat das letztes Jahr mal so gemacht. Weiß aber nicht mehr, welches es war. (Könnte Argentinien gewesen sein).

    Dann wurden die Regeln geändert, oder es ist niemandem aufgefallen. In den Anfangsjahren war das Wechseln üblich, irgendwann aber sollte immer die gleiche Reihenfolge eingehalten werden.


    Es sei denn, ich erzähle kompletten Müll.

  • Auch wenn das mit Uganda als afrikanisches Land so kurz vor Beginn des Turniers natürlich schonmal ein enormer Stimmungsdämpfer ist, freue ich mich dennoch ungemein auf den Auftakt heute Abend sowie die weiteren kommenden 3 Tage, ab morgen auch vor Ort :)1.D.

  • Möglich wäre des schon. Irgendein Team hat das letztes Jahr mal so gemacht. Weiß aber nicht mehr, welches es war. (Könnte Argentinien gewesen sein).

    Weiß da jemand mehr? Also wie der eine vorredner schon meinte, früher war das definitiv nicht möglich und wäre mir absolut neu, weil das Spiel dadurch viel chaotischer würde- alleine für den Caller

  • Habe mir jetzt aus Interesse nochmal das Match Deutschland gegen England von letztem Jahr angeschaut, weil mir dieses Reihenfolgenthema tatsächlich auch nicht so bewusst war. Zumindest in diesem Beispiel haben immer dieselben Spieler die Legs für ihr Team begonnen - Littler für England und Pietreczko für Deutschland, und zwar unabhängig ob als An- oder Nachwerfer. Dadurch im Übrigen aber auch nicht durchgehend dieselbe Reihenfolge, sondern eben zwei Reihenfolgen, die sich dann durch das Match gezogen haben: Pietreczko/Littler/Schindler/Humphries bei Anwurf Deutschland und Littler/Pietreczko/Humphries/Schindler bei Anwurf England.

  • Habe mir jetzt aus Interesse nochmal das Match Deutschland gegen England von letztem Jahr angeschaut, weil mir dieses Reihenfolgenthema tatsächlich auch nicht so bewusst war. Zumindest in diesem Beispiel haben immer dieselben Spieler die Legs für ihr Team begonnen - Littler für England und Pietreczko für Deutschland, und zwar unabhängig ob als An- oder Nachwerfer. Dadurch im Übrigen aber auch nicht durchgehend dieselbe Reihenfolge, sondern eben zwei Reihenfolgen, die sich dann durch das Match gezogen haben: Pietreczko/Littler/Schindler/Humphries bei Anwurf Deutschland und Littler/Pietreczko/Humphries/Schindler bei Anwurf England.

    Also ich bilde mir auch ein dass es früher die Regel mit der festen Reihenfolge gab, aber schon vor ein paar Jahren ist mir dann in einem (kann auch nen ziemlich "unwichtiges" gewesen sein) Spiel aufgefallen, dass das eine Land auf einmal die Reihenfolge gewechselt hat. Und zu meiner großen Verwirrung wurde das eben weder vom Caller, der gegnerischen Mannschaft, oder aber den Kommentatoren thematisiert ?(

    Also wenn ich da keinen totalen Blackou hatte wird es irgendwann geändert worden zu sein!?

    PS: Kann auch sein dass das Land die Reihenfolge vom Anwerfer abhängig gemacht hat, also der eine Spieler die eigenen Legs eröffnet hat und der andere in den Legs vom Gegner dann als erster gescored hat :/

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Kurz vor dem Beginn meines Lieblingsturniers will ich noch meine Einschätzung abgeben.

    Gruppe A

    Ich sehe für Deutschland ebenfalls ernste Probleme in der Gruppe. Klar ist man trotzdem Favorit, aber Schindler und Pietreczko sind aktuell beide wirklich weit von ihrer Topform entfernt. Und dann kann es bei zwei unangenehmen Gegnern schnell eng in der Gruppe werden. Ich vermute, dass Schindler und Pietreczko wirklich in beiden Spielen eine gute Leistung zeigen müssen, wenn es für die KO-Runde reichen soll.

    Hauptkonkurrent um den Gruppensieg sind für mich die Philippinen. Die bringen wirklich alles mit. Sowohl Toylo als auch Nebrida können auf einem richtig hohen Niveau spielen. Beide besitzen mittlerweile auch durch die WM-Teilnahmen eine gewisse Erfahrung auf der Bühne. Sie kennen den Doppelmodus aus der Heimat sehr gut und sind für diesen mit ihrem langsamen Rhythmus und dem ausgedehnten Vorbereitungsritual auch weniger anfällig. Zudem gehören erfahrungsgemäß beide zu den besten Finishern, sodass auch die Wurfreihenfolge nicht entscheidend sein sollte.

    Neuseeland hingegen würde ich nicht so hoch handeln. Traditionell spielen die zwar ein gutes Niveau, aber in den entscheidenden Momenten haben den Kiwis bisher eigentlich immer die Nerven versagt, um mal einen größeren Erfolg einzufahren. Zudem sind meiner Meinung nach Robb und Puha das potenziell stärkste Duo bei den Neuseeländern, weil da einfach die Chemie stimmt und sich beide gut ergänzen – auch wenn Tata jetzt seit über einem Jahr wirklich gut in Form ist.

    Tipp: Philippinen

    Gruppe B

    In dieser Gruppe lautet mein Favorit Hong Kong. Auch wenn Leung und vor allem Lee nicht immer die große Konstanz an den Tag legen, zählen sie für mich sogar zu den Geheimfavoriten auf den Turniersieg. An guten Tagen haben sie in der Spitze das Niveau, dazu funktionieren beide als Team einfach sehr gut und haben sich bis jetzt Jahr um Jahr gesteigert.

    Belgien befindet sich hingegen in einem wirklich traurigen Zustand, wenn man bedenkt wie stark das Land gerade beim World Cup sonst immer wieder aufgestellt war. Dimi hat zuletzt zwar wieder positive Ansätze gezeigt, dafür ist bei De Decker mittlerweile seit vielen Monaten die Luft raus. Ich sehe kaum Chancen, dass sich die beiden so sehr aufrappeln, um auch nur die Gruppenphase zu überstehen.

    Slowenien wird vermutlich nur eine untergeordnete Rolle spielen. Pratnemer ist zwar auf einem soliden Level unterwegs, aber das wird wohl nicht reichen, um die Slowenen zu einem Sieg zu führen. Auch wenn ich seinen Partner Bozicek ehrlich gesagt null einschätzen kann.

    Tipp: Hong Kong

    Gruppe C

    Für Wales sehe ich es als großen Vorteil an, dass sie die Gruppenphase spielen. Clayton liegt die Rolle als Leader nicht wirklich und Kenny ist vom Niveau her noch einmal schlechter als es Williams 2024 war. Damals ist Wales – trotz einer zugegebenermaßen guten Leistung – gleich im ersten Spiel ausgeschieden. Dieses Jahr können sich Clayton und Kenny in der Gruppe etwas warm spielen.

    Dabei könnte Litauen aber noch zu einem Stolperstein werden. Labanauskas ist seit vergangenem Jahr größtenteils wieder richtig gut in Form und auch stark genug, um ein Spiel gegen einen stärkeren Gegner zu beeinflussen und ziehen. Viel wird davon abhängen, wie stark der in seinen Leistungen doch sehr schwankende Barauskas seinen Kapitän dieses Jahr unterstützen kann.

    Für Thailand wird hingegen nichts zu holen sein. Die hatten zwar beim Qualifikationsturnier ein Spiel mit einem Schnitt von über 90 dabei, im entscheidenden Spiel aber doch ziemlich Massel, um sich mit knapp unter 70 durchgesetzt zu haben. Das reicht von der Konstanz nicht.

    Tipp: Wales

    Gruppe D

    Diese Gruppe halte ich tatsächlich für relativ offen. Bei Irland wird es spannend sein, wie die Dynamik zwischen O’Connor und Mansell aussieht. O’Connor und Barry waren für mich jedenfalls kein gutes Match. O’Connor ist auf jeden Fall individuell klar der beste Spieler der Gruppe.

    Singapur muss man beim World Cup immer als potenziellen Stolperstein auf dem Zettel haben. Punktuell hat Paul Lim immer noch die Qualität und vor allem die Erfahrung, um Spiele zu entscheiden. Zudem hat sich letztes Jahr schon abgezeichnet, dass er mit Tan einen besseren Partner an seiner Seite hat, als es zuletzt mit Harith Lim der Fall war.

    Ganz abschreiben würde ich übrigens auch Gibraltar nicht. Galliano und Hewitt haben sich in den letzten Jahren wirklich gemacht, was auch die drei Siege in den letzten drei Jahren unterstreichen. Qualitativ gibt es innerhalb eines Spiels zwar zumeist eine brutale Streuung, aber es sind eben auch oft genug Legs dabei, um ein Spiel am Ende auch zu gewinnen.

    An dieser Stelle ist es natürlich schade, dass Uganda trotz sportlicher Qualifikation nicht teilnehmen kann. Die hätten für mich von allen Neulingen das meiste Potenzial gehabt und es wäre grundsätzlich eine schöne Geschichte gewesen.

    Tipp: Irland

    Gruppe E

    Ich gehe zwar mit, dass Polen in dieser Gruppe zurecht der Favorit ist, aber den durchaus gehandelten Geheimfavoriten für das Turnier sehe ich in Ratajski und Bialecki noch nicht. Dass sie ein solides Duo sein können, haben sie schon 2022 unter Beweis gestellt und sollten dieses Jahr noch deutlich besser in Form sein. Wofür es am Ende reicht, halte ich aber für noch nicht absehbar.

    Darüber hinaus könnte die Gruppe doch recht knifflig werden. Für Portugal zeigt sich De Sousa beim World Cup eigentlich immer recht gut in Form und schafft es oft genug, selbst seine teils sehr schwachen Partner mitzuziehen. An einem guten Tag ist er immer noch eine ernsthafte Gefahr. Wenn sein diesjähriger Partner Camacho etwas besser performt als seine Vorgänger, ist für Portugal vielleicht sogar ein Weiterkommen drin.

    Grundsätzlich sollte auch die Schweiz das Potenzial mitbringen, um den Gruppengegnern Probleme zu bereiten. Bei Bellmont läuft es dieses Jahr aber noch nicht wirklich so, dass man zuversichtlich in den World Cup gehen könnte. Mit Walpen hat er zumindest den Spieler als Partner, der meiner Meinung nach die höchste Leistungsdecke bei den restlichen Schweizern mitbringt.

    Tipp: Polen

    Gruppe F

    In dieser Gruppe ist Schweden der klare Favorit. De Graaf ist mit seinem Turniersieg zuletzt gerade rechtzeitig in Form gekommen und bildet zusammen mit Lukasiak ein eingespieltes und erfahrenes Team. Lukasiak legt zwar zuweilen eine ganz schöne Nervenschwäche an den Tag, war aber gerade beim World Cup in den letzten Jahren im Finish ziemlich stark unterwegs.

    Zumal den Schweden jetzt nicht der größte Gegenwind droht. Südafrika ist seit dem Formverlust von Petersen nur noch bedingt gefährlich. Ich bin aber mal auf das Team mit Filby gespannt. Bei ihren Auftritten vor zehn Jahren haben die als Doppel echt gut funktioniert. Da waren bei vier Spielen im Doppel zwei Partien mit einem Average über 90 und eine mit über 85 dabei.

    Die Mongolen können zwar auch auf einem gewissen Niveau spielen, aber für den großen Wurf wird es mit einem Average unter 80 wohl nicht reichen. Ich freue mich trotzdem, nachdem die Mongolei in den letzten Jahren doch ihre Spuren auf der Asian Tour hinterlassen hat.

    Tipp: Schweden

    Gruppe G

    Neben der deutschen Gruppe ist das für mich die schwerste Auslosung für eines der gesetzten Teams. Zumal sich auch Australien aktuell nicht in Topform präsentiert. Heta war zwar zuletzt durchaus auf dem aufsteigenden Ast, aber der World Cup ist dann noch mal eine andere Aufgabe. Und Leek kann man auf der großen Bühne noch überhaupt nicht einschätzen.

    Deshalb haben für mich vor allem die USA eine gute Chance auf das Weiterkommen. Mit Sevada und Buntz sind zwei Spieler am Start, die schon Erfahrungen bei Majors sammeln konnten und auch relativ stabil in der Lage sind, um die 90 Punkte im Schnitt zu spielen. Gerade Buntz besitzt doch ein relativ hohes Topniveau, auch wenn er es nicht immer bestätigen kann.

    Auch Kanada sollte in dieser Gruppe durchaus seine Chancen haben. Mit Long und Cameron sind zwei solide Spieler am Start, die keinen totalen Schiffsbruch erleiden sollten. Ich denke auch, dass diese Paarung etwas besser passen könnte als zuletzt mit Campbell, der individuell doch recht stark auf seine Aufnahmen reagiert und mit seiner Art den Partner beeinflussen könnte.

    Tipp: USA

    Gruppe H

    In dieser Gruppe wird es interessant zu sehen sein, wie Tschechien seiner Favoritenrolle gerecht wird. Die Tschechen waren ja trotz einiger sehr starken Leistungen mit der Paarung Sedlacek und Gawlas fast schon notorisch erfolglos, sodass bisweilen auch die Nerven zum Problem wurden. Gerade Sedlacek liefert beim World Cup aber eigentlich immer ab.

    Dänemark ist für mich so ein bisschen die Wildcard im Turnier. Die kann ich wirklich überhaupt nicht einschätzen. Da ist für mich vom Ausscheiden in der Gruppenphase bis zu einem Sieg in der KO-Runde alles drin. Das liegt vielleicht auch daran, dass Jorgensen und Graversen nicht die konstantesten Spieler sind, wobei Graversen dieses Jahr auf der Nordic & Baltic Tour echt aufgezeigt hat.

    Bei Indien bleibt zu hoffen, dass Kumar in diesem Jahr etwas besser von seinem neuen Partner Goenka unterstützt wird. Wenn Kumar einen Lauf schiebt oder in den wichtigen Momenten Akzente setzt, könnte das dann schon für Probleme bei den Gegnern sorgen.

    Tipp: Tschechien

  • Gruppe I

    Für mich ist das tatsächlich eine ziemlich offene Gruppe. Auf dem Papier ist Österreich mit zwei Tour Card Holdern der Favorit. Zumal Mensur sich in der besten Form seit vielen Jahren präsentiert. Rusty macht aber durchaus Sorgen, der ist aktuell alles andere als stabil in seinen Leistungen. Wobei sie es letztes Jahr mit zwei Spielen über 90 gut gelöst bekommen haben.

    Dennoch rechne ich Frankreich Chancen auf den Gruppensieg aus. Tricole ist zwar ein absolutes Nervenbündel, kann spielerisch an einem guten Tag aber durchaus mit Mensur mithalten. Und auch bei Thuillier sehe ich es so, dass er spielerisch auf ungefähr demselben (zumindest aktuellen) Niveau von Rusty spielen kann. Sollten die Nerven halten, ist also durchaus etwas drin, auch wenn den Österreichern die Erfahrung in die Karten spielen sollte.

    Selbst China würde ich in dieser Gruppe nicht komplett abschreiben. Mit Zong ist zumindest der Topspieler auf einem Niveau, dass er gewisse Dinge an einem guten Tag in seine Richtung lenken kann und der immer stabiler in seinen Leistungen wird. So war es zwar durchaus glücklich, aber eben auch kein reiner Zufall, dass China die letzten beiden Jahre jeweils ein Spiel gewinnen konnte.

    Tipp: Österreich

    Gruppe J

    Spannende Gruppe, weil Lettland mit die schwächste der gesetzten Nationen ist. Razma liefert zwar immer wieder gute Leistungen und kann ein Spiel auch mal im Alleingang zu ziehen, aber seine Partner sind sehr schwankend unterwegs. Das gilt auch für Melderis, der von allen sonstigen Letten vielleicht in der Spitze die besten Leistungen bringt, aber eben auch mal komplett einstürzen kann und nicht immer den sichersten Eindruck macht. Dennoch hat sich Lettland eigentlich immer teuer verkauft, was nicht zuletzt die insgesamt positive Bilanz beim World Cup unterstreicht.

    Deshalb gilt auch in diesem Jahr, dass Italien eine Chance besitzt, die sich in den vergangenen Ausgaben mit einem starken Turetta an der Spitze zu einer konkurrenzfähigen Nation gemausert haben. Mal sehen, ob Castelli auch einige Momente beisteuern kann, wie das zuletzt mit den beiden Massimos der Fall war.

    Die Jungs von Trinidad & Tobago werden hingegen wohl eher kein Land sehen. Ich freue mich zwar durchaus auf das Debüt von Balfour und Walklin und liebe solche Underdogs, aber dafür waren die Leistungen beim Qualifikationsturnier trotz einiger guter Legs einfach nicht gut genug.

    Tipp: Lettland

    Gruppe K

    Auch wenn es sich nur um Teams aus der zweiten Reihe handelt, kann man hier meiner Meinung nach schon von einer Todesgruppe sprechen. Zumindest dürfte es die ausgeglichenste Gruppe im gesamten Turnier mit drei ähnlich starken Paaren sein. Die formal gesetzten Kroaten können sich mit Krcmar zwar auf einen individuell starken Spieler verlassen, der mit einem Grbavac als Partner aber wohl besser dran wäre als mit dem sehr formschwachen Ljubic.

    Japan ist traditionell für eine Überraschung gut und hat eigentlich jedes Jahr zwei Spieler mit einem zumindest ordentlichen Niveau am Start. Sakai hat sich über das letzte Jahr als der konstanteste Spieler aus Japan erwiesen, der zudem auch auf anderen großen Bühnen wie der WM und der World Series überzeugen konnte. Muramatsu könnte man sogar als den historisch erfolgreichsten japanischen Spieler in der PDC bezeichnen. Er war im letzten Jahrzehnt regelmäßig für die WM qualifiziert, war bei den großen Runs der Japaner im World Cup dabei und ist darüber hinaus dieses Jahr auf der Asian Tour außerordentlich erfolgreich und dementsprechend gut in Form.

    Bei Spanien steht vor allem Rückkehrer Reyes mit seiner starken Saison im Fokus, der noch vor Krcmar der individuell beste Spieler der Gruppe sein dürfte. Mit Justicia steht ihm zudem ein recht erfahrener und halbwegs solider Partner an der Seite, der das Niveau durchaus mal mitgehen kann. Dennoch würde ich insgesamt die Japaner als das beste Team einschätzen.

    Tipp: Japan

    Gruppe L

    Auch hier haben wir eine recht ausgeglichene und interessante Gruppe, in der alle drei Nationen in den letzten Jahren einige Fortschritte gemacht haben. Der ausschlaggebende Faktor in dieser Gruppe dürfte Dekker für Norwegen sein. Nicht zuletzt durch seine Erfahrung auf der Pro Tour ist er individuell der beste Spieler der Gruppe und dominiert diese Saison auch auf der Nordic & Baltic Tour. Mit Sivertsen hat er letztes Jahr ganz gut harmoniert, auch wenn da noch Luft nach oben ist.

    Bei Gruppenkopf Finnland freue ich mich über die Rückkehr von Haavisto. Zusammen mit Masalin bildet er vielleicht das ausgeglichenste Duo der Gruppe, denen man durchaus etwas zutrauen kann. Haavisto hat dieses Jahr auch bei seinem Auftritt auf der European Tour schon geliefert. Dennoch scheint mir das Potenzial bei den Topspielern der beiden anderen Teams höher.

    Denn auch Kovacs hat sich dieses Jahr bereits sehr gut auf der European Tour präsentiert. Zu guten Leistungen war er schon immer fähig, aber zuletzt hat er auch eine gewisse Konstanz in seine Spiele bekommen. Das ist ihm jahrelang etwas abgegangen, sodass es bisher nie zu größeren Erfolgen gereicht hat. Bei Szekely ist es hingegen wie bei den meisten anderen ungarischen Spielern auf diesem Niveau noch ziemlich wild.

    Tipp: Norwegen

    Gesetzte Nationen

    England geht wieder einmal als großer Favorit in das Turnier. Ich bin aber überzeugt davon, dass sie auch in diesem Jahr nicht den Gesamtsieg holen – wie eigentlich immer, wenn die Chemie im Team England nicht gestimmt hat. Das Resultat aus dem Vorjahr gibt trotz gutem Average jedenfalls wenig Zuversicht und bei seiner Antipathie gegenüber dem deutschen Publikum dürfte Littler auch nicht die größte Lust verspüren. Das kann dann schnell wieder in Frust umschlagen.

    Auch die Niederlande weisen in diesem Jahr eine Traumpaarung und das zumindest nominell stärkste Duo seit den Glanzzeiten der letzten Dekade auf. Auch hier bin ich jedoch skeptisch, ob es für den Turniersieg reicht. Van Gerwen hatte zuletzt wieder einige Monsterauftritte, aber eben auch weiterhin riesige Schwankungen in seinem Spiel und van Veen scheint seit dem Jahresanfang nicht mehr wirklich in Tritt zu kommen. Da ist der Druck doch auf beiden Seiten hoch.

    Mein Turnierfavorit ist dementsprechend der aktuelle Titelverteidiger aus Nordirland. Während fast alle anderen Nationen aus dem erweiterten Favoritenkreis einen unerfahrenen beziehungsweise formschwachen Spieler aufweisen oder bisher als Duo nicht überzeugt haben, erfüllen Rock und Gurney auf dem Papier alle Voraussetzungen. Beide besitzen die Qualität und die Erfahrung, harmonieren als Team, waren in diesem Format bereits erfolgreich und zumindest Rock ist gut in Form, während Gurney etwas durchhängt – das war aber vergangenes Jahr nicht anders.

    Analog zu meiner Einschätzung bei Wales gilt für Schottland das genaue Gegenteil: Anderson und Menzies hätte in meinen Augen die Teilnahme an der Gruppenphase gut getan. Nicht nur, weil Schottland letztes Jahr bereits als gesetzte Nation im ersten Spiel untergegangen ist. Anderson hatte im Doppel in den letzten Jahren bei dem für ihn sehr langsamen Rhythmus bisweilen einfach seine Probleme und Menzies steht mit der Kombination aus Nervenbündel und Nationalstolz vermutlich schon beim ersten Dart kurz vor dem Kollaps.

    Turniertipp: Nordirland

  • Dann wurden die Regeln geändert, oder es ist niemandem aufgefallen. In den Anfangsjahren war das Wechseln üblich, irgendwann aber sollte immer die gleiche Reihenfolge eingehalten werden.


    Es sei denn, ich erzähle kompletten Müll.

    Ist es nicht so: Kein Wechsel der Reihenfolge während eines gesamten Spiels, aber Wechsel bei nachfolgenden Spielen (wiederum fürs gesamte Spiel) möglich?

  • Muramatsu hat einfach diese wirklich gute Grundqualität und dazu kann er noch richtig gut rechnen. Schön, dass er mal wieder beim World Cup dabei ist.

    Und Respekt, das Spiel nach dem starken Start der Kroaten noch zu gewinnen.

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