Mal davon abgesehen von dieser coolen Story um James und dass er auf diesem Topniveau weiterhin die einzige Konstante ist und wohl auch noch auf einige Jahre bleiben wird war da für mich abgesehen vom 1. Tag wieder sehr viel Einheitsbrei mit dabei, gerade eben am Finaltag und der letzten Session. Das was die European Tour für mich eher ausmacht, sind eben solche Spiele wie diese zwischen Huybrechts und Bialecki, die wir da am Freitag erlebt haben, wie gesagt sicherlich mit eines der wenigen Highlightspiele in diesem Jahr auf der ET. Aber ansonsten geht da für mich auch durch die vielen Absagen immer mehr verloren und das Interesse wird dadurch zumindest bei mir echt weniger, erst recht wenn ich dann sehe wie viele Spiele Spieler wie ein Reyes und Bialecki im Vergleich zu einem Bunting gewinnen um nur annähernd komfortabel sich ins Feld für Dortmund spielen zu müssen, was ich eine absolute Farce finde. Auch muss ich sagen, dass mir diese offene Auslosung in Runde 1 komplett fehlt, was eben auch ein Grund für die immer wiederkehrenden Spiele ist. Man muss auch ehrlich sein, dass davon auch gerade Niko und Cullen bspw. sehr profitiert haben, indem beide gefühlt glaube mind. in jedem 2. ET-Tour Turnier direkt auf einen Host Nation Qualifier getroffen sind, wo beide ja quasi schon mit mindestens 3.500 Pfund fast schon planen können. Sehe das daher für den TV-Zuschauer auf lange Sicht hin durchaus problematisch. Klar sind da immer mal wieder ein paar coole Storys mit dabei wie bspw. mit den jeweils zweifachen neuen ET-Champions Nijman und R. Smith bzw. einem weiteren neuen Champion Luke Woodhouse oder jetzt eben dem Titel für Wade nach jahrelanger Durststrecke, aber das was manche vielleicht bei den Majors zwischen den beiden Lukes als Langeweile erachten verspüre ich inzwischen bei ET-Achtelfinal/Viertelfinalspielen Noppert-R. Smith, Searle-Dobey oder auch Woodhouse-Joyce, und das sage ich bei all der Klasse die gerade R. Smith und Woodhouse in diesem Jahr an den Tag legen, auch wenn ich gerade beim "Smudger" immer etwas den Eindruck habe, dass er sich durch die meisten Partien irgendwie durchbeißt anstatt spielerisch zu brillieren. Ich finde das weniger werdende Interesse merkt man auch hier im Forum ganz gut, wo es inzwischen sogar deutlich weniger Seiten an Beiträgen gibt wie noch vor ein paar Jahren, also quasi komplett entgegengesetzt zu dem ausgebrochenen Hype, der gerade nochmal nach Corona und auch bedingt durch einen gewissen Herrn Littler ausgebrochen ist.
Und zu dem Thema Absagen ist egtl. schon vieles gesagt, aber meiner Meinung nach müsste man inzwischen echt die Pflicht einführen, dass Spieler mindestens die Hälfte der Turnierserie spielen müssen um eben beim Finalturnier dabei zu sein, denn nehmen wir gerade mal den Fall Littler: Was glaubt ihr denn, wenn er nächstes Jahr wie die letzten 3 Jahre auch wieder das 1. ET-Event des Jahres gewinnen wird wie oft er dann im weiteren Verlauf des Jahres auf der ET aufschlagen wird: richtig im Optimalfall 2-3 weitere Turniere um eben die EDC safe zu machen, wenn er diese nicht noch dieses Jahr abhacken kann, sodass er da dann auch nicht mehr unbedingt darauf angewiesen ist. Und das kann ja wohl nicht im Sinne der PDC Europe sein, wenn er jetzt zusätzlich zu den ganzen Turnieren in Deutschland auch die einzigen Events über das Jahr gesehen in Ungarn, der Slowakei oder auch bald womöglich Frankreich auslässt.
Ich bin gerade echt auch an dem Punkt, wo ich befürchte, dass die ET bzw. EDC von der Wichtigkeit her Gefahr läuft zu den 2. PC-Finals zu mutieren bzw. werden, wo mir die Entwicklung ebenfalls ganz und gar nicht gefällt, so viel zu meinem Standpunkt.