Umfrage zum wurfgefühl "gute Spieler" (plus minus 60+)

  • Hallo zusammen. Ich würde gerne mal eine Umfrage an die "guten Spieler" bezüglich des wurfgefühls machen. Es geht mir weniger um Technik sondern um das Gefühl beim Wurf weil ich gerne verstehen würde was gute Spieler beim Wurf fühlen.

    Ich habe mal in den Titel 60+ geschrieben, aber wer etwas weniger wirft kann natürlich auch mitmachen.

    Hier sind ein paar Fragen, ihr könnt die ja kopieren und in die Antwort schreiben.


    Fragen zum Griff:

    1) griffstärke: Welchen druck fühlt ihr in etwa auf einer Skala von 1 (minimaler Druck so dass der dart fast rausrutscht) und 10 (richtig fest zusammendrücken)?

    2) verlauf des griffdrucks: fühlt ihr einen gleichmäßigen Druck vom Zielen über zurückziehen und release oder ändert sich das?

    3) bei welchen fingern fühlt ihr den hauptdruck?

    Wurf:

    1) Tempo des zurückziehens: eher langsam und geführt oder eher "ballistisch", also die Hand quasi "zurückfliegen" lassen?

    Kleine Pause am umkehrpunkt oder eher dynamisch von zurückziehen zum Wurf Übergang?

    2) Wurf tempo: eher fest und direkt oder locker und gefühlvoll im leichten Bogen ?

    3) beschleunigungsverlauf: eher gleichmäßig geführt oder dynamische Beschleunigung zum Release hin?

    4) wo ist euer gefühlsfokus beim Wurf? Eher ein Interner Fokus auf die Gelenk und muskelbewegungen von unterarm und Handgelenk oder ein externer Fokus auf den Kontakt des darts mit den fingern und das bewegen des darts auf das Ziel hin?

    5) fühlt ihr die "teilbewegungen" des wurfs, also erst unterarm und arm ende beim Release den "snap" im Handgelenk, oder fühlt ihr eine flüssige Bewegung als eine Einheit?

    Ist natürlich am Ende individuell, aber wäre spannend zu sehen ob es da Trends gibt.

  • Diese Fragen wird dir ein guter Spieler wahrscheinlich nicht beantworten können.

    Nicht, weil er nicht will, sondern weil er beim Wurf nicht über Druckskalen, Beschleunigungsverläufe oder Teilbewegungen nachdenkt.

    Das läuft komplett automatisch. Wer anfängt, alles zu zerlegen, macht sein Gefühl kaputt.

  • Was ich nur sagen kann ist das Wurfgefühl ist nicht immer gleich...es kann sich sogar innerhalb eines Spiels ändern.

    Ein guter Spieler macht den Unterschied dadurch, dass er auch mit ungewohntem Gefühl zurechtkommt, sich anpassen kann nd nicht alles zerdenkt.

    Er verlässt sich auf seine Stärken und nicht darauf, dass er den Dart immer exakt an der gleichen Stelle hält.

  • Deinen letzten Satz kann ich nur ganz ganz fett unterstreichen!

    Ich habe jahrelang die Darts gesucht an denen ich immer den gleichen Griffpunkt habe - da gibt's ja einige die sowas anbieten....nie hat sich ein so gutes Gefühl eingestellt wie bei meinem Set das ich zu Beginn der Überlegung gespielt habe.

    Vor knapp 2 Jahren - auch nach einem Handmade Dart aus Nürnberg - hab ich die alten Darts nochmal rausgeholt.

    Sie rutschten zwar etwas aber das Gefühl war zurück!

    Und der Spaß!

    Jetzt bemerke ich hin und wieder dass meine Darts steiler stecken - dann hätte ich sie weiter vorn oder hinten....naja passiert...

    Ich verstehe das die Fragen dich interessieren! Fände die Antworten auch spannend.

    Ggf kannst dir jemand beantworten der eine extrem gute Visualisieren seines Wurfes hat und es daraus ableiten kann - aus nen realen Wirf halte ich das für fast unmöglich denn dann ist das Gefühl fort wenn die Aufmerksamkeit darauf liegt.

    Einzig auf Frage 4 hab ich meine Antwort: der Fokus ist auf dem Feld was ich treffen will

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Er verlässt sich auf seine Stärken und nicht darauf, dass er den Dart immer exakt an der gleichen Stelle hält.

    Ich würde sagen "JaEin", denn dazu muss der Spieler seine Stärken und Schwächen auch kennen!

    Und diese erkennt er meiner Ansicht nach nur, wenn er sich ausreichend mit sich selbst und seinem Wurf beschäftigt hat, was bei ihm gut funktioniert und wo es nicht geht etc.pp. Dann auch die Stärke zu erkennen, dass und vor allem warum ! man gerade "falsch" spielt und den Schwenk wieder zum "richtigen" Wurf hinzubekommen.

    Am Ende muss meiner Erfahrung nach das "Gefühl" für den Wurf passen und dann klappt es auch. Wenn das nicht vorhanden ist, muss man schnell und emotionslos in der Lage sein, das Gefühl zurückzubekommen / es zu erschaffen. Sonst setzt der Kopf ein und dann geht das Spiel in die Binsen.

  • Auch ich halte es für einen interessanten Ansatz, würde aber die Vorgehensweise nicht so wählen. Und wie du merkst, kann dir wohl niemand deine Fragen vollständig beantworten. Ich finde es gut und richtig, dass du dir selbst diese Fragen stellst, weil das alles potentielle Stellschrauben sind, deinen Wurf zu verbessern. Weil es aber sooooo viele unterschiedliche erfolgreiche Arten gibt, diese komischen Spicker auf dieses Brett zu werfen, ist es ehr fraglich, ob ein Trend dir überhaupt hilft, sofern es denn überhaupt einen gibt. Der Punkt ist, dass du deinen Wurf analysieren musst und die Punkte identifizieren musst, die deinen Wurf konstanter machen. Wenn ich mir die Würfe von manchen Weltklassespielern ansehe (und es gibt ja von fast jedem eine detailliertere Wurfananlyse auf YT), dann weiß ich, dass ich so nie im Leben werfen könnte. Die Varianz ist einfach zu groß.

    Was ich gemacht habe ist, mir sehr viele Videos auf YT zu diesem Thema anzusehen und dabei immer wieder Punkte aufzuschreiben, von denen ich denke, dass sie evtl. meinen Wurf besser machen. Das ganze dann am Board versuchen, 90% wieder verwerfen, aber 10% bleiben hängen.

    Wenn du es sehr viel systematischer angehen willst, dann kannst du dir bei einem Coach eine Wurfananalyse erstellen lassen (die natürlich etwas kostet). Ichhabe davon bisher Abstand genommen, weil ich befürchte, dass es am Ende heißt, ich müßte meinen Wurf von Grund auf verändern. Aber man weiß auch, dass dies nicht so ohne Weiteres möglich ist. Ich will ja kein Tourcard-Spieler werden sondern mich einfach auf ein für mich gutes akzeptables Level verbessern (mein derzeitiger Avg ist so in etwa 55-60).

    Die Stellschrauben, die mir sehr weitergeholfen haben (neben den offensichtlichen Faktoren wie fester Stand etc, auf die ich nicht mehr eingehe):

    - ich lasse mir Zeit beim Wurf und durchlaufe ca. 2 Sek. eine "Hochkonzentrationsphase" vor dem Wurf

    - ich achte darauf, dass ich absolut ruhig bin nach dieser Phase und vor dem Wurf. Wenn ich merke, dass die Hand/Unterarm nicht komplett ruhig ist, dann kann ich den Wurf vergessen, er geht bei mir dann garantiert links oder rechts daneben.

    - ich schiebe den Unterarm/Ellenbogen etwas nach vorne, dadurch bekommt der Wurf mehr eine Art Schnappbewegung. Dadurch wird die Wurfbewegung bei mir konstanter

    - ich achte darauf, dass sich ausschliesslich der Unterarm bei dieser Schnappbewegung bewegt, der ganze Körper ansonsten komplett ruhig ist

    Das sind MEINE Stellpunkte für meinen Wurf, deine werden wieder anders sein, aber die musst du eben selbst herausfinden. Viel Erfolg dabei.

    14-Darter

  • Wenn es um Einflussfaktoren für den Wurf geht und Selbststudium: die Bücher von Harald Jansenberger!

    Oder ein guter Coach - und der wird nie ohne den Wunsch eines Coachees den kompletten Wurf ändern wollen!

    Und das in ein Gefühl zu wandeln das genau wie ihr schreibt sich reproduzieren lässt - die Aufgabe!

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Die Bücher von jansenberger habe ich bereits und mache auch immer mal wieder Übungen daraus (früher fast täglich, jetzt etwas weniger).

    jansenberger hat sich auch meinen Wurf auf Video angeschaut und fand ihn technisch sehr gut wie er gesagt hat.

    Ich denke auch das mein Wurf in der grobform eigentlich ziemlich gut ist, wo ich noch Probleme habe sind die Feinheiten beim grip, griffdruck, release etc, oft habe ich das Gefühl das die Wurf Bewegung eigentlich präzise ist, aber ich nicht so ganz kontrolliere wo der dart hinausgeht. Gibt natürlich auch würfe wo ich klar merke der ist verzogen, aber oft eben auch das der dart quasi wie ein tanzender Schmetterling aus der hand geht und man nicht genau weiß wo er hingeht.

    Und damit meine ich nicht das der dart unruhig fliegt, sondern eher das der release etwas schwammig ist und der dart ein wenig aus der Hand rausrutscht.

    Habe da in den letzten Tagen imo durchaus eine positive Entwicklung bemerkt weil ich mich sehr auf konstanten Griffdruck und einen klaren release konzentriere, aber konstant klappt das noch nicht.

    Generell habe ich jetzt das Ziel weniger an der Technik selber und mehr am Gefühl und der Wiederholbarkeit des Gefühls zu arbeiten.

    Wobei ich auch wie oben geschrieben schon gelesen habe das selbst top Spieler nicht immer das gleiche gefühl haben und wege gefunden haben sich da anzupassen.

  • Aktuell spiele ich im Durchschnitt zwar nur um die 45, habe mich aber seit Oktober, als ich nach längerer Pause wieder mit regelmäßigem Training angefangen habe, um ca. 10 Punkte gesteigert und bin an guten Tagen auch mal dazu im Stande, ein BO5 mit 50+ zu spielen. Ich glaube deshalb, ganz gut beurteilen zu können, welche Faktoren bei mir für ein gutes Spiel stimmen müssen.

    Griff:

    1) griffstärke: Welchen druck fühlt ihr in etwa auf einer Skala von 1 (minimaler Druck so dass der dart fast rausrutscht) und 10 (richtig fest zusammendrücken)?

    Ich habe viel mit der Griffstärke experimentiert und festgestellt, dass mir der Dart öfters schon vor dem eigentlichen Release-Point unkontrolliert aus der Hand rutscht, wenn ich ihn zu leicht anfasse. Wenn ich ihn dagegen zu fest anfasse, verkrampft mein Arm relativ schnell, was mich dann Präzision und Ausdauer kostet. Daher ordne ich mich auf dieser Skala ziemlich mittig bei ner 5-6 ein weil leicht zu fest immer noch bessere Ergebnisse liefert als leicht zu schwach.

    2) verlauf des griffdrucks: fühlt ihr einen gleichmäßigen Druck vom Zielen über zurückziehen und release oder ändert sich das?

    Der Druck bleibt bei mir relativ gleichmäßig aber ich glaube, dass ich ihn gegen Ende der Rückzieh-Bewegung unterbewusst tendenziell eher leicht erhöhe, was, wie ich finde, dem Gefühl in den Fingerspitzen bei Abwurf etwas zugute kommt.

    3) bei welchen fingern fühlt ihr den hauptdruck?

    Ich halte den Dart relativ "spitz" zwischen Daumen und Zeigefinger, weswegen ich dort den Hauptdruck verspüre. Mein Mittelfinger berührt den Dart nur ganz leicht kurz vor dem Zeigefinger, was mir mehr Kontrolle verleiht. Das vordere Ende des Barrels liegt locker auf meinem Ringfinger, wodurch ich die Ausrichtung des Darts zum Ziel möglichst konstant halte.

    Wurf:

    1) Tempo des zurückziehens: eher langsam und geführt oder eher "ballistisch", also die Hand quasi "zurückfliegen" lassen?

    Kleine Pause am umkehrpunkt oder eher dynamisch von zurückziehen zum Wurf Übergang?

    Definitiv langsam und geführt, v.A. am Anfang. Wenn ich aber in den Tunnel komme und den Flow spüre, wird die Rückziehbewegung etwas schneller aber als "zurückfliegen" würde ich das trotzdem nicht bezeichnen. Bei der Pause vor dem Abwurf (vor der Beschleunigung halte ich den Dart etwa eine halbe Sekunde vor mein Dominantes Auge, so dass ich quasi durch den Dart mein Ziel fokussiere) verhält es sich ähnlich: Je mehr Flow, desto kürzere Pause.

    2) Wurf tempo: eher fest und direkt oder locker und gefühlvoll im leichten Bogen ?

    Eher fest und direkt. Auf der "van Barneveld - Nijman - Skala" würde ich mich bei der 7 verorten, wenn Barney 0 und Nijman 10 bedeutet.

    3) beschleunigungsverlauf: eher gleichmäßig geführt oder dynamische Beschleunigung zum Release hin?

    Diese Frage fällt mir am schwersten, weil ich hierauf noch nicht bewusst geachtet habe, würde aber intuitiv sagen, dass ich eher dynamisch beschleunige.

    4) wo ist euer gefühlsfokus beim Wurf? Eher ein Interner Fokus auf die Gelenk und muskelbewegungen von unterarm und Handgelenk oder ein externer Fokus auf den Kontakt des darts mit den fingern und das bewegen des darts auf das Ziel hin?

    Das, was du hier als externen Fokus bezeichnest, würde ich immer noch als inneren Fokus sehen weil du dich ja trotzdem auf dein Körpergefühl konzentrierst, wenn du dabei auf den Kontakt des Darts mit den Fingern und die Wurfbewegung konzentrierst. Externer Fokus wäre, wenn dieser NUR auf dem Ziel liegt und du nicht mal mehr bemerkst, was dein Körper da eigentlich gerade treibt.
    Im Spiel also Fokus definitiv extern, wenn man aber am Wurf arbeiten oder diesen einfach besser verstehen möchte, macht es im Training schon Sinn, den Fokus regelmäßig auf das Innere zu verlagern.

    5) fühlt ihr die "teilbewegungen" des wurfs, also erst unterarm und arm ende beim Release den "snap" im Handgelenk, oder fühlt ihr eine flüssige Bewegung als eine Einheit?

    Ich fühle nur eine einzige, flüssige Bewegung, der Snap im Handgelenk erfolgt bei mir ganz automatisch, wenn der Rest des Bewegungsablaufes auch stimmt.


    Auch wenn ich (noch) nicht ganz deinem gewünschten Skill-Level entspreche, hoffe ich, dass du aus meinen Ausführungen trotzdem was für dich mitnehmen kannst :)

    Short Leg: 20

    High Finish: 118

    180: 18
    171: 4

  • Hier auch mal meine Antworten qausi als Zwischenfazit. Merke das das gefühl manchmal schon automatisch und gefühlsorientiert ist aber noch nicht konstant. Mal sehen ob sich das noch ändert.

  • Ich bin zwar noch ein eher schlechter Spieler, aber ich antworte trotzdem mal:

    (Falls es unerwünscht ist, einfach ignorieren ;))

    1) griffstärke: Welchen druck fühlt ihr in etwa auf einer Skala von 1 (minimaler Druck so dass der dart fast rausrutscht) und 10 (richtig fest zusammendrücken)?

    eher gering (3-4), deshalb brauche ich auch Darts mit ausreichendem Grip

    2) verlauf des griffdrucks: fühlt ihr einen gleichmäßigen Druck vom Zielen über zurückziehen und release oder ändert sich das?

    Gleichmäßig

    3) bei welchen fingern fühlt ihr den hauptdruck?

    Daumen und Zeigefinger. Etwas weniger der Mittelfinger.

    1) Tempo des zurückziehens: eher langsam und geführt oder eher "ballistisch", also die Hand quasi "zurückfliegen" lassen?

    Langsam und kontrolliert. Deutlich langsamer als beim Throw

    Kleine Pause am umkehrpunkt oder eher dynamisch von zurückziehen zum Wurf Übergang?

    Keine Pause, fließende Umkehr

    2) Wurf tempo: eher fest und direkt oder locker und gefühlvoll im leichten Bogen ?

    Ich brauche etwas "Schmackes", sonst wird die Streuung zu groß

    3) beschleunigungsverlauf: eher gleichmäßig geführt oder dynamische Beschleunigung zum Release hin?

    Schwer zu sagen. In-between

    4) wo ist euer gefühlsfokus beim Wurf? (...)

    ...externer Fokus auf den Kontakt des darts mit den fingern und das bewegen des darts auf das Ziel hin?

    Das ist m.E. kein externer Fokus, sondern auch ein interner.

    Ich versuche ihn mittlerweile rein auf dem Board zu halten, also extern, was mir aber noch nicht immer gelingt

    5) fühlt ihr die "teilbewegungen" des wurfs, also erst unterarm und arm ende beim Release den "snap" im Handgelenk, oder fühlt ihr eine flüssige Bewegung als eine Einheit?

    Flüssig

    Interessant, dass du keine Frage zum Follow-Through gestellt hast.

    Der macht bei mir viel aus.

    Generell kann ich sagen:

    Seit ich aufgehört habe meinen Wurf zu beobachten und zu "zeranalysieren" und ihm einfach vertraue, läuft es besser.

    Ich kann mich nun auf Fokus, Rhythmus und Reproduzierbarkeit konzentrieren.

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"
    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

  • Ich möchte hier auch mal was dazu beitragen. Seit 3 Monaten hab ich kein Dart mehr gespielt, Scheibe und alles verkauft hatte keine Lust mehr. Davor hab ich 60 gespielt (Average über hunderte Legs. Natürlich waren auch viele Spiele mit 70er Average dabei (mit Spiele meine ich First to 5 nicht ein einziges Leg).

    Habe mir heute auf eBay für 30€ ne Scheibe mit Surround gekauft inklusive 18g Brass Darts von einem Starter Set (ich hab mindestens 50 Darts getestet in meiner Aktiven Zeit davor und ca 3h täglich gespielt phasenweise). Hab jetzt 30 Minuten gespielt und viele 80+ Aufnahmen geworfen. Möchte damit folgendes sagen:

    Wenn man den grundlegenden Ablauf einmal raus hat läuft es einfach, ab diesem Zeitpunkt hängt es fast nur noch davon ab wieviel man trainiert und natürlich auch wie/was man trainiert bzw spielt. Deine Fragen sind sehr interessant aber das ist viel zu extrem diese Herangehensweise meiner Meinung nach.

    Halt den Dart vor dein dominantes Auge, schau durch den Dart und dein Arm/Handgelenk aufs Ziel und zieh den Arm voll durch (follow trough). Dieser Ablauf ist am allerwichtigsten 99% der Profis machen das. Wie locker man den Dart hält wie weit zurückziehen usw sollte man meiner Meinung komplett ignorieren.

    Dominantes Auge, Sichtlinie, follow trough und extrem aufs Ziel starren. Man sollte auf keinen Fall daran denken wie man den Dart hält beim Spielen. Stell dir Ronaldo vor der einen Elfmeter schießt und überlegt wie schnell er rennen soll und wie viele Schritte er macht bevor er schießt und wo der Ball am besten aufliegt am Fuß usw.

    Das passende Setup macht aber einen großen Unterschied! Besondere wenn man einen außergewöhnlichen Grip hat. Letztendlich ist es natürlich jedem selbst überlassen was er macht bzw wie er sich vornimmt besser zu werden.

  • Halt den Dart vor dein dominantes Auge, schau durch den Dart und dein Arm/Handgelenk aufs Ziel und zieh den Arm voll durch (follow trough). Dieser Ablauf ist am allerwichtigsten 99% der Profis machen das. Wie locker man den Dart hält wie weit zurückziehen usw sollte man meiner Meinung komplett ignorieren.

    Dominantes Auge, Sichtlinie, follow trough und extrem aufs Ziel starren.

    Das mit dem Dart vor dem dominanten Auge geht z.B. bei mir gar nicht.

    Aufgrund von Fußproblemen muss ich komplett aufrecht stehen und bin zudem noch kreuzdominant. Da würde mein Unterarm extrem schräg stehen.

    Also ist Werfen neben dem Kopf angesagt und den Dart habe ich nur im peripheren Blickfeld. Geht aber auch.

    Wenn man den grundlegenden Ablauf einmal raus hat...

    Ja.Wenn.

    Aber bis dahin muss man halt schon mal das eine oder andere ausprobieren bis man seinen eigenen, individuellen Wurf gefunden hat.

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"
    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

  • Das mit dem Dart vor dem dominanten Auge geht z.B. bei mir gar nicht.

    Aufgrund von Fußproblemen muss ich komplett aufrecht stehen und bin zudem noch kreuzdominant. Da würde mein Unterarm extrem schräg stehen.

    Also ist Werfen neben dem Kopf angesagt und den Dart habe ich nur im peripheren Blickfeld. Geht aber auch.

    Ja.Wenn.

    Aber bis dahin muss man halt schon mal das eine oder andere ausprobieren bis man seinen eigenen, individuellen Wurf gefunden hat.

    Schau dir Phil Taylor an der war auch Kreuz dominant und hat es exakt so gemacht wie ich es beschrieben habe. Neben dem Kopf zu werfen ist extrem unvorteilhaft. Taylor selbst hat es genau erklärt, Bunting und weitere Profis. Schau dir an was 99% der weltbesten Spieler machen, alle haben exakt diese Gemeinsamkeit.

    Den Wurf finden ist eine eigenartige Vorstellung du wirst nicht morgen Aufwachen und auf einmal läuft alles. Sobald du anfängst dieses Prinzip der Wurfabfolge einzuhalten geht es bergauf. Alle anderen Sachen sind Feinheiten die jeder anders macht das ist richtig in diesem Sinne hat jeder seinen eigenen Wurf aber die grundlegenden Dinge die alle machen nicht zu beachten um sich auf extreme Nuancen zu konzentrieren ist einfach nur sinnlos.

  • Schau dir Phil Taylor an der war auch Kreuz dominant und hat es exakt so gemacht wie ich es beschrieben habe.

    Da hast du nicht alles gelesen, was ich geschrieben habe.

    Ja. Kreuzdominanz alleine wäre noch kein Grund neben dem Kopf zu werfen. Aber Phil Taylor konnte sein Gewicht und damit seinen Körper auf seinen rechten Fuß verlagern und somit die rechte Hand leichter vor das linke Auge bekommen. Das kann ich nicht.

    Neben dem Kopf zu werfen ist extrem unvorteilhaft

    Nein, nicht notwendigerweise. (Sonst wäre Michael Smith nicht Weltmeister geworden)

    Es kann sogar vorteilhaft sein für Leute die Probleme haben mit dem (wichtigen und notwendigen) externen Fokus, weil der Dart so nur in der Peripherie des Sichtfeldes erscheint.

    Ich habe mich über beides mit erfahrenen Trainern ausgetauscht.

    Den Wurf finden ist eine eigenartige Vorstellung du wirst nicht morgen Aufwachen und auf einmal läuft alles.

    Wer hat das behauptet?

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"
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  • joe cullen wirft ja neben seinem Gesicht.

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    Ich mag es aber auch lieber wenn der dart vor dem Gesicht ist.

  • Okay deine individuellen Probleme mit deiner Körperhaltung lassen wir bei Seite das betrifft nicht die breite Masse. Nochmal: Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein einziger Spieler ist in den letzten 20 Jahren Weltmeister geworden der neben dem Kopf wirft. Die absolute Weltspitze (dazu gehört Smith nicht annähernd) wirft mit dem dominanten Auge durch die Sichtlinie.

    Es gibt immer extrem talentierte Spieler in jeder Sportart die trotz schlechter Technik oder sehr extravaganten Verhalten sehr erfolgreich sind, das jetzt auf die breite Masse zu übertragen ist einfach falsch.

    Neben dem Kopf zu werfen erschwert eine reproduzierbare Bewegung extrem. Dein Arm ist immer woanders, wenn du durch die Sichtlinie wirfst stehst du jedes Mal sehr ähnlich da. Wie gesagt natürlich kann man sehr gut spielen (Joe Cullen) wenn man neben dem Kopf wirft, das sind aber die aller wenigsten die das schaffen.

    Schau doch dieses Wochende mal die European Tour und dann Donnerstag die Premiere League und achte mal ganz genau drauf. Jeder hat einen eigenartigen Wurf definitiv aber alle machen diesen einen Ablauf jedes Mal, das kann unmöglich Zufall sein, zumal es viele Profis ja auch selbst erklärt und bestätigt haben wie wichtig es ist.

    Keine Ahnung welcher Trainer meint neben dem Kopf werfen ist sinnvoll, wenn das so gut wäre warum machen es 99% der besten Spieler auf diesem Planet nicht sondern machen stattdessen alle diesen einen Bewegungsablauf?

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