European Tour 15 - Maastricht - 16.10. - 18.10.2026

  • Abschließend finde ich, dass es ein tolles Turnier war, insbesondere der Samstagabend hatte es von den Leistungen in sich.

    Positiv ist mir zudem aufgefallen, dass am Sonntag das Publikum ausgesprochen fair gewesen ist. Muss ja auch mal gesagt werden ;)

    Naja, da waren die niederländischen Spieler ja auch unter sich.;)

    Spaß beiseite, ganz starkes Turnier der Niederländer:holland:. Gratulation dazu!:thumbup:

  • Maastricht eigentlich auch der starke Beweis dafür, dass die Niederlande sowohl in Spitze als auch in Breite dem deutschen Darts nach wie vor um Welten voraus sind. Weil ja zwischendurch immer mal wieder sinngemäß so ein bisschen geraunt wurde, dass Deutschland da gerade den Anschluss herstellt. Das ist leider in keinster Weise der Fall.

  • Maastricht eigentlich auch der starke Beweis dafür, dass die Niederlande sowohl in Spitze als auch in Breite dem deutschen Darts nach wie vor um Welten voraus sind. Weil ja zwischendurch immer mal wieder sinngemäß so ein bisschen geraunt wurde, dass Deutschland da gerade den Anschluss herstellt. Das ist leider in keinster Weise der Fall.

    Ich weiß was du meinst und worauf du hinauswillst, aber bei den Niederländern ist es eher die Breite in der Spitze, was gerade durch die Durchbrüche von Gian und Nijman in den letzten 1-2 Jahren sowie von Doets und Zonneveld in diesem Jahr vorangetrieben wurde. Heißt auf die 1. sowie 2. Reihe trifft das wie du sagst zu, aber da dahinter sehe ich uns inzwischen weitestgehend tatsächlich auf Augenhöhe. Es ist gerade halt nunmal auch das goldene Zeitalter der Niederländer, die wenn man mal das World Matchplay Race für nächstes Jahr heranzieht aktuell rekordverdächtige 8 Top-25 Spieler stellen würden, was es dort so auch noch nie gegeben hat. Hinter diesen 8 Spielern GvV, Nijman, Noppert, Wattimena, MvG, Doets, DvD sowie Zonneveld klafft dann auch eine große Lücke zu Spielern wie Veenstra, JvS, JvdV, JdZ, Plaisier, Kuivenhoven, Sparidaans oder auch RvB, die bis auf Veenstra bislang auf der Tour auch noch nicht so wirklich Fuß gefasst haben. Und genau das hat sich dieses Jahr mit Abstrichen von JvdH auch auf den Secondary Touren wie der DT und der CT so dargestellt.

    Genau auf diese Durchbrüche, wie es Doets und Zonneveld bspw. in diesem Jahr vorgemacht haben, warten wir halt bei uns leider vergebens, aber da müssen wir uns auch einfach eingestehen, dass wir bis auf Niko diese Anzahl an Eisen im Feuer bzw. in der Quantität im Vergleich zu unseren Nachbarn bislang einfach nicht haben. Klar kann das noch werden, gerade Niko lässt sich da ja in der Entwicklung vielleicht halt auch etwas mehr Zeit als andere, was langfristig vielleicht auch nicht unbedingt der verkehrte Weg sein muss, denn Doets und Zonneveld sind da ja die beiden besten Beispiele, die auch etwas gebraucht haben bis da der Knoten entsprechend platzt. Und in der 3./4. Reihe sehe ich uns da für die Zukunft mit Spielern wie Hofkens, Preis, Weber (auch trotz der Rückschläge in diesem Jahr) oder auch Schlüter grundsätzlich gut aufgestellt, nur benötigen wir da einfach weiterhin Geduld, bis da eben mal einer so richtig in die 2. Reihe hervorschießt. Es ist unbestritten, dass es dieses Jahr im Vergleich zu den letzten beiden Jahren gerade auf der ET hierzulande ein klares Downgrade gab, was eben besonders auf das schwächere Abschneiden von Martin und Niko zurückzuführen ist, was ja aber auch wieder werden kann, auch wenn die Voraussetzungen für nächstes Jahr dafür nicht die besten sind. Bei Martin ist es halt insofern bitter, dass er bspw. wie ein Heta nicht diese 1-2 großen Ausreißer nach oben hatte in diesem Jahr, die es eben halt benötigt um oben dran zu bleiben, da hat man in Person von Martin und Niko bei der guten Ausgangslage echt zu viele Chancen liegengelassen in diesem Jahr.

  • Maastricht eigentlich auch der starke Beweis dafür, dass die Niederlande sowohl in Spitze als auch in Breite dem deutschen Darts nach wie vor um Welten voraus sind. Weil ja zwischendurch immer mal wieder sinngemäß so ein bisschen geraunt wurde, dass Deutschland da gerade den Anschluss herstellt. Das ist leider in keinster Weise der Fall.

    1. Ich finde es schade, dass der Titel von Zonneveld nicht wirklich gewürdigt wird, sondern stattdessen mal wieder nur um den vermeintlich bemitleidenswerten Zustand des deutschen Darts geredet wird. Ja ich weiß, deutsches Dartsforum und so. (und ich mach es ja gerade genauso)

    2. Je nachdem was man betrachtet kann die Aussage schon stimmen. Deutschland hat in den letzten Q-Schools immer vergleichbar viele Spieler durchgebracht (mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger). In DT und CT gab es auch mehr deutsche Titel als niederländische. Die Nachwuchsförderung von Next-Gen wird meines Erachtens nach in den nächsten Jahren da noch mehr gute Spieler erzeugen. Ob diese dann wirkliches TC-Material sind, wird sich zeigen. Dauerhaft zu den 64 besten Dartsspielern zu gehören ist schon nicht so einfach. Man gucke wie sich Spieler mit vielen Vorschusslorbeeren wie Plaisier, Pylgrim, auch ein van Schie schwer tun auf der Tour.

    Was Deutschland halt aktuell abgeht sind die TopSpieler. Die größten Kandidaten dafür haben eine klare Schwächephase (Schindler), sind noch nicht so weit wie man es gerne gehabt hätte (Springer). Bei Schindler wird sich zeigen ob er den jetzigen Rückschlag ähnlich gut verkraften kann wie den damaligen TC-Verlust, dann kann er mMn definitv zurückkommen. Pietrezcko hätte ich schon noch mehr zugetraut, aber der ist einfach sehr schwer einzuschätzen. Einen Gaga sehe ich trotz erstem Titel nicht in Richtung Top24 oder höher.
    Der Unterschied zu den Niederlanden ist da auf jeden Fall riesig, aber das sind meines Erachtens nach auch einfach eher persönliche "Probleme" der einzelnen Spieler und nicht ein Fehler im Dartssystem Deutschland.

  • Muss sagen auch trotz gleich 4 neuer erstmaliger ET-Champions, einem Finale von Doets sowie der Beendigung der längeren Durststrecke von Wade und Ratajski in diesem Jahr hat mich die diesjährige ET-Saison im Vergleich zu den Vorjahren nicht so wirklich bzw. vollends abgeholt. Klar gab es auch Highlights wie die 9-Darter von Gian und Cristo sowie diesem spektakulären letzten ET-Event samt dem neuen Rekordaverage (ebenfalls von Gian aufgestellt), aber zu groß sind mir da einfach auch noch die Lücken des Systems bzw. der Schutz der Topspieler, wo auch die vielen Absagen einen Teil dazu beigetragen haben, auch wenn man sich daran wohl einfach leider gewöhnen muss. Für jemandem wie mich, für den sich der Sport in den letzten Jahren in vielem zu schnell verändert hat ist das vielleicht nicht ganz so einfach zu akzeptieren, aber sei es drum geht ja schließlich nicht um mich. Wer mir auf jeden Fall in diesem Jahr leider als der große Verlierer des Systems ins Auge springt ist Bialecki, dem am Ende leider diese 1-2 Siege gefehlt haben.

    Auf sportlicher Ebene gab es für mich mit Kim (zwecks EDC) sowie Plaisier (zwecks WM und Tourcard) über diese 4 Tage bzw. an diesem Wochenende 2 große Verlierer, während gerade Zonneveld aber auch generell die vielen Niederländer natürlich die großen Gewinner waren, auch wenn sich das gerade für Gian als auch Noppert trotz der grandiosen Leistungen nicht so wirklich anfühlen dürfte.

    Mit Blick auf das nächste Jahr erhoffe ich mir gerade weitere neue erstmalige ET-Champions. Wenn man da nach der derzeitigen Verfassung geht, dürften dafür dann vor allem GvV, Noppert, Doets sowie Sedlacek in Frage kommen.

  • 1. Ich finde es schade, dass der Titel von Zonneveld nicht wirklich gewürdigt wird, sondern stattdessen mal wieder nur um den vermeintlich bemitleidenswerten Zustand des deutschen Darts geredet wird. Ja ich weiß, deutsches Dartsforum und so. (und ich mach es ja gerade genauso)

    Da du ja direkt mich zitierst und somit offenbar Bezug zu meinen Ausführungen nimmst, müssen da mal ein paar Dinge klargestellt werden. Wer meine Beiträge hier im Forum auch nur halbwegs wahrnimmt, der wird wissen, dass ich a) ja, auch mal diverse Spieler aufgrund ihres Verhaltens, ihrer Aussagen o. Ä. hart kritisiere, dass ich aber auch b) all jenen Spielern im Moment des sportlichen Triumphs meine Wertschätzung entgegenbringe. Einem charakterlich völlig unauffälligen Zeitgenossen wie Zonneveld sowieso, aber eben auch etwa einem Littler, mit dem ich bekanntermaßen menschlich so gar nicht warm werde. Insofern ziehe ich mir den Schuh der nicht erfolgenden Würdigung definitiv nicht an.

    Im Übrigen halte ich auch den Vergleich Niederlande/Deutschland für vollkommen legitim, denn - wie du schon richtig schreibst - ist es in einem deutschen Forum so ziemlich das Naturgemäßeste und Nachvollziehbarste der Welt, diese Perspektive einzunehmen. Sehe ehrlich gesagt auch nicht, warum man sich hier im Bereich des Erlaubten oder Unerlaubten in einem Forum bewegen sollte, wenn man solche Priorisierungen vornimmt. Hier wird diskutiert, was Einzelne oder Gruppen bewegt, nicht mehr und nicht weniger.

  • Noch ein Wort zu Zonneveld:

    Auch wenn ich andere Niederländer gestern vorne gesehen habe kam sein Titelgewinn für mich zumindest nicht völlig aus der kalten, denn sowohl beim vorherigen ET-Turnier, als auch bei dem letzten PC-Event sowie auch dem Grand Prix hat er sich wieder deutlich formverbessert gezeigt. Was mich bei ihm inzwischen auch imponiert sind seine wahnsinnig vielen 180er, wovon er über das letzte Wochenende auch die meisten eines Spielers (auch den Wert mit den 2. meisten hält er da dieses Jahr) auf der diesjährigen ET-Saison geworfen hat, auch das spricht für sich, gerade wenn man auch bedenkt, dass auch Littler sich das ein oder andere Mal hat blicken lassen. Außerdem hat er jetzt durch den Sieg über Bunting jeden Top-32 Spieler mindestens einmal bezwingen können, was sonst auch nur den wenigsten gelungen ist.

    Jetzt noch kurz zu Gian:

    Auch wenn es am Ende wieder einmal nicht für den Titel gereicht hat finde ich seine Entwicklung in den letzten Jahren den absoluten Wahnsinn und seine Story von den anfänglichen Anfang/Mitte 60er Averages bis heute hin zu dieser Leistungsexplosion samt der Mündung mit diesem 120er Average einfach nur phänomenal und imposant. Normalerweise kennt man das Phänomen ja eher andersherum. In dem Kontext fallen mir bspw. immer die Namen/Spieler Nentjes und Girvan ein, die früh schon auf einem verdammt hohen Level unterwegs waren, das dann aber halt auch nur für einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum halten konnten und heute quasi um es mal hart auszudrücken mit 60er/70er Averages in der Versenkung verschwunden sind.

  • Mir ist aufgefallen, dass sich das Verhältnis zwischen D und NL in den letzten 1-2 Jahren in RIchtung der Niederlande verschoben hat. Versteht mich nicht falsch, die Niederlande sind schon lange Zeit die klare Nummer 2 im Darts hinter Großbritannien, aber vor einiger Zeit sah es bei unseren Nachbarn auch nicht so rosig aus. Klar hatten sie MvG, aber der langjährige Dominator hat auch seit 2022 kein Major mehr gewonnen, Hinter MvG kam dann noch Noppert der aber 2023 und 2024 auch nicht so stark war. Dahinter klaffte eine Lücke: GVV und Nijman waren gerade im Kommen, aber noch nicht ganz vorne mit dabei. DvD mit Verletzungsproblemen und außer Form, Wattimena trat auf der Stelle. RvB im soliden Mittelfeld der Tour, Doets und Zonneveld eher im unteren Bereich der TC-Ränge.

    Mittlerweile haben sie einfach 8 Spieler im WMP-Race 2027, für Deutschland ist nur Springer knapp drin. Außerdem haben sie drei Top 10 Spieler, angeführt von GVV. Das ist in der Breite einfach so gut, auch wenn man keine dominante Speerspitze mehr hat.

    Deutschland hingegen kämpft im Jahr 2026 mit einem Formtief. Schindler ist von seinen Topleistungen auf der ET (Nummer 1) weit entfernt, Pietreczko ist gerade wieder im Kommen nachdem er lange Probleme hatte, Clemens hat zwar endlich den Titel aber auch viel Schatten was die Leistungen betrifft. Springer tut sich auch etwas schwer, trotz seines großen Potentials.

  • Klar hatten sie MvG, aber der langjährige Dominator hat auch seit 2022 kein Major mehr gewonnen,

    An der Stelle muss ich, als MvG Fan, gleich mal korrigieren. Dass MvG seit 2022 kein Major mehr gewonnen hat ist so nicht korrekt. Er hat seit 2022 kein Ranking Major mehr gewonnen, aber 2023 die Premier League und letztes Jahr die World Series Finals. Und egal was man von beiden Turnieren hält, de facto sind es Major.

  • An der Stelle muss ich, als MvG Fan, gleich mal korrigieren. Dass MvG seit 2022 kein Major mehr gewonnen hat ist so nicht korrekt. Er hat seit 2022 kein Ranking Major mehr gewonnen, aber 2023 die Premier League und letztes Jahr die World Series Finals. Und egal was man von beiden Turnieren hält, de facto sind es Major.

    De facto gibt es im PDC-Universum überhaupt keine Majors. Offiziell wird zwischen Premier Ranked Events und Premier Invitational Events unterschieden. Aber das fällt wohl unter die Kategorie Erbsenzählerei, sodass man umgangssprachlich durchaus von Majors sprechen kann.

  • An der Stelle muss ich, als MvG Fan, gleich mal korrigieren. Dass MvG seit 2022 kein Major mehr gewonnen hat ist so nicht korrekt. Er hat seit 2022 kein Ranking Major mehr gewonnen, aber 2023 die Premier League und letztes Jahr die World Series Finals. Und egal was man von beiden Turnieren hält, de facto sind es Major.

    Stimmt, ich meinte natürlich Ranking Major, weil ich ja von Ranglisten sprach. keine Ahnung warum ich es nicht geschrieben habe,


    De facto gibt es im PDC-Universum überhaupt keine Majors. Offiziell wird zwischen Premier Ranked Events und Premier Invitational Events unterschieden. Aber das fällt wohl unter die Kategorie Erbsenzählerei, sodass man umgangssprachlich durchaus von Majors sprechen kann.

    Es gibt ja nicht mehr eine "Order of Merit" sondern nur noch "Ranking Lists" bzw, die "Werner Ranking Ladder". :D

    Aber umgangssprachlich verwenden alle weiterhin diese Begriffe, auch Kommentatoren. Manchmal überlegt man sich etwas neues aber es wird von der Masse einfach nicht angenommen. :P

    Einmal editiert, zuletzt von aivm (19. Oktober 2026 um 21:15)

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