Den richtigen Dart finden

  • Moin,

    ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. Mir ist bewusst, dass ich hier nicht fragen kann, welcher Dart für mich der richtige ist, und dann hat jemand die perfekte Antwort und ich bin für immer happy.

    Darum geht es mir auch gar nicht.

    Ich spiele jetzt unregelmäßig seit ca. 4 Jahren Darts. Ich habe mich mit Höhen und Tiefen so bei ca. 50+ eingependelt. Und genau da liegt die Crux begraben.

    Ich habe in den 4 Jahren bestimmt 50 verschiedene Dart-Sets ausprobiert. Sei es zuhause, bei Freunden oder bei einem Turnier. Und ich habe mittlerweile das Gefühl, dass es völlig egal ist, welchen Dart ich werfe. Es kommt immer dasselbe dabei heraus.

    Manche fühlen sich besser an, manche gefallen mir optisch besser, andere klappen auf die Doppel besser oder auf die Triple. Zumindest gefühlt. Am Ende ist der Avg aber immer sehr exakt der gleiche.

    Kann man an irgendetwas Faktischem festmachen, ob einem ein Dart liegt? Gibt es etwas, worauf ich achten kann?

    Oder muss ich mich damit abfinden, dass ich mit allem dasselbe werfe nach kurzer Eingewöhnungsphase?

    Würde mich über Gedankenanstöße freuen.

  • Oder muss ich mich damit abfinden, dass ich mit allem dasselbe werfe nach kurzer Eingewöhnungsphase?

    kurz und knapp von meiner Seite: ja

    Es gibt Darts oder Setups, mit denen kommt man einfach nicht oder schlecht klar. Dann gibt es welche, die einem besser oder gut liegen. Aber wenn du z.B. jetzt einen 50er Average spielst, wirst du mit dem "perfekten Dart" auch keinen 60er spielen.

    Love the Darts

  • Da bin ich komplett bei Patrick.

    Ich habe selbst ziemlich lange gebraucht, um ein Set zu finden, das wirklich zu mir passt damit ich mich zu 100% wohl fühle. Aber am Ende bringt dir der perfekte Dart nur eins: Er sorgt dafür, dass du deinen Griff konstant wiederholen kannst. Mit diesem Dart-Setup spielst du nicht plötzlich 70–80+. Wenn du dich auf ein bestimmtes Set einlässt und damit Routine aufbaust kommt mit der Zeit der Rest von alleine.

    Trotzdem, um deine Frage zu beantworten, worauf man beim Kauf achten kann, hier die Punkte, auf die ich geachtet habe (ich habe online bestellt, weil ich genau wusste, wonach ich suche).

    Wenn du allerdings einen Dartshop in deiner Nähe hast, kann ich dir aber nur empfehlen: Fahr hin und lass dich beraten. Die sehen sofort, welche Richtung für dich sinnvoll ist.

    Meine Kriterien sind bzw. waren:

    • Wo greife ich den Dart? (Vorne, Mitte, hinten)

    • Wie werfe ich? (Balancepunkt: vorne, mittig oder hinten.)

    • Mit wie vielen Fingern halte ich den Dart? Brauche ich eventuell Spitzen mit Grip, damit nichts rutscht?

    • Wie lang ist der Barrel

    • Welchen Durchmesser hat der Barrel

    • Welcher Grip hat der Barrel, bzw. sollte der Barrel haben

    Keine Ahnung ob sich das übertrieben anhört, aber mit diesen Kriterien habe ich meinen Dart gefunden. Es gibt so viele Sachen mit denen man rumspielen kann und sich das Verhalten des Darts ändert, aber im Grunde ist Training das aller wichtigste.

    📸 Instagram: danbue.darts

    Einmal editiert, zuletzt von DanBue03 (25. November 2025 um 10:42)

  • das was du beschreibst ist komplett normal…ich spiele 34g, aber wenn ich will gehts auch iwie mit 22. Der Wurf pendelt sich einfach nach einer Zeit ein.

    Und genau da das ist der Punkt Wenn dein Grundwurf stabil ist, ist es wirklich fast egal, was du in der Hand hast…Klar, manche Barrels fühlen sich besser an, manche kleben mehr in der Hand, manche fliegen irgendwie schöner, aber unterm Strich kommt beim Average fast immer das raus, was du dir über die Jahre eben aufgebajt hast.

    Ich glaube nach einer gewissen Spielzeit und Erfahrung , ist man einfach an eine Punkt, wo der Körper alles automatisch ausgleicht. Egal ob 22g Zylinder oder 34g torpedo…der Wurf kommt halt, wie er kommt. Und das ist eigentlich was Gutes. Darum würde ich mir da keine gedanken machen..such dir ein Setup, was sich gut anfühlt, und dann bleib länger dabei. Der Rest kommt aus Routine, Timing und selbstvertrauen

  • Ich kann mich durchaus mit dem anfreunden, was meine Vorredner hier gesagt haben. Ich habe auch (leider zu) viele Dartsets zuhause und ich kann mit vielen (für mich) gut spielen. Aber es gibt für mich doch einen Unterschied, warum ich dann am Ende doch immer wieder zu meinem Mainset komme: mit diesem Set habe ich mehr Kontrolle über den Wurf. Das merke ich aber erst, wenn ich längere Zeit mit anderen Darts gespielt habe. Irgendwie gibt es so einen Effekt (der auch öfter mal beschrieben wird), dass man am Anfang mit fast allen neuen Darts gut wirft. Aber dieser Effekt ebbt oft schnell ab und dann merke ich halt doch, welcher Dart mir mehr Kontrolle gibt. Diese Kontrolle ist das Ergebnis genau der Faktoren, die DanBue03 oben beschrieben hat, innerhalb dieser Kriterien habe ich - denke ich zumindest - mein Optimum gefunden. Allein das ist schon sehr viel wert. Natürlich kann es sein, dass dies sich über die Zeit wieder mal etwas ändert, so denke ich immer mal wieder darüber nach, von einem geraden balanced Barrel zu einem leicht frontlastigen Barrel zu gehen.

    14-Darter

  • Ich denke schon das es darts gibt die einem mehr oder weniger liegen.

    Wenn es aber mit allen darts in etwa gleich läuft ist es imo relativ unwahrscheinlich das es "da draußen" den einen "magischen dart" gibt der dir 5 Punkte extra im average gibt, dann ist das derzeitige level wahrscheinlich einfach das level wo man steht und Verbesserungen müssen woanders her kommen.

  • Ich kann Dir nach knapp 10 Jahren, in denen ich Statistiken in der MDT-App für knapp 100 Sets geführt habe, nur sagen, dass der AVG zumindest bei mir diesbzgl. 0 Aussagekraft hat.

    Ich kann jede Barrelform so werfen, dass sie für mich vernünftig fliegen, ohne wegkippen im Flug, ohne Trudeln und im für mich guten Steckwinkel.

    Aber es gibt Barrel, da muss ich mich aktiv darauf konzentrieren und andere die meine natürliche Wurfbewegung perfekt annehmen. Das wurde für mich zum Gradmesser und ist auch der Grund warum die verbliebenen Sets doch alle recht ähnlich sind.

    Pew

  • Hallo in die Runde.

    Ich habe mir kürzlich die kurze Kflex auf meine Darts geschraubt und meine Darts stecken oft „negativ“ im Board. Meist gerade bis leicht nach oben geneigt. Dafür habe ich aber deutlich engere Gruppen und gerade beim checken hab ich mit den kurzen deutlich bessere Erfolge.

    Jetzt frage ich mich natürlich ob es „Sinn macht“ mit den kurzen weiter zu spielen. Vorher langes L-Style Setup gespielt, da war der Winkel wie aus dem Lehrbuch. Gibt’s hier Tipps oder Vorschläge ?

    LG

  • Ich weiß nicht genau, woran es liegt aber mit K-Flex (egal welche Länge) hängen die Darts bei mir auch eher im Board, bin deshalb wieder zu L-Style gewechselt, damit stecken sie fast gerade, minimal nach oben geneigt, grob geschätzt ca. 10 Grad :)

    Short Leg: 20

    High Finish: 118

    180: 18
    171: 4

  • Ich weiß nicht genau, woran es liegt aber mit K-Flex (egal welche Länge) hängen die Darts bei mir auch eher im Board, bin deshalb wieder zu L-Style gewechselt, damit stecken sie fast gerade, minimal nach oben geneigt, grob geschätzt ca. 10 Grad :)

    ich glaube kflex ist am besten für leute mit recht "hartem" direkten Wurf.

    Wenn man langsamer und mit mehr Parabel wirft hängen sie imo oft. Geht mir auch manchmal so, wobei ich mich dran gewöhnt habe das sie sehr flach (aber nicht hängend) landen.

  • Hallo in die Runde.

    Ich habe mir kürzlich die kurze Kflex auf meine Darts geschraubt und meine Darts stecken oft „negativ“ im Board. Meist gerade bis leicht nach oben geneigt. Dafür habe ich aber deutlich engere Gruppen und gerade beim checken hab ich mit den kurzen deutlich bessere Erfolge.

    Jetzt frage ich mich natürlich ob es „Sinn macht“ mit den kurzen weiter zu spielen. Vorher langes L-Style Setup gespielt, da war der Winkel wie aus dem Lehrbuch. Gibt’s hier Tipps oder Vorschläge ?

    LG

    Also, ich hätte ja lieber schön steckende Darts und dann eine 26, als eine 180, wo die Pfeile so negativ im Board rumhängen... ;)

    Meine Lieblings-26er: T5-D5-S1, T1-T1-S20, S13-S12-S1, D12-S1-S1

  • ich glaube kflex ist am besten für leute mit recht "hartem" direkten Wurf.

    Wenn man langsamer und mit mehr Parabel wirft hängen sie imo oft. Geht mir auch manchmal so, wobei ich mich dran gewöhnt habe das sie sehr flach (aber nicht hängend) landen.


    Darum wundere ich mich ja auch so darüber. Ich hab jetzt zwar keinen extrem harten Wurf aber auf der Van Barneveld-Nijman-Skala tendiert mein Wurf dann doch eher in Richtung Nijman :)

    Short Leg: 20

    High Finish: 118

    180: 18
    171: 4

  • Ich hab auch einen sehr direkten und harten Wurf und Zimmer die Darts richtig ins Board rein :troll:

    K Flex hängt bei mir immer nach unten. Ich glaube wenn du nicht bewusst dafür sorgst das deine Darts hängen ist es nicht gut. Van veen bspw spielt 50mm Spitzen und hat extra seinen Griff geändert damit die Darts hängen. Littler der Taylors Darts gespielt hat und den Steckwinkel beliebig verändert hat das gut demonstriert.

    Grundsätzlich gilt je weiter du hinten greifst desto steiler steckt der Dart. Je kürzer der Barrel desto steiler steckt er. Je leichter der Barrel desto steiler. L Style fliegt langsamer und richtet sich eher auf als K Flex oder Condor (die fliegen viel schneller zum Board). 40mm Spitzen hängen mehr als 26mm.

    L Style macht schon ein Riesen Unterschied! Sollte das nicht reichen aber man will den gleichen Barrel behalten muss man das Gewicht reduzieren und/oder die Spitzen Länge. Sollte das nicht möglich sein muss man einen kürzeren Barrel spielen. Oder weiter hinten greifen. Die Shaft Länge reduzieren könnte den Dart auch steiler stecken lassen.

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