Ausholbewegung

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  • Hallo liebe Gemeinde,


    ich hadere seit einiger Zeit mit meinem Wurf...Anfangs hatte ich immer versucht, den Unterarm soweit wie möglich nach hinten zu nehmen beim Wurf. Mittlerweile treffe ich deutlich besser, wenn ich eine kürzere Ausholbewegung habe. Gewöhne ich mir da eine falsche Technik an oder ist das ne individuelle Sache? Mir kommt es z.B. bei den Pros so vor, als wären da ganz verschiedene Stile dabei (Taylor wirkt auf mich so, als würde der nich sehr weit "ausholen"; Littler dagegen schon). Täuscht das??


    Freue mich auf Antworten.

    LG, der Gitarrist

  • Mein Take: das ist individuell und schwankt bei mir persönlich auch von Zeit zu Zeit. Wahrscheinlich wird das Wurfbild konsistenter, je eher du die komplette Wurfbewegung (nahezu) identisch reproduzieren kannst

  • Gewöhne ich mir da eine falsche Technik an oder ist das ne individuelle Sache?

    Da siehst du ja auch bei den Profis eine sehr große Bandbreite.

    Nimm das was für dich am besten geeignet erscheint. In diesem Punkt gibt es kein richtig oder falsch.

    (Mein Backswing ist auch extrem)

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"

    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

  • Es wird immer wieder mal angeraten, den Backswing eher kurz zu halten, weil damit die Möglichkeiten für unerwünschte Variationen minimiert werden. Muss wohl jeder für sich herausfinden, aber ich denke schon dass ein sehr langer Backswing fehleranfälliger ist.

  • Ja, prinzipiell wird das wohl stimmen.

    Ich habe auch versucht ihn kürzer zu halten. Lief dann allerdings schlechter. Aber vielleicht habe ich dem System auch zu wenig Zeit gegeben sich umzustellen.

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"

    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

  • Ich bin mir ziemlich sicher das eine längere Rückholbewegung grundsätzlich besser ist (bspw Lauf einer Pistole im Vergleich zum Gewehr). Wenn du den Dart nicht weit genug zurückholst ist die Gefahr fürs Schnipsen viel höher, ebenso den Dart zu verreisen weil man mehr Kraft aus dem Handgelenk benötigt.


    Wenn du den Dart weiter zurückholst kannst du viel rhythmischer werfen. Also rein theoretisch ist ein längerer Rückzug sinnvoller (sieht man auch bei fast alles Profis). Dennoch ist es möglich mit einem kürzeren Rückzug erfolgreich zu spielen siehe Gurney und Bunting. Meiner Meinung nach aber nicht sinnvoll.

  • Es kommt dabei ja auch auf den eigenen Wurfstil an.

    Wer sehr direkt, mit viel Speed wirft, wird den längeren Weg schon deshalb zur Beschleunigung brauchen.

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"

    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

  • Hm, das Thema schwirrt auch seit ein paar Tagen in meinem Kopf herum. Ich würde sagen ich hol weit aus, einfach weil ich bei einer kürzeren Beschleunigungsphase wirklich arge Probleme bekomme den Pfeil überhaupt bis zur Scheibe zu kriegen :| Keine Ahnung wie andere das hinbekommen, ist aber wohl auch ne Kraftfrage und ich habe eben keine...


    Jedenfalls bin ich auch etwas verwirrt, weil die längere Ausholbewegung aus meiner Sicht theoertisch auch besser sein sollte, aber ich spiele eben nur auf Anfängerniveau und überlege halt ob ne Änderung (zumindest bei mir) vielleicht doch ne Verbesserung bringen würde :/ Hängt dann aber wohl mehr mit dem "Zielen" zusammen, was ja aber mit dem Ausholen direkt zusammenhängt. Also ne kürzere Ausholbewegung hilft vielleicht beim Zielen (da Pfeil vorm Auge) und dann ists eben vom Spieler/Wurfstil abhängig ob das mehr bringt als längere Ausholbewegung?!

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Ich bin mir ziemlich sicher das eine längere Rückholbewegung grundsätzlich besser ist (bspw Lauf einer Pistole im Vergleich zum Gewehr). Wenn du den Dart nicht weit genug zurückholst ist die Gefahr fürs Schnipsen viel höher, ebenso den Dart zu verreisen weil man mehr Kraft aus dem Handgelenk benötigt.


    Wenn du den Dart weiter zurückholst kannst du viel rhythmischer werfen. Also rein theoretisch ist ein längerer Rückzug sinnvoller (sieht man auch bei fast alles Profis). Dennoch ist es möglich mit einem kürzeren Rückzug erfolgreich zu spielen siehe Gurney und Bunting. Meiner Meinung nach aber nicht sinnvoll.

    Ich denke generell ist eine lange ausholbewegung nicht unbedingt schlecht, aber wenn man es zu weit zieht kann es sein das man um weiter zurückzukommen den Ellbogen oder Körper bewegt.

  • ...das man um weiter zurückzukommen den Ellbogen oder Körper bewegt.

    Was beim Ellenbogen/Oberarm ganz am Ende des Backswings aber relativ unproblematisch ist. Wenn der Oberarm da leicht nach unten und beim Wurf entsprechend wieder hoch, ist das unkritisch, solange die Schulter stabil bleibt.

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    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

  • Harald Jansenberger hat in seinem Buch die Größe des Bewegungsausmaßes als leistungsdefiniertes den Einfluss herausgearbeitet.

    Dieser hat laut seiner Analyse einen negativen Einfluss wenn zwischen kleinstem und größten Winkel weniger als 109° sind, ideal wären Werte größer 115°.


    Heißt für mich: wenn ich einen super FollowThrough habe dann sind 25-30 Grad nach hinten ausreichend....

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • ...wenn zwischen kleinstem und größten Winkel weniger als 109° sind...

    Warum gerade exakt 109°? Wie hat er den denn bestimmt?

    Und gilt dieser Wert für alle Spieler und Wurfstile gleichermaßen? (z.B. Rhythmuswerfer vs. Zielwerfer?)


    Aber dann bin ich ja mit geschätzt mindestens 140° (>115°) auf der sicheren Seite. :)

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"

    (Zen und die Kunst des Bogenschießens)

  • Hm, das Thema schwirrt auch seit ein paar Tagen in meinem Kopf herum. Ich würde sagen ich hol weit aus, einfach weil ich bei einer kürzeren Beschleunigungsphase wirklich arge Probleme bekomme den Pfeil überhaupt bis zur Scheibe zu kriegen :| Keine Ahnung wie andere das hinbekommen, ist aber wohl auch ne Kraftfrage und ich habe eben keine...


    Jedenfalls bin ich auch etwas verwirrt, weil die längere Ausholbewegung aus meiner Sicht theoertisch auch besser sein sollte, aber ich spiele eben nur auf Anfängerniveau und überlege halt ob ne Änderung (zumindest bei mir) vielleicht doch ne Verbesserung bringen würde :/ Hängt dann aber wohl mehr mit dem "Zielen" zusammen, was ja aber mit dem Ausholen direkt zusammenhängt. Also ne kürzere Ausholbewegung hilft vielleicht beim Zielen (da Pfeil vorm Auge) und dann ists eben vom Spieler/Wurfstil abhängig ob das mehr bringt als längere Ausholbewegung?!

    Hmm also den Darts unters Auge zu halten ist für mich keine kurze Rückholbewegung. Schau dir mal Gary Anderson an der wirft doch sehr weit hinten. Zumindest ist das meine Definition von weit ^^


    Mit kurz meine ich wie bspw Gurney, der schnappt so mit dem Handgelenk und zieht für meine Verhältnisse nur kurz zurück besonders im Vergleich zu Gary Anderson. Klar Littler und Humphries ziehen noch deutlich weiter zurück.

  • Warum gerade exakt 109°? Wie hat er den denn bestimmt?

    Und gilt dieser Wert für alle Spieler und Wurfstile gleichermaßen? (z.B. Rhythmuswerfer vs. Zielwerfer?)


    Aber dann bin ich ja mit geschätzt mindestens 140° (>115°) auf der sicheren Seite. :)

    Er hat viele Spieler in allen Leistungsklassen analysiert - und ausgewertet.

    Steht alles in seinem ersten Buch, das gibts inzwischen in der erweiterten zweiten Auflage.


    Aber Achtung: ich dachte lange ich habe einen super FollowThrough....Pustekuchen ich persönlich gehe maximal 70-75° nach vorne....


    PS das Buch und das Trainingsbuch kann ich nur wärmstens empfehlen

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

  • Ich habe ja so eine zweiphasige Wurfbewegung, ich halte den Dart erst vor dem Gesicht, Dart halbwegs waagerecht, Unterarm ca. senkrecht zum Boden. Wenn ich dann werfe, ziehe ich den Unterarm aber weiter nach hinten, bevor ich dann nach vorne werfe. Vom Bewegungsablauf ähnlich wie Peter Wright. Als ich angefangen habe, Dart zu spielen, hatte ich zu Beginn der Wurfphase den Arm lang ausgestreckt (wie Searle bei seinem ersten Dart), hatte mir das aber abgewöhnt, unter anderem weil dartblog davon abrät.


    Sollte ich dann nicht auch konsequenterweise versuchen, den Dart von vorneherein in der "maximalen" Endposition zu halten, sodass ich beim Wurf nur die Vorwärtsbewegung ausführe? Ich probiere das immer wieder, aber irgendwie fühlt sich das komisch an und ich habe den Eindruck, weniger Kontrolle über den Dart zu haben und auch mehr Kraft für den Wurf zu benötigen.

    Meine Lieblings-26er: T5-D5-S1, T1-T1-S20, S13-S12-S1, D12-S1-S1

  • Gibt ja auch spieler wie schindler die an der Stirn eine Pause machen und quasi aus der Ruhe werfen. Gerade beim ersten dart hält schindler den dart ja oft 2-3 Sekunden dort.


    Das bedeutet da das schindler quasi gar keinen draw back hat auch wenn er den dart natürlich vor der Pause zurückzieht.


    Also ist die frage ist wirklich die Länge des draw backs entscheidend ist oder eher der Ellbogen Winkel beim start der vorwärtsbewegung am Ende des draw backs?


    Sprich am Ende ist wahrscheinlich nicht die Führung durch den draw back entscheidend sondern eher das man den dart beschleunigen kann und trotzdem relativ früh (arm noch fast 90 grad gebeugt) releasen kann, weil die hand sich ja theoretisch nach 90 grad wieder nach unten bewegt (in der Praxis natürlich nicht ganz weil schulter und Handgelenk auch etwas mitspielen).


    Sprich wenn mein arm am Ende des draw backs noch nahe an 90 grad ist werde ich den dart wahrscheinlich nicht schon bei 105 grad oder so releasen sondern eher so bei 130 grad was bedeutet man muss viel aus der Schulter pushen damit der dart trotzdem eine leicht ansteigende Flugbahn hat.


    Habe auch mal versucht ein Video dazu zu machen.



  • Ich habe ja so eine zweiphasige Wurfbewegung, ich halte den Dart erst vor dem Gesicht, Dart halbwegs waagerecht, Unterarm ca. senkrecht zum Boden. Wenn ich dann werfe, ziehe ich den Unterarm aber weiter nach hinten, bevor ich dann nach vorne werfe. Vom Bewegungsablauf ähnlich wie Peter Wright. Als ich angefangen habe, Dart zu spielen, hatte ich zu Beginn der Wurfphase den Arm lang ausgestreckt (wie Searle bei seinem ersten Dart), hatte mir das aber abgewöhnt, unter anderem weil dartblog davon abrät.


    Sollte ich dann nicht auch konsequenterweise versuchen, den Dart von vorneherein in der "maximalen" Endposition zu halten, sodass ich beim Wurf nur die Vorwärtsbewegung ausführe? Ich probiere das immer wieder, aber irgendwie fühlt sich das komisch an und ich habe den Eindruck, weniger Kontrolle über den Dart zu haben und auch mehr Kraft für den Wurf zu benötigen.

    Ich hab mir das damals tatsächlich genau so antrainiert, hab es bei Gary Anderson so gesehen und auch das Video damals von Dart Blog auf YouTube. Ich hatte dann sozusagen keine richtige bewusste Rückholbewegung mehr weil der Dart einfach immer vor meinem Auge war als Startposition. So hab ich einige Monate geworfen aber irgendwann hab ich unbewusst eine richtige Rückholbewegung eingeführt keine Ahnung wie mir ist aufeinmal aufgefallen das ich den Dart richtig zurückhole aber genau an den Punkt wo ich damals gestartet bin (also vor meinem Auge).


    Wenn du dich dann noch so hinstellst das dein Arm, Bein und Auge sozusagen eine Linie Bilden dann musst du den Dart nur noch vom Auge aus loswerfen. Das geht sehr schnell dann fliegt der Dart sehr gerade. Nur die Höhe muss halt komplett Neu berechnet werden, für die Doppel ist das erstmal Katastrophe aber die 60-100+ Aufnahmen kommen wie am laufenden Band.


    Schau mal hier:

  • Hmm also den Darts unters Auge zu halten ist für mich keine kurze Rückholbewegung. Schau dir mal Gary Anderson an der wirft doch sehr weit hinten. Zumindest ist das meine Definition von weit ^^


    Mit kurz meine ich wie bspw Gurney, der schnappt so mit dem Handgelenk und zieht für meine Verhältnisse nur kurz zurück besonders im Vergleich zu Gary Anderson. Klar Littler und Humphries ziehen noch deutlich weiter zurück.

    Für mich aber schon: Ich zieh Dart (wie Hopp) komplett bis zur Schulter runter! Mit vors Auge halten fühlt sich das für mich viel zu kurz an und ich muss da gefühlt extrem viel Kraft/Beschleunigung reinlegen, damit der mit der Dart bis zur Scheibe kommt...


    Ich sollt vielelicht noch erwähnen dass ich (Dartitis-bedingt) mit meinem schwächeren linken Arm werfe. Mit rechts wäre das Problem sicherlich viel kleiner bzw. vielelicht sogar gar keins?!

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Für mich aber schon: Ich zieh Dart (wie Hopp) komplett bis zur Schulter runter! Mit vors Auge halten fühlt sich das für mich viel zu kurz an und ich muss da gefühlt extrem viel Kraft/Beschleunigung reinlegen, damit der mit der Dart bis zur Scheibe kommt...

    Same here.

    Bei mir nicht ganz bis zur Schulter, aber fast. Ja, auch mein Wurf ist tatsächlich dem von Hopp recht ähnlich. (Nur treffe ich natürlich nicht so gut.:S)

    Ich habe auch nicht vor das zu ändern. Das hat sich so natürlich ergeben und mein Wurf funktioniert so am besten.

    "Ein einziger bewusster Gedanke, der durch den Kopf schwirrt, lenkt den Pfeil in der Richtung auf sein Ziel ab"

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