• Was man fairerweise aber sagen und de Sousa auch zugute halten muss ist, dass es kaum ein besseres A+-Game jemals gab als das was er zu seiner Hochzeit während Corona ans Board gebracht hat, und das trotz seiner teils kuriosen Verrechner.

    Die Leute vergessen schnell wie unfassbar gut und auf was für einem unglaublichen Niveau/Level er da unterwegs war.

    Das war für die reinen Dartnerds, die auch die PC-Events und das dortige Geschehen rein über die Zahlen von dartconnect verfolgt haben wahnsinnig imposant zu sehen, denn in seiner absoluten "Prime" war das phasenweise wirklich ein malen nach Zahlen. Vom reinen Scoring her war er über diese Periode aus meiner Sicht wirklich einer der besten jemals.

  • Was man fairerweise aber sagen und de Sousa auch zugute halten muss ist, dass es kaum ein besseres A+-Game jemals gab als das was er zu seiner Hochzeit während Corona ans Board gebracht hat, und das trotz seiner teils kuriosen Verrechner.

    Die Leute vergessen schnell wie unfassbar gut und auf was für einem unglaublichen Niveau/Level er da unterwegs war.

    Das war für die reinen Dartnerds, die auch die PC-Events und das dortige Geschehen rein über die Zahlen von dartconnect verfolgt haben wahnsinnig imposant zu sehen, denn in seiner absoluten "Prime" war das phasenweise wirklich ein malen nach Zahlen. Vom reinen Scoring her war er über diese Periode aus meiner Sicht wirklich einer der besten jemals.

    Für ganz ganz oben reicht es zwar nicht, aber übertroffen wurde er tatsächlich nicht oft:

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Und trotzdem vergleichst du hier Spieler, die allesamt mehrere Turniersiege im PDC und BDO Bereich erreicht haben. Es wurde doch davon gesprochen, dass ein Turniersieg wichtiger ist, als eine konstante 3. bis 4. Runde in den meisten Turnieren.

    Dafür kannst du meiner Meinung nach weder Steve Beaton noch Ian White nehmen, sondern solltest eher in das Regal Luke Woodhouse greifen.

    Na gut, dann nehmen wir halt Woodhouse, wenn du unbedingt willst.

    Woodhouse ist nach wie vor auf der Profi-Tour (Rang 21 OoM!) und kann von seinen (angeblichen) Nicht-Erfolgen vermutlich ganz gut leben. Wo ist de Sousa?

  • Aber ging es in der Diskussion nicht darum, ob Beständigkeit oder einzelne herausragende Turniere bei den meisten Fans in Erinnerung bleiben bzw. in der breiten Masse einfach gefeiert werden? Da ist es doch egal, ob de Sousa jetzt aus der Tour raus ist.

    Ich würde sogar sagen, dass Woodhouse einen Major Sieg, eine Teilnahme mit Finale bei der Premier League und das Niveau von de Sousa vielleicht sogar gegen einen Verlust der TC eintauschen würde. Heißt ja nicht, dass de Sousa nie wieder zurück auf die Tour kommt.

  • de sousa ist halt schon 51, da beginnt bei einigen die Leistung nachzulassen, gerade wenn vielleicht nicht so stark auf fitness, Gewicht und Lebenswandel geachtet wurde.

    Gibt natürlich auch Ausnahmen wie gary, aber öfter dürfte es wohl eher wie bei Wright sein.

  • Es wird oft darüber diskutiert, wie viele Tourcards wie vergeben werden sollen.

    Ich fände es gut, wenn man die besten Spieler ohne Tourcard am Ende der Saison mit einer Card belohnt. Hier könnte man eine für die Main OOM vergeben und eine für die ProTour-OOM (damit die Cards nicht automatisch an die Spieler gehen, die bei der WM am besten waren).

    Es ist eine starke Leistung ohne Tourcard über die Tour zur WM zu kommen und sich sogar nahe an die Top 64 zu spielen und das wird aktuell zu wenig honoriert.

  • Es wird oft darüber diskutiert, wie viele Tourcards wie vergeben werden sollen.

    Ich fände es gut, wenn man die besten Spieler ohne Tourcard am Ende der Saison mit einer Card belohnt. Hier könnte man eine für die Main OOM vergeben und eine für die ProTour-OOM (damit die Cards nicht automatisch an die Spieler gehen, die bei der WM am besten waren).

    Es ist eine starke Leistung ohne Tourcard über die Tour zur WM zu kommen und sich sogar nahe an die Top 64 zu spielen und das wird aktuell zu wenig honoriert.

    Mal auf die letzten fünf Jahre zurückgeblickt, hätte das direkte Tourkarten für folgende Spieler bedeutet. Bei der Main Order of Merit habe ich sowohl die Spieler aufgezählt, die vor der jeweiligen Saison eine Tourkarte hatten und sie dann mit Platz 65 (bzw. 2024 mit Platz 66 durch die Rückgabe der Karte von Steve Beaton) in der Order of Merit verloren haben, als auch die Spieler, die in der entsprechenden Saison keine Tourkarte hatten und sich dennoch fast in die Top 64 gespielt haben. Ich denke, dass eher zweiterer Fall gemeint war. Die Zahl in Klammern ist dann die jeweilige Position, die der Spieler innerhalb des einen Jahres ohne Tourkarte in der Order of Merit erreicht hat.

    Darüber hinaus habe ich die Spieler, die sich in der anschließenden Q-School oder über andere Wege die Karte dann tatsächlich geholt haben, grün eingefärbt und die Spieler, die im darauffolgenden Jahr ohne Tourkarte geblieben sind, rot eingefärbt.

    Pro Tour

    2025: Darius Labanauskas

    2024: Wesley Plaisier

    2023: Christian Kist

    2022: Scott Williams

    2021: Rowby-John Rodriguez

    Wenig überraschend haben die meisten Spieler, die ohne Tourkarte in der Pro Tour Order of Merit oben standen, die Karte im nächsten Jahr über ihre Platzierung in der Challenge Tour erhalten. Die standen schließlich in der Pro Tour Order of Merit so weit oben, weil sie durch ihre Position in der Challenge Tour so oft nachrücken durften. Das trifft auf Labanauskas und Plaisier zu.

    Williams hat sich 2022 mit unter anderem einem Sieg auf der Pro Tour sogar direkt innerhalb eines Jahres in die Top 64 gespielt, wie das ja beispielsweise zuvor auch Krzysztof Ratajski oder Joe Murnan gelungen ist. Interessanterweise hat sich Connor Scutt 2024 ebenfalls ohne Tourkarte innerhalb eines Jahres in die Top 64 gespielt, obwohl Wesley Plaisier über die Pro Tour erfolgreicher war. Der Unterschied war ein Viertelfinale und damit zwei Siege mehr bei den Players Championship Finals.

    Kist hingegen stand 2023 in der Challenge Tour nicht so weit oben, dass es für die Tourkarte gereicht hätte, spielte aber als Nachrücker auf der Pro Tour mit zwei Halbfinals und einem Finale eine überragende Saison. Auch in der Q-School reichte es nicht für eine Tourkarte, aber dafür in der nächsten Saison mit drei Titeln über die Challenge Tour.

    Main Order of Merit

    2025: Stephen Burton/Andreas Harrysson (73)

    2024: Karel Sedlacek/Wesley Plaisier (68)

    2023: Martijn Kleermaker/Berry van Peer (79)

    2022: Ron Meulenkamp/Karel Sedlacek (68)

    2021: Rowby-John Rodriguez (65)

    Bei den Spielern, die ihre Tourkarte über die Main Order of Merit verloren haben, waren zuletzt Burton und Sedlacek in der darauffolgenden Q-School erfolgreich, wobei Kleermaker 2024 gar nicht erst angetreten ist. Sedlacek holte sich zudem 2023 über die Q-School die Karte, die er zuvor nur um vier Plätze verpasst hatte. Plaisier und van Peer erhielten ihre Tourkarten jeweils über die Challenge Tour, nachdem es ja 2024 gerade bei Plaisier sehr eng war.

    Ein ähnliches Drama erlebte 2021 bekanntlich Rowby-John, der seine damals einzige Saison ohne Karte auf Rang 65 beendete. Glücklicherweise wurde er dann in der Q-School gerade so mit dem letzten Platz über die Rangliste belohnt und konnte 2022 mit unter anderem einem Finale auf der European Tour an seine Form anknüpfen.

    Fazit

    Insofern kann man sagen, dass diese Regelung zumindest in den letzten fünf Jahren nicht allzu viel verändert hätte. Lediglich Christian Kist musste ein weiteres Jahr auf die Karte warten und in diesem Jahr hat es Andreas Harrysson getroffen, der sich vor allem durch seine tolle WM nah an die Karte gespielt hat. An dieser Stelle finde ich interessant, dass es auch bei Raymond Smith 2021/22 trotz eines Achtelfinals bei der WM mit Rang 82 in der Order of Merit relativ deutlich nicht gereicht hat. Sowohl bei Harrysson als auch bei Smith wäre aber jeweils ein Viertelfinale bei der WM ausreichend für den Gewinn der Tourkarte gewesen, im Fall von Smith sogar als einziges für die Order of Merit gewertetes Turnier.

    Ist dann natürlich eine Grundsatzfrage, ob beispielsweise allein ein Achtel-/ oder Viertelfinale bei der Weltmeisterschaft ausreichend sein sollte, um im darauffolgenden Jahr eine Tourkarte zu erhalten. Entweder rein durch das Preisgeld oder durch eine entsprechende Regelung, mit der man einen Underdog für einen überraschenden Run belohnen könnte. Durch die allgemeine Preisgelderhöhung dürfte zukünftig selbst ein Viertelfinale nicht reichen, um sich allein damit in die Top 64 zu spielen. Halte ich für durchaus diskussionswürdig. Von 2011 bis 2014 hat man schließlich auch den Halbfinalisten der BDO-Weltmeisterschaft eine Tourkarte in Aussicht gestellt.

  • Danke für diese ausführliche Statistik. Stephen Burton müsste 2025 grün sein, da er sich ja jetzt Anfang 2026 die Tourcard bei der Q-School als erster der Rangliste in UK geholt hat!

  • Danke für diese ausführliche Statistik. Stephen Burton müsste 2025 grün sein, da er sich ja jetzt Anfang 2026 die Tourcard bei der Q-School als erster der Rangliste in UK geholt hat!

    Du hast natürlich völlig recht, Burton habe ich da tatsächlich unterschlagen. Da stand ich ein bisschen auf dem Schlauch. Danke für den Hinweis, habe das auch noch mal im Post angepasst!

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