European Tour 15 - Maastricht - 16.10. - 18.10.2026

  • Irgendwie sind wir in dieser 2. Jahreshälfte etwas vom Weg abgekommen und wandeln gerade stattdessen eher auf dem Pfad der Belgier, die gestern ebenfalls 2 sehr bittere und gerade im Fall von Kim auch höchstunnötige Niederlagen einstecken mussten. Bei der Ausgangslage von Martin und Niko zu Beginn der Saison war das in diesem Jahr bislang deutlich zu wenig und einfach auch nicht gut genug, da brauchen wir gar nicht drum herum reden oder gar nach Ausreden suchen. Chancen sind bzw. waren genug da, und über die Auslosungen (die haben es ja größtenteils sogar noch sehr gut bzw. deutlich besser gemeint als für andere Spieler in deren Dunstkreis) beider kann man sich erst recht nicht beschweren. Klar die 3 ausgelassenen PC-Blöcke von Niko tun gerade basierend der Grundlage für nächstes Jahr ihr übriges, wo ich schon die Weitsicht ein Stück weit hinterfrage, sodass da bei den letzten 4 verbleibenden PC-Events Resultate zwingend her müssen bzw. erforderlich sind. Was auf jeden Fall klar ist, dass man sich gerade in einer durchaus gefährlichen Situation befindet, wo zeitnah wieder der Bock umgestoßen werden muss, denn sonst gibt das nächstes Jahr echt ein böses Erwachen, Stichwort Belgien, was ja gerade auch am Boden zu sein scheint.

    Das ist richtig, aber Turniere auslassen, das ist auch mal wichtig - Stichwort belastungsmanagment. Und die deutschen Topspieler lassen schon kaum Turniere aus.
    Ja Martin wird nächstes Jahr in die Qualis müssen, außer er zaubert bei den verbleibenden ET-Turnieren noch, aber aktuell fehlen über 20.000 Pfund über die Pro Tour, was sich heute und morgen noch weiter nach oben schieben kann. Niko ist durch die Niederlage und den Sieg von Chizzy gerade rausgefallen, wird aber wohl noch dabei sein können, aufgrund der ein oder anderen Absage die es immer gibt. Sollte aber beim PC-Block liefern.

  • Das ist richtig, aber Turniere auslassen, das ist auch mal wichtig - Stichwort belastungsmanagment. Und die deutschen Topspieler lassen schon kaum Turniere aus.
    Ja Martin wird nächstes Jahr in die Qualis müssen, außer er zaubert bei den verbleibenden ET-Turnieren noch, aber aktuell fehlen über 20.000 Pfund über die Pro Tour, was sich heute und morgen noch weiter nach oben schieben kann. Niko ist durch die Niederlage und den Sieg von Chizzy gerade rausgefallen, wird aber wohl noch dabei sein können, aufgrund der ein oder anderen Absage die es immer gibt. Sollte aber beim PC-Block liefern.

    Sofern das die Ranglistenposition hergibt und man es sich auch entsprechend erlauben kann, spricht da auch nichts dagegen, wobei ich da gleich 6 Turniere schon verhältnismäßig viele finde, während bspw. Spieler in seinem Dunstkreis wie gerade Reyes, Bialecki, Chisnall und Sedlacek halt quasi alles spielen, und das zahlt sich dann halt auch aus. Vor allem tue ich mich gerade auch schwer mit dem Begriff bzw. Zusammenhang des Topspielers aus Deutschland, aber das ist ein anderes Thema. Nur mal so zum Vergleich, auch wenn das jetzt natürlich ein extremes Beispiel ist: Gaga ist jetzt seit etwa einem Jahrzehnt auf der Tour und hat dabei in diesem Zeitraum soweit ich weiß kein einziges PC-Event verpasst, obwohl es sicherlich auch mal seine zwischenzeitliche Ranglistenposition hergegeben hätte oder er mal ein Verlangen nach Urlaub hatte, aber auch das zeichnet für mich eben einen Profi aus, was Gaga eben durch und durch ist, in Sachen Commitment macht ihm da wirklich keiner etwas vor :thumbup:.

  • Bei Niko scheint dass mit der „Belastung“ ohnehin so eine Sache zu sein. Er hat ja auch vergangenen November gesagt, dass er nicht gerne Interviews gibt und reduziert das auch vor Dortmund auf ein Minimum. Am kommenden Dienstag bekommen Journalisten gerade mal eine halbe Stunde in einer gemeinsamen Medienrunde Zeit. Und das bei einem Sport, der mal abgesehen von der WM in Deutschland immer noch eine Randerscheinung in den Medien ist und wo es zur Professionalität dazugehören könnte, sich hier ein bisschen offener zu geben.

  • Belastungssteuerung ist schon wichtig. Und sich auch mal eine Auszeit aus persönlichen Gründen zu nehmen, halte ich für legitim. Darts ist aber kein körperlich wirklich fordernder Sport. Und da muss ich dann auch einfach mal sagen, dass man (ohne PL und den ganzen Verpflichtungen für die World Series; beides haben die Deutschen Spieler bislang nicht ) mit den freien Wochen im Jahr hinkommen sollte. Mir müssen auch 6 Wochen Urlaub im Jahr reichen und mein Job ist, wie bei vielen anderen auch, sicherlich genauso fordernd.

    Michael Phelps hat in einen Interview mal gesagt, dass er in der Zeitspanne zwischen zwei Olympischen Spielen genau 5 Tage auf Schwimmtraining verzichtet hat. Selbst im Urlaub ging es zumindest kurz ins Wasser zum Trainieren. Das ist nicht jedermanns Sache und ganz bestimmt auch nicht für jeden Typen Sportler sinnvoll, aber genau so wird man dann halt der Beste 1.D Bei Olympia sogar sportartenübergreifend.

  • So langsam kann ich das Gejammer im Forum "die lassen alles aus" , "ich habe auch nur 6 Wochen Urlaub", "die sollen sich nicht so anstellen, verdienen ja genug" und ähnliches nicht mehr hören...

    Dazu dann noch das Fertigmachen wenn einer mal schlecht spielt.

    Nur zum Vergleich nehme ich mal gerade den Post von Teddy75

    6 Wochen Urlaub sind 30 freie Tage. Bei einer 5 Tage Woche kommen 104 freie Tage dazu (Wochenenden) Dazu im Schnitt 10 Feiertage. Der Durchschnittliche Arbeitnehmer ist dazu noch 10 Arbeitstage krank.

    Macht in der Summe 154 freie Tage im Jahr (=> 211 Arbeitstage).

    Bitte zeig mir diejenigen Dartprofis, die 154 freie Tage im Jahr haben. (An- und Abreisetage, Training, Exhibitions, Sponsorentermine und teilweise Socia Media sind übrigens auch Arbeit für die Jungs).

    Dazu kommt der Druck, das nur bei entsprechenden Ergebnissen Geld fließt.

    Und vom "normalen" Arbeitnehmer erwartet auch niemand dass er an jedem Tag 95% + von seinem Maximum leistet.
    Genau das passiert aber wenn jemand der 100 avg spielen kann mal "nur" einen 95er avg spielt...

  • Ich finde sowohl den Beitrag von Teddy75 als auch den Beitrag von Sozialarbeiter interessant und legitim. Finde mich in beiden irgendwie wieder, so gegensätzlich sie auch sind. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit, wie so oft, irgendwo in der Mitte.

    Dass ein Spieler sich mal mit seiner Familie oder mit em auch immer mal zwei Wochen Frühjahrs- oder Sommerurlaub am Stück gönnt und deswegen etwas auslässt, halte ich jedenfalls nicht für kritikwürdig.

    Premier League ist doof!

  • Sofern das die Ranglistenposition hergibt und man es sich auch entsprechend erlauben kann, spricht da auch nichts dagegen, wobei ich da gleich 6 Turniere schon verhältnismäßig viele finde, während bspw. Spieler in seinem Dunstkreis wie gerade Reyes, Bialecki, Chisnall und Sedlacek halt quasi alles spielen, und das zahlt sich dann halt auch aus. Vor allem tue ich mich gerade auch schwer mit dem Begriff bzw. Zusammenhang des Topspielers aus Deutschland, aber das ist ein anderes Thema. Nur mal so zum Vergleich, auch wenn das jetzt natürlich ein extremes Beispiel ist: Gaga ist jetzt seit etwa einem Jahrzehnt auf der Tour und hat dabei in diesem Zeitraum soweit ich weiß kein einziges PC-Event verpasst, obwohl es sicherlich auch mal seine zwischenzeitliche Ranglistenposition hergegeben hätte oder er mal ein Verlangen nach Urlaub hatte, aber auch das zeichnet für mich eben einen Profi aus, was Gaga eben durch und durch ist, in Sachen Commitment macht ihm da wirklich keiner etwas vor :thumbup:.

    Ja und nein. Natürlich ist es doof wenn die Ranglistenposition leidet, aber wenn man die Akkus aufladen muss und vermutlich eh nichts auf die Kette bekäme, dann bleibt man lieber mal ein Block zuhause. Und am Ende sehen wir das so, dass es evtl. ne schlechte entscheidung ist.
    Aber vielleicht ist der Plan es Springers ein anderer.

    Und ja Gaga lässt keine/wenig Turniere aus, okay hat aber auch fast nur PC-Turniere. Sind halt 17 Blöcke, plus 1/2 ET Wochenenden dieses Jahr, Plus UK Open, Masters, PC-Finals und WM. Nico dagegen hat deutlich mehr Turniere zu bestreiten.
    Und jeder Spieler ist anders.

  • Ich finde sowohl den Beitrag von Teddy75 als auch den Beitrag von Sozialarbeiter interessant und legitim. Finde mich in beiden irgendwie wieder, so gegensätzlich sie auch sind. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit, wie so oft, irgendwo in der Mitte.

    Dass ein Spieler sich mal mit seiner Familie oder mit em auch immer mal zwei Wochen Frühjahrs- oder Sommerurlaub am Stück gönnt und deswegen etwas auslässt, halte ich jedenfalls nicht für kritikwürdig.

    Das sehe ich auch so. Es sind Freiberufler, daher hinkt der Vergleich mit einem angestellten Arbeitnehmer natürlich schon, andererseits kann man ihn m.E. trotzdem machen: Natürlich ist es für viele ein ständiger Drahtseilakt, andererseits haben sie halt alle zumindest die Möglichkeit auf finanzielle Einnahmen, von denen die meisten von uns nur träumen können. Und sie konnten im Regelfall ihr Hobby zum Beruf machen. Wie sie sich als Selbstständige das alles einteilen? Ihre Sache. Aber gerade, wenn einer von denen, die mit dem Sport zum Millionär geworden sind, Motivationsprobleme hat oder sonstwie jammert, denk ich mir als Normalo halt schon mal: Hast Du die Vorteile vergessen? Ross Smith gefällt mir da ganz gut, der ja immer wieder betont, wie froh er unterm Strich ist, da zu stehen, wo er steht. Und das machen zu können, was er macht.

  • Hach, ich freue mich schon auf den Moment nächste Woche Sonntagabend, wenn wir uns alle nach Schindlers Finaltriumph in Dortmund fragen "Wisst ihr noch, wie er in Maastricht fast noch die Quali für die EDC vergeigt hätte?". ❤️

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