PDC Dart Weltmeisterschaft 2020

  • Ich finde diese Hätte Wäre Wenn Diskussionen enorm langweilig.
    Wir können uns die Finger blutig schreiben und uns zerfleischen, aber die PDC macht die Regeln und denen dürfte unsere Meinung ziemlich schnuppe sein.
    Daher sage ich: finde ich das System gut sehe ich mir die WM an, gefällts mir nicht dann kuck ich eben nicht.
    Ändern können wir eh nichts und es gibt niemals ein System was Jedem taugt.
    Also lass uns die WM geniessen und hoffen das der jeweilige Liebling soweit kommt wie möglich.
    Gaga for Weltmeister!!!!

    :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:

  • Dann würde ich gerne deine Punkte hören, die dich stark zweifeln lassen.


    1. Woodhouse hätte sein Debütmacht auf der Bühne gg den Vorjaresfinalisten gespielt - mehr Druck/Aufmerksamkeit + sämtliche neue Eindrücke
    2. Smith hätte gg einen Gegner gespielt der noch nie auf dieser Bühne war - ich bezweifle sehr das er gg smith genauso begonnen hätte wie gestern wenn er nicht davor schon ein Match auf der Bühne gehabt hätte.
    3. Die Routine war früher etwas das viele Seeds über die erste Runde gerettet hat (vor allem gg Debütanten) - diese haben sie sich über Jahre erarbeitet und somit einen Vorteil gehabt den sie sich "verdient" haben - die Ungesetzten haben jetzt einen Vorteil der ihnen vom System "geschenkt" wird (schon eingespielt, kaum Druck mehr usw)

  • Ob es einen Vorteil darstellt, in einem nervenaufreibendem Match gewesen zu sein um dann nochmal ans Board zu müssen?
    Ich sehe es eher als Nachteil durch die Distanz, da noch einmal ran zu müssen.

    Aus meiner Sicht haben sich die Spieler einfach besser vorbereitet als die Gesetzten, wo der eine oder andere die Aufgabe zu leicht genommen hat.
    Und dann kann es vorkommen, dass das Ärmchen hinten raus nicht mehr mit macht.

    Am besten hat es MVG bewiesen, als es darauf ankam, hat er sein Top Spiel gezeigt.

    Und genau deswegen ist MVG auch - zurecht - der beste Dartspieler der Welt und wir wohl auch heuer wieder gewinnen.

    Gut vorbereitet ist wohl der falsche Ausdruck - aber scheinbar kommen die Herren Smith, Cross und wie sie alle heißen einfach mit dem Druck mental nicht klar den sie dann auch schon beim ersten Antreten sofort haben - da konnte man sich früher vielleicht doch auch noch mit 80 - 90 % Durchwurschteln - das geht jetzt nicht mehr und scheint alle diese Spieler extrem zu belasten sobalds von Anfang an nicht läuft

  • Und was hätte Woodhouse in der 1.Runde gegen Smith zu verlieren? Richtig genauso wenig diesen Druck für den Topspieler bzw. kein Druck für den schwächeren Spieler ist doch immer da egal wann die gegeneinander spielen wenn du damit nicht klar kommst darfst du halt nicht auf dem Niveau spielen oder sollen demnächst nur die Top 32 oder Top 16 spielen damit eine Niederlage für die Topspieler nicht so "Peinlich" wäre?

    Nicht das System oder ein Spiel mehr ist schuld das Cross und Smith raus sind sondern deren schlechte Leistung die wir auch schon bei den anderen Turnieren vor der WM gesehen haben Smith und Cross sind einfach nicht in Form und das B Game oder C Game reicht halt nicht mehr bei der WM so einfach ist das jetzt das System ändern zu wollen oder zu glauben das auf einmal alle gesetzten weiter kommen weil es für Woodhouse das 1. statt das 2.Spiel ist sorry aber das ist nichts anders als Ausreden suchen wenn das der Grund ist warum Smith und Cross ein WM 2.Runden Spiel verlieren weil der Gegner schon die riesen Anzahl von 3 oder 5 Sets gespielt hat dann sollten sie sich überlegen ob sie wirklich so gut sind.


  • Gut vorbereitet ist wohl der falsche Ausdruck - aber scheinbar kommen die Herren Smith, Cross und wie sie alle heißen einfach mit dem Druck mental nicht klar den sie dann auch schon beim ersten Antreten sofort haben - da konnte man sich früher vielleicht doch auch noch mit 80 - 90 % Durchwurschteln - das geht jetzt nicht mehr und scheint alle diese Spieler extrem zu belasten sobalds von Anfang an nicht läuft

    Also nur mal so gedacht:

    Die Herren kommen wirklich nicht mit dem Druck klar, dass sie "unaufgewärmt" und als Favoriten, gegen einen Spieler spielen müssen, der als Underdog schon ein Spiel auf der Bühne hatte.
    Und das, wie du sagst, wahrscheinlich wegen mentaler Einstellungsprobleme. (Und das ist ja kein reines Dartphänomen, das Gesetzte einen Underdog unterschätzen)

    Also siehst du die PDC in der Pflicht hier nachzubessern, damit die Gesetzten ihre mentalen Schwächen (ich interpretiere deine obige Aussage frei) weiter ausleben können?


    Ich würde behaupten, wenn es denn wirklich der Fall ist, dass sie sich schlecht Vorbereitet haben! Und ja, ich habe auch den Eindruck das der eine oder andere mental etwas schlecht aufgestellt war.
    Aber das ist auch eine Sache, die der immer höheren Leistungsdichte geschuldet ist.

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    2 Mal editiert, zuletzt von dartblog (16. Dezember 2019 um 13:23)


  • 3. Die Routine war früher etwas das viele Seeds über die erste Runde gerettet hat (vor allem gg Debütanten) - diese haben sie sich über Jahre erarbeitet und somit einen Vorteil gehabt den sie sich "verdient" haben - die Ungesetzten haben jetzt einen Vorteil der ihnen vom System "geschenkt" wird (schon eingespielt, kaum Druck mehr usw)


    Früher jahrelang und heute dann macht 1 Spiel für einen Neuling das alles wet?

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

    Einmal editiert, zuletzt von as_ATARI (16. Dezember 2019 um 13:25)

  • Was hatte Woodhouse gestern zu verlieren? Wenn er gg Smith einen Withewash kassiert hätte wär das auch nicht so schlimm gewesen - im Vergleich zu den Seeds können die alle locker drauflosspielen


    Ob er was zu verlieren hat, kann ich nicht sagen. Ich kenne seine Situation nicht. Ob er dadurch Verträge verliert oder sowas.
    Aber er hat viel zu Gewinnen, das ist ein ebenso ein Stressauslöser.

    Denn mit einem Weiterkommen haben viele Spieler Probleme und vor allem, wenn es gegen einen gesetzten Spieler geht. Ich finde das nur beeindruckend das da Spieler kommen und das System durchschütteln.
    Hier wieder Anlässe zu sehen, diese Leistung schlecht zu reden, ist für mich hanebüchen

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    Einmal editiert, zuletzt von dartblog (16. Dezember 2019 um 13:30)

    • Offizieller Beitrag

    Ich finde das System nahezu perfekt so wie es ist.
    Jeder Spieler hat seine Chance, auch die Gesetzten. Wenn sie es aber an dem Tag nicht ans Board bekommen (wie Cross und Smith), dann muss man mit dem Ausscheiden leben. Klar ist es bisschen blöd dass dadurch später nur noch wenige große Namen übrig sind, aber das haben sie sich dann auch selbst zuzuschreiben und niemand anders. Man muss da immer noch sehen, dass es eine herausragende Leistung von Spielern wie Woodhouse ist, das Ding dann auch tatsächlich zuzumachen. Wenn man das kann, dann hat man sich auch die dritte Runde verdient.


  • Früher jahrelang und heute dann macht 1 Spiel für einen Neuling das alles wet?

    Früher hat es sicher Jahre und viele teilnahmen gebraucht um mal ein Spiel im Setmodus bei der WM zu gewinnen - selbst gute Spieler haben da jahrelang auf den Deckel bekommen bevor sie mal ein Spiel auf der Bühne gewonnen haben (weil es halt auch zumeist gleich gg ein großes Kaliber ging in der ersten Runde als ungesetzter). Diese psychologische Barriere - mal ein Spiel auf der WM Bühne zu gewinnen - passiert jetzt, durch die leichtern Erstrundengegner viel schneller und man fühlt sich da oben dann natürlich auch gleich viel wohler auf anhieb wenn man da nicht jahrelang vorher immer verloren hat.

  • Hier wieder Anlässe zu sehen, diese Leistung schlecht zu reden, ist für mich hanebüchen

    Ich rede die Leistung der Ungesetzten auf keinen Fall schlecht - es hat nur durch die neue Setzung einen wechsel in der psychologischen Komponente gegeben der den Seeds noch mehr Druck machtmit denen diese offensichtlich nicht zurecht kommen und die Ungesetzten unterstütz - hat da wer eine Statistik wieviel % mehr gesetzte rausfallen seit dem vorjahr als in den letzten jahren?! Gefühlt sind es mind 50 % mehr.

    Ich seh das halt für den weiteren Turnierverlauf kritisch weil es schon jetzt kaum mehr jemand im Turnier gibt der MVG bei größeren Setdistanzen gefährlich werden könnte (Cross und vielleicht Smith - wenn er was aus dem Vorjahr gelernt hat - hätten das sein können. Price ist gut drauf hat aber auch zu wenig erfahrung in diesen großen bzw lang andauernden Spielen um MVG da zu gefährden, ich hoffe aber natürlich das ich mich täusche

  • ... es hat nur durch die neue Setzung einen wechsel in der psychologischen Komponente gegeben der den Seeds noch mehr Druck machtmit denen diese offensichtlich nicht zurecht kommen und die Ungesetzten unterstütz - hat da wer eine Statistik wieviel % mehr gesetzte rausfallen seit dem vorjahr als in den letzten jahren?! Gefühlt sind es mind 50 % mehr.

    Ich kann dann nur noch einmal Wiederholen, wenn es für die gesetzten wirklich eine psychologische Herausforderung ist, dann müssen sie dieses annehmen (Vorbereitung). Und damit wäre dann der Weltmeister auch ein würdiger. (Was bisher jeder für mich war!)

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    Einmal editiert, zuletzt von dartblog (16. Dezember 2019 um 13:58)

  • Ich finde Überraschungen auch gut, allerdings sollten sie sich auch in Grenzen halten.

    Gerade in den späteren Runden sieht man einfach zu häufig, dass die "Überraschungssieger" ihr Niveu nicht mehr halten können über die längere Distanz. Dann ist hier die Freude auch wieder ganz schnell vergessen und es wird sich über zu einseitige, langweilige Spiele beschwert.

    Kann natürlich auch passieren, wenn 2 Topspieler aufeinander treffen (MvG - Gary) aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein Woodhouse in einem Viertelfinale ordentlich Haue bekommt, sehe ich bedeutend höher.

    Ich will einfach spannende Spiele, gerade zum Ende eines Turniers. Und aus den Erfahrungen der letzten Jahre, ist das mit solchen Außenseitern eher selten der Fall.

  • Hm, bei J.Lewis hätt auch niemand gedacht dass er das Niveau (bei der WM) halten kann und gerade da die Qualität in der Breit zunimmt sollte sowas in Zukunft noch weitaus häufiger möglich sein.

    Woodhouse würd ich da jetz nich unbedingt als Kandidat sehen, aber ich wüsste z.B. nich warum Humphries dank starker Leistung nich acuh verdient ins Halb- Oder gar Fianle einziehen sollte?!

    Finde die Diskussion auch irgendwie überflüssig, weil wenn man nur die großen Namen am Ende des Turniers haben will dann sollte man vorher einfach ne online-Abstimmung machen welche spieler die beliebtesten sind. Die besten 8 kann man dann ab dem Viertelfinale gegeneinander spielen lassen, aber Achtung: weiter kommt natürlich der Gewinner der jeweiligen PArtie, sondern derjenige der die Fan-Abstimmung gewonnen hat! ... :ironie:

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Finde die Diskussion auch irgendwie überflüssig, weil wenn man nur die großen Namen am Ende des Turniers haben will dann sollte man vorher einfach ne online-Abstimmung machen welche spieler die beliebtesten sind. Die besten 8 kann man dann ab dem Viertelfinale gegeneinander spielen lassen, aber Achtung: weiter kommt natürlich der Gewinner der jeweiligen PArtie, sondern derjenige der die Fan-Abstimmung gewonnen hat! ... :ironie:

    Das hab ich auch schon die ganze Zeit im Kopf. WM als Wunschkonzert. Ginge es nach mir, Phil Taylor hätte genau einen Titel, wie jeder andere auch, alles schön gleichmäßig verteilt.

  • Puh, was für eine müßige Diskussion. M.E. bei den Kritikern des Modus oftmals geprägt von der Angst, dass ungesetzte Spieler im späteren Turnierverlauf über längere Distanzen bestimmten Top-Spielern nicht mehr gefährlich werden können.
    Sowas ist m.E. aber völlig egal. Es kommt doch darauf an, wer Runde für Runde welche Leistungen abrufen kann. Und warum sollte jemand in frühen Runden Leistungen nicht abrufen können wegen "Drucksituation", später dann schon? Der Vergleich mit Fußball hinkt da doch schon sehr. Da kommt es in Turnierverläufen auf einspielen und finden der für das Turnier besten Mannschaft und Taktik an. In Einzelsportarten wie Darts spielen andere Faktoren eine Rolle.

    Warum sollen ungesetzte Spieler keinen Druck verspüren? Die wollen auch gewinnen. Das sind doch alles keine "Exoten" mehr, die nur für die Atmosphäre nach England fahren. Die Leistungsdichte im Dartsport ist in der Breite so hoch, dass Spieler mit Topranking auch auf anderen Turnieren immer wieder in frühen Runden gegen "Außsenseiter" rausfliegen.

    Man muss in jedem Spiel seine Top-Leistung abrufen und ein möglichst perfektes Timing haben. Und selbst das kann nicht reichen. White hat doch keine schlechtes Spiel gemacht. Er ist immerhin mit 100er Average rausgegangen. Smith hat Pech gehabt, dass Woodhouse eben noch besser war. Und der ist sicher nicht unbelastet in das Spiel gegangen, sondern mit genauso großem Druck, aber sogar weniger Erfahrung, was WM und diese Bühne angeht.

    Ich halte es grundsätzlich sogar für leistungsförderlich, wenn man gefordert ist und das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen kann.

    Also - ich finde den Modus gut und freue mich, wenn auch Spieler gewinnen und sich dadurch entwickeln, die man nicht so auf dem Zettel hat. Man darf ja auch nicht vergessen, dass manche Ungesetzte durchaus zu Top-Leistungen im Stande sind, bislang eben nur noch nicht gesetzt, weil noch nicht lange dabei. Die OoM sagt ja nur bedingt was über den aktuellen Leistungsstand aus.

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