PDC-Weltmeisterschaft 2025

  • Sehe ich ähnlich. Am Ende muss er damit umgehen, muss jeder selbst wissen.

    Sympathien und Anerkennung gewinnt er so allerdings bei den wenigsten. Deshalb ist Pietreczko auch so der einzige unter der Deutschen, bei dem dieses fast impulshafte Anfeuern der Landsleute bei mir sehr regelmäßig kippt. Als "Typ" und vom Auftreten sind mir da Minimum 90% seiner Kollegen näher.

    Ich glaube, er ist einfach ultra-introvertiert, wenn nicht sogar etwas mehr. Und gleichzeitig hat er wahnsinniges Talent im Darts. Diese Kombi ist bei Bühnenspielen mit aufgeheiztem Publikum aber echt schwierig. Und er kriegt das mMn zu oft nicht in vernünftige Bahnen gelenkt.

  • Können wir bitte zumindest hier im Forum die Diskussionskultur etwas wahren. Ricardo weiß zu 100 % das es nicht sein Spiel war und er wird bestimmt jetzt am meisten enttäuscht sein. Wenn ich jetzt aber die Social Media Kommentare sehe, wird einem echt übel..

    Lieblingsspieler: Gabriel Clemens 1.D , Robert Marijanovic 2.D , Garry Anderson 3.D , Steve Beaton 4.D , Max Hopp 5.D

  • Ricardo hat sich schon beim Walk-On von Aspinall verstellt und sich (für seine Persönlichkeit) komplett unnatürlich verhalten. Hat sich neben Aspinall gestellt und versucht „Mr Brightside“ mitzusingen und das sah da schon ziemlich hölzern aus. Nichts zu sehen von der Konzentration und dem Selbstbewusstsein aus dem Match gegen Williams.

    Er sollte daraus lernen und sich beim nächsten Mal einfach treu bleiben. Ist nicht jeder zum Entertainer geboren und das ist auch gut so.

    Aber dass er es beim Interview auch noch auf die Spitze treiben muss….naja. Tat schon weh, sowas anschauen zu müssen.

  • Das war doch genau das Spiel was Ricardo auf der Pro Tour leider Regelmäßig abgeliefert hat. Ist nun mal so, alleine mit der Jahresleistung von den Statistiken her ist das Achtelfinale und ein Sieg gegen S. Williams ein super Erfolg. Er wird doch selbst am besten wissen wie er damit umgeht.

    Nun gehts 2025 halt weiter. Er hat doch bald die Möglichkeit es besser zu machen. ;)

  • Das schlimme ist doch dass keiner von uns hier weiß wie wir selber reagieren würden wenn wir auf dieser Bühne stehen würden und uns das passiert. Also sollte man sich hier überhaupt kein Urteil erlauben. Jeder Charakter ist anders.

    Ich glaube er hat überhaupt nicht gewusst wie er damit umgehen soll.

    Danke. Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

  • Die Statistiker können schon mal nach den niedrigsten Averages in den Last 16 schauen…

    Cliff Lazarenko 74,19/ 2001 (0-3 vs Scholten)

    Peter Law 77,26/ 2000 (1-3 vs Evison)

    Steve Beaton 77,62/ 2005 (1-4 vs Dudbridge)

    Alex Roy 78,25/ 2000 (0-3 vs Warriner)

    Ricardo Pietreczko 78,46/ 2025 (0-4 vs Aspinall)

    Rod Harrington 79,55/ 2002 (3-6 vs Priestley)

    Rico Vonck 79,65/ 2007 (0-4 vs Van Barneveld)

    Graeme Stoddart 79,69/ 1999 (0-3 vs Manley)

  • DRA Rule 3.9

    Each player shall perform and compete to the best of their abilities…

    Bei dem Gekasper ist das auf der Bühne gerade ein Verdachtsfall.

    Erzähl mal nicht so ein Müll!

    Man sieht doch das Ricardo sich bemüht, aber wenn das Publikum bei einem Spieler, wo nix läuft auch noch jede S1 bejubeln muss, dann brauchst Du hier nicht so einen Käse zu schreiben! Und Pikachu hat unter so einem Druck auch schon mal deutlich schlechter gespielt seinerzeit in der ersten Runde eines ETs in Ungarn!

    Nur weil Dir seine Art nicht passt, wie seine Körpersprache bei nix laufen ist, brauchst Du ihm nicht zu unterstellen, dass er nicht sein bestes gibt!

  • So das war eine katastrophale Leistung. Kann man nicht anders sagen. Ab den verpassten Breakchancen in leg 2 ging mal überhaupt nix mehr. Satz 1 war ja mit 86 im Schnitt noch einigermaßen ok. Satz 2-4 jeweils unter 80 ging dann nix mehr.

    Körpersprache natürlich von außen betrachtet auch katastrophal.

    Da muss er wohl einen Weg finden um aus so ner negativspirale rauszukommen. Ist mit auf der pro Tour schon aufgefallen, dass wenn es nicht läuft dann geht garnix und auch gerne mal unter 80.

    Was ihm allerdings hoch anzurechnen ist, ist dass er sich im Interview „stellt“ und auch keine Ausreden oder Ähnliches sucht. Das ist nicht selbstverständlich.

    Es war aber trotzdem ne super wm. Grad wenn man auch das schwierige Jahr sieht.

    Es ist jetzt erst das 3. Jahr auf der Tour. Da ist mit Erfahrung noch einiges möglich.

  • Das schlimme ist doch dass keiner von uns hier weiß wie wir selber reagieren würden wenn wir auf dieser Bühne stehen würden und uns das passiert. Also sollte man sich hier überhaupt kein Urteil erlauben. Jeder Charakter ist anders.

    Ich glaube er hat überhaupt nicht gewusst wie er damit umgehen soll.

    Korrekt, aber wir sind auch keine professionellen Dartspieler. Da ist es schon ok, eine andere Erwartungshaltung zu haben. Und gerade in einem mental anspruchsvollen Sport erachte ich es als notwendig, auch für schwache Phasen mentale Strategien zum Umgang damit parat zu haben. Das war ja nicht das erste Mal in seinem Leben, dass er einen schlechten Tag erwischt. Immer geht das nicht, das ist menschlich und Tagesform. Bei Ricardo scheint das aber ein grundsätzliches Problem zu sein.

  • Also ist U80 schon laaaaaaange her...

  • Tja, das war leider gar nix von Ricardo. Gegen Williams noch mit einem tollen Mindset unterwegs, und jetzt plötzlich so ein fragwürdiges Verhalten. Einfach Überforderung pur. Ricardo ist und bleibt eben eine Wundertüte.

    Trotzdem hat er bis zum Achtelfinale ein starkes Turnier gespielt und überhaupt erst als zweiter Deutscher Spieler die Hürde 3. Runde genommen. Alles in allem eine starke Turnierleistung von ihm als ungesetzter Spieler. Dass er sich dann noch dem Interview auf Sport1 stellt, finde ich sehr löblich. Sowas hätte ich auch von Gaga erwartet.

    Hoffentlich kann Ricardo diese schmerzliche Erfahrung nutzen, um weiter an seinen offensichtlichen Schwächen zu arbeiten. Ist natürlich immer leicht daher gesagt, aber vielleicht findet sich ein Weg. Am spielerischen Potenzial sollte es bei ihm nicht scheitern.

  • Korrekt, aber wir sind auch keine professionellen Dartspieler. Da ist es schon ok, eine andere Erwartungshaltung zu haben. Und gerade in einem mental anspruchsvollen Sport erachte ich es als notwendig, auch für schwache Phasen mentale Strategien zum Umgang damit parat zu haben. Das war ja nicht das erste Mal in seinem Leben, dass er einen schlechten Tag erwischt. Immer geht das nicht, das ist menschlich und Tagesform. Bei Ricardo scheint das aber ein grundsätzliches Problem zu sein.

    Das ist natürlich richtig. Aber solange ist er halt auch noch nicht dabei, dazu mit seinen 29 auch noch nicht komplett erwachsen, auch das kommt vor. Ich denke nicht dass er das alles in diesen Momenten völlig bewusst macht und somit den Unmut auf sich zieht. Das ist sein aktueller Charakter und Ausdruck seiner Unsicherheit. Andere wären aggressiv und ich denke das hätte alles noch viel schlimmer gemacht, sprich Wirkung nach aussen.

    Was mir aber trotzdem völlig gegen den Strich geht ist dieser Hass und Hetze überall jetzt wieder. Denken die Leute wirklich er macht das alles mit Absicht. Schlussendlich vertritt er doch als letzter Deutscher unser Land bei der WM und hat nicht absichtlich so unter seinem Niveau gespielt. Dann sagen alle dass er wohl ein introvertierter und unsicherer Typ ist und was passiert? Es wird schön draufgehauen.

  • Ricardo hat schon eine lange Zeit versucht, in den Fokus zu kommen. Erst als es auch im dritten Satz so gar nicht lief (und wirklich so gar nicht), hat er mit den Mätzchen und dem Sarkasmus angefangen. Ja, das war in dem Ausmaß sicherlich nicht hilfreich, nicht professionell und wirkte albern. Aber es war auch eine unglaublich schwierige Situation, weil einfach gar nichts klappen wollte. Dazu hat das Publikum fast jeden Fehldart im Scoring zelebriert - und das noch bevor Ricardo mit den Mätzchen angefangen hat.

    Er hat aus meiner Sicht aus seinen Fehltritten oder unglücklichem Auftreten auf der Bühne bislang gelernt. Wieso sollte er nicht auch aus dem Spiel etwas mitnehmen können? Vielleicht geht er auch noch den Schritt mit professioneller Unterstützung oder Begleitung in nächster Zeit. Ricardo hat auf jeden Fall ein tolles Turnier gespielt, war erst der zweite Deutsche, der es ins Achtelfinale geschafft hat. Und ich hoffe darauf kann er dann auch den Fokus legen, wenn die Enttäuschung weg ist.

    Meine 3 Lieblingsspieler: Flo Hempel, Gary Anderson, Niko Springer 1.D2.D3.D

    Erweiterter Kreis: Schindi, Domi, Barney, Humphries, Noppert, Gezzy, Hopp

  • Bisher fand ich das Publikum diese WM wirklich größtenteils fair, aber heut ham sie 2x in Spiele eingegriffen und 2x hat ihr Favorit davon (stark) profitiert:thumbdown:

    Weil Owens Doppelquote ging erst seit dem Gepfeife in den Keller, da bin ich mir ziemlich sicher dass er die Partie sonst nich verloren hätte! Und bei Pikachu wär sonst sicher auch mehr Gegenwehr gekommen und es für Aspinall nich so ein Spaziergang ins Viertelfinale geworden!

    Und Beschichtigungsversuche hab ich von den beiden Engländern leider auch keine sehen können. Ich will da jetz keine große Diskussion aufmachen, aber wenn man bei jeder einzelnen WM auf den Publikumsfaktor setzen kann, dann darf sich auch kein Engländer je wieder beschweren wenn er auf der EuroTour gegen nen HostNation-Spieler ausgepfiffen wird:!:

    PS: Letzteres wäre vielelicht doch ein Por-Argument für die WM in Saudi Arabien:/;)

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

    • Offizieller Beitrag

    Ich will da jetz keine große Diskussion aufmachen, aber wenn man bei jeder einzelnen WM auf den Publikumsfaktor setzen kann, dann darf sich auch kein Engländer je wieder beschweren wenn er auf der EuroTour gegen nen HostNation-Spieler ausgepfiffen wird

    Man kennt es ja mittlerweile. Gerade Aspinall und Cullen sind zum Beispiel zwei Spieler, die bei Majors nahezu immer vom Publikum stark profitieren. Aber wenn es einmal dagegen geht, dann ist das Geschrei natürlich groß.

    Aber die Diskussion wird auch aus dem PDC-Dartsport nicht mehr verschwinden.

  • Wenn schon das Publikum als Faktor ausgemacht wird, dann muss man sich im Jahr 2024/25 auch endlich mal überlegen, ob die englische Dominanz bei den Spielorten der Majorturniere nach wie vor zeitgemäß ist. Tradition hin oder her. Halte es zum Beispiel für einen mittleren Skandal, dass die Niederlande als die Kontinental-Darts-Nation schlechthin lediglich mit den World Series Finals vertröstet werden und ansonsten quasi kein relevantes Event austragen (abgesehen eben von WS-Events oder der PL, also letztlich eher Exhibition-Formaten, auch wenn es frevelhaft klingt). Ally Pally schön und gut, aber bei der fortschreitenden Internationalisierung des Darts wären WMs in anderen Nationen aus meiner Sicht schlicht und einfach geboten.

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